Böse Worte von Bekannten in Schwangerschaft

    • (1) 12.02.19 - 10:50

      Hallo ihr Lieben,

      mein Partner und ich sind seit Februar 2018 ein Paar, mit einer Trennung die den ganzen November 2018 gedauert hat.
      Es geht hier nicht um Belügen & Betrügen oder fehlende Liebe, sondern um Vergangenheitsbewältigung seinerseits - kurzum: er brauchte die Zeit und ich habe sie ihm gegeben. Kontakt hatten wir aber ständig in der Zeit. Distanziert zwar, aber wir haben viel gesprochen.

      Seit Dezember sind wir wieder ein Paar und das viel inniger und vertrauter und fröhlicher als vorher, auch noch ein bisschen verliebter.

      Leider hat eine Arbeitskollegin alles mitbekommen - irgendeinen Vertrauten braucht man ja auch am Arbeitsplatz, wenn man jeden Tag 8 Stunden dort verbringt.

      Jetzt bin ich seit Januar schwanger, mein Partner und ich waren uns die ganze Zeit darüber im Klaren, dass das passieren könnte, wir haben nicht verhütet, uns war ganz klar, dass wir irgendwann eine Familie gründen werden.

      Jetzt ging besagte Arbeitskollegin gestern hin und erzählte Folgendes: sie würde an meiner Stelle abtreiben, da gibt sowieso nix mit uns; mein Vater hätte sich das sicher auch anders vorgestellt; sie würde mir nur sagen was alle denken, wer sonst sagt einer Schwangeren die Meinung; ich wolle ihn mit dem Kind an mich binden, damit er mich nicht wieder verlässt.
      Ich bin sehr böse auf die Frau. Sie hat keine Ahnung wie das Gefühl in meiner Beziehung ist, sie kennt meinen Vater und meine Freunde nicht und nein, sie belügen mich alle nicht und mögen meinen Partner und erst recht, will ich ihn nicht an mich binden. Wenn jemand gehen muss, dann muss er gehen, ich bin selbst so. Und außerdem habe ich die Trennung vorgeschlagen und keine Szene gemacht, als es so war.
      Ich finde das unfassbar.
      Ich habe heute erst den ersten Gyn. Termin, ich bin schockiert, dass man solche Dinge gesagt bekommt.
      Freunde können einem natürlich Denkanstöße geben ("willst du das jetzt wirklich?" oder "bist du dir sicher?") oder ihre Bedenken äußern, aber DAS finde ich die Höhe.

      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

      Vicky

      • Boah das ist ja der Knüller
        .. ich wäre auch stinksauer .. was sagt denn dein Mann / Freund dazu? Ich hoffe er sagt der Schnecke mal die Meinung..
        natürlich hört sich eure Beziehung für Außenstehende erstmal wenig konservativ an mit Trennung und so.. aber wenn ihr tut was euch gut tut und das Baby am Ende geliebt und sicher aufwächst geht das doch andere garnichts an.. das würde ich dieser Frau auf jeden Fall sagen .. und das mit dem Partner mal besprechen das ist ja eine ungeheuerliche Anschuldigung 😱
        Alles gute 🌻

      (4) 12.02.19 - 11:02

      Hey,

      erstmal Herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft. Das Verhalten deiner Kollegin ist unmöglich. Es ist ganz allein eure Sache wann ihr eine Familie plant. Da hat sich niemand einzumischen. Ein Kollege von mir hat auch ähnlich reagiert. Ich war zu dem Zeitpunkt in einer Weiterbildung und er meinte nur einen schlechteren Zeitpunkt hätte ich mir dafür ja nicht aussuchen können. Keine Glückwünsche und nichts. Ich habe das so hin genommen und meinte nur, dass es den perfekten Zeitpunkt nicht gibt. Ich denke, dass es vielleicht Neid war, weil seine Frau und er es schon länger versuchen.

      Liebe Grüße

      • (5) 12.02.19 - 11:19

        Hi Wespe,
        das klingt ganz nach Neid.
        Meine Kollegin kann aber theoretisch nicht neidisch sein, sie ist 57 Jahre alt und hat drei Kinder, 2 davon in den Dreißigern.

    Und wenn man 5, 10 oder 15 Jahre vorher zusammen ist, gibt es eine Garantie, dass es hält? Ich bin echt immer wieder erstaunt, was bei manchen auf der Arbeit so abgeht. Ich habe noch nie solche Erfahrungen gemacht aber das bekräftigt mich mal wieder darin, das Private privat zu lassen. Man weiß ich habe einen Partner und das reicht. Es braucht niemand wissen, wie lange wir zusammen sind und welche Krisen wir so hinter uns haben. Und dass die Dame keine Freundin ist, hat sie ja damit bewiesen.

    Warum hast es denn schon vor dem ersten Gyn Termin überhaupt Kollegen erzählt?

    • Hi Kaja,
      ich habe auch daraus gelernt - privat ist privat.

      Ich habe es nicht mehr ausgehalten und in der Mittagsüause auf der Arbeit den Test gemacht, war nach dem Ergebnis entsprechend aufgelöst und zittrig. Ihr bin ich direkt danach begegnet.

Hey Hallo

also ich hatte immer Angst das Leute blöd reden von meiner erneuten Schwangerschaft

aber irgendwann kam der Zeitpunkt, da lernte ich, dass es mir so scheiss egal sein muss. auch mein Freund sagte immer ich soll mir keinen Kopf darüber machen.

irgendwann wird bei dir sicher auch der Zeitpunkt kommen wo es dir egal sein wird

mal angenommen ihr werdet auch irgendwann wieder trennen. gibt es nicht genug frauen die es schaffen ihr Kind alleine groß zu ziehen?
du wirst es bestimmt auch schaffen

also soll die dumme Nuss reden was sie will. das wird eure Entscheidung bleiben

  • "mal angenommen ihr werdet auch irgendwann wieder trennen. gibt es nicht genug frauen die es schaffen ihr Kind alleine groß zu ziehen?"

    Ja, das "schaffen" viele Frauen heute... Keine große Leistung, bei dem, was der Staat heutzutage an Unterstützung liefert und wenn man betrachtet, dass es wohl selbstverständlich ist, sein Kind nach einer Trennung nicht einfach in die Tonne zu werfen...
    Aber soll es wirklich ein Argument sein, dass das geschafft wird? Als würde es Kindern trotzdem nicht in intakten Familien besser gehen? Nach dem Motto : hey! Deine Mama hat einen recht unsicheren Start für dich und eure Familie gewählt... Aber irgendwie wird sie es schon schaffen, dich groß zu bekommen, wenns schief läuft?!

(13) 12.02.19 - 11:20

Ich finde es auch sehr hart, was deine Kollegin da sagt. Allerdings hast du ihr die Position gegeben über dich und deine Situation zu urteilen. Du hast dir eine Kollegin als vertraute gesucht und keine enge Freundin, die dich und euch viel besser kennt.

Ich denke in Zukunft solltest du Arbeit und Privatleben trennen und nicht so offen sein.

Trotzdem ist es schon sehr hart was die Kollegin da für eine Ansicht hat.

Aber nehme es dir nicht zu Herzen. Du musst dich nicht rechtfertigen und lass dich nicht verunsichern.

  • (14) 12.02.19 - 11:23

    Ja, da hast du Recht. Ich habe ihr gestern auch gesagt, dass ich ihre Reaktion schlimm finde und auch, dass ich ihr Dinge nicht erzählt habe, damit sie diese jetzt als Argumente benutzt.

    Ich habe daraus gelernt.

(15) 12.02.19 - 11:31

Hallo,
optimal finde ich die Bedingungen für ein Kind auch nicht und frage mich, warum alles so schnell gehen muss, wenn ihr bereits innerhalb der ersten Monate Probleme hattet, aber das gibt mir nicht das Recht, dir alles mögliche zu unterstellen. Deine Kollegin überschreitet diesbezüglich Grenzen. Klar, ein Stück weit hast du sie dazu eingeladen, indem du zuvor selbst sehr privat wurdest, aber in meinen Augen gibt es einen Unterschied zwischen jemandem seine Meinung und Bedenken mitteilen oder ihm takt- und haltlos eins reinzuwürgen.
Nun ja, du hast daraus gelernt und wirst vermutlich Privates und Berufliches in Zukunft trennen. Das ist meiner Meinung nach das Beste, was du fortan machen kannst.

Von Neid zu sprechen oder gar deinen Freund mit der Arbeitskollegin sprechen zu lassen, wie hier jemand vorschlug, halte ich jedoch für vollkommen deplatziert.
Alles Gute für euch!

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