Venlafaxin in der Schwangerschaft durch Rückfall

    • (1) 10.02.19 - 19:53

      Hallo Ihr Lieben, ich habe lange überlegt ob ich meine Frage/ Meinungen ..hier stelle ...es ist ein Thema was sehr unangenehm ist und gesellschaftlich ja immer noch sehr unterschiedliche Meinungen gibt...
      Aber doch betrifft es vielleicht mehr Frauen als man denkt ...
      Zu meiner Geschichte: aufgrund einer schwerwiegende Situation auf der Arbeit 2015 erlitt ich einen Nervenzusammenbruch, daraus entwickelten sich Angstzustände mit fiesen Symptomen ...ich musste in Behandlung da ich nicht mehr klar kam ...wurde mit Venlafaxin eingestellt. Ich war über die Jahre komplett stabil ..mein Mann und ich haben einen Kinderwunsch...Embryotox + Frauenarzt gab grünes Licht auch mit der Einnahme von Venlafaxin zu dem Zeitpunkt des Kinderwunsches war ich auf 37,5 mg runter dosiert ..nach Absprache mit meiner Ärztin hab ich es abgesetzt mir ging es gut ...im November 2018 wurde ich dann schwanger und bin jetzt in der 19 ssw ...es ist ein absolutes Wunschkind , das auch etwas länger auf sich warten lies ..darunter hat ich 2 frühe Fehlgeburten ...plötzlich in der 16 ssw ging es mir Psychisch nicht mehr gut es wurde alles immer schlimmer ...so das mir keine andere Wahl mehr blieb als wieder mit dem Medikament Venlafaxin anzufangen 75 mg muss ich jetzt nehmen ..wieder abgeklärt durch Frauenarzt + Embryotox ...wieder keine Bedenken beiderseits....ich allerdings mache mir trotzdem große Sorgen um mein ungeborenes Baby ...und würde mich über jegliche Erfahrungsberichte freuen ...
      Ich weis das es ein sehr persönliches Thema ist gerne kann man mir auch privat eine Nachricht senden ...
      Ich leide zurzeit sehr unter diesen Umstände und mach mir Wahnsinnge Vorwürfe wenn meinem Baby was passiert wegen mir 😞 ich Danke euch fürs lesen
      LG

      • Es geht mir wie dir. Ich habe abilify genommen und musste es absetzen, seither ist alles nur noch furchtbar..... Diese angststorungen fressen mich auf und ich konnte meine Schwangerschaft bisher nicht genießen. Bin jetzt im 6. Monat.....

        • Ich war vor der Schwangerschaft gerade dabei mich auf venlaflaxin einstellen zu lassen. Erst 4 Wochen die minimal Dosis, dann die etwas Stärkeren.
          Dann erfuhr ich von der Schwangerschaft und habe die Therapie wieder aufgehört.
          Bin derzeit in der 25 SSW und es geht mir ganz gut.
          Manchmal gibt es den ein oder anderen schlechteren Tag, aber ich komm bis jetzt ganz gut klar

      Hallo meine Liebe. Ich hoffe ich kann dich etwas beruhigen. Ich bin jetzt in der 27 ssw und nehme 75 mg Venlafaxin retard seit Anfang an bzw. hab ich gar nicht aufgehört das Medikament einzunehmen als ich erfahren habe das ich schwanger bin. Du solltest Risiken und Nutzen überlegen. Ich denke wenn es dir die ganze Zeit schlecht geht, ist das noch weniger gut für dein Baby. Ich war deswegen sogar beim Pränataldiagnostiker und mit meinem Baby ist alles in Ordnung. Ich selbst arbeite bei einem Psychiater und hab schon mehrere Patientinnen gesehen die völlig gesunde Kinder trotz Venlafaxineinnahme bekommen haben. Wichtig ist nur, dass du dir eine Klinik zum Entbinden mit Kinderstation suchst, falls doch leichte Entzugserscheinungen beim Baby auftreten. Ich hoffe ich konnte dich ein bisschen beruhigen und wenn du möchtest kannst du mir gerne privat schreiben.
      Lieben Gruß und eine schöne Schwangerschaft
      Mieziemausi mit Bauchzwerg 26+3 und zwei 💙💙 an der Hand

    • Hey, ich bin zwar selbst nicht betroffen, wollte dir aber gerne schreiben. Es tut mir leid, dass du solche Scham- und Schuldgefühle hast. Das brauchst du nicht! Wenn Arzt und Embryotox grünes Licht geben wird das okay sein. Nimm die Medikamente weiter damit du dich nicht so quälen musst. Vielleicht hilft dir meinte Text es aus einer anderen Perspektive zu sehen. Meine Mutter litt so lange ich denken kann an Depressionen und dann zunehmend an Ängsten. Sie wollte immer stark sein und es ohne Medikamente schaffen. Ich habe so oft auf sie eingeredet, aber nichts hat geholfen. Ich hätte mir so gewünscht sie würde was nehmen, da Therapien allein nicht halfen. Die Krankheit hat unsere Beziehung häufig stark belastet. Letztes Jahr hatte ich sie endlich soweit und sie hat eine neue Therapie mit begleitender Medikation begonnen. Es ging ihr endlich besser. Leider ist sie um Oktober nach einer Op-Komplikation gestorben. Eine Mutter kann sich nur gut um ihr Kind kümmern, wenn es ihr gut geht. Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder gut geht. Liebe Grüße

      Hallo,

      ich fühle mit dir. Ich leide auch unter einer Angst- und Panikstörung. Venlafaxin habe ich auch eine Zeit lang genommen, allerdings habe ich davon hohen Blutdruck bekommen. Seit 2015 nehme ich Paroxetin. Bin seit mehr als einem Jahr dabei, es runter zu dosieren, aber das ist gar nicht so einfach. Nehme jetzt noch 7,5 mg Paroxetin täglich.
      Man macht sich da wirklich viele Gedanken, weil man ja seinem Baby auf keinen Fall schaden möchte. Ich persönlich denke aber, dass es für das Baby viel unangenehmer ist, wenn es der Mama nicht gut geht. Gerade Angstattacken sind ziemlich unangenehm und das spürt das Kleine ja auch.
      Bitte fühl dich nicht schlecht, weil du Medikamente nimmst. Du hast das mit den Ärzten abgesprochen und es ist in Ordnung. Meine Hebamme hat mir erzählt, dass sie erst kürzlich zwei Frauen betreut hat, die während der gesamten Schwangerschaft hochdosierte Antidepressiva genommen haben und den den Babies geht es sehr gut. Beide Kinder kamen völlig gesund zur Welt und hatten keinerlei Probleme (von wegen Anpassungsstörung oder ähnliches).

    • Huhu 🙋🏼‍♀️
      Ich bin im Moment mit unserem zweiten Krümel schwanger und nehme wie schon in der ersten SS von Anfang an Venlafaxin. In dieser SS komme ich gut mit 37,5 mg aus. Bei der großen habe ich aber auch 75 mg genommen. Tamia ist ein vollkommen gesundes Mädchen, was nach der Geburt keinerlei Anpassungstörungen oder sonstige Schwierigkeiten hatte. Und gestillt habe ich auch.
      Mach dich also nicht verrückt. Besser du nimmst die Tabletten und dir geht es gut!

      Lg

      Hallo.
      Ich finde es sehr mutig von dir, dass du deine Ängste hier so offen mitteilst. Ich habe am Donnerstag noch mit meiner Hebamme darüber gesprochen, dass es sehr schwer ist Depressionen und Antidepressiva in der Schwangerschaft bei Leuten anzusprechen, weil man oft besorgte und auch vorwurfsvolle Blicke erntet.
      Ich nehme auch Venlafaxin 75mg retard wegen einer posttraumatischen Belastungstörung die ich mit 15 Jahren entwickelt habe. Die Medikamente habe ich schon vor der Schwangerschaft genommen und auch nicht ab- oder runtergesetzt. Mein Kind entwickelt sich gut, ist sogar laut Ärzten sehr groß und kräftig.
      Ich werde mit Absprache meines Psychiaters und Therapeutin ab der 30 Woche versuchen das Medikament abzusetzten, sodass ich bei der Geburt davon weg bin. Ich hoffe das es klappt.

      Ich kenne die Vorwürfe und Ängste, ich habe die gleichen Ängste. Aber, ich weiß wie schlimm ein depressiver Schub bei mir aussieht. Da bin ich vor mir selbst nicht mehr sicher und kann nichts mehr machen außer liegen. Seit ich gut auf die Venlafaxin eingestellt bin hatte ich keinen einzigen Schub mehr bei dem ich nicht mehr normal funktionieren konnte. Ich kann dadurch meinen Alltag wieder ohne Probleme bewältigen und das genieße ich jetzt seit 3 Jahren !

      Es ist eine Abwägung von Nutzen und Risiko und für much ist der Nutzen für mich und das Baby deutlcih höher als das Risiko.

      LG Loui mit Bauchzwerg (16+1)

      • Danke an alle für die lieben Nachrichten und Erfahrungsberichten ...ich bin jetzt doch etwas beruhigter das bei euch die auch Venlafaxin in der Schwangerschaft nehmen oder genommen haben ...alles mit den Babys in Ordnung war und ist ...ich bin auch der Meinung das eine Psychische Krise die länger anhält und unbehandelt bleibt für das Baby schlimmer ist ...deshalb werde ich das Medikament nicht mehr von der Dosis her ändern und weiter nehmen damit ich stabil bleibe....auch wenn es mir immer wieder schwer fällt die Kapsel zu schlucken ...mir bleibt keine Wahl ...es geht nicht ohne und mit bin ich ein Mensch der sein Leben normal leben kann ohne Beschwerden ...das für mein Kind wichtig ist eine Mutter zu haben die Psychisch gesund ist ..Danke euch liebe Grüße ❤️....

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