Liegendtransport

    • (1) 04.01.19 - 09:43

      Hallo zusammen!
      Ich habe eine wirklich ganz blöde Frage, aber vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.
      Meine Hebi meinte eben, dass ich bei einem Blasensprung liegend transportiert werden soll. Soweit, so gut. Jetzt ist sie weg, und mir ist eine ganz praktische Frage gekommen: Wie organisiere ich das dann? Über die 112? Ein wirklicher Notfall ist ein Blasensprung ja nicht. Und bringen die mich dann in mein Wunschkrankenhaus? Das ist 10km weiter weg als das nächstgelegene.

      • Hey du
        So ging es mit bei meinem Sohn. Da das Köpfchen noch nicht im Becken lag. Sollte dann eben beim blasensprung liegend ins kh gefahren werden. Das ging ganz Problemlos 😊 mein Freund hat damals ganz normal in der rettungsleitstelle angerufen und den Fall geschildert. Ich wurde dann in mein Wunsch Krankenhaus gebracht das ca 35 km weg war. Wenn es kein richtiger Notfall ist und es um Sekunden geht fahren sie dich Dort hin wo du möchtest. Ansonsten kannst du ja vorher dich erkundigen. Wünsch dir alles gute 🍀😘

        • Das ist in Österreich nicht so. Wenn es ein näheres, geeignetes KH gibt kommst du in dieses. Bestehst du auf ein bestimmtes Kh und der Patientenzustand erlaubt es, wirst du hingebracht wohin du willst, zahlst den Transport aber selber!

      Guten Morgen, ich musste auch liegend transportiert werden bei Blasensprung (hatte ein Gefäß zu nah am Muttermund, dass bei Verletzung zur Verblutung von mir oder des Kindes hätte führen können).

      Wir haben dann die 112 angerufen und es kam der Krankenwagen. Haben mich auch in mein Wunschkrankenhaus (ca 20 km entfernt, aber Spezialisten in Bezug auf meine Risikoschwangerschaft) gebracht. Die haben nur gefragt, wo sie hinfahren sollen.

      Alles Gute!

    Hey
    Du kannst die 112 anrufen und die ad schicken das richtige Fahrzeug oder da du ja noch Zeit hast, kannst du mal die normale Telefonnummer der Rettungsleitstelle googeln oder mal googeln ob es in deinem Bereich auch die 19222 gibt. Die laufen im Zweifel alle im selben "Raum" auf und können dir weiterhelfen.
    Wenn deine Blase springt, dann hinlegen, anrufen (lassen) und die Männer und oder Mädels machen den Rest 😉
    LG
    Bella

    Vielen Dank für Eure Antworten. Jetzt weiß ich Bescheid.

    Guten Morgen.
    Weiter unten ist das gleiche Thema ... Bei zwitgerechten Babys ist das mit dem Liegendtransport veraltet und in keinen anderem europäischen Land wird das ncoh empfohlen ausser in Deutschland.
    Bei ganz leichten Babys, die können immer wieder hoch rutschen und somit in Gefahr kommen aber bei über 3500g rutschen die mit BS schnell tief ins Becken und dichten alles ab..die rutschen dann nicht mehr hoch und runter.
    Bei Frühchen und leicht geschätzten Babys liegend mit Krankentransport, ja..
    Und wenn nur wenig Fruchtwasser kommt, kannst du davon ausgehen dass es nur eine Vorblase war und dann das Köpfchen allea dicht gemacht hat
    Wenn sehr viel kommt, hatte es noch Platz, da kommts dann drauf an wie schwer das baby ist und wie zeitgerecht
    Der echte Supergaunotfall passiert sehr selten... Und wie gesagt, die grundsätzliche Empfehlung um den ET ist veraltet.. Aber das scheinen noch nicht alle Gyns und Hebammen mitbekommem zu haben.. Und klar, heutzutage sichert sich jeder x mal ab dass man die Verantwortung nicht zugewiesen bekommt.
    Aber so oft heißt es.. Liegend ins KH und dort swerden sie von Hebamme und Ärztr dann zum laufen geschickt oder um zum CTG zu laufen... Oder es werden noch Stockwerke gelaufen um den Sanis den Aufwand zu ersparen... Aber dann ist das liegen im Notfall auch schon zu spät, also wenn man davon überzeugt ist, liegend ins kh zu kommen, dann heißt das halt auch liegen und zwar sofort...
    Und mich hätten die sicher nicht ins 45 Min entfernte WunschKG gebracht sondern ins nächste, welches 15 Min weg ist. Aber ich bin ja eh zuhause geblieben, daher war das nicht relevant. Ich hatte erst jezzt beim dritten Kind einen BS als Geburtsbeginn

    Ich wünsch dir alles Gute ♥

    • Hey,

      Vielleicht sitzt bei der TE das Köpfchen noch nicht fest?
      Den "Sanis" die Arbeit erleichtern ist nicht nötig. Die Rettungs- bzw. Krankenwagen sind gut ausgestattet und die haben spezielle Tragestühle oder Tragetücher. Klar gibt es Treppenhäuser, die das Tragen nicht einfach machen. Lässt man eine Schwangere mit Blasensprung laufen, wird man in KH angemault, woher man denn diese Kompetenz nimmt das zu entscheiden oder ob man denn tasten könne ob das Köpfchen festsitzt.
      Und solange es kein Notfall ist, wird die "Patientin" auch in die Wunschklinik gefahren, solange es km-technisch im Rahmen bleibt. 45km sind da kein Problem. Klar, wird da auch von dem ein oder anderem "Sani" gemeckert, aber wenn man denen kurz und freundlich erklärt, dass man sich die Klinik aus bestimmten Gründen ausgesucht hat, verstehen die das schon.

      LG
      Bella

      • Hey.
        Klar sitzt bei der TE das Köpfchen nicht fest, sonst hätte sie die Frage ja nicht gestellt. Dennoch, bei Termingerechten Babys die ein gutes Gewicht haben, ist die Empfehlung zwingend liegend transportiert werdne zu müssen, veraltet...
        Viele Frauen verhalten sich eindach widersprüchlich.. Rufen den RTW und laufen dann dennoch von A nach B und das sind so Geschichten, doe man hier sehr oft liest, da frag ich mich einfach wo der Sinn dahinter ist..
        Mich trifft das Thema nicht mein Baby ist ja schon da, und ich würde wenn ich den RTW rufe und liegend transportiert werden wollen würde A) sicher nicht laufen B) natürlich freundlich darum bitten ins WunschKH zu dürfen.. Aber nen Anspruch hab ich halt keinen.
        Wie gesagt, ICH würde es so machen, wenn ich davon überzeugt wäre, das so zu brauchen.
        Ich kenn aber auch Fälle, da hieß es liegend.. Steile und enge Treppe und Frau läuft die Treppen weil die Sanis nur die halbe Portion war und sie niemals da runter bekommen hätten... Da versthe ich dann eindach die logik nicht.. Das ist ja alles was ich meine, dieses oft widersprüchliche Verhalten bei dem Thema.

        Nun gut.... Es muss jede für sich entscheiden.

        • Hey,

          Ja, das widersprüchliche Verhalten ist natürlich Blödsinn. Mich ärgert es als Mutter und werdende Mutter und als "Sani" (bin sogar, wie 50% einer RTW-Besatzung, mehr als nur Sani 😉). Ich habe auch so schmalhemdige Kolleg(inn)en, das ist aber in solchen Einsätzen deren Problem. Das Zauberwort heißt Tragehilfe. Muss halt noch ein RTW oder die Feuerwehr kommen. Da muss sich auch keine Frau schämen personalnot im Rettubgsdienst sorgt dafür, dass einfach alles eingestellt wird und 1,50m groß und 45kg leicht, kann einfach mal schnell an die Grenzen kommen. Bezüglich Wundchklinik, kann man auch sagen, dass die auf diese "Patientin" eingestellt sind und den Verlauf kennen und daher ist es die nächste geigenete Klinik 😉
          Bei dem Blasensprung meiner Tochter bei 38+4 hat die Hebamme im KH mich die ganze Nacht laufen lassen, bei der Sectio am morgen ist die Ärztin fast ausgerastet, da meine Tochter komplett trocken gelegen hat. Ich bin wirklich nur das nötigste gelaufen, also pipi machen.


          Also Mädels, wenn ihr den RTW ruft, weil ihr liehend transportiert werden sollt, dann auch sofort hinlegen. NICHT erst noch die Treppe wieder rauflaufen und ins Bett legen. Vom Partner was zum drauflegen bringen lassen und da hinlegen wo ihr seid. Auch im Supermarkt 😅 Draußen im Winter vielleicht vorsichtig ins Warme, aber sofort hinlegen sobald ihr drinnen seid 😉 zum Gück springt die Blase tatsächlich meist erst im Laufe der Geburt


          LG und schöne Geburten🍀🍀
          Bella

Hallo,

ich hatte diese Frage bei meiner Schwangerschaft auch mit meiner Frauenärztin besprochen. Nur so für den Fall "was wäre wenn?" Sie sagte, dass es wirklich darauf ankommt, ob der Kopf bereits fest im Becken sitzt und sich nicht mehr hochschieben lässt - das kann man aber alleine kaum herausfinden.

Bei uns wäre die Situation folgende gewesen: Das km-mäßig nächste KH wäre 23 km entfernt und wird normalerweise angefahren. Von dort käme auch der RTW, wenn ich ihn über 112 rufe, da es halt hier im Kreis liegt. Mein Wunsch-KH war in der nächsten Großstadt, 40 km entfernt, Fahrzeit über die Autobahn die gleiche. Das hatte ich vor allem wegen der Neugeborenen-Intensivstation ausgewählt, weil die Schwangerschaft einige Komplikationen hatte.

Meine Frauenärztin hat mir dann einen Transportschein ausgestellt, der zwar (eigentlich) überflüssig wäre, aber darauf stand, dass sie eben die Entbindung dort unbedingt empfiehlt und das aus äärztlicher Sicht nötig ist usw.

Bei der Geburtsplanung sagte mir das Krankenhaus auch, dass ich direkt dort anrufen könnte, dann würden sie einen Transport schicken, wenn das zeitlich reicht.

Ich selbst war damals - vor 35 Jahren - nämlich auch ein Baby mit Nabelschnurvorfall. Zeitgerecht entbunden und 3.500 g schwer. Trotzdem! Meine Mama wusste das mit dem Liegendtransport damals einfach nicht und sie erzählt immer, dass es wirklich "arschknapp" gewesen ist. Mit Wiederbelebung, ich ganz blau im Gesicht ... Davor hatte ich mächtig Schiss!

Aber am Ende: Junior, eine Woche vor ET, kündigt sich mit Blasensprung an. Da es Samstag war, fuhr mich mein Mann ins Wunsch-KH, alles bestens. Die Ärztin hatte mir schon vorher versichert, dass er gaaaaanz fest im Becken sitzt :-)

Alles Gute für Dich!

PS: Mein Papa ist Rettungssanitäter, hat auch schon ein paar Babys im RTW geholt, und sagt immer "Lieber einmal zu oft den RTW gerufen als zu wenig." Es passier gar nicht, wenn der Transport eigentlich nicht nötig wäre, schlimmer wäre es, man würde es danach bereuen, es nicht getan zu haben.

  • So sieht es aus. 👍
    Da kann ich nur zustimmen. Insbesondere ein Nabelschnurvorfall ist ein hochbrisanter Notfall, aber zum Glück sehr selten.
    Und wir fahren auch in die entgegengesetzte Richtung unserer Wache, wenn es die Wunschklinik ist. Es hat immer einen Grund, warum klinik b und nicht a ausgewählt wurde.
    Lg

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