Gyn ist gegen Geburtshaus und stellt mich vor die Wahl

    • (1) 08.02.19 - 09:39

      Liebe Foris,

      Ich sitze zum Glück mittlerweile Zuhause und kann mich gar nicht beruhigen.

      Ich hatte heute Morgen eine Begegnung der dritten Art mit meinem sonst total lieben Frauenarzt. Der wurde richtig böse, als ich gesagt habe dass ich ins Geburtshaus gehen werde und hat mir aus nem Fachmagazin für Frauenärzte vorgelesen und dass es da bald vom Fachverband ne Stellungnahme geben würde. Ich konnte dem gar nicht folgen so hat der mich befeuert. Und immer wieder sagte er, dass ich mir das überlegen sollte und dann fing er wieder an. Die Hebammen würden gegen die Ärzte aufhetzen, die wollten gar keine Zusammenarbeit. Seine Frau wäre auch Hebamme aber in der Klinik.

      Er würde das nicht mittragen. Da wäre ja sein Praxisstempel im Mutterpass und wenn man ins Geburtshaus geht dann wollen die da ja auch Vorsorge machen und das trägt er nicht mit. Dann würde er die Vorsorge eben nicht machen und man müsste sich trennen. Das wäre eben so. Ich solle mir das überlegen.

      Und bis dahin war nur das Vorgespräch!!! Da war ich natürlich schon völlig fertig und am heulen.

      Vor und nach der Untersuchung hat er dann weiter auf mich eingeredet. So kenne ich den gar nicht. War natürlich ne tolle Untersuchung. Hat mir auch etwas weh getan, weil ich total angespannt war. Aber der Knirps ist gut entwickelt und Herzchen schlägt.

      Kaum vom Stuhl, da hatte ich noch nicht mal die Hose an, redete er weiter, ob ich denn schon Kreißsäle angesehen hätte, warum ich denn nicht ins Krankenhaus will, es geht doch um die Gesundheit des Babys und was ich denn machen würde wenn ich Diabetes bekäme. Ich war da schon gar nicht mehr in der Lage zu antworten 😭

      So hab ich den noch nie erlebt und bin heulend heimgefahren.

      Wenn ich ins geburtshaus will muss ich bei denen mindestens drei Vorsorgen machen lassen. Sonst nehmen die mich nicht. Wenn ich die will behandelt mich der Gyn nicht mehr. Oder ich muss die im Geburtshaus privat bezahlen.

      Sowas hatte ich nicht erwartet 😭😭😭

      Muriel

      • (2) 08.02.19 - 09:47

        Krass. Tut mir total leid. Ich werde selbst nicht ins geburtshaus gehen, aber finde dass wenn alles gut ist und die Frau und der Mann über alles aufgeklärt und sich einig sind, es kein Grund gibt der dagegen spricht.

        Ich finde es gut, dass dein Arzt dich Aufklären will, aber was du beschreibst geht gar nicht. Was ist dem bloß über die Leber gefahren.

        Und Hebammen dürfen ohne Arzt entbinden. So ist das halt. Wieso er sich da so angegriffen fühlt verstehe ich nicht.

        Und er kann die Vorsorge nicht abrechnen, wenn du die da nicht machst. Schon klar. Aber, so ist das Geschäft als selbstständiger.

        Echt schlimm so mit dir zu reden.

        (3) 08.02.19 - 09:52

        Ohje das ist kein sensibler Frauenarzt. Vielleicht hat er mal schlechte Erfahrungen gemacht mit einer Patientin. Ich kann das grundsätzlich schon verstehen dass der Arzt die ss selbst überwachen will.

        Nun ja du kannst ihn nicht zwingen. Habt Ihr euch ausreichend informiert über das geburtshaus? Wenn ihr euch da wirklich sicher seit...dann musst du wohl wechseln.

        Alles liebe

        (4) 08.02.19 - 09:52

        Hallo du.

        Ganz ehrlich? Zu dem würde ich nicht mehr gehen, der hätte mich das letzte Mal gesehen!

        Es ist ganz alleine deine Entscheidung, wo du dein Kind zur Welt bringst,ob in der Klinik, im geburtshaus oder alleine im Wald.

        Dein Arzt kann dir fachlich fundiert und sachlich (!) dazu einen Rat geben, aber das war es dann auch. Sowas wie du es beschreibst ist völlig unangemessen!

        Wie weit bist du denn jetzt? Je nachdem wie lange du noch hast bis zur Geburt kannst du ja die gesamte Vorsorge im geburtshaus machen lassen und im nächsten Quartal ggf zum US Screening zu einem anderen Frauenarzt gehen. Blutdruck messen, Gewicht kontrollieren, herztöne anhören und was zur Vorsorge sonst dazugehört können Hebammen genauso gut, dazu braucht keinen Arzt.

        Ruf bei deiner Krankenkasse an, schildere ihnen den Fall und frag, was du tun kannst.

        Lass dich nicht von dem Arzt verunsichern, es ist dein Kind dein Körper und deine Entscheidung und solange die Schwangerschaft gut verläuft, spricht ja nichts gegen eine außerklinische Geburt.

        Lg waldfee

      • (5) 08.02.19 - 10:00

        WOW


        Also ich werde auch im Geburtshaus entbinden und ich bin der Meinung dass kein Frauenarzt der Welt dir vorschreiben darf wie und wo und mit wem du entbindet.

        Er kann und darf seine Einstellung ja haben, aber Stempel hin oder her, ich hätte gefragt ob er noch alle Karten am Zaun hat.

        Ich gehe seit Anfang an zu meiner Hebamme ins Geburtshaus und lasse die Vorsorge trotzdem beim Arzt machen.

        Ich finde sein Verhalten mehr als unangebracht

        Ja das Thema Geburtshaus ist mega umstritten.
        Ich hatte mir das auch angeguckt und war von der Art und Weise eigentlich begeistert. Gerade weil man dort eine Einzelbetreuung durch die Hebamme während der Geburt hat.
        Nach ausführlichen Gesprächen mit meiner Hebamme hab ich mich doch für die Klinik entschieden. Auf meine Frage wieso sie nicht im Geburtshaus arbeitet kam: in der Klinik stehe ich nur mit einem Bein im Knast, im Geburtshaus mit beiden. Einmal eine Situation falsch eingeschätzt und den Arzt zu spät verständigt und schon ist das Drama groß.

        Dennoch hätte dein Arzt auch ein sachliches Gespräch mit dir suchen können.

        • Genau so ist das auch
          Mit persönlich wäre es auch zu heikel..
          Auch wenn die ss gut verläuft kann es bei der Geburt Komplikationen geben..
          Mit Kind oder Mutter..
          Plazenta löst sich nicht richtig Ab usw..
          Kind kann nicht atmen usw..
          Ich habe erst letztens einen Bericht da drüber gesehen
          Das Kind konnte nicht atmen und bis die Ärzte da waren hat das gedauert..
          Und das arme Baby ist schwerst behindert.. Da das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wurde..
          Dieses Risiko muss jeder für sich entscheiden
          Muss sich aber auch der Folgen bewusst sein

      Also der Arzt hat natürlich etwas überreagiert - wahrscheinlich weil er in der Vergangenheit in einer ähnlichen Situation war und hat sehr schlechte Erfahrungen gemacht.. ich will den aber nicht in Schutz nehmen oder so, jedoch ist es sein Recht die Behandlung zu unterbrechen wenn du anderswo bereits zur Vorsorge gehen wirst

      Man muss deswegen auch nicht heulen, du bist ja schon eine erwachsene Frau und werdende Mutter, die Entscheidung wie du vorgehst liegt ganz bei dir - hat dich der Arzt vor die Wahl gestellt und seine Krtitik geäußert, hast du mindestens 3 Möglichkeiten:

      - auf Geburtshaus zu bestehen und da die Vorsorge machen zu lassen
      - in ein KH zu gehen und den FA zu behalten, der dann die Vorsorge übernimmt
      - auf Geburtshaus zu bestehen und zusätzlich sich nach einem anderen FA umzuschauen, vielleicht kann dir ja jemand aus dem Geburtshaus ja einen Tipp geben

      (9) 08.02.19 - 10:13

      Über den Ton brauchen wir natürlich gar nicht zu sprechen - der geht gar nicht.

      Aber grundsätzlich hat der Arzt natürlich das Recht auf seine eigene Meinung. Und wenn er eben strikt gegen diese Geburtshäuser ist finde ich es nur konsequent von ihm, das zu sagen und dich dann auch nicht weiter zu betreuen.

      Ähnlich wie bei der Hebamme muss das Verhältnis eben stimmen - bei euch beiden passt es eben einfach nicht.

      Du wirst die Entscheidung für ein Geburtshaus ja wohl überlegt getroffen haben und bist der Meinung, dass es für dich das richtige ist - oder?
      Wenn du von deiner Entscheidung überzeugt bist und dem Geburtshaus vertraust, dann frag doch dort mal nach, ob sie dir einen Frauenarzt empfehlen können, von dem du dich zusätzlich betreuen lassen kannst.
      Denen im Geburtshaus sollte ja auch wichtig sein, dass du dich gut betreut fühlst.
      Es gibt sicher auch Ärzte, die die Geburtshäuser befürworten und das Haus selbst hat da sicher jemanden an der Hand.

      Falls du dir bezüglich des Geburtshauses unsicher bist, lass dich doch vielleicht von einer unabhängigen Hebamme nochmal beraten.
      Solltest du dich tatsächlich dagegen entscheiden und möchtest bei deinem Gyn bleiben, würde ich ihn aber um ein Gespräch bitten und ihm darlegen, dass er gerne seine Meinung sachlich äußern darf, dass du dich beim letzten Mal aber von der Art und Weise echt überfahren gefühlt hast und eine solche Kommunikation nicht mehr möchtest.

      (10) 08.02.19 - 10:16

      Hey du!
      Tut mir leid zu hören, dass dein FA da so aufbrausend wurde.
      Zugutehalten könnte man ihm, dass ihm deine / eure Gesundheit wohl sehr am Herzen liegt, das spricht für einen engagierten Mediziner dem nicht "alles egal" ist, die gibt es ja leider öfter.

      Ich kann ihm teilweise verstehen. Seine Vehemente Haltung nicht so ganz, aber auch meine Frauenärztin die sonst eher der ruhige Typ ist war vom Geburtshaus als Idee nicht sehr angetan.
      Die Ärzte haben halt ganz gute Argumente. Natürlich sind die Ausnahmefälle selten, aber wir kennen halt Leute persönlich, mit denen wir heute nicht essen gehen würden wenn die Eltern damals nicht im Krankenhaus gewesen wären, weil es auf Sekunden ankam. Natürlich wünscht man das keinem, aber Ärzte sehen da auch immer die Sicherheit im Vordergrund. Geburtshäuse nehmen dich gar nicht auf (zumindest unseres) wenn deine Schwangerschaft nicht medizinisch unkompliziert verlief. Und selbst in einer ganz unauffälligen Schwangerschaft kann eben unter der Geburt etwas völlig unvorhergesehenes auftreten, sowohl bei dir als auch beim Baby. Die Tatsache, dass das in den meisten Fällen natürlich nciht passiert schließt es eben leider nicht aus, und ich denke man würde sich nicht verzeihen, hätte man sich so entschieden und es passiert was schlimmes.

      Trotzdem muss man natürlich sagen, dass es schon ziemlich aufbrausend von deinem Arzt ist, so zu reagieren. Hast du ihn mal gefragt woher seine absolute Anti-Haltung kommt? Ob er negative Erfahrungen mit dem GH gemacht hat oder ähnliches?

      (11) 08.02.19 - 10:25

      Oh je! Ich persönlcih würde auch niemals in ein Geburtshaus gehen, aber finde die Reaktion von Deinem Arzt schon recht schroff.
      Ich kann aber gut verstehen, dass er in Erwägung zieht Dich nicht weiterzubehandeln, wenn er sich da Sorgen macht und das nicht mittragen möchte. Meine FA wäre auch nullkommanull begeistert. Es geht ihr aber in erster Linie um die ärztliche Versorgung.

      (12) 08.02.19 - 10:26

      Liebe Muriel,
      die Art und Weise, wie sich dein Frauenarzt geäußert hat, ist natürlich heftig, aber ich würde auch vermuten, dass er schon bestimmte negative Erfahrungen gemacht hat, die ihn zu dieser vehementen Haltung gebracht haben.
      Ich denke, du musst für dich entscheiden, wie sicher du in deinen Entscheidungen bist. Hat das Geburtshaus für sich Priorität oder bei deinem Frauenarzt zu bleiben? Dann musst du entsprechend Handeln und Konsequenzen ziehen.
      Ich selbst hatte eine fantastische erste Schwangerschaft und eine Geburt, die in einem Notkaiserschnitt endete, was vorher überhaupt nicht abzusehen war. Deshalb bin ich eher vorsichtig und fühle mich im Krankenhaus sicherer aufgehoben.
      Liebe Grüße
      Fluribum

      (13) 08.02.19 - 10:45

      Hey! Das ist ja irre wie er damit umgeht! Da ist wohl jemand beruflich frustriert...
      Ich muss sagen, ich bin physio und Orthopäden Verhalten sich manchmal ähnlich bzgl meines berufstandes...

      Ich würde es erstmal sacken lassen. Er hat dich natürlich ziemlich überfahren und du kannst ja garnicht adäquat antworten.

      Bei uns ist es so, dass es ein geburtshaus im Krankenhaus gibt, da will ich gern entbinden. Allerdings gibt es 2 große Untersuchungen, bevor ich angenommen werde. Darin geht es um meine Gesundheit und die des Babys... Erst wenn da wirklich wirklich wirklich alles in Ordnung ist, wird eine dortige Entbindung stattfinden.
      Denke Hebammen haben auch wenig Interesse eine risikoschwangere zu entbinden! Sollte sich also eine diabetis einstellen oder andere Komplikationen (manche wollen ja auch nicht aus BEL entbinden), kannst du doch immernoch im Krankenhaus entbinden. Ist ja in deinem Sinne! :-)

      Nächstes mal kannst du ihm ja so entgegen treten und vielleicht wird er vernünftig... Mit einer Hebamme als Ehefrau sollte er es auch besser wissen ;-)

      LG

      (14) 08.02.19 - 10:47

      Hallo,

      ich kann verstehen das Du Dich vor den Kopf gestoßen fühlst. Aber, da stimme ich einer Vorschreiberin zu 😉 "Heulen" bringt Dich nicht weiter. Du musst eine Entscheidung treffen, DEINE Entscheidung.

      Hattest Du schon Kontakt zu einem Geburtshaus? Haben sie bzw. hat eine Hebamme aus dem Team Kapazität um Dich zu begleiten?
      Wenn Du bereits eine Hebamme hast kannst Du diese Situation und mögliche Wege mit ihr besprechen. Nach meiner Erfahrung wettern eher die Ärzte gegen die Hebammen als umgekehrt ... Es bleiben auch nur die wenigsten Ärzte sachlich und professionell bei dem Thema. Obwohl es mittlerweile ganz klar erwiesen ist das die außerklinische Geburtshilfe mdst.!!! genauso sicher ist wie die klinische.

      Ich erwarte in wenigen Wochen unser fünftes Kind und wir bereiten uns auch wieder auf eine Hausgeburt vor. Geburtshaus ist für mich gleichzusetzen, ich mag nur nicht weder mit Geburtswehen noch mit frischgeschlüpftem Baby Auto fahren 😉
      Vorsorge macht komplett meine Hebamme, das ist so schön und entspannt! Zum Ultraschall bin ich bisher zu meiner FÄ gegangen. Nur zwei, drei mal. Mehr wollte und brauchte ich nicht. Bis zu dieser Schwangerschaft hat meine FÄ meinen Weg zwar kritisiert und immer wieder auch gewettert, ist aber nicht persönlich geworden.
      Nun bekam ich in der 15. SSW Blutungen, die ich abgeklärt haben wollte. Und an diesem Tag erlebte ich so ziemlich eins zu eins das was Du beschrieben hast. Und mir geht das ganz klar zu weit! Ich habe ihr daraufhin auch gesagt, das wir uns unter den Voraussetzungen und Umständen dann wohl das letzte mal in dieser Konstellation begegnet sind. Nach über 20 Jahren habe ich die Praxis verlassen und nicht vor dort nochmal vorstellig zu werden.

      Also, treffe Deine Entscheidung!
      Es ist Dein Körper, Dein Kind. Nur Du bist verantwortlich. Das kann und darf Dir keiner abnehmen!

      • (15) 08.02.19 - 10:58

        Darf ich das heulen auf die Hormone schieben? ;-) Ich war einfach geschockt und stand die letzten Tage sowieso schon nah am Wasser.

        Ich hab mit einer Freundin und dem Geburtshaus telefoniert. Die geben mir beim nächsten Treffen am 21.2. eine Liste mit Ärzten mit denen die gut zusammenarbeiten. Ich will ja trotzdem auch ärztlich begleitet werden.

        Jetzt versuche ich mich erstmal zu entspannen und besprechen das nachher mit meinem Mann in Ruhe.

        Muriel, in ihre Mitte atmend ;-)

        • (16) 08.02.19 - 11:07

          Das darfst Du 😉

          Und wie gesagt, ich kann schon sehr gut nachvollziehen das Du Dich vor den Kopf gestoßen fühlst!

          Das hört sich doch nach einem guten Plan an!

    (17) 08.02.19 - 10:51

    Puh, also die Art wie er die das vermittelt hat ist heftig. Wenn du sagst er ist normalerweise nicht so, scheint ihn dieses Thema ja sehr auf die Palme zu bringen. Vielleicht kannst du ihn (wenn ihr euch wieder beruhigt habt) nochmal fragen was seine schlechte Meinung begründet. Das Hebammen die Ärzte boykottieren ist jetzt nicht das was ich unter einer sachlichen und begründeten Meinung verstehe. Da soll er dir mal erklären warum er das denkt usw.
    Ich muss sagen, das ich prinzipiell auch nicht ins Geburtshaus gehen würde. Wäre mir zu riskant. Aber ich gehe nicht mal in ein Krankenhaus was keine Neo hat :-)

    (18) 08.02.19 - 11:12

    Sorry, auch wenn ich jetzt hier gesteinigt werde, aber ich würde nie ins Geburtshaus gehen! Kenne leider zu viele negative Erfahrungen aus dem Bekannten Kreis...und ein Fall wo jegliche Hilfe für das Baby zu spät kamm. Das ist natürlich deine Entscheidung und der Arzt hätte tatsächlich etwas netter reagieren sollen, aber die Vorsorge darf bei der KK tatsächlich nur einer abrechnen...entweder der Arzt oder das Geburtshaus, da hat er Recht. Doppelte Vorsorge bezahlt die Krankenkasse nicht. Also muss du dir jetzt bereits überlegen was du machst.
    Wenn ein persönliche Ansprechpartner bei der Geburt für dich wichtig ist, such dir eine Beleghebamme, die wird für dich 24 Std da sein.

    (19) 08.02.19 - 11:13

    Naja, ich kann ihn ein Stück weit verstehen. Nicht den Tonfall, den du hier schilderst, aber er würde dich dann wahrscheinlich umsonst behandeln müssen, da die Kasse nicht doppelt zahlt.

    • Meine Hebamme hat die Termine unter der Schwangerschaft als "Beschwerdebehandlung in der Schwangerschaft" abgerechnet. Sie hat meine Traumabehandlung übernommen... Vorsorge hatte ich bis ein Monat vor der Geburt allein meine Ärztin gemacht. Da doppelt abrechnen nicht geht, wechselbehandlung aber sehr wohl. Sprich ab da wo 2 Wochenrhythmus gegeben ist hab ich abwechselnd mal bei meiner Ärztin die Termine wahrgenommen und mal bei der Hebamme. Am ET musste es meine Ärztin machen und zwar zum ET oder Max 1 Tag danach, auf keinen Fall vorm ET. Hätte ich stark übertragen wäre meine Ärztin erst ET+9 fällig geworden und dazwischen hat das meine Hebamme gemacht.

      Professionelle Ärzte und Hebammen arbeiten zusammen und nicht gegeneinander. Meine Ärztin verabschiedete mich am ET aus der Praxis mit den Worten. "Ich glaub für sie wird das Geburtshaus genau das richtige sein nach dem 1. Trauma! Und erzählen sie mir da nach wie es war, ich bin schon neugierig." Soviel zu wenn Ärzte und Hebammen zusammen arbeiten oder nicht.

(21) 08.02.19 - 11:18

Hi.. Ich heiße die art und weise wie der FA mit dir umgegangen ist nicht gut. Dennoch, lasse es dir bitte durch den kopf gehen mit dem geburtshaus. Mein zweiter Sohn ist, wie mein erster, in einer kleinen Klinik zur Welt gekommen. In der Klinik war keine Kinderklinik angeschlossen, für viele das Hauptargument nicht dort zu entbinden. Die Geburt war ein Traum, dann 12 Stunden danach hat die nachtschwester routinemäßig die Sauerstoffsättigung meines kleinen geprüft, die schlecht war! Mein kleiner musste mit dem RettungsWagen in die Kinderklinik gebracht werden, er hatte eine neugeborenen Infektion und musste 1 Woche lang im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt werden. Was ist, wenn ich ambulant entbunden hätte? Oder im Geburtshaus? Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen und hätte gleich nach Hause gehen können. Nur gäbe es diese Routinemäßige Prüfung der Sauerstoffsättigung nicht und wahrscheinlich wäre es zu spät, wenn wir gemerkt hätten dass mit dem kleinen etwas nicht stimmt. Und neugeborenen Infektion kommt sehr sehr häufig vor! Denk drüber nach..

  • Ich hab mein 2. Kind im Geburtshaus bekommen und nach der Entbindung hat uns die Hebamme erklärt worauf wie achten müssen. Das ihm danach übel sein könnte vom Fruchtwasser und er sich übergibt (was er am morgen des folgetages getan hat!). Auch hat sie uns erklärt woran man neugeboreneninfekte auch als leie erkennt. Das sie dann sehr hektisch atmen oder schwer. Das darf kurzzeitig mal sein, aber nicht zu lange am Stück. Wenn sollten wir zum Kinderarzt um das von dir genannte zu prüfen. Sauerstoffsättigung im Blut, sprich blutabnahme kann jeder Kinderarzt machen und mit Vollmacht auch die Hebamme (Meine bekam eine für die Überprüfung von Stoffwechselstörungen am 2. Oder 3. Tag.

    Auch ist die Wahrscheinlichkeit von neugeboreneninfekten außerklinisch wesentlich niedriger als im Krankenhaus. Denn im Krankenhaus gibt es immer Klinikkeime und neugeborene sind dort von Haus aus mehr gefahren für Infekte ausgesetzt.

    Außer dem bedeutet kh nicht gleich das automatisch alles erkannt wird. Wie oft passiert es das man für verrückt gehalten wird, weil man Auffälligkeiten bemerkt und man verharmlosend abgespeist wird.

    • Die Sättigung wurde ohne Blutabnahme überprüft. Wenn wir bis zum 3. Tag gewartet hätten, wäre mein Baby wahrscheinlich schon tot oder das Hirn wäre geschädigt. Er ist auch gleich auf die neo intensiv gekommen. Ich bin dafür sehr dankbar, dass sowas im kkh routinemäßig bei jedem Baby überprüft wird

      • Die blutabnahme hat ja in dem Fall nix damit zu tun. Aber wie gesagt meine Hebamme hat uns vor der Entlassung aufgeklärt woran man das erkennt und ab wann wir zum Arzt sollen! Und wie gesagt. Die Wahrscheinlichkeit außerklinisch sich was einzufangen ist viel geringer als bei der keimschleuder Krankenhaus. Die meisten Neugeborenen mit keuchhusten, bekommen das im Zuge ihrer Geburt übers Krankenhaus, weil noch zu jung zum impfen. Auch dieser derzeitige RS Virus oder wie der heißt... den bekommen vorrangig Babys übers Krankenhaus oder über ältere Geschwister von draußen heim geschleppt. Das blöde ist halt das auf die wochenbettstation im KH jeder rein und raus darf. Ich wäre dafür das nur der kindsvater dort hin dürfte. Oft kommen viele Leute... Omas und kleine Kinder. Risiken die man im Geburtshaus wiegesagt gar nicht erst hat.

        Und was wäre wenn... Restrisiko bleibt immer. Was is wenn der Infekt erst nach 3 oder 10 Tagen aufgetreten wäre, wo du längst daheim warst. Käm aufs selbe raus. Mit 10 Tagen ist ein Baby auch nicht resistenter.

        • Da bei meinem kleinen die Symptome schon 12 Stunden nach der Geburt da waren, gingen die Ärzte davon aus, dass er sich noch im mutterleib infiziert hat. Ich bin 10 Tage ohne schleimpfropf rumgelaufen, wahrscheinlich kam es daher. Für mich war das kkh die absolut richtige Entscheidung und ich würde mich immer wieder fürs kkh entscheiden (diesmal MIT Kinderklinik) und es jedem auch so empfehlen.

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