Nüchterner Wert beim Glucose Test minimal erhöht

    • (1) 06.11.19 - 19:15

      Hallo,

      hatte heute den großen Zuckertest und habe nur beim nüchternen Wert 93 mg/dl. Laut Tabelle muss der Wert wohl unter 92 mg/dl sein. Der Wert nach einer Stunde lag bei mir bei 121 mg/dl und nach zwei Stunden bei 101 mg/dl. Nun meinte der Arzt danach zu mir, dass ich mir bei dem geringen Wert keine Sorgen machen müsste, dass ich offiziell aber als Gestationsdiabetikerin gelten muss, obwohl er nicht denkt, dass ich das habe. Nun muss ich fürs erste eine Woche lang sechs mal am Tag meinen Blutzucker messen und diesen notieren.. Ich bin zugegebenermaßen echt frustriert darüber, dass mich dieser nahezu gering überhöhte Wert nun direkt so einstuft, als hätte ich Gestationsdiabetes. War das bei anderen von euch auch so? Musstet ihr den Rest der Schwangerschaft jeden Tag sechs mal euren Blutzucker messen? Kann man da irgendwie wieder "rauskommen"? ( z.B. wenn die Werte die ich jetzt messe keinerlei Anhaltspunkte für Diabetes zeigen? ) Ich weiß das das vermutlich alles nicht so schlimm ist, aber irgendwie macht mich das alles echt fertig 😥

      Danke schonmal!

      Empfehlungen aus unserer Redaktion
      • Freu dich lieber das dein Arzt da lieber auf Nummer sicher gehen möchte :-)

        • Argh, ich bin auf den falschen Knopf gekommen.
          Der Nüchtern Wert sollte zwischen 65-95 sein. Also ist deiner eigentlich noch in Ordnung.

          Bei mir war bei dem großen der zwei Stunden Wert etwas auffällig. Ich musste dann zum Diabetologen.
          Eine Woche musste ich jeweils 4 mal täglich Messen. Ich habe allerdings deutlich öfter und akribischer in dieser Woche gemessen. Und habe etwas ausprobiert wie mein Körper auf manche Dinge die ich gerne esse oder trinke reagiere.
          Ich habe absolut Top Werte gehabt. Selbst nach einer Tafel Schokolade, einen Cappuccino, nen Glas Cola.
          Bei mir wurde aufgrund dessen Schwangerschaftsdiabetes ausgeschlossen. (Der Langzeitinsulinwert ist auch Top).

          Ich muss aus Sicherheitsgründen 2 mal täglich Messen. (Einmal morgens Nüchtern und dann morgens/mittags/Abends. Den einen Tag morgens am nächsten mittags usw.) Bisher weiter Top Werte.
          Aber sollte sich da was ändern würde man sofort reagieren können.

          Das piexen macht zwar kein Spaß aber stört mich auch nicht großartig.
          Ich bin jetzt übrigens in der 36 Woche muss bis zur Geburt Messen und muss auch nach der Geburt noch mal zum Diabetologen zur Kontrolle

          Liebe Grüße

      Hallo,
      Bei mir war es genau das Gleiche wie du es beschreibst. Nüchternwert bei 93, der Rest ok- aber somit gilt die Diagnose als gesichert.
      Raus kommst du damit nicht mehr- bis zum Ende der Schwangerschaft wirst du messen müssen.
      Vllt i.wann nicht mehr täglich sondern jeden 2. Tag...
      Wie weit bist du denn? Der Schlimmste Zeitpunkt ist zwischen der 30.-33. Ssw da steigt der Insulinbedarf noch mal sehr stark an.
      Wichtig ist, dass du trotzdem etwas auf die Ernährung und Zunahme schaust und dein Kleines wird ja nun auch mehr überwacht.

      LG Sarah 36+1 💕

    • Dieser Wert stuft dich nicht ein "als hättest du Gestationsdiabetes", sondern du hast es. 92 ist die Grenze für den Nüchternwert, und den hast du überschritten. Ich musste nüchtern, nach den Mahlzeiten und zum Schluss hin abends messen. Ich habe aber auch in den letzten zwei Ss Insulin spritzen müssen. Da es aber zum wohle meiner Kinder und auch für meine eigene Gesundheit war, habe ich das gerne gemacht.

      Wenn deine Werte bei den Messungen passen sollten, wirst du vermutlich nur ein oder zwei Tage in der Woche messen müssen, um zu kontrollieren, dass deine Werte gut bleiben. Im Laufe der Ss kann der Körper leider durch die Hormone den Zucker immer weniger abbauen...

      Ich drücke dir die Daumen, dass deine Werte unter den Grenzwerten bleiben.

      • (6) 06.11.19 - 20:45

        Ich würde gerne - in der Hoffnung hier jetzt keinen Shitstorm zu provozieren - auf die "du hast es"-These antworten und kurz von meiner eigenen Erfahrung berichten.

        Bei mir war der kleine Test um 1 erhöht, beim großen Test dann der 2-Stunden-Wert. Trotzdem hab ich keine SS-Diabetes.

        Es stellte sich durch Überprüfung beim Diabetologen heraus, dass ich top Werte (auch im Langzeitwert) hatte und so begann die Fehlersuche in medizinischer Fachliteratur und beim Arzt. Wir fanden heraus, dass ich durch Falschinfo meiner Frauenärztin vor den Tests jeweils deutlich zu wenig Kohlenhydrate gegessen hatte und entsprechend über die Ketose in eine vorübergehende Insulinresistenz gekommen bin. Der große Test wurde daraufhin nach "normalem" Essen wiederholt und die Werte waren top. Die Diagnose wurde folglich nicht bestätigt bzw. revidiert.

        Es macht also durchaus Sinn, eine Diagnose überprüfen zu lassen, wenn einem Ungereimtheiten unterkommen. Selbstverständlich ohne das Kind zu gefährden und nur auf fundierter Grundlage! Viele Ergebnisse sind auch schlichtweg eindeutig. Trotzdem möchte ich (und dies bitte nicht als Missionieren verstehen) dafür werben, gerade beim blöden Bauchgefühl im Sinne des Kindes kritisch bestimmte Ergebnisse zu hinterfragen.

        Was ich sagen will - als "gesichert" würde ich eine Diagnose erst nach ordnungsgemäßer Durchführung der Tests und unter Einbezug aller Werte (Blut, Urin, "Fingerblut" etc.) in Abstimmung mit einem Diabetologen sehen.

        Bitte nicht falsch verstehen, es ist unglaublich wichtig, dass diese Tests gemacht werden und ich würde sie auch beim nächsten Kind wiederholen, denn natürlich war das bei mir unglücklich und kommt sicher selten vor. Ich habe aber durch das Hinterfragen meinem Kind viel Stress im Bauch und die Zuckertests nach der Geburt erspart.

        Nochmal: das ist kein Aufruf, Zuckertests zu boykottieren (um Gottes Willen!) oder ständig mit Ärzten zu diskutieren. Lediglich finde ich, man sollte, wenn man wirklich ein doofes Gefühl hat, einfach mal nachfragen - Ärzte sind eben auch nur Menschen und auch, wenn es anders sein sollte, übersehen sie auch mal was. :-)

        • (7) 06.11.19 - 22:06

          Nachdem die TE nur vom Arzt geschrieben hat, gehe ich einfach davon aus, dass es ein Diabetologe war. Hier bei uns machen Frauenärzte den oGtt nicht... Vielleicht kam das aber auch falsch bei mir an. Hier ist es einfach so, dass man mit nur einem erhöhten Wert Gestationsdiabetes hat und es bis zum Ende der Ss so ist. Die Konsequenzen daraus sind allerdings unterschiedlich...

    Bei mir war /ist es genau so. Aber es muss ja Werte geben, ab welchen man eben eine Diagnose stellt und das ist bei uns leider knapp der Fall.
    Mir wurde erklärt, dass es eben oft mit dem nüchtern Wert anfängt in der Schwangerschaft, da das Hormon morgens am aktivsten ist und so die anderen Werte eben noch "nachkommen" können. Wenn nicht umso besser, aber besser es im Blick zu halten

    (9) 06.11.19 - 19:58

    Meiner war 94 und die beiden anderen Werte unauffällig.
    Nun sitze ich alle 4 Wochen beim Diabetologen und messe 6x am Tag BZ.
    Ich habe aufgehört fragen zu stellen und es nun einfach hinzunehmen.
    Vor zwei Wochen habe ich eine Pizza beim Italiener gegessen und hatte danach einen BZ von 144 mg/dl. Die Grenze sollte 140 sein. Auf die Frage ob andere Schwangere ohne auffälligen OGTT auch einen erhöhten Wert nach Pizza haben meinte er nur „natürlich „ 🤷🏻‍♀️ Ich werde daraus nicht schlau.

    (10) 06.11.19 - 20:07

    Bei mir war der Wert nach 2 Stunden um 1 Punkt erhöht. Ich bin auch aus allen Wolken gefallen.
    Beim diabetologen kam raus, dass ich mich genauso ernähren soll, wie ich es ohnehin schon tue (mein Mann sagt immer, es gibt wenig Menschen die so viel Spaß an spaßbefreiter Ernährung haben😜). Sollte eine Woche lang 4y am Tag messen. Danach wurde ich auf 1x am Tag runter gestuft. Die Werte sind immer so weit von den höchstwerten entfernt, dass mich das nicht mehr juckt. Raus kommt man aus der Nummer halt nicht mehr, sieh es daher als Vorsorgemaßnahme.
    Das Krankenhaus, in dem ich entbinden will, ist zum Glück auch sehr entspannt (kein Einleiten zwingend am ET usw.). Von daher hatte sich dann meine größte Angst nicht bewahrheitet.

    (11) 06.11.19 - 20:21

    Hallo 👋

    Ich bin Diabetesberaterin und total glücklich darüber wie gut meine Vorrednerinnen informiert sind 👍 echt top! 😍

    Zuerst einmal ein großes Lob an deinem Frauenarzt, der so gut informiert ist und dir gleich die Blutzuckermessung beibringt. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich!

    Und ja, du hast leider ein Gestationsdiabetes. Die Grenzen sind in der Leitlinie ganz klar definiert und jeder Arzt oder Diabetesberaterin die diese missachtet macht sich strafbar. Vor allem wenn dem Kind was passiert, auch wenn es am Ende nichts mit Diabetes zu tun hatte.

    Hormonell bedingt, wirkt das Insulin nicht mehr wie es wirken sollte und das wird in der 30-33 ssw noch schlechter werden. Der Nüchternblutzucker kann man leider sehr schlecht beeinflussen es sei denn du isst sehr Kohlenhydratlastig am Abend/Nachts.
    Die Leber (die Zucker speichert) sorgt dafür, dass Zucker in der Nacht ausgeschüttet wird - da hat man leider keinen Einfluss drauf. Insulin sinkt den Blutzucker wieder.
    Die Bauchspeicheldrüse muss in der Schwangerschaft viel mehr Insulin produzieren weil das Insulin ständig mit den ss-Hormonen „kämpfen muss“. Bei denen die ein Gestationsdiabetes entwickeln, schafft die Bauchspeicheldrüse nicht dagegen zu kämpfen und mehr Insulin zu produzieren. Somit bleibt der Zucker im Blut.

    Mach erstmal eine Woche lang ein Tagesprofil mit 6-7 Blutzuckermessungen. Dann kann man weitersehen 😊

    Liebe Grüße

(14) 06.11.19 - 20:42

Hey,
ich weiß auch seit fast 2 Wochen, dass ich Gestationsdiabetes habe. Auch mit gering erhöhten Werten. Nüchtern 98 und nach 2 Stunden 154. Also einmal 3 und einmal 1mg/dL zu hoch.
Ob das schon krass ist habe ich bisher nicht klären können...

Seit einer Woche muss ich 4x am Tag messen und kann es grad mit einer Ernährungsumstellung probieren. Ich versuche grad auch verschiedene Nahrungsmittel und Mengen und gucke wie der Blutzucker reagiert.
Was mir mit dem Nüchterner hilft ist (so scheint es jedenfalls) guter Schlaf ( im Zweifelsfall mit Ohrstöpseln) und abends esse ich Magerquark als Spätmahlzeit. Also bei mir um 22 Uhr.
Ich habe Zeiten bekommen zu denen ich essen soll und versuche mich da grad dran zu halten.
Alle 2 Wochen muss ich nun zum Diabetologen und dann wird weitergeschaut. Ich hoffe sehr, dass ich kein Insulin spritzen muss und "einfach" bei der Ernährung bleiben darf.

Egal wie gut die Werte allerdings werden, raus kommt man aus der Nummer nicht mehr. Das wurde mir direkt gesagt. Die einzige "Entlastung" könnte sein, dass man weniger oft messen muss.

Mach dich nicht fertig deswegen. Es ist gut, dass es erkannt worden ist. Denn dein Baby und auch du leiden sonst darunter.

Ich wünsche dir alles Liebe.
Audri

Huhu, hier auch. Bei mir ist immer der nüchternwert erhöht. Könnte da auch leider mit dem Essen nichts steuern, da es ausschließlich auf die Hormone zurück zu führen ist. Muss nun insulin spritzen.

Top Diskussionen anzeigen