Streptokokken B positiv, was würdet ihr tun?

    • (1) 08.11.19 - 00:02

      Hallo, da bei der ersten Vorsorge meiner nun dritten Schwangerschaft rauskam, dass ich diesmal B Streptokokken habe, überlege ich jetzt schon... Meine Gyn ist da mein Gegenteil, ich will alles sofort wissen, damit ich darüber Bescheid weiß, nachdenken kann und selber Infos einholen kann. Sie sagte mir aber nur, dass der Streptokokken Test, den man am Ende der Schwangerschaft machen lassen kann, negativ ausfallen kann, obwohl ich noch Streptokokken habe. Der Test sei nicht so sensitiv wie der allgemeine Abstrich, der bei mir am Anfang gemacht wurde. Damit speiste sie mich ab mit der Nachricht, dass wir das später alles noch klären...

      So nun mein Anliegen... Den bezahlten Test am Ende werde ich mir aufgrund dieser Aussage sparen, habe gerade sogar einen Bericht gelesen hier im Forum mit Geburtsberichten, wo die TE den Test machte, negativ war, aber welche hatte und das Kind mit Lungenentzündung auf intensiv lag...
      Kann man den Abstrich vom Anfang der Schwangerschaft denn nicht nochmal machen?
      Ansonsten bin ich wohl der Meinung meiner Gyn, egal was passiert, Antibiotika Gabe unter der Geburt, weil es sehr gefährlich ist. Nun hat sie aber auch da nicht mehr antworten wollen: Sollte meine Blase wie bei der ersten Geburt erst unter den Presswehen platzen, brauche ich das dann? Bei vorzeitigem Sprung ist es ja klar. Ich frage, weil ich sehr schlecht auf Medikamente reagiere, oft mit Allergie, insbesondere bei Antibiotika, auch dem was als Möglichkeit genannt wurde... Würde es natürlich machen, sollte die Blase vorzeit platzen und es keine Alternativen geben. Außerdem würde ich gerne in den Hebammengeleiteten Kreissaal, nur brauche ich in dem Fall ja einen Zugang und dann ist das nicht drin. Ich kann ja auch nicht einschätzen wie schnell so ein Zugang gelegt ist und das Kind kommt, wenn ich das dann abbreche. Also lieber direkt am Anfang Zugang legen lassen? Fragen über Fragen... Was würdet ihr tun, was habt ihr für Erfahrungen? lg

      • Ich würde einen Termin in der Geburtsklinik machen und das mit denen besprechen.

        Denn alles was du dir jetzt vorher überlegst, kann dann am Ende über den Haufen geworfen werden, wenn die Klinik ein anderes Prozedere hat.

        Ruf mal da an und mach einen Termin :)

        • japp, das hätte ich auch so empfohlenen!

          am besten alle fragen notieren, in der Aufregung vergisst man ja gerne was!

          ich bin übrigens genauso-ich habe auch lieber zu viele Infos als zu wenig. Wissen beruhigt mich ungemein :-)

          Hallo,
          Ich bin da auch irgendwie hin und her gerissen... Ich weiß, dass mein eigentliches Wunsch KH es so handhabt, dass man die Antibiotika Gabe vermeidet wie es geht... Ich selber bin aber aktuell der Meinung, es tatsächlich zu nehmen, weil mir das Risiko zu groß ist...
          Hinzukommt, dass ich zwar beide Geburten eine tolle Hebamme dort hatte und nur gute Erfahrungen habe, aber meine letzten beiden Hebis in der Nachsorge eher nicht gut waren, wobei die erste zufällig meine Geburt leitete, da sie Dienst hatte. Das war auch eigentlich gut. Nur irgendwie ist durch die schlechte Erfahrung der Nachsorge mein Gefühl bei diesem KH gesunken... Mein Mann denkt auch ständig, dass wir den Weg nicht schaffen, was aber quatsch ist (Kind 1 8h ab Wehensturm, Kind 2 eingeleitet und 6h ab Blasensprung... Hab beim Zweiten sogar die Zeit im Gefühl gehabt xD). Und umschwenken, wenn man den Weg als zu viel bewertet, kann man ja auch noch. Wäre 30min Weg, eigentlich nicht viel. Ein KH ist definitiv raus und das Dritte kenne ich bisher noch nicht, auch nicht wie lange wir fahren. Aber meine Nachsorge Hebi von diesmal (endlich eine Gute) hat da gearbeitet, könnte sie ausfragen, da gibt man das Antibiotikum vorsorglich, das weiß ich.
          Ob ich nun dort hingehen? Oh Mann... lg

      Guten Morgen!
      Ich rate dir: sprich mal mit deiner Hebamme über deine Ängste und sorgen. Das habe ich auch gemacht bzgl. des B Streptokokken Tests. Es kann sein das dein Test jetzt schon negativ ist. Die Wahrscheinlichkeit das dein Kind sich ansteckt ist sooo gering und das es dann noch Auswirkungen auf deinen Zwerg hat ist noch viel geringer. Ärzte versuchen oft dir einzureden das du es mit Antibiotika (ich reagiere auch nicht gut auf Medikamente) versuchen sollst. Allerdings ist es einfach nicht der beste Start für ein Baby direkt mit Antibiotika zu starten, da der Nachwuchs doch gerade in den ersten Tagen viele Antikörper entwickelt.
      Selbst wenn du mit Antibiotika behandelt wirst, heißt es nicht das es auch hilft falls der ganz seltene Fall eintritt und dein Baby sich infiziert. Du wirst merken wenn dein Baby Fieber hat oder andere Erkrankungen und kannst im gegebenen Fall immernoch Kinderarzt oder Klinik aufsuchen und direkt deine Bedenken äußern.
      Mich hat die Meinung meiner Hebamme sehr überzeugt und beruhigt.
      Ich hoffe ich konnte dir die Angst auch ein wenig nehmen.
      Liebe Grüße,
      Lena (39+0)

      • Hallo, ich hatte eigentlich schon mir ihr gesprochen. Und eigentlich bin ich auch nicht gerade dafür das Baby direkt mit einem Antibiotikum zu belasten. Allerdings habe ich das Gefühl bei einem vorzeitigem Blasensprung dieses zu nehmen. Klar kann man zum Arzt, aber in Anbetracht des Ausmaßes einer Sepsis und dass die Kleinen direkt nach der Geburt auf der Intensiv landen können, ist mir einfach zu heftig. Da bin ich tatsächlich wirklich einmal der Meinung das Antibiotikum in Kauf zu nehmen... Ich bin ein Mensch, der sehr auf seine innere Stimme hört... lg

      • Ich finde nicht das es darum geht TE die Angst zu nehmen sondern darum was vernünftig und verantwortlich ist..

        Ärzte versuchen nicht Schwangere Patienten zu Antibiotika zu überreden, wie Du es schreibst, sondern die versuchen eine lebensgefährlich Risiko zu minimieren. Die sehen öfters Neugeborenen mit Sepsis und Lungenentzündung auf der Intensiv Station und möchten natürlich alles tun um das Risiko für solche Infektionen zu minimieren..

        Das Risiko für einer Ansteckung ist gering dass stimmt aber das Risiko ist vorhanden auch wenn es nur um wenig % geht.. Es bringt einen nicht dass nur wenige Prozent von den Kindern sich während der Geburt anstecken, wenn eine von den Kindern deins sein sollte... Ich frage mich ob eine Hebamme die eine Schwangere das Antibiotikum abgeraten hat, damit klar kommen würde wenn das Kind lebensbedrohlich erkrankt oder sogar stirbt nach der Geburt von einer Infektion verursacht durch B Streptokokken..

        Klar ist es nicht mega toll dass man Antibiotikum bekommt das gewollt über die Plazenta auf das Kind übertragen wird aber glaub mir das Kind hat ein noch schlechteren Start im Leben mit eine lebensbedrohlichen Lungenentzündung oder einen Sepsis der oft tödlich endet.. 2 Kolleginnen von mir haben auch Antibiotika bekommen während der Geburt und die Kinder waren beide gesund munter nach der Geburt.. Einen schlechten Start haben die dadurch nicht gehabt.. Es geht ja nicht um irgendeine mehr oder weniger harmlose Infektion, wo man einfach mit das Kind zum Kinderarzt geht oder das Kind ein Paar Tage länger im KH bleiben muss, wenn es sich tatsächlich angesteckt hat. Es geht um eine oft tödlich endende sehr ernsthafte Infektion..

        Du willst merken wenn dein Kind Fieber hat schreibst Du. Ja, klar aber hat das Kind erstmal Fieber weil es einen Sepsis oder Lungenentzündung hat im Folge einer Streptokokken Infektion, heißt es Lebensgefahr und intensiv Station für eine längere Zeit. Es ist sogar fraglich ob das Kind so eine Infektion überlebt.

        Mir wäre es als kommende Mutter vollkommen egal ob nur wenige % von den Kindern sich anstecken während der Geburt, wenn Ich als Mutter dazu beitragen kann das Risiko noch geringer zu halten tue Ich alles dafür..

    (8) 08.11.19 - 08:07

    Wenn Du einmal B Streptokokken positiv getestet wurdest, ist es vollkommen egal ob der Test später positiv oder negativ ausfällt, weil B Streptokokken kommen und gehen. Es könnte also sein dass Du in der 38.SSW negativ bist aber 2 Tage später wieder positiv bist.. Deswegen raten alle KH und FÄ zu intravenösen Antibiotika während der Geburt um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, wenn schon einmal positiv getestet wurde.. Wenn einmal positiv wirst Du als positiv im KH aufgenommen egal ob der Test einmal später negativ war. Ich gehe davon aus dass dein FA den positiven Test vermerkt hat in deinen Mutterpass..

    Es ist zwar korrekt dass das Risiko einer Ansteckung nicht hoch ist, aber das Risiko ist halt viel höher als wenn Du Antibiotika bekommt während der Geburt. Steckt sich das Kind an, kann es trotz sorgfältiger Überwachung in einen tödlichen Lungenentzündung oder einen Sepsis enden..

    In meiner zweiten Schwangerschaft wurde Ich auch B Streptokokken positiv getestet, sogar mit massiven Befall. Ich bekam mehrmals währende der Schwangerschaft Antibiotikum aber die Biester waren nicht auszurotte:-( Als die Geburt sich näherte war das Befall mäßig. Ich habe mich tatsächlich für einen geplanten KS entschieden, weil mein Geburtsbefund unreif war bei 41+0 und das ganze zusammen mit einer drohenden Einleitung mir zu heikel war.. Das war nur meine persönliche Entscheidung, der wahrscheinlich auch so drastisch ausgefallen ist weil meine erste Schwangerschaft traurig endete in der 24.SWW..

    In deiner Stelle wurde Ich auf jeden Fall Antibiotika intravenös annehmen, weil es wie gesagt das Risiko minimiert. Niemals würde Ich mich verzeihen können das Antibiotikum abgelehnt zu haben, wenn mein Kind lebensgefährlich nach der Geburt an den Streptokokken erkranken würde oder sogar noch schlimmeres passieren würde.

    Es ist korrekt dass des schneller der Geburt verläuft, des geringer ist das Risiko für eine Ansteckung aber das Risiko ist halt immer. Ich vorhanden auch wenn die Fruchtblase erst unter den Wehen platzt. Das Kind steckt kann sich ja auch in der Austreibungsphase anstecken..

    Was meinst Du damit dass Du in gerne in den hebammengeleiteten Kreissaal möchtest? #kratz

    (9) 08.11.19 - 08:47

    Ich gehöre auch zu der Fraktion, die das Risiko einer Gefährdung als sehr gering ansieht, wenn wenig Risikofaktoren vorhanden sind. Einen positiven Test sehe ich noch nicht als Problem, da nicht alle Streptokokken B eine Gefahr fürs Kind sind. Auch der Nutzen der prophylaktischen Antibiotikum-Gabe ist nicht sicher (https://www.iqwig.de/de/presse/pressemitteilungen/2019/b-streptokokken-test-fuer-schwangere-vorteil-von-universellem-screening-weiter-unklar.11047.html). Wenn du im KH nachfragst, müssen die dich aber natürlich aufklären. Dazu gehört auch der sehr, sehr unwahrscheinliche Todesfall.

    Solange bei mir wenig Risikofaktoren vorliegen, werde ich deshalb nicht mal den Test machen. Ich bin keine Antibiotikum-Gegnerin, vermisse aber oft den bewussten Umgang damit. Hinzu kommt - die meisten Bakterien, die ein Kind unter der Geburt mitbekommt, sind so nützlich für seine spätere Gesundheit. Die will ich nicht gleich abtöten lassen.

    • (10) 08.11.19 - 13:40

      4% von den Betroffenen Kindern sterben.. Ein Teil von den Kindern die eine Infektion überleben, bekommen bleibende Schäden, wie neurologische Erkrankungen zum Beispiel.

      Ungefähr 5 aus 1000 Kinder stecken sich während der Geburt an. 4% davon sterben.. bekommt man Antibiotikum während der Geburt, sinkt das Risiko enorm..

      Wenn man selbst betroffen ist und das eigene Kind unter die 5% ist, sieht das ganze plötzlich anders aus..

(11) 08.11.19 - 11:30

Bei uns wird gleich bei der Aufnahme ein Zugang gelegt und das Antibiotika gegeben.

Der test wird jedoch nicht gemacht. Mein FA macht diesen nicht.
Der test kann z.b 36ssw negativ sein, aber bis zur Geburt kann man sich dann doch noch anstecken. Genauso umgekehrt.

Dafür wird Sicherheitshalber das Antibiotika gegeben.

(12) 08.11.19 - 13:19

Hi 🙋🏻‍♀️
auch ich bin positiv. Würde das ganze nicht so einfach abtun. Ist meine zweite Schwangerschaft, die erste lag ich 10 Wochen von der 20-30 SSW wegen vorzeitigen Wehen und Zerfixinsuffizienz. In der 30ten gaben mir die Ärzte das erste mal Antibiotikum, war ein verzweifelter Versuch - und Zack alles war gut, bis zum Schluss. Nun das gleiche Spiel wieder, Antibiotikum und vorbei ist es mit den Wehen und GMH ist wieder iO. Am Antibiotika wird das Baby nicht sterben. Die Auswirkungen die es haben wird wenn es sich ansteckt sind nicht abzugreifen, Fakt ist aber die Möglichkeit besteht und dass es diese Infektion nicht übersteht auch. Statistik hin oder her - wenn man selbst betroffen ist, wird man sich’s nicht verzeihen. Alles Liebe für Dich und den Bauchzwerg! Grüße Nela

  • (13) 08.11.19 - 13:25

    Hallo, der Meinung bin ich auch. Ich will es ja auch nehmen, mir geht es nur darum, wie das gehandhabt wird oder ich es handhaben will, wenn wrst in der Pressphase die Blase platzt. Ich habe gehört, dass es erst ab Blasensprung relevant ist und wenn es länger so ist und die Temperatur der Mutter steigt... Nehme ich es dann prophylaktisch, wenn ich ins KH fahre und die Geburt beginnt und die Blase intakt ist, oder bei dem Fall gar nicht... Das meine ich. lg

    • (14) 08.11.19 - 13:30

      Du selber nimmst gar nichts prophylaktisch. Du kriegst erst Antibiotikum intravenös verabreicht wenn Du im KH ankommst..

      (15) 08.11.19 - 14:07

      Ahhh falsch verstanden 🙈
      Das wird im Mutterpass vermerkt und während der Geburt wird’s intravenös verabreicht.
      Wie das mit dem Infektionsrisiko ist wenn die Blase bis zu letzt zubleibt weiß ich nicht. Denke aber, dass es schlussendlich egal ist. Wenn Du natürlich entbindest und die Bakterien in Dir trägst kann das Kind damit in Berührung kommen.

(16) 08.11.19 - 13:27

Sehe Ich ganz genau so#pro

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