Nur ASS100 , ohne Heparin? ...verzweifelt

    • (1) 03.01.19 - 13:21

      Hey zusammen,

      gibt es jemanden von euch der einen späten Abort und eine leichte Gerinnungsproblematik hat/hatte, und nur ASS100 einnimmt, ohne Heparin?

      Mein Haematologe sieht keine Notwendigkeit für Heparin. Ich habe mein letztes Baby in der 12ten Woche verloren, der Fötus war unauffällig und negativ auf Chromosomenstörungen getestet soweit möglich. Alles war gut, immer zeitgerecht entwickelt, und dann in der Woche in der die Plazenta die Versorgung übernehmen sollte plötzlich tot.

      Nun wurde bei der Gerinnung ein erhöhter Wert gefunden, aber eben nur einer, sonst alles unauffällig, und für eine sichere Gerinnungsstörung reicht das nicht aus, dafür bräuchte es weitere Tests in ein paar Monaten.

      Das leuchtet mir auch ein, dass man das nicht als gesichert sehen kann. Nur ist meine zweite SS jetzt in der 9ten Woche, bald kommt wieder die kritische Phase.
      Ich habe große Angst, dass es doch an der Gerinnung liegen könnte (die Fachärztin sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Abort und dem erhöhten Wert, nimmt an es war Zufall).

      Nun habe ich angst, dass unser Baby wieder stirbt. Ich weiß ich sollte der Einschätzung von Ärzten vertrauen, aber ich kann mir sonst nicht erklären warum ein gesundes Baby in der 12ten Woche einfach stirbt.

      Hat jemand von euch ähnliches und ist mit ASS100 alleine durch die SS gekommen?

      Was würdet ihr machen? Ich will Montag noch mal die Meinung meiner FÄ abholen. Würdet ihr noch einen anderen Gerinnungsspezialisten um eine Zweitmeinung bitten?
      Ich habe ein ganz schlechtes Gefühl dabei der Sache einfach ihren Lauf zu lassen, sehe eine "Wiederholung" schon fast als vorprogrammiert. Ich möchte nicht wissentlich ins offene Messer laufen, ich könnte nur heulen grade...

      • Hey, ich habe mehrer Gerinnungsstörungen und musste zuerst nur Geparin spritzen und dann seit s nem Monat noch ass100 dazu.
        Seitdem bekomme ich überall wahnsinnige blaue Flecken.

        Aber selbst beides gibt keine Garantie, das die Plazenta problemlos die Versorgung übernimmt. Das ist eben immer nochmal eine kritische Zeit.

        Das beste was du für dekn Baby tun kannst ich vertrauen zu haben.
        Lege deine nee jeden Tag bewusst auf den Bauch und schicke dem Baby viele gute Energie.

        Liebe Grüße Janina mit Logan 11 Jahre, 4 Sternchen im Herzen, Leo 11 Monate und kleine Raupe 19+0

        Oh Mist. Ich hatte eine fg in der 10. Woche. Das 2. Mal. Scheinbar sehr ungewöhnlicher Verlauf. Musste ziemlich.viel.untersuchen. unsere Tochter chromosomal gesund. Aber bei mir hiess es genetisch Neigung zu Thrombose. Naechste schwangerschaft ass 100 mg. Blutgerinnungsspezialisten hingegen kamen zum Ergebnis Blutungsneigung in der Schwangetschaft. Also komplettes Gegenteil. Mein 1 Fg ausgeloest durch ringförmiges haematom. Ich wuerde 2. Meinung einholen. Aber immer im Kopf haben dass blutverduenner auch zu hoch dosiertt sein koennen.

        Hey Hallöchen

        Ich hatte eine Totgeburt bei 27+5
        Grund wird vermutet Plazentainfarkt
        Mein kleiner konnte nicht mehr versorgt werden

        Nun bin ich wieder Schwanger und muss seit positiven Test prophylaktisch Thromboass 150 mg nehmen.

        Die Pränataldiagnostikerin muss dann entscheiden ob ich diese weiterhin nehmen muss oder absetzen. Mehr weiß ich dann am 16. Jänner

        Aber Medikamente muss ich vorerst nicht mehr nehmen

        • Hey du - das tut mir wahnsinnin leid, auch noch so spät. :(

          Du spritzt also auch kein Heparin? Wurde deine Gerinnung denn untersucht?

          • nein ich Spritze auch nicht

            Gerinnung wurde auch nicht untersucht.
            Mein Arzt sagte, das mit thromboass ist auch nur prophylaktisch. Und die Pränataldiagnostikerin hat mir noch vor Weihnachten gesagt, das dies eigentlich die beste Therapie ist und recht viel mehr braucht man auch nicht.

            Aber mein Frauenarzt möchte das ich nun mehr Untersuchungen mache.

            • Okay, ich danke dir. Das beruhigt mich ein bisschen.
              Ich denke immer ich würde mir das nicht verzeihen, wenn das Baby wieder stirbt obwohl ich wusste, dass etwas nicht stimmt (auch wenn nur ein Wert ein bisschen aus der Reihe war).

              • also ich bin jetzt bei 11+1 und bei jeden ultraschall ist mein kleines gut entwickelt (gut, das war mein kleiner in der ersten SS auch) aber trotzdem denke ich positiv das diesmal alles gut geht.

                Kann man jetzt nicht vergleichen, aber mein Papa der einen Schlaganfall hatte muss auch thromboass nehmen und bis jetzt (hoffe natürlich das es so bleibt) ist alles gut.
                es unterstützt ja die gerinnung im Blut.

                So ganz freuen können wir uns natürlich auf die neue Schwangerschaft auch noch nicht weil halt doch viel Angst noch ist.

                • Ja damit kämpfe ich auch. Ich kann dir das gut nachfühlen.
                  Ich merke langsam wieder wie der Bauch wächst und die Hormone mich durcheinander wirbeln, und eigentlich müsste ich mich freuen und glücklich sein, dass diesmal bisher wieder alles gut aussieht.
                  Aber das jähe Ende beim letzten Mal, ohne einen Grund zu erfahren, und dann der auffällige Blutwert, ich sorge mich ununterbrochen. Dabei kann ich selbst nur wenig tun. Ich weiß nicht ob ich weitere Ärzte abklappern soll, schauen soll ob jemand anders vielleicht Heparin als unkritisch sieht und es auch vorsorglich geben würde. Ich denke nur wenn's wieder passiert und ich hätte mehr tun können würde ich mir große Vorwüfe machen.

                  • also ich muss sagen, ich vertraue da ganz meinen Ärzten. Sie wissen schon was sie da machen denke ich.

                    ich glaube, wenn etwas passiert, würde man alles in Frage stellen was schuld gehabt haben könnte.

                    Ich weiß noch, Anfang meiner ersten Schwangerschaft waren wir im Urlaub, hatte all inklusive. da wusste ich noch nicht das ich schwanger bin. wir haben von früh bis spät getrunken. Habe ich mir da schon die Schuld gegeben. dann war diese Phase vorbei.
                    dann hab ich meiner blutgruppe negativ die Schuld gegeben. Ich glaube man versucht immer etwas zu finden

                    aber ich denke, wenn du dich wohler fühlst mit einer weiteren ärztlichen Meinung, dann soll dich niemand aufhalten

                    • Danke dir - du hast schon recht. Die haben Medizin studiert, und auch wenn's nicht ihr eigenes Baby ist würden sie sicher trotzdem nicht fahrlässig beraten.

                      Wenn der Arzt sagt Heparin ist nicht notwendig wird's hoffentlich stimmen.
                      Ich frage am Montag mal noch meine Gyn zu dem Thema. Das riet mir auch die Hämatologin, nochmal den betreuenden FA zu rate zu ziehen.

                      Ansonsten kkann ich dich gut verstehen, ich habe auch Gründe gesucht. War es der Kaffee? Ich hatte einen Tag da habe ich ein paar Tassen zu viel getrunken. War es der Blutdruck der im 3ten Monat hoch ging und den ich nicht habe behandeln lassen? War es meine Erkältung die ich lange hatte? Das ACC, dass ich deswegen genommen habe (auf Empfehlung des Arztes)? .... am Ende sagten mir alle Ärzte, das wäre quatsch und ich solle aufhören die Schuld bei mir zu suchen.

      Hallo,

      Es kommt darauf an, welcher Wert in der Gerinnung erhöht ist. ASS und Heparin setzen an verschiedenen Bereichen an und sind nicht miteinander zu vergleichen.

      Je nach Störung macht es Sinn, Heparin und ASS zu kombinieren.
      Ich würde einfach mal den Ärzten vertrauen, denn die haben schließlich studiert und danach über Jahre an ihrem Facharzt gearbeitet 😉

      Viel Erfolg 🍀

      LG
      Bella

      (13) 03.01.19 - 15:33

      Es kommt immer darauf an welcher Wert erhöht ist 🤷🏻‍♀️ weißt du welcher Wert auffällig war?

      • Lupus-Antikoagulans war auffällig, alles andere nicht.

        • Das soll bestimmt nich mal geprüft werden. Der kann mal falsch positiv sein. Ansonsten wird das APS (so heißt die erkrankung dazu) nur mit ASS behandelt, um eben die Thrombosen zu verhindern, die durch ein Zusammenkleben der Blutplättchen entstehen. Vereinfacht dargestellt sorgt ASS dafür, dass die Blutplättchen sich nicht bzw. nur sehr sehr schlecht zusammenkleben. Ich erkläre es meinen Schülern immer so:
          Stellt euch vor, dass die Blutplättchen kleine Haken haben um zusammenzupappen. ASS entschärft die Haken und schon kein Zusammenpappen mehr.

          Ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

          LG
          Bella

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