Hypochonder und Schwanger

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Juhu..
Gibt es Leidensgenossinen?

Ich bin aufgrund einer Intercostalneuralgie seit Anfang des Jahres, welche begünstigt wurde, durch das ständige schleppen meines Sohnes auf der linken Seite, ein absoluter Hypochonder. Kommt der Schnerz leide ich unter Panikattacken und Angstphasen. Dann bilde ich mir alle mögliche Krankheiten ein und renne zum Arzt. Sämtliche Untersuchungen sind ohne Befund und ich bin gesund.

Nun kommt dazu, dass ich in der 11.Woche schwanger bin. Die Schmerzen lassen dank der Schwangerschafts Hormone nach, allerdings habe ich jetzt ständig Sorge um meinen Bauchzwerg.
Dehnungsschmerz macht mir Panik, da ich Schmerzen nicht mehr richtig einordnen kann. Darmgrummeln, macht mir ebenso Panik.
Am vergangenen Sonntag hatte ich eine leichte Schmierblutung am Toilettenpalier und bin direkt ins Krankenhaus, dem Bauchzwerg geht es super. Montags nochmal zum Arzt und es ist immernoch alles okay. Aber ich mache mir nur Sorgen und achte noch verstärkter auf alles.

Ich habe keinen Spaß an dieser Schwabgerschaft, obwohl ich mich so gefreut habe.

Mein Sohn kam per Notkaiserschnitt zur Welt vor 4 Jahren. Jetzt schon kreisen meine Gedanken zur nächsten Geburt. Wird es ein Kaiserschnitt, kann ich normal entbinden, reißt meine Narbe ein und und und....

Ich bin ich therapeutischer Behandlung, aber habe nicht das Gefühl, dass es mir zur Zeit hilft.

Kann sich mir hier irgendjemand anschließen der ebenfalls hypochondrisch ist? 🙈

Anbei ein Bild von Montag bei 9+3

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Mein, aber das klingt ja ganz furchtbar😞 Was für eine Therapie machst Du? In so einem Fall wäre denke ich eine Verhaltenstherapie notwendig.
Fühl dich mal ganz fest gedrückt. Ich hoffe, jemand hier kann dir gute Tipps geben.

Lg

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Und natürlich herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft. 🥰

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Dankeschön :)

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Huhu,

ich bin zwar gerade nicht schwanger, kann aber total mit dir mitfühlen.
Ich bin schon lange eine totale Hypochonderin und bin richtig gut darin, mich in Dinge reinzusteigern.
Meine Tochter ist heute 4 Monate alt und ich mache mir auch ständig Gedanken, dass mit ihr etwas nicht stimmen könnte. Je mehr Zeit ich alleine zu Hause verbringe, desto schlimmer wird es. Mir hilft es, wenn ich was unternehme, dann treten solche Gedanken erst gar nicht auf.

Als Beispiel: gestern lag sie auf dem Wickeltisch und ich meinte gesehen zu haben, dass um den Mund und die Nase herum ihre Haut blau ist. Natürlich dachte ich direkt an eine unzureichende Sauerstoffzufuhr. Laut meines Mannes war es jedoch nur ein Schatten, den ich da gesehen habe.
Googlen macht das ganze nur noch schlimmer.

Also, ich würde dir raten dir ganz strikt zu verbieten zu googlen. Und falls möglich, versuche viel raus zu gehen und was zu unternehmen, um dich abzulenken. Natürlich musst du dir auch immer wieder bewusst sagen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit alles in Ordnung ist und du dich umsonst verrückt machst. Das weißt du ja zum Glück.

Liebe Grüße und hoffentlich eine stressfreie Schwangerschaft 🍀🌷

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Das habe ich bei meinem Sohn komischerweise noch nicht. Zwischendrin mal ja.. aber auf mich selbst fokussiert ist es eindeutig schlimmer....
Danke für deine Antwort:) und alles Gute auch dir.

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Huhu!

Ich bin zwar nicht schwanger, kann Dir aber sehr nachfühlen.

Ende 2015 hatte ich eine Fehlgeburt (was m.E. der Auslöser für meine jetzige Hypochondrie ist). Ende 2016 kam unser erster Sohn zur Welt. Im April diesen Jahres unser zweiter Sohn. Beide Schwangerschaften waren geprägt von Angst. Wobei die letzte Schwangerschaft nochmal härter war. Ich war fast wöchentlich beim Arzt. Nach der Geburt war erst Alles gut und traf es mich mit voller Wucht. Ständig habe ich gedacht meinem Baby passiert was. Seit 3 Monaten hat sich diese Angst auf mich selbst projiziert und ich denke ständig, ich habe was Schlimmes. Ich war bei vielen Ärzten, die mir Alle bestätigten, dass ich gesund bin. Das ungute Gefühl bleibt trotzdem (kennst du bestimmt).
Ab Januar werde ich eine Therapie anfangen und hoffe sehr, dass es aufhört.

Was ich sagen will: Du bist nicht alleine! Mach die Therapie weiter und tu Dir und Deiner Seele was Gutes. Yoga z.b.

Liebe Grüße ❤

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Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft für deine kommende Zeit ❤

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Ich gehöre leider auch den Hypochondern und was du schreibst kenne ich zu gut. Ich hab schon eine Therapie hinter mir, aber irgendwie hilft es mir nicht wirklich. Entweder habe ich oder eines meiner Kinder eine schwere Erkrankung. Es ist so anstrengend.
Eine Vorschreiberin meinte am besten ist Ablenkung und so geht es mir auch. Je mehr Stress ich habe oder unter Leuten bin, umso weniger Zeit habe ich mir Gedanken zu machen. Jetzt kommt aber bald wieder der Mutterschutz und dann Elternzeit und leider hat sich das in der Vergangenheit in der Zeit immer verschlimmert.
Ich hab leider auch kein Patentrezept, aber ich wollte nur sagen: mir geht es genauso...
Lg

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Danke :-)

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Danke für eure Antworten.

Ich mache eine Verhaltentherapie in Einzel und Gruppen Therapie.
Es ist auf jedenfall beruhigend, dass ich nicht alleine bin.
Ich versuche es mit sehr sehr viel Ablenkung, aber es ist leider immer im Hinterkopf.

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Ich weiß was du meinst. Ich hab erst vor kurzem zu meinem Mann gesagt, dass ich gerne mal einen ganzen Tag hätte ohne solche Gedanken, aber sobald ich zur Ruhe komme geht das Gedankenkarussell von vorne los....