Geschockt: Einstellung der Hausärztin

    • (1) 01.02.19 - 09:46

      Hallo liebe Mitschwangeren,

      gestern Abend war ich bei meiner Hausärtzin um mir ein Rezept für Kompressionsstrümpfe abzuholen.
      Ich bin derzeit in der 26. SSW und habe abends öfter Probleme mit dicken und teilweise schmerzenden Beinen. Da ich in der nächsten Zeit noch einige Dienstreisen vor mir habe, die z.T. längere Bahnfahrten mit sich ziehen, wollte ich gerne Strümpfe zur Thromboseprophylaxe.
      Das Rezept habe ich auch bekommen, allerdings wurde ich im gleichen Atemzug gefragt, ob ich mir das denn überhaupt noch alles antun wolle mit den langen Arbeitszeiten, etc.
      Ich könnte auch direkt eine AU bis zum Mutterschutz bekommen.

      Ich muss sagen, ich war echt schockiert, wie schnell und leichtfertig dieses Angebot kam, welches ich dankend abgelehnt habe.
      Bis auf das Thema mit den Beinen und Schlafproblemen seit der 22. SSW hatte ich bisher eine wirklich unkomplizierte Schwangerschaft und sehe überhaupt keinen Grund die vier Wochen, die ich noch bis Urlaub&Muschu habe, zu arbeiten.

      Sind eure Ärzte auch so drauf?

      Liebe Grüße
      glueckskeks mit kruemel inside (25+4)

      • Hello
        Eig finde ich die Einstellung oder Meinung deiner HA gar nicht mal so verkehrt.. Im Prinzip hat sie recht mit der Frage ob du dir sicher bist ob du dir das alles noch "antun" willst.. 🤷‍♀️
        Aber wiederum kann ich verstehen das du noch arbeiten willst. Ich bin auch nur ungern im BV aber ich musste da ich in der Pflege arbeite

        • (3) 01.02.19 - 10:38

          Ich möchte hier kurz anmerken, dass NIEMAND, nur weil er in der Pflege arbeitet automatisch ein BV bekommt.

          Nur falls diesen Quatsch hier noch andere lesen.

          • Naja aber es ist schon seeeehr wahrscheinlich da es in der Regel unmöglich ist den Dienstplan schwangerengerecht umzustellen und für Bürotätigkeiten einfach schon feste Leute eingestellt sind.Ich komme auch aus der pflege und habe wirklich noch NIE jemanden erlebt der schwanger gearbeitet hat

            • Ich habe 1x bis fast zum Mutterschutz gearbeitet. Und 1x halb.

              Und ich kenne keine Pflegekraft, die ins BV geht. Was soll man denn am Dienstplan nun so extremes ändern, dass es nicht geht. Sonntags arbeiten wolle n die meisten weiterhin wegen der Zulagen.

              Und nur, weil man schwanger ist, muss man noch lange nicht ins Büro.

              • Schon alleine weil Dienste auf 1 person ausgelegt sind und man bei Lagerung und mobilisation meist schwere patienten nicht allein heben darf...bei uns ist es unmöglich nur leichte/ einfache patienten zu haben und jemand anderes macht dann alle schweren...auch wegen personslmangel kann nicht jedesmal eine 2. Person verfügbar sein um ggf beim mobilisieren zu helfen...desweiteren lässt sich der Umgang mit agressiven oder evtl infektiösen patienten nicht vermeiden.

                Ist ja toll für dich dass du das so lange gemacht hast,es ist aber ganz sicher nicht die Regel und ich hab wirklich noch nie gehört dass man in der pflegebis zum mutterschutz arbeitet ...es sei den du bist pdl oder was sind deine aufgaben??
                Ich würde solche risiken nicht eingehen nur um die paar monate noch zu arbeiten..wozu denn? Wenn dir ein bv zusteht

                • Es steht ja eben nicht pauschal ein BV zu. Genau das ist ja der Punkt.

                  Ich hatte einen Arbeitsplatz nach Mutterschutzgesetz. Da kann man sich kein BV wünschen. So ist das Gesetz nun mal.

                  Und wenn es bei euch so ist, dann ist das sehr schade. Bei uns ist es eben anders. Da versorgt man nur leichte Patienten, stellt Medis, reicht Essen an, macht Bestellungen, schreibt Pflegeplanungen und schon ist so ein Dienst vorbei.

                  • Ok,das ist aber wirklich kaum die Regel in der Pflege...meist hat man patienten und dienste wie ich oben beschrieben habe und da steht einem ein BV zu. Genauso bei mobilen Diensten da ist es einfach unmöglich Pläne und Routen so umzuschreiben dass eine schwangere alles leichte bekommt...wie soll das auch gehen wenn dann im team jemand anderes dann alle Hardcore patienten reingedrückt bekommt.auch da steht einem ein bv zu...kenne ich so aus erfahrung weiß ja welche Gefährdungen bei der Beurteilung angekreuzt wurden

                    • Nein, die Regel ist es sicherlich nicht. Aber es ging im Ursprung ja um die Aussage, dass man in der Pflege immer ein BV bekommt.

                      Und das stimmt eben nicht.

                      Und auch ambulant geht das und ja, dann werden die schweren Kunden verteilt. Das ist doof für alle anderen, aber gesetzlich nun mal gefordert.

                      Zumal gerade ambulant die Fachkräfte eh wenig Kunden zum Waschen haben, da Fachkräfte ambulant einfach zu teuer dafür sind. Meine Tour bestand aus 2x leichte Kunden duschen und sonst nur Medis stellen, Doku, Kompressionsstrümpfe anziehen.

                      Kommt man so nicht auf seine Stunden kann man als AG ja auch immer noch ein Teil BV ausstellen, aber ein komplettes ist in den wenigsten Fällen nötig. Da geht es nur um Bequemlichkeit.

            (10) 01.02.19 - 13:17

            Ich stell mir den Job in der Pflege körperlich sehr anstrengend vor und denke da sollte keiner stolz Auf sich sein lange durchgehalten zu haben.

            Wozu immer diese durchhalteparolen und die aggressiven Beiträge. Hier bisher noch nicht, aber auch unschwanger gibt es Menschen die belastbarer sind als andere, öfter krank sind, weniger leisten....

            Und wenn man schwanger ist und so ein belastenden Job hat soll man sich noch rechtfertigen.

            Ich kenne mich nicht so gut mit dem muschg aus. Aber ob eine Frau sonntags arbeiten will oder nicht spielt doch keine Rolle, oder? Der Arbeitgeber hat die Pflicht sie nach Hause zu schicken.

            Naja.

            Jeder wie er will.

            • (11) 01.02.19 - 13:56

              Nein, laut Mutterschutzgesetz darf man sehr wohl an Sonntagen und Feiertagen arbeiten, wenn man möchte.

              Und das hat nichts mit Stolz oder so zu tun. Sobald es einen Arbeitsplatz gibt, der mutterschutzkonform ist, muss man arbeiten. Das ist halt kein Wunschkonzert und alles andere wäre Arbeitsverweigerung.

          Ich bin ebenfalls Pflegekraft und wurde wegen mangelnder Immunität an den Schreibtisch versetzt. Mittlerweile bin ich zwar im BV, das habe ich aber nicht wegen der Arbeit vom Arbeitgeber erhalten, sondern von meiner FÄ aus anderen Gründen. Je nachdem wo man arbeitet, gibt es schon durchaus Möglichkeiten eine Schwangere Pflegekraft weiter zu beschäftigen. Das BV ist für den Arbeitgeber nur deutlich bequemer, zumal er das Gehalt dann auch nicht mehr zahlen muss bzw. es aus der Umlagenkasse zurück bekommt.

Zum Glück nicht. Zurück nehmen ja in Bezug auf Stresslevel aber bei ganz zu Hause so lange vorher würde bei mir nur das Gedankenkarussell los gehen...
Aber Bahn fahren ist doch ok, im Gegensatz zum Auto fahren kann man da wenigstens ein bisschen rum laufen...

Ich finde die Einstellung des Arztes auch nicht so verkehrt.

Mit Thrombose ist nicht zu Spaßen, und wenn du schon Probleme mit Wassereinlagerungen hast hättest du mit AU besser Zeit dich zu bewegen oder auch mal Beine hochzulegen.

Ärzte gehen bei Schwangeren kein Risiko ein. Mit gutem Recht, wie ich finde.

  • (15) 01.02.19 - 09:56

    Sie schreibt nichts von einer Thrombose, sondern von Wassereinlagerungen und die haben sehr sehr viele Frauen auch Zuhause.

    • (16) 01.02.19 - 10:01

      Weiß ich, aber wenn du krankgeschrieben bist hast du die Möglichkeit was dagegen zu tun. Abwechselnd Bewegung und das Hochlagern der Beine soll ja den Einlagerungen zumindest entgegenwirken.
      Für beides ist in Büro oder in der Bahn eher nicht der Platz.

      • (17) 01.02.19 - 10:08

        Du weißt aber schon, dass das MuSchu überall greift oder? Also auch im Büro!
        Ich glaube auch nicht, dass die TE ihre Grenzen da überschreitet und bis zum Umfallen arbeitet.
        Da müssten in Kriegs-/Krisengebieten alle Frauen die restlichen Wochen in ein anderes Land auswandern.
        Aber gut, dass nicht jeder sich hier alles schön redet, was au und bv angeht.

        • Ja ich denke mir auch da muss man als Schwangere auch einfach für sich selbst einstehen. Wenn ich ein paar Schritte gehen wollte bin ich aufgestanden und hab das gemacht (Wasser geholt, zu einem Kollegen gelaufen um was zu besprechen, auf Toilette gegangen...). Meine Beine kamen dann auf einen umgedrehten Mülleimer. Wir haben keinen Kundenkontakt da ist mir doch egal ob das lächerlich aussieht.

          • Ja da fehlen hier laut Beiträge bei 95% der Frauen "einen Arsch in der Hose haben".
            Und damit ist NICHT (immer) gemeint, dass man auf Krawall ist, sondern einfach und simpel selber für seine Rechte einstehen muss und sollte und selber auch an sich zu denken und nicht immer alles schön reden, was eine überflüssige AU und BV gerechtfertigt.

            • Eben. Noch hat mich keiner auf meinem Schreibtischstuhl festgekettet 😎 ich hab auch meinem Chef irgendwann gesagt dass ich nicht mehr auf Dienstreise gehe. War dann halt so, er kann mich ja nicht ins Flugzeug zerren.

        (21) 01.02.19 - 10:13

        Klar greift der, aber die Frage ist halt wie umsetzbar das ist.
        Man muss das Angebot der HÄ ja nicht annehmen, aber schockiert darüber bin ich absolut nicht. Ist eine Ermessensentscheidung und Vorsicht ist da die Mutter der Porzellankiste.
        Ich weiß, dass viele Frauen einen enormen Kampfgeist haben und sagen "ich bin ja nur schwanger, nicht krank" und "ich packe das schon". Das ist ja ehrenvoll und löblich, aber ich persönlich halte das einfach nicht für besonders sorgsam dem Baby gegenüber.
        Mit Schonen kann man nichts falsch machen, mit überanstregen schon. Und die Grenzen sind hier eben schwimmend. Es gibt Frauen denen macht's nichts aus, und es gibt welche denen wird es zu viel. Der HÄ da jetzt anzukreiden, dass sie das Angebot macht, kann ich nicht nachvollziehen. Man kann es ja dankend ablehnen wenn man sich nicht belastet fühlt.

        • (22) 01.02.19 - 10:47

          Dann wird es umsetzbar gemacht! Das Gesetz ist doch nicht umsonst in Kraft getreten?! Dein AG hat sich daran zu halten und du musst für dein Recht einstehen.
          Du kannst mir doch nicht erzählen, dass wenn dir dein Lohn zB im Vertrag für 2.000 angesetzt ist, du aber nur 1.000 bekommst, da mucksmäuschenstill hälst und wartest bis alles mal in x-Jahren evtl geklärt ist?
          Man kann es mit der Vorsicht auch extrem übertreiben und das ist ein Grauzonenluxus hier in Europa, sorry. Es reicht, wenn man sich die Beiträge hier durchliest.
          Soll man sich die letzten Wochen Zuhause einsperren, wen evtl irgendwo irgendwie irgendwas sein könnte? Das kommt so hier definitiv rüber und zwar extrem in einen mittlerweile ungesundem übertriebenen Verhältnis.
          Man kann es mit mimimi in einen krankhaften Zustand bringen.

(23) 01.02.19 - 09:57

Nichts für ungut. Aber Wassereinlagerungen und Thrombose sind zwei vollkommen unterschiedliche paar Schuhe.
Ich habe chronische Einlagerungen die natürlich sich in der ss verschlimmert haben.
Trotzdem habe ich kein höheres Risiko eine Thrombose zu bekommen als jede andere Frau in meinem Alter auch.

  • (24) 01.02.19 - 09:59

    Doch, hast du.
    Laut meiner Hämatologin ist eine Schwangerschaft per se ein Faktor für erhöhtes Risiko für Thrombosen, sogar ohne Vorgeschichte.

    • (25) 01.02.19 - 11:02

      Das sagt auch mein Gerinnungsmediziner!
      & ich finde das Angebot vom HA gut & würde es annehmen das kann jeder für sich entscheiden, ich find gut das er es wenigstens angeboten hat ist ja nett gemeint 😊

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