Ausschließlich Hebammenvorsorge, Alternative Wege durch die SS

    • (1) 07.11.19 - 17:15

      Hallo! Heute siedle ich vom Kinderwunschforum zu euch schwangeren über und mich quält zur Zeit eine Frage: Wann gehe ich diesmal zum FA und gehe ich überhaupt? Das es Mütter gibt, die einen Vorsorgefreien Weg gehen, weiß ich. Aber mir fehlen Erfahrungsberichte. Was gibt es für Alternativen. Warum habt ihr euch gegen die Vorsorge beim FA entschieden? Oder kann man vlt einen Mittelweg gehen und nur ein paar wenige Untersuchungen mit machen?

      Danke für eure Erfahrungen :)

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      • (2) 07.11.19 - 17:25

        Hey,

        ich bin momentan in der 7 SSW und ich möchte auch nur zur Hebamme gehen.
        Meine Hebamme sagte mir, dass ich jetzt einmal zum Arzt gehen soll, damit man gucken kann ob alles richtig angelegt ist.

        Weiterhin hat ihre Praxis keinen Vertrag mit einem Labor, da nur wenige Frauen sich für diesen Weg entscheiden. Alle Blutuntersuchungen und die 3 großen Screenings empfiehlt sie mir beim FA.

        Alles andere wird sie aber übernehmen.

        (3) 07.11.19 - 17:29

        Hallo,

        herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

        Ich bin nur zu den drei Ultraschalluntersuchungen bei meiner FA gewesen, einmal zusätzlich weil ich Blutungen hatte und einmal hatte mich die Hebamme wegen einen individuellen BV hingeschickt. Ansonsten habe ich alle Vorsorgen bei meiner Hebamme machen lassen. Der letzte Termin bei der FA war in der 28. SSW (ab morgen 37. Woche).

        Laut meiner FA, die das ganze unterstützt können sie Vorsorgen genauso gut von der Hebamme übernommen werden. Gründe waren für mich, dass die Hebamme sich sehr viel mehr Zeit nehmen kann (bin jedes Mal ca. 1 Stunde dort im Vgl. zu 5-10 bei der Ärztin im Sprechzimmer) und ich ohnehin im Geburtshaus entbinden möchte. Deswegen muss ein Großteil der Vorsorgen zum besseren Kennenlernen dort gemacht werden. Außerdem berät die Hebamme zu allen möglichen Themen rund um die Schwangerschaft und dem Baby, wodurch ich mich sehr gut informiert und aufgeklärt fühle.

        Ich bin sehr zufrieden und würde es jederzeit wieder so machen. Heute hatten wir z.b. ein einstündiges Gespräch als Paar nur zum Thema Geburtsbeginn.

        Zur Feststellung der Schwangerschaft musste ich leider mehrmals in die Kiwu-Klinik, das ist mir eigentlich schon viel zu viel gewesen.

        Alles Gute dir!

        (4) 07.11.19 - 17:29

        Ich habe mich für diesen Weg entschieden, da mich Ärzte bekloppt machen.
        Eine Hebamme ist soviel mehr... eine Beraterin, Freundin, eine Mutter... umv!!!

        Sie sieht einen als Frau mit Wunder und nicht eben nur als Nummer...

        Meine Hebamme damals war bei der Nachsorge super und letztes Jahr bei der FG war si von Beginn an immer am Telefon erreichbar.
        Dieses mal will ich sie ganz, da sie mir ein sehr wohliges Gefühl vermittelt.

      • (5) 07.11.19 - 17:30

        Hallo!
        Ich kann dir nicht alles beantworten, ich selbst bin für alle Untersuchungen beim FA und habe zusätzlich eine Hebamme, die einmal im Monat kommt und auch für die Nachsorge da ist.

        Man kann aber alle Vorsorgeuntersuchungen bei einer Hebamme machen, sollte aber für die 3 großen Ultraschalluntersuchungen, pro Trimester eine, zum FA.
        Ich meine gelesen zu haben, dass wenn man die nicht macht man Nachteile bei der Unterstützung hat.

        Alles andere, Nackenfalte, Zuckertest, CTG, das muss alles nicht sein.

        Für die Bestätigung der Schwangerschaft weiß ich nicht, ob man zum FA muss. Denke, dass die das alles ja genauer und früher sehen als eine Hebamme? Kommt auch drauf an, ob die bspw für die Arbeit eine offizielle Bestätigung brauchst?

        (6) 07.11.19 - 17:41

        Ich habe in meiner 1. SS nur die SS-Feststellung und die 3 US, die die Kasse übernimmt in der Gynpraxis machen lassen. Redt hat meine Hebamme gemacht.
        Jetzt in der 2. SS mache ich alle vorsorgen beim Gyn und hab nur für alternative Behandlungen meine Hebamme, sie setzt Akupunkturnadeln bei Beschwerden etc. Bietet mein Gyn nicht an. Ich fand die Hebammenbetreuung sehr anstrengend, da ich auch einen weiteren Weg zu ihr hatte und sie mir auf Dauer auf den Nerv gegangen ist. Jetzt bin ich sehr zufrieden mit meiner Gynbetreuung und meiner (neuen) "Notfall"- und Nachsorgehenamme. Hätte ich im Nachhinein auch in der 1. SS so machen sollen. Für mich ist es so ideal.
        Egal wie du dich entscheidest, du solltest dich gut aufgehoben und versorgt fühlen.

        LG Gothicmum

      • (7) 07.11.19 - 18:51

        Ich war auch nur die drei Ultraschalle beim Arzt, den Rest der Vorsorge habe ich bei meiner Hebamme machen lassen. Erstmal empfand ich das als schöner, weil sie sich jedes mal eine Stunde Zeit genommen hat, außerdem hatte ich keine Lust, ständig zum Arzt zu rennen. Ich war ja nicht krank, sondern nur schwanger.

        Es gibt aber Gyns, die das nicht so mitmachen. Meine alte Gyn wollte mich alle 3 Wochen sehen und jedes mal schallen (ich bin Privatpatientin) und wurde richtig unverschämt, als ich ihr sagte, dass ich zur Hebamme gehe. Habe dann den Gyn gewechselt.

        (8) 07.11.19 - 19:40

        Also ich mach die Vorsorgen bei meiner Hebamme, mit der ich die HG mache. War nur für die drei US Termine bei der Gyn. Den dritten wollte ich mir eigentlich sparen, aber ist ja für meinen Freund auch schön, wenn er daran teilhaben kann, deswegen war ich dann doch da.

        Vorsorgefrei macht glaub ich niemand..also auf Vorsorge vom FA verzichten : ja.
        Aber die Hebamme macht dann die Vorsorge. Von daher ist das nicht Vorsorge frei. Es wird auch keine Hebamme eine Hausgeburt machen, wenn es überhaupt keine Vorsorge gab. Dann könnten ja Risiken nicht erkannt werden und das Risiko geht keine Hebamme ein...

        • Achso.

          Und meine Hebamme kann alles machen außer US. Also die kann auch den Zuckertest machen, Blutwerte checken etc.pp.
          Ich bin bspw. Rhesus negativ und musste deswegen ein zweites Mal den Antikörpersuchtest bekommen. Hat die Hebamme gemacht. Sie testet ebenfalls nächstes Mal hep b...also ist alles gar kein Thema.

          Ich mag meine Gyn sehr und fühle mich auch wohl, aber mit meiner Hebamme ist es doch was anderes. Ich genieße die Vorsorgen mit ihr, da sie einfach einen anderen Zugang zu SS und Geburt hat als meine Gyn

      Hallo!

      Ich bin nun zum 3. Mal schwanger und habe den ganzen Frauenarzt-Kram mit jeder SS weiter zurückgeschraubt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir dieser rein medizinische, normierte Blick auf das Schwanger-Sein nicht gut tut. Natürlich ist es schön, sein Baby im Ultraschall zu sehen. Aber zu welchem Preis? Dieses Forum ist ja das beste Besispiel dafür, wie schwangere Frauen von Werten, Maßen, subjektiven Arzt-Aussagen uvm verunsichert und damit verängstigt werden. Das wiederum führt zu noch mehr Untersuchungen, noch mehr Eingriffen mit nicht abschätzbaren Folgen.
      Für mich persönlich ist das nichts, aber da ist eben jeder anders.
      Wir machen jetzt auch unsere 3. Hausgeburt, denn denselben Blick habe ich natürlich auch auf die normierten Abläufe im KH.
      Übrigens: bei meinem 2. Kind haben mir alle Vorsorgen und US beim Arzt nichts gebracht: Dass es sehr krank war, hat die Ärztin nicht erkannt. Also: die Sicherheit, die man durch all die Untersuchungen zu erlangen erhofft, ist manchmal nur eine vermeintliche.

      Und: Frag deine Hebamme nach einem Gynäkologen, der das gut mitmacht, nur die Basis-Sachen zu machen. Meine kannte auch jemanden. Denn es ist so, wie manche schreiben. Die Ärzte werden manchmal zickig, wenn sie ihr finanzielles Pozential nicht komplett an einem ausschöpfen können.
      Bleib da bloß standhaft! Auch wenn du kein CTG willst, keinen Zuckertest, etc...lass dich nicht verunsichern. Das klingt leichter, als man denkt, idt es aber in der Situation nicht. Alles Gute dir! Nadine 39ssw

      • Vielen Dank! Mir hilft dein Beitrag sehr. Mir machen die FA Besuche auch eher Unwohlsein als, dass sie Sicherheit bringen. Ich finde die FÄ sind auch manchmal sehr grob und man wird eher abgefertigt. Nach meiner FG kann ich das nicht gebrauchen. Mein Baby ging nach einer sehr groben Untersuchung inkl. schmerhaften MM Abstrich in der 7.SSW von uns. Wahrscheinlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Aber in mir baut sich ein Unbehagen auf, wenn ich an den ersten Termin beim FA denke. Am liebsten hätte ich nur einen Ultraschall über die Bauchdecke zur SS Feststellung und keinerlei Vaginale Untersuchungen. Aber ob das jemand mit macht? 🙄😌

    (12) 07.11.19 - 21:03

    Hallo,

    ich habe beim ersten kind die Vorsorge rein durch den FA gemacht. Beim zweiten Kind ab der 30. SSW auch eine Hebamme für die Vorsorge gehabt, da ich plante in ihrem Geburtshaus zu entbinden. In der 3. SS hat sie mich dann schon ab ca der 18. SSW begleitet und ich ließ nur noch die 3 US beim FA machen. Genauso mache ich es beim 4. Kind jetzt auch.

    Ein Arzt schaut mehr (evtl. auch weil er mehr technische Möglichkeiten hat?) ob nicht irgendwas auffällig ist, er sucht pathologischen Befunden. Eine Hebamme (so mein Eindruck bisher) sieht die SS und so eher aus physiologischer Sicht, sie geht im Grunde davon aus, das alles passt und bekommt sozusagen von CTG & Tasten die "Bestätigung", dass nichts Gravierendes schief läuft.

    LG, Logo

    (13) 07.11.19 - 23:21

    Hallo, ich hab diesmal endlich eine tolle Nachsorge Hebamme auf Empfehlung einer Freundin gefunden, die beiden davor waren unterste Kanone. Jedenfalls habe ich zwei Kleinkinder (1+3) und habe keinen Bock ständig zum Gyn zu rennen, trotz Termin 2h+ zu Warten, mit BEIDEN und dann noch Untersuchung und fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln... Nein, Danke. Meine Gyn ist zwar eigentlich gut, mir geht es um den Stress. Warum so, wenn jemand bequem nach Hause kommt, sich Zeit nimmt und mehr auf mich eingeht? Daher mache ich alles bei der Hebamme, außer US Termine. Den Zuckertest hab ich vorgezogen und mache ihn demnächst mit dem zweiten US zusammen. Am Ende will ich eventuell nochmal hin und Streptokokken testen lassen, da ich am Anfang diesmal Positiv war...
    Beim Zweiten war ich in der 9. SSW das erste Mal beim Gyn, war super, hatte auch keinen Grund eher zu gehen, beim Dritten wurde ich gedrängt eher zu gehen, 7. SSW, die wollte erst zwei Tage nach testen... Naja gut, war diesmal wirklich sinnvoll, aber nur, weil ich dieses Mal auch mit sehr niedrigen Eisen zu kämpfen hatte und ich wirklich seeeeehr schwach war. Hätte ich sonst nicht in den Griff bekommen. Also war das schon ok so. Aber das Herz hatte man nicht schlagen sehen, da wollte die mich in einer Woche nochmal sehen, bin aber erst später hin, damit das erste Screening gemacht wird xD Bin da auch nicht ängstlich...
    Naja und wegen CTG würde ich selber auch nicht extra zum Gyn, aber meine Hebamme hat für den Notfall oder vielleicht Routine ein tragbares CTG.. Da kann ich mich dann austoben nach Lust und Laune... Habe aber auch keine Vorgeschichte mit vorzeitigen Wehen oder so und hab ein sehr gutes Körperhorchen laut Gyn und Hebammen.

    Wenn du eine gute Hebamme hast, spricht nichts dagegen. Bei der Zweiten hatte ich ab der 30. SSW einen Wechsel mit Hebi und Gyn wegen CTG gehabt, muss man aber nicht. Diesmal bin ich eigentlich nur 4-5 Mal dort: Feststellung der SSW, 3 Screenings, eventuell Strep Test am Ende... Keiner sagt was. LG

    (14) 08.11.19 - 09:55

    Also da ich eine Hausgeburt anstrebe bin ich zu den vorsorgen ab 36+0 bei der Hebamme und nur die Ultraschall mach ich beim FÄ, leider will meine Hebamme drei, ansonsten hätte ich sogar noch weniger gemacht. Da ich in einem anderen land bin muss ich die hebamme privat bezahlen, weshalb ich zu einugen vorsorgen bei einem hausarzt (das ist hier so üblich) mache. Wobei ich aber echt sagen muss, dass mich die Arztbesuche immer aus der Bahn werfen. Ich bin sehr achtsam, schenke meinem Kind viel Aufmerksamkeit und habe viel Kontakt zu dem bauchbewohner und somit immer die Intuition, dass alles gut ist. Und jetzt war ich vor 3 Tagen beim 2. Trimester US und dem Baby geht's super, alles dran, Durchblutung plazenta alles Top. Ärztin meint auch alles toll und dann schaut man eben doch nochmal auf die Befunde und sieht halt wie ein Wert aus der Reihe tanzt und "abnormal" ist, dann vertraut man eben nicht nur auf das alles gut sondern googelt, ja es war dumm, und jetzt versucht man krampfhaft die Handbremse zu ziehen und den inneren Frieden herzustellen. Es ging ja nur um Millimeter! Aber eigentlich war ich froh eine lockere Ärztin zu haben, andere hätten mich sonst vielleicht zu ständigen US Kontrollen geschickt. Die aber ja nichts bringen außer dir eine Diagnose an den Kopf zu werfen, die dir dann die Schwangerschaft versauen, weil eine Therapie gibt es nicht. (Baby hat einen sehr kurzen Oberschenkelknochen, nur 5.perzentile) es trennt dich nur von der Freude und zieht dich in die SorgenSpirale. Klar war es sehr emotional das Baby zu sehen, aber ich habe es auch schon in der 17. Woche täglich regelmäßig (1.Schwangerschaft) gespürt.
    Und dann kommt hinzu dass Ärzte an ihren Standards hängen, heißt mich wollte man zu Harmony Test überreden ohne dass ich einen risikofaktor habe und mir die Supplemente einreden, obwohl ich meine Entscheidung dagegen eben schon gefällt habe und dann geben sie einem das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein und man das gefühl hat sich immer rechtfertigen zu müssen. Ich will das jetzt nicht auf jeden Arzt übertragen, aber sie lernen eben nicht die Natur und das kritische hinterfragen, sondern Krankheitsbilder und Zahlen. Was meiner Meinung nach in einer gesunden Schwangerschaft fast nichts zu suchen haben sollte.
    Ich versuche auch die vorsorgeintervalle so lang wie möglich zu strecken um meinen frieden zu wahren. Verstehe eh0cht nicht wie man bei jeder Vorsorge babyTV haben Will.

    (15) 08.11.19 - 10:05

    Ganz auf den Frauenarzt zu verzichten wäre nichts für mich.

    Ich mache die Vorsorge hauptsächlich bei meiner Hebamme, wie in der ersten Schwangerschaft auch schon. Aber für die drei Ultraschall-Untersuchungen war ich beim Frauenarzt. Auf den dritten hätte ich diesmal gerne verzichtet, aber da war meine Hebamme im Urlaub, daher war ich dann doch beim Frauenarzt...

    Ich persönlich mag es nicht, dass Ärzte eine Schwangerschaft oft als gefährlichen Zustand sehen, wo vieles schief gehen kann und alles, was vom Lehrbuch/Durchschnitt abweicht, gleich pathologisch ist.
    Es werden in meinen Augen auch viele Untersuchungen als Routine dargestellt, die es laut Mutterschaftsrichtlinien gar nicht sind (besonders auffällig beim CTG).

    Trotzdem würde ich immer mindestens einmal zum Frauenarzt gehen: Für den Ultraschall um die 20. Woche. Das ist für mich persönlich der wichtigste Ultraschall.

    Meine Hebamme macht und kann alles außer Ultraschall, genauso wie die Hebamme, die ich in der ersten Schwangerschaft hatte.
    Ich finde die Hebammen-Vorsorge, so wie ich sie bisher kennen gelernt habe, viel entspannter und “gesünder“ als die ärztliche Vorsorge.

    Aber wie immer: Das ist natürlich alles sehr individuell :)

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