Dauerhaft Schmerzen nach Entbindung

    • (1) 05.01.19 - 16:01

      Ich habe im Februar 2017, also vor fast zwei Jahren, mein erstes Kind entbunden, durchscnittlich groß und schwer. Geburt war unproblematisch. Nun leider ich seitdem unter verschiedenen Problemen: ständiger Harndrang (keine Inkontinenz, ich kann auch riesige Mengen Urin halten, aber hab eben ständig das Gefühl, aufs Klo zu müssen); Druckgefühl nach unten beim Laufen, Hüpfen, Niesen, Husten...; Schmerzen rechtsseitig im Beckenbodenmuskel, nicht ständig, aber nach Belastung (Belastung heißt hier: zu viel Beckenbodenübungen, mal zum Bus gelaufen, weil spät dran, etwas gehoben was schwerer war... ansonsten vermeide ich tunlichst, zu rennen oder zu heben aber manchmal kommt es eben doch vor und dann bleiben die Schmerzen z.T. Wochen, ich kann dann nur schlecht auf dem rechten Bein stehen, Treppen gehen, Fahrradfahren, weil es einseitig wehtut). Beim Tasten fühle ich rechts eine Lücke/harte Stränge, anders als links. Hatte auch schon bald das Gefühl, ich kann rechts nicht so gut anspannen wie links bei den ganzen Beckenbodenübungen, die ich wirklich fleißig seit Entbindung mache. Nach einer Odyssee über Hebamme und Ärzte (Hebamme kurz nach der Geburt bzgl. der starken Schmerzen rechts: Ist wohl ein Hämatom, nicht schlimm; Urologin: nein, von der Entbindung könnten die Blasen-Probleme nicht kommen, das sei wohl eine Harnröhrenverengung, die sollte ich mal operieren lassen; warum ich dann erst seit der Geburt diesen Harndrang und dazu abgeschwächten Harnstrahl hätte, könnte sie jetzt auch nicht erklären; Gynäkologe im Beckenbodenzentrum: Nee, also ne Lücke im Gewebe wie ich sie beschrieben hätte, könne er nicht finden, sei halt eine Bindegewebsschwäche und daher schwacher Beckenboden, von der Geburt könne das nicht kommen; Gynäkologin zu den Schmerzen: Das hätte sie ja noch nie gehört, ob ich da nicht vielleicht eher mal draufgefallen sei (auf den Beckenboden? Wie soll das denn ausgesehen haben?). Nachdem ich im Internet was zu Levator ani-Abriss gefunden hatte, unter anderem hier im Forum (danke nochmal für die Infos!), hab ich einen Termin beim Urogyn gemacht. Nach 8 Monaten hatte ich den dann letztens auch. Der bestätigte den Abriss des Muskels bzw. ggf. sei auch der Nerv abgerissen und dadurch der Muskel atrophiert... Da kann ich natürlich Beckenbodenübungen machen wie ich will. Linksseitig sind die Muskeln in Ordnung und wohl auch ziemlich kräftig, was aber dennoch die Senkungen aller möglichen Organe nicht verhindert hat. Kriege nun ein PEssar angepasst, dass das weitere Absinken der Organe verhindern soll. Zu den Schmerzen hatte er allerdings auch keine richtige Idee... Hat das sonst noch jemand, also Schmerzen nach Levatorabriss oder Nervenabriss? Und ist das irgendwann weggegangen?

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