Fehlgeburt oder doch nicht?

    • (1) 14.01.19 - 15:18

      Hallo zusammen,
      es geht um eine ungewollte Schwangerschaft trotz der Hormonspirale Mirena.
      Am 29.12.2018 bestätigte ein Ss Test eine Schwangerschaft. Aus Angst vor einer ELSs fuhr ich ins Krankenhaus. Die Ärztin bestätigte eine sehr frühe aber sich in der Gebärmutter befindliche Schwangerschaft (leere Fruchthöhle mit Dottersack). Nach langem Hin und Her, behalten oder nicht und ProFamilia Termin, entschieden mein Mann und ich uns nach 2 gesunden Kindern das Abenteuer nochmal zu wagen. Da die Spirale noch immer lag, ging ich am 3.01.2019 zur Vertretung meines FA, der noch im Urlaub war. Der machte nicht viel, nur einen kurzen US, schätze Anfang 6. Ssw, also 5+x und sagte, die Mirena liegt weit genug weg von der Fruchthöhle, sodass man da ruhig auf die Meinung meines FA warten könne.
      Am 7.1. war ich dann bei meinem Frauenarzt. Nach kurzem Ultraschall und meinem Bericht sagte er, dass diese Schwangerschaft nicht intakt sein kann. Man wisse zwar nicht, wann genau hier eine Einnistung stattgefunden hat, aber wenn am 29.12. bereits eine leere Fruchthöhle gesehen hat, müsse er heute am 7.1. bereits einen Embryo sehen und den sieht er nicht. Aufgrund der Größe der Fruchthöhle hat sein US-Gerät 5+2 gemessen. Ich sagte, dass ich von meinen Vorangegangenen Schwangerschaften wisse, dass man bei 5+2 doch gar nichts sehen muss. Da fuhr er mir ziemlich angesäuert über den Mund und sagte, dass es völlig egal sei, in welcher Woche ich wäre, Tatsache ist, kaum Wachstum (nur 1 mm) seit dem 29.12. und deshalb ist er zu 99 % sicher, dass aus dieser Schwangerschaft kein Baby wird. Zur Sicherheit machen wir einen HCG Test heute und 2 Tage später.
      Als ich die Praxis verließ, war mit klar, dass ich nach diesem Verhalten mir gegenüber diese Praxis nicht mehr betreten werde, egal ob er recht hat oder nicht.
      Mittwochs am 9.1. saß ich bei einer neuen Frauenärztin. Sie war wesentlich positiver, hat eine Fruchthöhle von 11 mm gemessen und sah auch nur einen Dottersack. Sie meinte Abwarten, es sei zwar klein, aber es kann noch werden. HCg Wert abgenommen und sie hatte mich gebeten den Wert von Montag bei meinem alten FA zu erfragen, damit wir schon einmal eine Tendenz sehen, auch wenn es unterschiedliche Labore sind. Freitag soll ich aber so oder so nochmal zur HCG Kontrolle. Am Freitag standen also alle HCG Werte fest:
      07.01.: 4137
      09.01.: 3773
      11.01.: 3747
      Die FÄ machte eine Überweisung für‘s KH zur Ausschabung fertig und Montag, also heute sollte ich mich dort vorstellen. Eine sehr junge Assistenzärztin schallte und sah eine Fruchthöhle von 14 mm und sprach von einem Embryo (da ist der Embryo). Ich: am Mittwoch war da noch kein Embryo. Wie kann es sein, dass bei einem stagnierenden, leicht rückläufigen HCG die Fruchthöhle 3 mm wächst und plötzlich ein Embryo da ist?
      Die Ärztin meinte, es könnte auch ein in sich zusammengefallener Dottersack sein.
      Ich meinte nur, dass ich, auch wenn das Wachstum nur minimal ist, mit diesem unsicheren Befund doch keine Ausschabung vornehmen lassen kann. Sie sagte, dass wir gerne noch abwarten können und am Donnerstag nochmal schauen. Übrigens wäre ich heute maximal bei 6+2. Eher weniger.
      Danach ging ich nochmal zur Frauenärztin in die Praxis und erzählte ihr davon. Ich denke sie hat gemerkt, dass ich mit nun wieder minimal Hoffnungen mache. Sie meinte aber, dass sie sich aufgrund der HCG Entwicklung sicher ist, dass es sich um eine Missed Abortion handelt. Sie hat nochmal Blut abgenommen für einen weiteren HCG. Das Ergebnis steht aber noch aus.
      Ist das nicht alles seltsam? Wachstum der Ss aber HCG steigt nicht.
      Ich bin vollkommen verunsichert. Ich will nicht, dass man mir falsche Hoffnungen macht, aber ist es nicht normal, dass nachdem selbst ich eine Weiterentwicklung auf dem Ultraschall sehe, keine Blutungen habe und der HCG aber auch nicht eindeutig abfällt, noch nicht an eine 100%ige Fehlgeburt glauben kann?!?
      Ich weiß, dass ich hier auch keine klare Antwort bekommen kann, aber vielleicht hat ja jemand schon etwas ähnliches erlebt und kann meine Verzweiflung nachvollziehen.
      Liebe Grüße

      • Hallo!

        Krasse Geschichte! Also wenn es nicht total eindeutig wäre, würde ich auch noch keine Ausschabung machen lassen, solange es dir nicht schadet. Erschreckend dass die Ärzte so schnell damit sind.

        • Ja, das stimmt! Aber man will ja eindeutige Antworten. Auch diese leidige HCG Kontrolle! Wenn diese Schwangerschaft nicht ungeplant wäre und die Spirale nicht noch liegen würde, hätte man in der 5.ssw. Vielleicht mittels Urin , US, und Blut die Schwangerschaft feststellt und 14 bzw 21 Tage später einen Termin zur ersten Vorsorge gemacht. Dann hättet man diesen ganzen verunsichernden Mist mit HCG und zu wenig Wachstum gar nicht mitbekommen. Entweder ist dann ein Herzschlag da oder eben nicht. Und dann sieht man weiter.
          Nun habe ich engmaschige Kontrollen in der Frühschwangerschaft, die man ja eigentlich so gar nicht durchführt. Hinzu kommen die Aussagen von mittlerweile 5 verschiedenen Ärzten. Ich finde auch diese absolute Sicherheit, was einen Abort in diesem frühen Stadium angeht sehr seltsam. Denn wenn man mal ehrlich ist, gehen die meisten doch erst Mitte der 7. Woche oder später zum Arzt. Also kann doch der Schwangerschaftsverlauf zwischen 4+0 und 5+6 mit Ultraschall und HCG doch gar nicht zum „Tagesgeschäft“ gehören. Vielleicht gibt es in diesem frühen Stadium ja viel öfter Abweichungen vom Lehrbuch sowohl den HCG als auch den Ultraschall betreffend, die aber einfach nicht erfasst werden, weil die meisten Frauen da noch gar nicht bei Arzt vorstellig waren?!?

      Hi tut mir leid für dich😔
      Aber ich erzähl dir mal von mir :
      Also ich hab damals 2012 meine Tage noch gehabt von daher mir nix gedacht da ich die Pille hatte, an Silvester in 2013 rein war mir komisch nach einem schlug Alkohol musst ich mich übergeben kenne ich garnet so 😫 Bin dann am 1 ins KH da mir so schlecht war und mein Kreislauf Keller war. Es wurde da auch gesgat nach einer ss ich sagte nein es wurde trozdem geschaut Blut und Urintest waren negativ und am US war null zusehen mir wurde noch gesagt man sieht das ich bald meine Tage bekomme. Gebau 6 Tage später am 7.1.2013 hatte ich so komisches gefühl und ich machte ein Test er war positiv ich konnte es nicht glauben bin dierekt zum FA da Bestätigung 10ssw. Also war ich KH in der 9 woche. Man sah meim baby schon schön Herzschalg alles.
      Dieser ss hatt man auch erst in der 10ssw was gesehen zwar war der test schon in der 6ssw positiv aber man sah in der 7ssw beim FA noch nix. Ich drücke dir die Daumen 🍀😍

      LG Natalie mit Prinzessin❤ an der Hand (5) & Babyboy💙 inside 36ssw

    • Ich hatte 2015 leider so ein hin und her. Leider ging das nicht gut aus..

      Ich war damals sehr früh beim Frauenarzt, kurz nachdem ich überfällig war und der Arzt bestätigte auch anhand eines Urintests die Schwangerschaft. In der 7ssw hatte ich eine starke Sturzblutung und wurde ins Krankenhaus eingewiesen. Dort hieß es, alles voller Blut, nichts mehr in der Gebärmutter sichtbar und ich sollte direkt zur Ausschabung. Das hab ich aber verweigert weil ich dachte ich blute ja sowieso. Es wurde der hcg Wert bestimmt und ich stationär aufgenommen. Am selben Abend hörten die Blutungen aber tatsächlich wieder auf. Zwei Tage später wieder hcg Kontrolle. Der Wert war gestiegen aber bei weitem nicht genug. Wieder hieß es nicht intakte Schwangerschaft und ich solle zur Ausschabung. Ich wollte immernoch nicht, habe mich selbst entlassen und bin am nächsten Tag zu meinem FA um da alles weitere zu besprechen. Dieser machte einen erneuten Ultraschall (inzwischen 8ssw) und fand Fruchthöhle, Dottersack und embryonale Anlage mit positiver Herzaktion. Also nach Hause und strikte Bettruhe. In der folgenden Woche hatte ich wieder leichte Blutungen, also wieder zum Arzt und Kontrolle. Embryo und Fruchthöhle weiter gewachsen, aber nicht zeitgerecht, Herzaktion positiv also weiter warten. In der 11ssw hatte ich dann wieder eine Kontrolle und da hatten wir dann leider Gewissheit das unser Baby es nicht geschafft hat. Entwicklungsstand entsprach nach wie vor der 8ssw und ich musste dann leider ausgeschabt werden.

      Ich hab aber auch schon gehört das sowas durchaus auch positiv ausgehen kann und ich würde dementsprechend auf jeden Fall noch weiter abwarten. Ich drück dir beide Daumen!

      • Das ist auch eine schlimme Geschichte! Tut mir so leid!
        Danke für deine guten Wünsche. Ich habe eigentlich auch schon fast abgeschlossen damit. Aber so lange Wachstum da ist, kann man ja nicht einfach Ausschaben. Ich brauche die 100%ige Gewissheit, dass da kein Leben ist, ansonsten kann man doch gar nicht abschließen mit einer Ausschabung.

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