3. Fehlgeburt (MA) - bitte helft mir

    • (1) 29.01.19 - 23:32

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe mich dazu entschlossen hier meine Geschichte öffentlich zu machen und hoffe ich treffe auf Mamas die das selbe oder ähnliches durchmachen mussten und nun erfolgreich schwanger oder Mama sind.

      Im September 2015 hatte ich meine erste SS die leider in einer FG endete (10. SSW, MA mit Ausschabung). Das Herzchen hat wahrscheinlich in der 8./9. Woche aufgehört zu schlagen.

      Rund ein Jahr später 2016 wurde ich erneut schwanger und auch diese Liebe habe ich verloren in der 11. SSW, MA mit Ausschabung, genau wie beim ersten mal, Wachstum stoppte in der 8./9. Woche.

      Danach (2017) diverse Tests, es kam nichts wirklich dabei raus, außer dass ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide, die Einstellung dauerte ein Jahr.

      Am 18.12.2018 hielt ich erneut einen positiven SS-test in den Händen. Wir konnten unser Glück kaum glauben, 2 Jahre nach der 2. FG hat es gedauert und die Hoffnung schwindete immer mehr, überhaupt noch natürlich schwanger zu werden. Ein paar Tage später kam auch der Befund meiner Schilddrüsenuntersuchung: der Wert für eine SS perfekt. Ich wurde direkt für mehrere Wochen krank geschrieben und nahm Utrogest ein. Die Wochen bestanden aus 80 % Angst und 20 % Hoffnung.

      Ich war in der 7. Woche zur Ultraschalluntersuchung, laut App wäre ich in 6+6 lt. Größe des Embryos aber erst 6+0. Das machte mir Angst da ich ganz genau wusste wann mein Eisprung war. SS-symptome hatte ich so gut wie keine, obwohl der HCG-wert in Ordnung war.

      Dann kam die nächste Untersuchung in der SSW 9. Was soll ich sagen...das Herzchen schlug nicht mehr 😢

      Wir konnten es nicht glauben, warum passierte es uns zum 3. Mal? Am selben Tag fuhren wir noch in die Klinik und letzte Woche Freitag fand die 3. Ausschabung statt.

      Meine Ärztin kümmert sich nun drum dass wir zu einem Spezialisten kommen.

      Ich bin fassungslos und endlos traurig. Wie kann man jemals so etwas verarbeiten? Wie kann man jemals wieder neue Hoffnung schöpfen? Ich habe so große Angst dass es immer und immer so weiter geht. Nach jeder FG steigt das Risiko einer erneuten FG.

      Ich fühle mich so hilflos und auch wenn mein Mann rund um die Uhr für mich da ist, fühle ich mich sehr einsam. All unsere Freunde erwarten schon ihr 2. Kind. Und ich kann es verstehen dass es für jemanden schwer ist mit solch einer Person richtig umzugehen die nun zum 3. Mal ihr kleines wunder gehen lassen musste. Aber gerade jetzt nach der 3. FG kommt es mir so vor, als könnte uns niemand nicht mal in der Familie es verstehen was wir durchmachen müssen.

      Es ist schlimm schon wieder mit anzusehen wie kein Herzschlag mehr da ist. Diese 3. Bilder und Momente haben sich tief in meinem Kopf eingebrannt.

      Nach den letzten 2. FG hatten wir noch sehr viel Hoffnung dass es beim 3. Mal klappt.

      Woher sollen wir nun die Hoffnung nehmen?

      Mutter zu werden ist mein größter Wunsch, ich kann es einfach nicht akzeptieren keine eigenen Kinder zu haben.

      Bitte ist da jemand der mich versteht? Der mir Hoffnung machen kann? Nach dem was ich alles gelesen habe besteht nur eine geringe Chance für mich ein gesundes kind zur Welt zu bringen.

      Ich bin so am Ende meiner Kräfte. Ich sehe im Moment kein Licht am Himmel. Es ist so schwer damit fertig zu werden und es zu verarbeiten. Ich weiß im Moment wirklich nicht wie ich wieder glücklich werde.

      Ich freu mich über jede Nachricht. Danke fürs Lesen.

      • (2) 29.01.19 - 23:36

        Hallo Liebes,
        Was wurde denn alles getestet? Wart ihr mal in einer KiWu Klinik zur Untersuchung?

        • (3) 29.01.19 - 23:42

          Es wurde ein Gentest bei mir und meinem Mann durchgeführt und ich war bei der Gerinnungsambulanz. Es ist alles in Ordnung. Meine Frauenärztin ist sehr ratlos, sie kann nicht glauben dass es einfach nur wieder "Pech" war so wie mir das bisher immer in der Klinik (wo ich zur ausschabung war) gesagt wurde. Sie vermutet dass mit der Versorgung etwas nicht stimmt, weil es jedesmal in der 8./9. Woche aufhört sich weiter zu entwickeln.

          Ich habe mich auch schon etwas erkundigt über die weiteren Tests die noch gemacht werden können. Die Chance liegt auch nur bei 50 % dass überhaupt was gefunden wird. Es ist so nervenaufreibend ):

          • (4) 30.01.19 - 04:29

            Ich hatte 2017 zwei MA. Danach waren wir in der Abortsprechstunde einer KiWu Klinik und wurden auf den Kopf gestellt. Außer Genetik, Gerinnung und Schilddrüse wurden getestet :
            -Hormonstatus
            -Insulinresistenz
            -Gebärmutterspiegelung
            -Spermiogramm

            Ich bin problemlos schwanger geworden, trotzdem Spermiogramm. Ein Spermium kann nämlich tatsächlich krank sein und trotzdem befruchten.

            Bei mir wurde eine Insulinresistenz festgestellt. Dafür bekam ich Metformin und habe die Ernährung umgestellt.

            Bei mir war die Gerinnung ohne Befund, trotzdem sollte ich in der 3. Schwangerschaft prophylaktisch heparin spritzen. Weil es nicht diagnostzierbare Störungen gibt und es die Versorgung insgesamt verbessert. Ich musste es selbst zahlen, waren insgesamt knapp 350 Euro.

            Außerdem habe ich prophylaktisch Progesteron genommen.

            Am 8.12.2018 konnte ich dann meinen Schatz endlich in die Arme schließen.

            Such dir eine KiWu mit Abortsprechstunde. Die haben da die meiste Ahnung!

            • (5) 30.01.19 - 13:01

              Ich bin so glücklich darüber, dass du es geschafft hast und nun endlich deinen Schatz hast. Das gibt mir sehr viel Mut. Ich habe nun öfters von einer Insulinresistenz gehört, ich werde mich mal erkundigen, was das genau ist.

              So viel ich weiß hat die Krankenkasse noch vor einigen Jahren die Heparin-Spritzen prophylaktisch übernommen. Als ich 2016 das erste mal in der Gerinnungsambulanz war, sagte mir man schon, es gäbe eine neue Studie und demnach zahlt es die Krankenkasse nicht mehr "einfach so". Ich finde es so schade, vorallem kenne ich 3 Frauen in meiner Familie, die damals Heparin spritzten und es endlich geklappt hatte.

              Ich denke ich werde diese bei der (hoffentlich) nächsten SS auch selbst zahlen.

              Vielen Dank für deine Tips ich werde es auf jeden Fall ansprechen.

      • (8) 29.01.19 - 23:44

        Ahso und nein in der KiWu waren wir noch nicht. Wir warten noch auf die Meldung meiner Frauenärztin zu welchem Arzt wir gehen können

        • Mir geht es genauso nur das ich 3 spontan abort hatte. September 2017 7.ssw, Dezember 6.ssw und Juni 2018 11. Ssw. In der letzten ss hat man bei mir hashimoto thyreoiditis diagnostiziert.
          Haben auch im November Untersuchungen (gerinnung, Genetik,) machen lassen alles ohne Befund.
          Bei uns hieß es auch entweder wegen hashimoto (was mich aufregt, weil es sowieso ein Risiko ist und ich nicht engmaschiger kontrolliert wurde) oder einfach nur Pech. Dann sagen die Ärzte ich bin ja noch sooo jung hab so viel zeit(21) und ich denk mir dann immer, warum klappt nicht wenn ich ja so jung bin.

          • Du hast so recht. Das letzte was man in so einem Moment hören möchte ist: sie sind noch so jung und haben noch so viel Zeit.

            Aber es ist egal ob man Anfang 20 oder 30 oder 40 ist. Eine FG ist immer schlimm und ich muss wirklich sagen, man fühlt sich schon teilweise sehr im Stich gelassen. Ich habe oft meine frauenärztin gewechselt sobald ich hörte: sie sind noch jung sie haben Zeit. Bis ich nun meine gefunden habe die sagte: wir kümmern uns drum dass es diesmal klappt. Es tut mir sehr leid für dich dass du sowas auch schon so oft erlebt hast ):

    (11) 29.01.19 - 23:45

    Hallo,

    Dein erneuter Verlust tut mir sehr leid! Auch dass Du so etwas furchtbares nun schon zum dritten Mal erleben musstest. Hier gibt es viele Frauen, die ähnliches durchgemacht haben und die Dich unterstützen können. Ich habe es selbst nie erleben müssen, lese aber häufig davon, dass gerade in der 9. Woche kein Herzschlag mehr zu finden war und weiß noch sehr gut wie ich damals in meiner 9. Woche gezittert habe.

    Vielleicht schreibst Du auch noch mal in den Foren "Frühes Ende" und "Schwanger mit besonderer Vorgeschichte". Deine Ärztin hat ja schon angefangen nach den Gründen zu suchen. Möglicherweise kann Euch auch eine Kinderwunschklinik helfen, der Ursache auf die Spur zu kommen. Bei mir wurden zum Beispiel gleich mehrere Gerinnungsstörungen gefunden. Ohne meine Blutverdünner hätte ich es bestimmt auch nicht geschafft. Also bitte gib die Hoffnung nicht auf und such Dir vielleicht auch noch mal psychologische Hilfe. Einige Kinderwunschkliniken bieten sogar speziell geschulte Therapeuten dafür an. Du bist auf jeden Fall nicht allein. Fühl Dich unbekannterweise gedrückt! Ich wünsch Dir und Deinem Partner alles Gute! LG

    • (12) 29.01.19 - 23:55

      Vielen Dank für deine Nachricht und ich freue mich wahnsinnig für dich dass du sowas zum Glück nicht durchmachen musstest und hoffe sehr dass das auch so bleibt. Ich muss jetzt zwar nach der OP täglich heparin spritzen aber lt aktuellem Befund habe ich kein Mutationsleiden, dh Heparin in der SS ist für mich nicht notwendig und wird auch nicht von der Krankenkasse bezahlt

      • (13) 29.01.19 - 23:56

        Oh das ist aber teuer oder? In der Gerinnungsambulanz haben sie bestimmt alles erdenkliche abgetestet oder?

        • (14) 30.01.19 - 00:12

          Ich habe gehört für 10 Spritzen ca 60 €. Wenn ich wüsste dass es mir zu 100 % hilft würde ich es auch selbst zahlen. Ich würde einfach alles dafür tun es nicht nochmal erleben zu müssen. Ich habe einen ausführlichen Bericht von der Gerinnungsambulanz erhalten also ich denke und hoffe schon dass alles getestet wurde

(17) 29.01.19 - 23:47

Wurde dein Mann auch durch gecheckt? Ein MA kann auch am Mann liegen.

  • (18) 29.01.19 - 23:57

    Wir haben im Februar einen Termin beim Urolgen zwecks Spermiografie. Den Termin hatte ich schon letztes Jahr ausgemacht bevor ich schwanger wurde. Lt Frauenärztin kann ich den Termin absagen. Sie sagte schwanger werde ich also könnte es nicht an meinem Mann liegen. Kann ich dieser Aussage trauen?

    • (19) 30.01.19 - 00:14

      Dein Mann muss seine Spermien wohl nicht checken lassen. Schwanger wirst du.
      Es kann aber durchaus sein, dass dein Mann einen Chromosomen defekt oder ähnliches hat, der unentdeckt ist, da es ihn so nicht beeinträchtigt. Wenn dieser aber an den Embryo weiter gegeben wird, könnte es sein, dass dein Körper die Entwicklung stoppt, da es sich ansonsten mit einem Defekt entwickeln würde und der Körper ja hier eine Schutzfunktion hat.
      Ich hab dazu letztens erst einen Artikel gelesen. Da gibt's wohl ganz neue Forschungen. Ich finde den nur leider grad nicht wieder.

      • (20) 30.01.19 - 00:29

        Oh danke für die Information davon habe ich noch nie was gehört. Ich Frage mich nur warum meine Frauenärztin das so abwinkte und sagte wir können den Test lassen. Ich denke es wäre nicht falsch trotzdem hinzugehen. Und dass die Krankenkasse dafür die Kosten übernimmt müsste eigentlich kein Problem sein. Besser zu viel testen als zu wenig

        • (21) 30.01.19 - 10:26

          Frauenärzte sind da leider keine Spezialisten. Daher weiß die Wahrscheinlich nicht so viel über solche Themen. Ich habe diesen Artikel dazu auch nur durch Zufall gelesen. Ärgert mich ein wenig, dass ich ihn nicht wieder finde. Ich hätte dir das gern verlinkt.
          Bei drei FG solltet ihr aber auch schon eine Überweisung zur Kiwu Klinik bekommen können. Das würde ich in eurem Fall auch auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

          • (22) 30.01.19 - 13:09

            Falls du ihn noch finden solltest, kannst du ihn mir gerne noch zusenden (-: nächste Woche Freitag habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin, ich hoffe sie kann mir dann sagen, zu wem wir fahren sollen. Am liebsten würde ich zu mehreren Kliniken und mich einfach beraten lassen (wenn alle Testergebnisse vorliegen), ich weiß nur nicht, ob das die Krankenkasse jeweils zahlt

            • (23) 30.01.19 - 19:52

              Genau den Artikel, den ich gelesen hatte, finde ich leider nicht mehr. Aber ich hab für dich etwas raus gesucht, wo das Thema auch angesprochen wird.

              https://www.netmoms.de/video/haengen-spermienqualitaet-und-fehlgeburten-zusammen/

              Also wenn ihr den Termin für deinen Mann habt, lasst ihn da durch checken.
              Es kann auch an der Qualität der Spermien liegen.
              In dem Artikel, den ich gelesen hatte, stand auch noch was mit drin, dass der man eben auch genetische defekte weiter geben könnte und es deswegen dann auch zu Problemen in der SS führen kann.
              Ich hoffe ihr findet die Ursache und könnt euch bald über eine intakte SS freuen.
              Alle Daumen sind gedrückt 🍀🍀🍀🍀

              • (24) 30.01.19 - 21:06

                Oh vielen dank dass du extra nochmal gesucht hast das ist echt total lieb. Ich bin so gespannt was dabei raus kommt. Ich hoffe wir haben bald Gewissheit an was es liegt. Dankeschön

(25) 29.01.19 - 23:47

Hallo

Meine Arbeitskollegin hatte 5 fehlgeburten hintereinander, Ursache war immer unbekannt . Bis sie dann ihren Mann zum urologen geschickt hatte .

Dort kam raus das er chlamydien hatte .

Beide haben dann ein Antibiotika bekommen .

Derzeit ist sie schwanger in der 16ssw .

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