Eigenartiges Verhalten - Mutter - Schwanger

    • (1) 29.12.18 - 22:13

      Sorry wird lange aber es belastet mich :(

      Ich war zu Weihnachten bei meiner Mutter. Das erste mal seit ich Schwanger bin (aktuell 11 SSW). Irgendwie habe ich erwartet das sie sich freut uns zu sehen, irgendwie auf die Schwangerschaft und das Baby eingeht. Nichts... Zuerst habe ich mir gedacht, es war weil meine andere Schwester und ihr Freund auch gekommen sind.

      Da nur ich bei ihr übernachtet habe, dachte ich mir vielleicht die nächsten Tage. Es war so eigenartig, wenn ich sie fragte wie sie sich gefühlt hat, oder sonst irgendwas zu Schwangerschaft war sie patzig. Es ist mein erstes Kind und habe mir irgendwie erwatet das meine Mama mich unterstützt. Ein Beispiel: ich habe gefragt ob sie eine Wickeltasche hatte. Sie war wieder patzig und antwortet nur sowas hab ich nicht gebraucht, total überflüssig war die Antwort... Später sagte sie dann doch sie hatte eine 🤷🏻‍♀️

      Ich war und bin echt verletzt, sie ist die ganzen Tage nie näher gekommen oder hat sich sichtlich gefreut. Vielleicht überreagiere ich aber sogar der Freund meiner Schwester fasst mir an den Bauch und fragt wie es uns geht. Durch die lange Kinderwunschzeit freuen sich alle, sogar meine Arbeitskollegen. Erwarte ich zu viel?

      Es gibt noch ein Thema, das vielleicht Einfluss nimmt. Meine jüngere Schwester hat vor ca. 4 Jahren abgetrieben. Ich will nicht näher auf das warum eingehen. Wir waren für sie da, hätten sie unterstützet doch sie hat sich dagegeb entschieden.

      Seit mein Mann und ich versuchten schwanger zu werden, hieß es von meiner Mutter ich soll auf die jüngere Schwester Rücksicht nehmen. Es war schwierig bei uns, es funktionierte mit einer künstlichen Befruchtung (nach 3 Jahren) und zum Glück hat das erste mal sofort geplappt ❤️ Das es mit meiner jüngeren Schwester nicht einfach ist und es für sie schwer ist muss ich nicht sagen. Ich verstehe es auch und nehme wirklich Rücksicht.

      Was mich schon beschäftigt ist das Verhalten meiner Mama. Die ganze Zeit schwebte so ein komisches Gefühl im Raum als ich zu Besuch war, auch wenn meine Schwester nicht da war (sie wohnt nicht bei meiner Mama). Ich frage mich einfach wieso meine Mama sich nicht richtig freuen kann?

      Sorry nochmal es ist ziemlich lange. Danke für eure Hilfe :)

      • Vielleicht erinnert deine Mutter deine Schwangerschaft daran was deine Schwester passiert ist.
        Vielleicht reist es bei ihr zu viel auf.
        Es klingt als ob deiner Schwester damals etwas schlimmes passiert ist. Natürlich sollte man das dann mit Vorischt angehen aber dennoch hast du auch das Recht dein Leben zu leben und wenn da Kinder zu gehören dann hast du das Recht welche zu bekommen. Wenn deine kleine Schwester das später möchte, darf sie das natürlich ebenso.

        Das dich das Verhalten seiner Mutter verletzt kann ich zu gut verstehen und würde versuchen da mit ihr auch drüber zu reden.

        Liebe Grüße Janina mit Logan 11 Jahre, Leo 11 Monate und kleine Raupe 18+2

        Finde nicht, dass du überreagierst. Wenn deine Schwester nicht dort ist, könnt ihr euch doch gemeinsam freuen? sie erwartet von dir gegenüber deiner kleinen sxhwester rücksichtsnahme doch begegnet dir mit kälte und distanz.
        Es ist deine Mama, am besten, du sprichst sie ganz offen an. dass du gemerkt hast, dass sie deine schwangerschaft und die geaprächsthemen ignorieren möchte und was denn der grund dafür ist.
        vieleicht kann sie aich etwas erklären und du kannst es etwas nachvollziehen oder sie merkt gar nicht wie sie rüberkommt.
        evtl spielt der verlust des kindes deiner schwester noch eine rolle? auch wenn nicht einfach, bitte mit ihr besprechen. sonst vergifted das eure beziehung.
        Allea Gute!

        • Ich habe sie angesprochen und gefragt wieso sie so reagiert. Sie hat mich nur angeschaut und gefragt was ich meine. Ja das Thema meiner Schwester belastst sie. Meine Schwester ist nach einer Zeit wütend geworden und hat uns an den Kopf geworfen wir wären Schuld. Meine Mutter macht sich Vorwürfe und gibt sich die Schuld nicht mehr getan zu haben. Meiner Schwester ist zu einem unpassend Zeitpunkt schwanger geworden und musste damals abwägen ob sie mit den Konsequenzen davon tragen kann. Sie hat sich trotz allem Zuspruch von uns für die Abtreibung entschieden.

      Frag sie doch am besten selber und erkläre ihr dein empfinden, das ist immer der beste Weg

      Erstmal tut es mir leid, dass du dich in dieser sensiblen Phase so von deiner Mutter behandeln lassen musst. Davon hab ich jedoch schon ein paar Mal gehört : Mutter kann mit Geschlechtlichkeit des "Kindes" nicht umgehen (erste Periode, erste ss etc). Kann das sein?
      Was irgendeine Rücksicht auf deine Schwester damit zutun hat, kann ich nicht sehen. Sie hat ja schließlich kein Kind tragisch verloren, sondern wollte es töten oder würde sie unter Druck gesetzt?

      • Ich muss grad Mal auf deine Antwort eingehen, weil mir das schon häufiger (bei anderen) sehr unangenehm aufgefallen ist, hier im Forum. Die Schwester der TE hat kein Kind getötet. Sie hat die Schwangerschaft nicht ausgetragen und dann das Neugeborene in der Badewanne ertränkt. Nur weil Du Dich über Deine Schwangerschaft freust und Dir nicht vorstellen kannst, sie abzubrechen, heißt das nicht, dass andere Frauen genauso fühlen müssen. Und nur weil sie sich bewusst dafür entschieden hat, die Schwangerschaft !im legalen Zeitraum! zu beenden, heißt das auf keinen Fall, dass sie nicht um den Verlust dessen, was hätte werden können, trauert und trauern darf. Keine Frau auf der ganzen Welt trifft die Entscheidung für eine Abtreibung leichten Herzens. Keine! Man kann nur jeder, die sie trifft, herzlichst wünschen, dass es sich im Nachhinein richtig anfühlt. Da helfen so Aussagen wie "sie wollte es töten" aber überhaupt nicht bei! Bitte lass Deinen Mitmenschen ihre eigene Wahl. Du musst sie ja nicht so treffen.

        • Perfekte Antwort. Dem kann ich ganz zustimmen. Bin auch ganz erschrocken von der Wortwahl „töten“ im heutigen Zeitalter!

          Sorry, aber was behauptest du da für Sachen? Wenn etwas gelebt hat und auf meinen Befehl hin nicht mehr lebt, habe ich es getötet. Da gibt es nichts schön zu reden, ob legal oder nicht.
          Und rein gucken in die Menschen kannst du wohl auch noch, dass "keine einzige Frau jemals das leichtfertig gemacht habe". Seltsam, dass es genug Frauen gibt, die 6, 7 Mal oder mehr abtreiben. Sooo schlecht kann es ihnen damit nicht gehen.
          Wir sind hier jedenfalls nicht bei Pipi langstrumpf und können uns die Welt nicht machen, wie sie uns gefällt 😉

    Hi,
    vielleicht hat Deine Mutter auch einfach Schwierigkeiten damit in die nächste Generation zu rutschen. Sie wird ja zum ersten Mal Oma oder? Meine Schwiegermutter zum Beispiel hat große Probleme damit, dass ihr Sohn (Mitte 30) nun seine eigene Familie bekommt. Sie hat immer sehr fest an dem Familienbild "sie, ihr Mann und die beiden Söhne" festgehalten und zelebriert teils heute noch Rituale aus deren Kinder- und Jugendjahren. Meine Mutter wiederum meinte, sie freue sich, fühle sich nun aber auch älter und sogar dem Tode naher. Das Omabild ist ja schon eher ältere Dame mit weißen Haaren - Du weißt schon, was ich meine. Zudem ist man mit Baby und Kleinkind auch eher mit seiner eigenen kleinen Familie beschäftigt, vielleicht kommen hier dann noch Angst vor Einsamkeit und Ausrangiert werden dazu. Möglicherweise spielt ja auch ein Quäntchen hiervon mit rein. Ich finde es nachvollziehbar, dass Dich das verletzt hat. Ich hoffe, ihr könnt das klären. LG

    Hallo, ich war in einer ähnlichen Situation mit meinem Vater. Wir haben ihm in der 9. Woche von der ss erzählt und da war kein Interesse oder Freude. Am nächsten Tag am Telefon hat er mich sogar gefragt was es neues gibt. 🤷‍♀️ So als wüsste er es gar nicht...

    Den Hintergrund für sein Verhalten kenn ich nicht, aber ich hab beim verkünden meiner ss eines gelernt. Dass unsere Erwartungen wie andere zu reagieren haben nicht immer erfüllt werden. Wenn das natürlich eine enge bezugsperson ist, dann ist man verletzt... Ganz klar. Aber jeder Mensch. Nicht nur die schwangere und der werdende Vater durchlebt bei solch einer Nachricht einen Prozess... Die einen schneller... Die anderen nicht...

    Es gibt keinen Grund wieso sich mein paa nicht freuen sollte... Aber irgendwas wird in ihm vorgehen, ich hab beschlossen ihm erstmal Zeit zu geben um sich mit dem Gedanken auseinander zu setzen... Und siehe da. Diese woche hat er mir zum ersten mal gesagt, dass er sich mit uns freut. Es wird schon langsam. Bin jetzt in der 18. Woche.

    Wir leider keinen Rechtsanspruch auf die Freude der anderen. Ich hab dann für mich halt beschlossen, dass Thema mit meinem Vater nicht mehr zu besprechen, wenn von ihm nix kommt. Selbst verletzen muss ich mich ja auch nicht.

    Ich hoffe für euch, dass sich deine Mama bald mit euch freuen kann.

    Lg

    Erstmal Tut es mir sehr leid für dich, dass dich das so belastet. Ich habe eine ähnliche Situation mit meiner Mutter erlebt. Nachdem 6 Monate der SS vergangen sind hab ich sie auf ihr Verhalten von Anfang nochmal angesprochen und da hat sie sich geöffnet. Sie selbst hatte zwei Fehlgeburten und wollte mit übermäßiger Freude / Interesse keine Hoffnungen machen solang ich noch so „früh“ schwanger war. Nach dem organscreening war sie dann plötzlich Feuer und Flamme und hat tausend babysachen gekauft. Über das „an den Bauch fassen“ würde ich mir keine Sorgen machen. Viele Frauen HASSEN es!! Wenn einfach ungefragt an den Bauch gefasst wird und finden es auch von nahen Verwandten nicht toll und möchten auch noch als Mensch bestehen und nicht nur noch über SS reden. Vielleicht ist sie in dieser Hinsicht auch einfach rücksichtsvoll.

    Meinst du hier ist eventuell ein bisschen Neid im Spiel von deiner Mutter ? Klar macht das für uns alle keinen Sinn aber das passiert leider ganz oft und ist ja auch nicht böse gemeint aber eben Gefühle die ausgetragen werden. Man ist jünger hat das ganze Leben vor sich etc... vielleicht noch einen tollen Mann an der Seite usw. Bei meiner Mutter ist es leider genauso. Sie ruft kaum an oder fragt wie es mir geht und bin aktuell 19. ssw mit ihrem ersten Enkelkind. Da hätte ich auch mehr erwartet aber kann es mir nur mit Neid erklären da wir das leider immer wieder hatten weil ich auch sehr eng mit meinem Vater bin und sie eben viele Probleme hatten. Und mir geht es wirklich super mit tollem Mann und Haus und glaub einfach der Neid steigt bei ihr leider hoch. Ich versuche einfach innerlich ein bisschen Abstand zu halten und die Aufnerksamkeit der anderen zu schätzen . schade ist es und anders erwartet hatte ich es auch. Aber vielleicht kommt es noch? Ich drücke dir die Daumen dass es besser wird. Ich war auch erst richtig geschockt wie kühl sie ist aber gewöhn mich langsam dran. Dafür ist schwiegermama ganz lieb und kümmert sich. Und wenn man immer denkt „she is doing the best she can“ hat man auch mehr Verständnis

    Als ich meinen Eltern von der Schwangerschaft erzählt habe war die Reaktion auch seeehr verhalten. Hab schon gezweifelt ob sies überhaupt kapiert haben. Hatte kein bisschen was von einer freudigen Reaktion und war auch total enttäuscht und traurig. Ich muss dazu sagen, dass sie meinen Freund nicht so toll finden weil er einige schlechte Eigenschaften hat.
    Je größer mein Bauch wurde umso größer die Freude und das Interesse. Und jetzt ist die Kleine nicht mehr wegzudenken.
    Gib deiner Mutter einfach noch Zeit. Ich denke die Freude wird noch kommen. Ihr geht vielleicht so einiges durch den Kopf was du gar nicht weißt. Dass du traurig bist kann ich gut verstehn, mir ging es gleich. Wie reagieren den die Schwiegereltern? Bei der Mama von meinem Freund war die Freude riesengroß und dass hat mir auch viel bedeutet

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