Spontane Geburt, Kaiserschnitt, Einleitung etc.

    • (1) 20.01.19 - 15:40

      Hallo ihr Lieben 👋

      da ich jetzt schon vermehrt BeitrĂ€ge zum Thema Kaiserschnitt, Einleitung oder spontane Geburt gelesen hab, möchte ich euch einen Film ans ❀ legen den ich vor kurzem gesehen hab.

      „Die sichere Geburt“ anbei auch der Link

      https://die-sichere-geburt.de

      Meiner Meinung nach wird da in 2 Stunden verstÀndlich erklÀrt welche möglichen Auswirkungen (Wunsch)Kaiserschnitt, Einleitung usw. haben.

      Und damit das jetzt nicht falsch verstanden wird jeder muss fĂŒr sich selbst entscheiden, und natĂŒrlich auch immer die Gesundheit von Kind und der werden Mama dabei berĂŒcksichtigen, welche Geburtsmethode man möchte.

      Nur leider ist es einfach so das Geburten immer hĂ€ufiger eingeleitet oder ein Kaiserschnitt gemacht wird obwohl es dafĂŒr keinen Grund gibt ....

      Einfach mal fĂŒr alle, die sich mit dem Thema Geburt mehr beschĂ€ftigen möchten.

      Schönen Sonntag ihr Lieben 💕

      Elisabeth 19 ssw

      Seh ich identisch. Ich selbst möchte nicht mehr natĂŒrlich im kh entbinden weil ich unter der Geburt kein GlĂŒcksspiel haben will, was das Personal betrifft... da ist alles möglich von Top bis Flop, aber keine Garantie auf Top. Und ich unter der Geburt andere "Probleme" hab als noch paralell mein Menschenrecht auf eine selbstbestimmte Geburt zu erfighten.

      Außerklinisch hab ich ja eine Hebamme bzw Hebammengemeinschaft, die ich unter der Schwangerschaft intensiv kennenlernen darf. Die wissen was ich möchte und was no gos sind. Meine Hebamme sagte zu mir "Ich werde nur im Eck sitzen und mein wachsames Auge auf dich werfen. Ich werde springen wenn du es verlangst und dich ansonsten in Ruhe lassen. Lediglich ab und an den sonoline an den Bauch halten zum herztöne messen. Dabei bist du nirgends eingeschrĂ€nkt und wirst dich bewegen dĂŒrfen und können wie du es benötigst. Vergiss niemals. Es ist dein Job dein Baby zu bekommen... meiner ist es auf dich aufzupassen und dich zu schĂŒtzen und zu umsorgen." Und das was mir die meiste Angst nimmt. Ist die permanente Anwesenheit. Die mir im kh verwehrt blieb und ich kann aufgrund der Situation im kh niemanden einen Strick draus stehen! Weil ich ĂŒbermenschliches verlangen wĂŒrde. Zwei oder gar 3 Teilen kann sich auch die beste Hebamme nicht.

      Im Geburtshaus bzw bei der hausgeburt hab ich diese Garantie der 1 zu 1 Betreuung. Mir geht's gar nicht mal um das außerklinische per se. Sondern das echte natĂŒrliche Geburt im Krankenhaus sehr selten umsetzbar ist.

      Den Film kann ich auch nur wĂ€rmstens empfehlen.wie meinte der österreichische Arzt. "Die Geburtshilfe ist so extrem von Ängsten ĂŒberfrachtet. Wenn man nur die Frauen stĂ€rken wĂŒrde das Sie geburtsfĂ€hig sind und das verinnerlichen. Hat man bereits 80% aller Komplikationsfaktoren ausgerĂ€umt."

      Oder der Kinderarzt der perfekt meint "als wÀre die Schwangerschaftsdauer etwas das in eine DIN Norm pressbar ist. Ein Kind reift schneller und eins langsamer".

      • Ja da sind echt augenöffnende Sachen dabei, auch der Zusammenhang zwischen kĂŒnstlichen oyxtozin also das was bei der Einleitung verabreicht wird und in der Kindheit auftretende ADHS oder Autismus, find ich schon echt erschreckend ....

        Bin aktuell mit unserem zweiten Sohn schwanger und hab auch bedenken ins Krankenhaus zu gehen. Leider ist das nĂ€chste Geburtshaus 50 Minuten entfernt, ich weiß nicht ob das zu weit ist đŸ€”

        Lg Elisabeth

        • Kam dein 1. Kind sehr zĂŒgig? Wenn nicht ist es eher weniger zu erwarten das das 2. Rausschießt.

          Ja oder Muttermundmanipulation und die nicht unerheblichen Auswirkungen von bewegungseinschrĂ€nkendem Dauer CTG. Ich sag auch nix gegen Einleitung bei wirklich zunehmenden Problemen. Aber wie oft hört man... weil man vorher ja einen KS hatte und man urplötzlich der Narbe nicht mehr vertraut oder ĂŒberdurchschnittlich geschĂ€tzte Babys ganz ehrlich... als ob die popligen 100 g die ein Baby vielleicht innerhalb einer Woche des ĂŒbertragens zulegt, plötzlich entscheident werden ob das Kind noch natĂŒrlich entbunden werden kann. Wenn es mit zb 4500g zu groß wĂ€re und nimmer durchpasst wird es ne Woche vorher bei Einleitung nicht einfacher oder wahrscheinlicher. Völlig lĂ€cherlich in meinen Augen der Gedanke.

          Oder warum man bei geplanten KS nicht auf wehen warten kann? Denn ein KS ohne einsetzen von wehen oder mit macht fĂŒrs Kind einen erheblichen nachgewiesenen Unterschied.

          Die Tatsache das kĂŒnstliches Oxytocin das natĂŒrlich unterdrĂŒckt fand ich irre faszinierend. Und geil fand ich auch den einen "Welchen Sinn macht das abklemmen der plazentaren Seite der Nabelschnur. Die zum Kind macht ja noch Sinn aber die andere 0. Eine Plazenta die nicht ausbluten kann... bleibt aufgepumpt und ne aufgepumpte Plazenta wird sich kaum ohne Probleme lösen."

          Und die Frau des Frauenarzt es, der auch mit meiner Ärztin eine Praxis teilt, und der mich auch schon untersucht hat, ein grundsympathischer Kerl. Sprich die Familie Winkler. Dessen Frau hat mich zu TrĂ€nen gerĂŒhrt denn abgesehen davon, das ich kein Dammschnitt hatte. Hat sie 1 zu 1 meine Geburt beschrieben vom 1. Kind und das in der selben Klinik (wo ihr Mann auch Geburtshelfer ist). Diese leere danach... dieses heulen ĂŒber diese weibliche Zerstörung. Das GefĂŒhl seine Geburt abzugeben und nicht mehr bei sich zu sein im KH. Hab schon ĂŒberlegt mal in der Praxis vorbei zu gehen wenn er Dienst hat um Danke zu sagen ĂŒber die Mitwirkung im Film und die aufbauenden und zu gleich tief greifenden Emotionen wo sie mich absolut erreicht hat.

          • Bei der ersten Geburt hab ich um 1 Uhr ⏰ nachts Wehen bekommen. Gegen halb 6 waren wir im KH. Um halb 12 ist die Fruchtblase geplatzt und um 12:39 war Felix auf der Welt.

            Das mit der Nabelschnur fand ich auch irre spannend. Ich hatte nĂ€mlich genau das Problem das sich meine Plazenta nicht komplett gelöst hat und ich so viel geblutet habe das ich danach noch eine Bluttransfusion und Ausschabung gebraucht habe, mit kurzfristigen Aufenthalt auf der Intensivstation. Meinen Sohnemann hab ich erst am nĂ€chsten Tag gesehen â˜č

            Also ich bin echt froh diesen Film gefunden zu haben!

    (8) 20.01.19 - 18:00

    Allea schön und gut... ich musste eingeleitet werden! Das Herzchen von meiner Tochter setzte zwischen durch aus und mein Blutdruck war bei 160 zu 120 Ich bin froh das ich mit der Einleitung auf natĂŒrlichem Wege entbinden konnte! Und ich wĂŒrde es jederzeit wieder auf mich nehmen! Und ich muss auch zu sagen es lief nicht alles gut im Krankenhaus aber bei der Geburt war ich bestens betreut hatte eine tolle Hebamme an der Seite und eine tolle OberĂ€rztin!!LG

    • Ja in solchen FĂ€llen ist klar das man eingreift!
      Es geht mir auch nicht darum irgendwas zu verteufeln! In dem Film erklĂ€ren Hebammen, Ärzte, Wissenschaftler usw. einfach die Auswirkungen und wie es z.b zur Verschlechterung von kindlichen Herztönen kommen kann.

      Wie gesagt ich möchte niemanden angreifen oder sonst was, lediglich darauf hinweisen das man sich damit beschÀftigen sollte was im Körper wÀhrend der Geburt passiert und wie z.b auch die Geburtsposition Auswirkungen auf eine Vielzahl von GeburtsstillstÀnden hat.

      • (10) 20.01.19 - 18:22

        Ja weil ich wurde auch schon oft gefragt wie die Einleitung war. Viele haben Angst vor einer Einleitung, weil da die Wehen schmerzhafter sein sollen?! Ich weiß nicht, ich kenne bis jetzt nichts anderes! Und ja ich bin auch weder fĂŒr geplante Kaiserschnitte noch fĂŒr Einleitung, wenn es nicht sein muss! Aber sowas sollte wirklich nur fĂŒr NotfĂ€lle dienlich sein! Ich möchte gerne mein zweites Baby ohne alles ganz natĂŒrlich bekommen! Ich denke aber das daraus nichts wird und ich wider bei der Einleitung Lande! Aber ich durfte zu jederzeit selbst bestimmen wie und in welcher Position ich mein Kind bekomme! Diesmal möchte ich den Hocker ausprobieren😅😁 habe nur positives dazu gelesen und gehört! Ich finde wir Frauen sollten uns einfach selbst mehr zutrauen, denn wir sind dafĂŒr gemacht Kinder zubekommen!
        Ps. Ich wollte von niemanden vorher etwas ĂŒber deren Entbindung hören, weil ich mir und meinem Körper vertrauen wollte und mir keine Angst machen lassen! LG

    Es geht auch nicht darum, dass es NIE einen Grund fĂŒr eine Einleitung gibt oder fĂŒr einen KS. Nein wirklich! In manchen FĂ€llen ist das sehr gut das es beide Dinge ĂŒberhaupt gibt. Das steht völlig außer Frage. Vor allem wenn Dinge vorliegen wie du es beschreibst. Wenn mehrere Faktoren zusammenkommen und man auch schon merkt, dass das Kind Stress abbekommt dadurch.

    Aber und DAS sollte man nicht nur kritisch sehen, ich wĂŒrde sogar sagen das MUSS man kritisch hinterfragen. Es ist z.b. faszinierend zu beobachten, das KS Raten regional total verschieden stark auftreten. Wie ist es z. b. zu erklĂ€ren das es Regionen gibt, die eine Qute von ca 15% haben, welche mit ca 30 % und Regionen die bei ĂŒber 50% liegen. Mir kann z.b. keiner erklĂ€ren, dass Frauen im SĂŒden oder Norden, Westen oder Osten andere anatomische Voraussetzungen mitbringen oder bestimmt Regionen gehĂ€ufte Risikogruppen aufweisen! Und Auch wenn das Alter fĂŒr die Schwangerschaft als Riskofaktor gilt - so steht ein höheres Alter nicht in Verbindung, risikoreichere Geburten zu "erleiden". Eher das ein höheres Alter zu hĂ€ufigeren Fehlgeburten in Verbindung stehen.

    Auch wenn man keine direkten Statistiken dazu hat oder Studien - LEIDER, weil in den jĂ€hrlichen Erfassungen zu wenige Hintergrundinformationen ausgeblendet werden. Fand ich zum Beispiel die Aussage meiner FrauenĂ€rztin in der 1. SS, rĂŒckblickend sehr typisch fĂŒr Ärzte (und sie ist wahrlich nicht inkompetent oder unmenschlich). So war ich kurz vorm ET zur Vorsorge und es hieß, zwei Tage nach ET solle ich ins KH zur Kontrolle, weil die Praxis zu hĂ€tte und sollte das Kind bis zum 27. nicht geboren worden sein (war MĂ€rz 2016) sollte ĂŒber eine Einleitung nachgedacht werden. Heute denk ich mir, wie will sie das so pauschal einschĂ€tzen können, befand ich mich doch 3 Tage vorm ET bei dem GesprĂ€ch, was 7/8 Tage nach dem ET sinnvoll wĂ€re oder nicht.

    Und das hört man sehr sehr oft das pauschal anhand eines Zahlenwertes gemessen, X Tage nach ET eine Einleitung per se empfohlen gilt. Obwohl gleichsam alle Ärzte doch auch sagen, dass eine natĂŒrliche Geburt zwischen 3 Wochen vor und 2 Wochen nach ET bemessen wird. Oder wie oft höre ich, dass alleinig aus dem Grund eingeleitet wurde, weil das Kind als besonders riesig geschĂ€tzt wurde im Ultraschall. Ganz ehrlich. Davon abgesehen das SchĂ€tzwerte selten auch nur ansatzweise stimmen, selbst wenn dem so ist, kann mir keiner sagen, dass ein Ungeborenes innerhalb weniger Tage signifikant soviel zunehmen kann, dass es einen messbaren unterschied macht ob es jetzt zum ET kommt oder meinetwegen 10 Tage spĂ€ter. Und diese Arten der Einleitung sollte auf Seiten der Schwangeren kritisch hinterfragt werden mĂŒssen. Denn auch wenn ich jede Schwangere zum Ende hin verstehen kann, endlich die Schwangerschaft als beendet sehen zu wollen. Ich steh selbst gerade jederzeit vor der Entbindung hab am Dienstag ET. Diese Panikmache ist völlig hinrissig, unnachvollziehbar und auch nicht gerade empathisch und einer natĂŒrlichen Geburt dienlich, einer Schwangeren ungerechtfertigte Sorgen EINzureden.

    Eine Einleitung aufgrund von schlechten HerzaktivitĂ€ten, einer Plazenta die sich im Verfall befindet, Bluthochdruck, Schwangerschaftsvergiftungsanzeichen etc. pp - stehen völlig außer Frage bzgl. ihres Sinnes! Denn hier hat eine Einleitung einen Sinn!

    Genau wie ein KS einen Sinn macht, wenn eine Notlage vorliegt. Aber eine Notlage, liegt beispielsweise nicht vor, wenn die Fruchtblase noch intakt ist, die Frau ggf. lĂ€nger schon im Geburtsverlauf drin steckt, die Herztöne und sonstige Werte in Ordnung sind und lediglich ein Geburtsstillstand vorhanden ist. Hier wĂŒrde es eher Sinn machen, eine PDA zu geben, damit die Frau sich ein paar Stunden ausruhen kann unterm Geburtsstillstand um neue Kraft zu tanken und dann ein paar Stunden spĂ€ter, diese wieder abzusetzen und mit neuem Elan weiter zu machen. Geburtsstillstand ist nicht zwangslĂ€ufig eine Komplikation. Sie ist es nur dann wenn Fruchtwasser abgegangen ist und eine Zeitspanne ĂŒberschritten oder die Herztöne schlecht sind, oder der Kopf sich nicht ins Becken einstellt. OK Aber nicht per se. Geburtsstillstand wird immer gleich mit Komplikation gleichgestellt. Dabei ist es ein natĂŒrliches Regulationsmittel das dazu dient, entweder der Mutter oder dem Kind wieder Kraft zu schenken weil die Geburt "angehalten" bzw. "zurĂŒckgenommen" wird. Es ist erstmal nĂŒtzlich und nicht etwas schlimmes. ;-)

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