Zweifel an Allem :-(

    • (1) 29.03.19 - 06:44

      Guten Morgen,

      bitte steinigt mich nicht. Ich weiß gerade einfach nicht wo hin mit mir, weil ich so traurig bin.
      Ich bin gerade in der siebten Woche schwanger und habe schon ein Kind. Kurz zur Vorgeschichte: vor zwei Wochen trennte ich mich von meinem Partner, da er mich buchstäblich terrorisierte. Ich war froh und erleichtert, als ich es getan habe, wusste da allerdings noch nicht das ich schwanger bin.
      Als ich es dann bemerkte, entschied ich mich sofort dafür, trotz der ganzen Streitigkeiten mit meinem Ex.
      Leider ist es, seitdem ich es ihm gesagt habe noch schlimmer geworden und gestern ist es dann total eskaliert. Schon in der Beziehung wollte er unbedingt, dass ich mit ihm und unserem Kind umziehe. Einfach irgendwo anders hin. Ich bin aber total dagegen, da ich meiner Tochter nicht ihre Großeltern nehmen möchte und auch einfach aus dem Grund, weil ich nicht umziehen will. Ich habe hier Freunde, Bekannte und fühle mich wohl. Gestern im Restaurant, obwohl wir kein paar mehr sind, fragte er mich wieder nach einem Umzug und ich verneinte wieder. Dann „saute“ er mich vor allen Gästen im Restaurant runter, wurde so laut, dass ich das Lokal verließ. Auf der Straße lief er mir hinterher und machte weiter. Ich bestellte mir daraufhin ein Taxi. Später am Abend noch, rief er mich an und schrie mich an.
      Genau wegen solcher Sachen, trennte ich mich von ihm. Einmal stritt er mit mir über vier Stunden über eine Flasche Orangensaft und schrie mich bis mitten in die Nacht an.
      Ich kann und will diesen Mann einfach nicht mehr sehen.
      Nun bekomme ich erhebliche zweifel daran, dass Kind zu bekommen, weil ich Angst vor diesem terror habe. Ich habe Angst das es noch schlimmer wird, wenn das Kind da ist, denn er ist jemand, der nicht aufhören kann zu streiten. Ich habe Angst das er mir dann mit allen möglichen Dingen droht, auch über Anwälte. Ich will nicht das so ein Streit ausbricht.
      Allerdings komme ich anscheinend mit dem Gedanken an die Abtreibung nicht klar. Ich habe gestern bis in die Nacht geweint und eben beim aufwachen ging es gleich weiter. Ich bin fix und fertig. Ich hatte mich für dieses Baby entschieden und jetzt habe ich solche Angst vor dem was kommen wird.
      Entweder muss ich damit leben, meinem Baby das Leben genommen zu haben oder meine Kinder und ich müssen uns ständig diesem Terror wiedersetzen und ich muss Angst haben, dass er das Sorgerecht bekommt etc. Der Gedanke, dass ich ihm irgendwann mein Baby für Stunden/Tage überlassen muss, macht mich wahnsinnig.
      Das ist eine Horrorvorstellung.
      Könnt ihr mir bitte Rat geben? Ich weiß gerade nicht mehr was ich denken soll.

      P.S.: verhütet haben wir mit einem Diaphragma und Kontragel, nicht das jetzt Kommentare dahingegen kommen.

      • Hallo.
        Vorab erstmal, ich find es super, dass du dich getrennt hast und dir so einen Terror nicht länger gefallen lässt.
        Als ich deinen Beitrag gelesen habe, sind mir 3 Dinge spontan eingefallen.
        1. Dokumentierst du diese Ausbrüche seinerseits? Ich würde das tun, um ggf. beinpolizei oder Anwalt ein Belästigunsprotokoll vorlegen zu können. Gerade wenn so etwas in der Öffentlichkeit geschieht, lässt ihn das nicht in besonders gutem Licht da stehen, sollte es um irgendwelche Forderungen gehen.
        2. Ich persönlich würde mal bei der Polizei vorsprechen und mich einfach erkundigen, ob evtl dagegen Vorgängen werden könnte, in Form einer Bannmeile o.ä. und selbst wenn das noch nicht möglich ist, dann ist zumindest schon mal polizeilich festgehalten, dass du dich belästigt fühlst und dir frühzeitig Hilfe gesucht hast. Schaden tut dies mit Sicherheit nicht.
        3. Ich würde auch einen Termin beim weißen ring oder der Caritas machen, um mich einfach zu informieren, was man da ggf nich unternehmen kann, zumal ja ein ungeborenes Leben involviert ist.

        Ich find es gut, dass du noch einmal klar gestellt, dass ein Umzug auf keinen Fall in Frage kommt. Was der sich denkt. Da kann man nur den Kopf schütteln. Ich könnte mich noch stundenlang über so einen Idio... aufregen, aber das nutzt dir ja nix. Ich drücke dir die Daumen, dass du weiterhin so stark bleibst und alles gut wird. Es ist toll, dass du dich trotz der Umstände für das Kind entschieden hast. Und das zweifellos aufkommen, ist in deiner Situation mehr als normal. Lass dich nicht unterkriegen.

        Liebe Grüße
        Gothicmum mit Sonnenschein an der Hand und Krümel in Planung

            • Das freut mich. Du hast alles richtig gemacht und ich hoffe, du findest schnell eine zufriedenstellende Lösung, so dass du dich über die Schwangerschaft freuen kannst und sie genießt.

              Liebe Rina,

              Auch von meiner Seite solidarische Grüße. Sehr gut, dass du dich nicht von deinem unterstützenden Umfeld hast isolieren lassen.

              Du kannst jeden Vorfall zur Anzeige bringen. Bei denen in der Öffentlichkeit gibt es ja jede Menge Zeugen.

              Da spricht schon jetzt viel gegen ein gemeinsames Sorgerecht.

              Ich bin keine Psychiaterin aber ich finde sein Verhalten hochgradig auffällig. Vielleicht lässt du dich auch mal beim sozialpsychiatrischen Dienst beraten. Die haben auch Angebote für Angehörige von psychisch Kranken.

              Außerdem kannst du beim Amtsgericht (Rechtsantragstelle) einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz stellen. Dazu ist nicht unbedingt ein Anwalt nötig.

              Liebe Grüße

      Hey,
      Lass dich von so einem Stück S******e nicht unterkriegen, kann mich bezüglich des weiteren Vorgehens nur meinen Vorrednerinnen anschließen. Außerdem wird er so oder so versuchen dich zu terrorisieren, also gibt es keine Gründe dich gegen dein Kind entscheiden zu müssen.

      Im Bedarfsfall einfach bei der Geburt keinen Kindsvater angeben, dann musst du zwar auf Unterhalt verzichten, er hat aber auch erst Mal keine Handhabe den Umgang einzufordern. Da musst du dann abwägen was für dich einfacher ist, kein Geld von seiner Seite und dafür weniger Stress oder ob du so sehr darauf angewiesen bist, dass du lieber das Umgangsrechtstheater mitmachst und dafür Kindesunterhalt bekommst.

      Bleib stark für dich und deine Kinder und such dir Unterstützung im Umfeld, wenn er merkt, dass du nicht alles mit dir machen lässt, gibt der Arsch eh irgendwann auf.

      GLG

    Mensch, das klingt ja heftig.
    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Such dir Hilfe, zum einen bei deiner Familie/Freunden und aber auch extern!! Pro familia, Caritas, weisser Ring etc! Zur Not rufe bei diesem Bundesweiten Sorgentelefon an - die können dir mit Sicherheit jede Menge Anlaufstellen und Tips geben!
    Lass dich von deinem Ex nicht unterkriegen. Genau das will ee nämlich erreichen! Wenn es alles überhand nimmt, wird die Polizei ihm auch Auflagen erteilen!
    Bleib stark und denk an dich und deine beiden Kinder!
    Alles Gute für dich 🍀

    Ich kenne das nur zu gut und kann dir sagen, dass der Weg, den du jetzt vor dir hast extrem hart werden wird. Mehrfach wirst du zweifeln und das Gefühl haben, dass du dich vielleicht anders hättest entscheiden sollen. Dabei musst du dir zwei Dinge immer wieder sagen:

    - eine Trennung ist das beste, was du tun konntest. Er wird sich nicht ändern.

    - das Kleine ist alle Wiedrigkeiten wert. Irgendwann ist der Terror überstanden und dann wirst du dankbar sein für die Entscheidung, die du getroffen hast

    Und rechtlich: so wie meine Vorredner bereits sagen, alles dokumentieren.

    Viele Grüße!

    (12) 29.03.19 - 09:52

    Hallöchen

    Ich möchte dich nicht angreifen oder sonstiges
    Es ist euer Privatleben.
    Aber nur meine Frage. du erzählst nur von ihm wie schlimm er ist.
    Aber wie bist du?
    Klar, jeder spricht dir jetzt rein "super, dass du dich getrennt hast" aber nur weil wir sein Verhalten kennen und nicht deines

    Ich erzähle mal von mir
    Mein Partner und ich, was wir schon streit hatten. Wir haben uns zerkratzt und furchtbares erlebt.
    Ich habe auch immer ihm die Schuld an allen gegeben. Gut, meistens hat auch er Schuld :-D
    aber wenn ich so nach gedacht habe dann, eigentlich war ich auch ein furchtbarer Mensch zu ihm. Was er nicht verdient hatte.
    Ich wollte immer, dass er alles ändert. Er war auch bereit dazu. Aber auch ich hätte mich ändern müssen. Und war nie bereit dazu.

    Man sollte eigentlich Kompromisse finden. Sich in der Mitte treffen
    Es ist traurig, wir haben unseren Sohn in der 28 Woche verloren. Und seit dem ist es eigentlich ganz gut zwischen uns geworden.
    Aber es ist traurig, dass es zu einem so traurigen Schicksal gekommen ist, dass sich auch zwischen uns was geändert hat

    • Es ist so wie ich es geschrieben habe. Ich schiebe keine „Schuld“ von mir. Sicher habe ich etwas falsch gemacht, nämlich ihm die ganze Zeit keine Grenzen aufzuzeigen und es ist auch kein normaler Streit zwischen zwei erwachsenen, sondern einer der den anderen nicht respektiert. Er lässt mich nie ausreden, auch in Diskussionen, sagt das auch ganz offen „nein, ich lasse dich jetzt nicht ausreden, weil du kein Recht hast.“ und fällt mir so immer wieder ins Wort, ich habe keine Chance und ich kann mit dieser Person nicht reden. Außer er ändert sich komplett, was aber wohl nicht passieren wird bei einem über dreißig jährigem Mann und bei normalem Streit, würde ich wohl kaum über Abtreibung nachdenken.

      Auch wenn wir ihr Verhalten nicht kennen und seins im Zweifelsfall nicht so schlimm sein sollte ist es doch ihre Entscheidung sich zu trennen, es haben sich schon Paare aus noch Gründen getrennt.
      Wenn ich mit meinem Partner keine Zukunft sehe beende ich das Ganze bevor meine eigene Unzufriedenheit auf den Schultern meiner Kinder lastet, die bekommen das nämlich immer mit, egal wie sehr man versucht die heile Welt vorzugaukeln.

      Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, man muss nicht immer auf Biegen und Brechen an allem Festhalten

Hallo erstmal,
Ich möchte dir gerne etwas von mir erzählen denn mir ging es ähnlich.
Ich habe mit meinem ex Mann zwei Kinder. Er war auch so wie dein Ex Mann aber es kam noch einiges dazu und als ich dann mit dem zweiten Sohn schwanger war wurde es sehr schlimm. In den ganzen zehn Jahren hat mich dieser Mensch schritt für schritt isoliert, eingeschüchtert, zum Schluss auch handgreiflich wurde wenn er in seinem Zorn nicht mehr weiter wusste. Ich trennte mich ganze viermal und jedesmal ging ich zurück. Aus Angst ect.
Irgendwann schlug sich das dann auf das Wesen meines älteren nieder und dann wurde mir klar es muss was passieren.
Es war ein langer Weg der sicher nicht leicht war aber ich hatte Unterstützung vom Jugendamt, von meiner anwältin, kinderpsychologen ect. Und alles zusammen haben wir es durchgesetzt das ich das alleinige Sorgerecht bekommen habe und nachdem auch die anfänglichen Umfänge eskalierten mit einem damals 2 jährigem und einem 6 jährigem hat er ein Umgangsverbot und ein Kontaktverbot erhalten.
Es war stressig und holprig aber meine Kinder haben mir immer Kraft gegeben.
Und vier Jahre nach den Gerichtsurteil und endlich Schluss und

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