Jammerpost Krankschreibung

    • (1) 07.02.19 - 09:25

      Guten Morgen ihr Lieben,
      gerade bin ich ein bisschen unzufrieden mit der Gesamtsitustion oder ich mach mir einfach zu viele Gedanken.
      Vor 4 Wochen ( 23 ssw) hatte ich scheinbar durch Ūberanstrengung vorzeitige Wehen und eine Verkürzung des Gebärmutterhalses. Alles nicht ganz so dramatisch, aber ich wurde trotzdem krank geschrieben. Sollte mich schonen und Magnesium nehmen. Die Wehen beschränken sich auf Übungswehen und der Gebärmutterhals normalisierte sich. Soweit so gut.
      Montag sollte ich wieder arbeiten. Bin schon ängstlich an die Sache ran gegangen, hab mir aber vorgenommen, dass alles ruhiger anzugehen. Hatte schon am Wochenende ein bisschen mehr mich körperlich betätigt, damit mein Körper von 3 Wochen langsam wieder auf normal umsteigt. Dienstag merkte ich schon nachts, dass der Bauch immer wieder hart wurde. Dienstag Abend war's dann ganz schlimm, mein Bauch beruhigte sich gar nicht mehr. Wechselte ständig von hart auf weich.
      Ich hatte natürlich wieder Angst, dass diese zwar nicht schmerzhaften Wehen wieder etwas am Gebärmutterhals ausrichten. Hatte ich es beim ersten mal ja auch nicht gemerkt.
      Also gestern ( ssw27) wieder zum Arzt. Wieder krankschreibung ohne Untersuchung ohne ctg!
      Und dann noch mit dem netten Hinweis, dass es jetzt noch viel zu früh wäre für das Kind und es nur intensivmedizinisch überleben würde. Danke, dass weiß ich auch, aber ich kann dich nichts dafür.
      Und was passiert in 2 Wochen? Dann geh ich wieder für ein paar Tage arbeiten und der gleiche Mist fängt schon wieder an.
      Bin irgendwie sehr unzufrieden, gefrustet darüber und habe meinem Team gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ich schon wieder krank geschrieben worden bin.
      Sorry fürs ausheulen und den langen Text. Vielleicht versteht mich ja irgendjemand oder hat einen anderen Blickwinkel darauf.

      • musst du auf der Arbeit schwer heben oder warum passiert es wenn du arbeiten gehst?

        • Eigentlich muss ich nicht schwer heben. Ich glaube es ist einfach der psychische Stress und das 8 Stunden auf dem Beinen sein.
          Zu Hause hab ich auch immer ein bisschen etwas gemacht aber dann auch einfach viele Pausen auf der Couch.
          An der Arbeit geht das leider nicht. Natürlich kann ich mich hinsetzen, aber das reicht scheinbar nicht aus.

          • Aber kannst du dir nicht ein BV geben lassen??? Vom Arzt? Oder dich einfach bis zur Geburt krankschreiben lassen?
            Vielleicht stelle ich mir das so einfach vor, aber die Gesundheit des Babys hat doch oberste Priorität...

      Hallo,
      Ich hatte eine ähnliche Situation mit dem GBMH, allerdings ohne Wehen. Ich war auch immer mal wieder krank geschrieben und jetzt zum Ende hin hatte sich alles stabilisiert und ich war wieder arbeiten. Ehrlich gesagt hat mir die Arbeit gut getan denn die Zeit zuhause verging nie und es war viel schwerer sich von Woche zu Woche zu hangeln.

      Allerdings heisst es auch nicht wenn sich der GBMH stabilisiert hat, dass Du dann wieder voll durchstarten solltest. Du solltest nach wie vor Pausen machen, nicht schwer heben etc. Daran müsste ich mich gewöhnen aber mein Mann ist fleissig und wir konnten den Alltag ganz gut umstellen.

      Nach der Geburt kannst Du wieder Vollgas geben. Du musst kein schlechtes Gewissen haben wenn jetzt eben nicht mehr alles geht.

      Alles Liebe, Nina

      Dass dein Arzt dich gar nicht untersucht hat, finde ich auch etwas merkwürdig, schließlich hätte er doch prüfen müssen, ob der Gebärmutterhals sich wieder verändert hat?

      Grundsätzlich finde ich seine Vorsicht aber gut und richtig: Du hattest schon Probleme mit vorzeitigen Wehen und dem verkürzten Gebärmutterhals.
      Selbst wenn dieser sich durch die 2 Tage Arbeit vielleicht noch nicht wieder verkürzt hat - die Gefahr besteht natürlich und deine Symptome sind Anzeichen dafür.
      Ob durch die Arbeit wieder etwas passieren würde, kann wahrscheinlich auch dein Arzt nicht eindeutig prognostizieren - aber aufgrund deiner Vorgesichte und aktuellen Symptome muss er eben auf Nummer sicher gehen.

      Jetzt ruh dich erstmal 2 Wochen aus.
      Und es gibt auch keinen Grund direkt zu denken, dass es in 2 Wochen wieder nicht klappt - vielleicht hat sich dein Körper bis dahin stabilisiert und du kannst beruhigt arbeiten gehen. Geh nicht gleich vom schlimmsten aus ;-)

      Dein Team wird das sicher verstehen.
      Ich hab hier in einem anderen Thread schon mal empfohlen: vielleicht besuchst du deine Kollegen mal in der Mittagspause und bringst eine Runde Krapfen mit?
      Dann kannst du nochmal persönlich erklären, dass du ein schlechtes Gewissen wegen der langen Krankschreibung hast, aber dass bei der aktuellen Situation halt leider echt Vorsicht geboten ist. Das verstehen die Kollegen bestimmt...

      • Danke für deine Antwort, dass ist echt nochmal ein anderer Blickwinkel.
        Ich glaube mein Team versteht es auch. War gestern kurz nochmal da, um meine krankmeldung anzugeben. Bei meiner Gruppenleiterin bin ich mir da leider nicht so sicher.
        Als ich ihr die Geschichte geschildert habe, meinte sie, sie hätte das auch gehabt und wäre weiterhin arbeiten gegangen. Und ich sollte mir einen anderen Arzt suchen.
        Ich glaube ich bin momentan auch einfach ein sensibelchen und lege jede Aussage und Verhalten auf die Goldwaage.
        Ich hatte jetzt auch schon mit meiner Ärztin gesprochen, ob sie mir ein teilzeit Beschäftigungsverbot ausstellen könnte.
        Ich denke mit 4 Stunden würde ich deutlich besser zurecht kommen. Naja so richtig ist sie erstmal nicht darauf eingegangen. Hust ja nicht, dass sie es nicht wieder aufheben kann. Nur einfach um wieder langsam reinzukommen. Wir werden sehen.

        • Ok - dann vergiss bitte was die Gruppenleiterin gesagt hat.
          Jede Schwangerschaft ist anders, jeder Arzt ist anders.
          Deiner ist Meinung du solltest sich schonen und es gibt dafür durchaus Gründe.

          Nur weil sie damals Glück hatte, legt sie dir Nahe, das Risiko einzugehen?
          Möchte sie wirklich verantwortlich sein, wenn du gegen den Rat deines Arztes arbeiten gehst und dann tatsächlich Komplikationen auftreten, die das Leben des Babys gefährden könnten?

          Ein unverantwortliches Verhalten von einer Person mit Führungsverantwortung finde ich.

          Mach doch vielleicht einfach nächste Woche nochmal einen Termin bei deiner Frauenärztin aus - sie soll kontrollieren, ob alles in Ordnung ist und du sprichst nochmal mit ihr über das Teilzeit BV - das hört sich doch nach einem guten Plan an. Du überforderst deinen Körper nicht gleich und wenn sich heraus stellt, dass dir die Beschäftigung gut tut, dann kann das Teilzeit BV genau wie du sagst ja auch wieder aufgehoben werden...

          • Ja, das mache ich. Ich habe nächste Woche eh einen normalen Vorsorgetermin.
            Vielen dank für deinen Rat.
            Schön, wenn man einfach Feedback von einer außenstehenden Person bekommt, die das alles ein wenig sachlicher sieht.
            Ich kann manchmal vor lauter Gefühlen und Gedanken im Kopf nicht klar denken.

      Ich bin von der Krapfen-Idee nicht so überzeugt.
      Wir haben jetzt wegen längerer Krankheit einer Kollegin etwa ein halbes Jahr zu dritt 4 1/2 Jobs gemacht und wäre die Kollegin hier mit Krapfen aufgetaucht, um mit uns Kaffeeklatsch zu machen, hätte mich das nicht wirklich gefreut, obwohl ich ihr natürlich nicht böse war, sie hat sich ihre besch...ene Krankheit nicht ausgesucht und ich hab ihr auch durchaus ihre "Freizeit" gegönnt...

Top Diskussionen anzeigen