Risiken eingehen - Muttermundverschluss bei folgeschwangerschaft?

Hallo Zusammen,

ich habe letztes Jahr im Oktober meine Zwillinge in der 23 ssw zur Welt gebracht (beide haben es nicht geschafft)... Ich hatte vorzeitige wehen und einen Fruchtblasenprolaps bzw einen offenen Muttermund...

Nun bin ich wieder in der 17ssw schwanger mit EINEM Kind. Bisher läuft die Schwangerschaft komplett Komplikationslos... Das war bei den Zwillingen anders - da hatte ich Blutungen von der 13-17ssw aufgrund einer zu tief sitzender plazenta und einem hämatom.

Nun meine Frage - Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und auch trotzdem bewusst gegen einen totalen Muttermundverschluss oder ähnliches entschieden? Wenn ja, wieso?

Meine Frauenärztin rät mir tatsächlich davon ab da der Eingriff natürlich weitere Risiken birgt und das nun eine komplett andere Schwangerschaft ist... Ich hab so angst (egal welchen weg ich gehe - ob mit oder ohne verschluss)

Vielen lieben Dank

1

Hallo.
Ich kann dir keinen hilfreichen Tipp geben, aber ich würde denke ich (fast) immer auf meine Frauenärztin hören.
Außerdem möchte ich dir alles Gute wünschen! 🙏🏻🍀❤ Schrecklich was du erleben musstest. 😔

2

Hallo.
Ich hab 2017 ab 25+2 wegen der selben Sache im Krankenhaus gelegen, meine Tochter hat sich glücklicherweise noch bis 30+5 aufhalten lassen. Heute bin ich in der 11. ssw und alle 4 Wochen wird nach dem Muttermund und Gebärmutterhals geschaut, sobald er anfängt sich zu verkürzen werde ich einen Muttermundverschluss bekommen, weil ich das so will, meine Ärztin steht auch dahinter.

Ich möchte diesmal einfach alles was mir möglich ist tun damit wenigstens diese Kind einen schönen Start ins Leben hat, ich möchte nach 2 Tagen mit meinem Baby nach Hause gehen und nicht es wochenlang im Krankenhaus besuchen müssen, klar ist der Verschluss keine Garantie aber die hat man wohl nie.

Egal wie du entscheidest ich wünsch dir alles Liebe und vieeel Glück das alles gut geht - du hast es verdient und deine 2 Engel passen von oben auf euch auf. :)

3

Hi Du,
erstmal mein herzliches Beileid zu deinen Zwillingen. Das wünsche ich echt niemandem.
Ich war schon am Boden nach MA in der 14.Woche...
Mir ist das nicht passiert aber meiner Freundin. Sie hat Anfang 24.woche einen Blasenprolaps gehabt und die Geburt war nicht mehr aufzuhalten :( beide haben es auch nicht geschafft.

Sie hat meine ich zw.der 14.und 16.Woche bei den Folgeschwangerschaften eine cerclage bekommen und dann per KS zwei Wochen vor Termin entbunden. Sie hat nun zwei wundervolle Mädels. Sie musste bei beiden jedoch viel liegen und hatte auch viel vorzeitige Wehen, sobald sie sich etwas bewegt hat.
Soweit ich mich erinnere wurde ihr die cerclage von mehreren Ärzten in der Uniklinik empfohlen und da sie so etwas nie wieder erleben wollte hat sie nicht lang gezögert.

Alles alles Gute euch!

4

Hallo

In meiner 1. Schwangerschaft Zwillinge hatte ich ab 14.SSW Blutungen Placenta Praevia, ab ca.17 SSW einen Blasensprung, Infektion die später auf die Mädels überging, vorzeitige Wehen....alles was keiner braucht, war oft Stationär hatte Schmerzen hab bis Ende 5.Monat mehrmals täglich brechen müssen....kurz um es lief nicht gut die Mädels waren unterschiedlich entwickelt.

27+1wurden Sie per Kaiserschnitt geholt weil es nicht mehr zu stoppen war.
1wurde mehrmals reanimiert, geschafft mit hartem Kampf haben es dann doch beide. Das war 2016 dann hatte ich 2 frühe Fehlgeburten.

Jetzt bin ich wieder schwanger SSW 24 wieder Zwillinge und alles läuft anders und viel besser!

Bin zwar viel müde und hab etwas Rücken aber sonst nix!
Alles läuft nach Plan.

Ängste habe ich auch werde engmaschig kontrolliert aber jede Schwangerschaft ist anders.
Du entscheidest jedoch auch mit so einer Vorgeschichte kann alles einfach gut gehen!

Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen!

Ganz liebe Grüße

5

Ganz vielen lieben Dank!!! Das macht mir tatsächlich Mut!

6

Hallo Nessa,

erstmal mein Beileid zu deinem Verlust deiner Zwillinge. ich selbst bin aktuell zum 2. Mal schwanger und habe letzten Donnerstag eine prophylaktische cerclage inklusive totalem Muttermundverschluss bekommen, da ich bei meiner ersten Tochter in der 17. ssw plötzlich Blutungen bekam und der Gebärmutterhals verkürzt war. Gott sei Dank ging alles gut und die Maus kam damals bei 40+0 spontan auf die Welt. In dieser ss hat mein Frauenarzt mir zur cerclage geraten, da ich vermutlich eine angeborene zervixinsuffizienz habe. Da das Risiko bei einem frühen totalen muttermundverschluss und cerclage geringer war als die Gefahr einer unbemerkten Verkürzung habe ich mich für eine Op entschieden. Es geht mir soweit gut und bin aktuell noch krankgeschrieben, insgesamt geht es mir aber gut und die Werte sind gut.

Was war denn damals bei dir die Ursache für die Frühgeburt?

7

Hallo, mein Beileid zum Tod deiner Zwillinge und herzlichen Glückwunsch zur SS mit deinem Regenbogenbaby.

Wir haben 2017 unsere Drillinge verloren (1. Kind stille Geburt 17. SSW wg. Blasensprung, 2. Kind Geburt 27. SSW verstarb nach 5 Tagen, 3. Kind Geburt 27. SSW verstarb nach 5 Monaten. Die Geburt der Kinder 2+3 wurde auch durch einen vorzeitigen Blasensprung ausgelöst)

In der SS mit unserem Regenbogenbaby habe ich keine Cerclage bekommen, aber ein BV und wöchentliche US (Kontrolle Gmh) und Abstriche beim FA. Alles verlief recht komplikationslos, unsere Tochter war immer nur etwas groß, aber der Gmh immer schön über 3 cm. Bis ich dann bei 34+2 Seitenstechen bekam und alle auf Übungswehen getippt haben. CTG unauffällig, aber die Untersuchung beim FA zeigte Mumu 2 cm und Fruchtblasenprolaps. Sofort KH. Trotz Wehenhemmer bekam ich in der Nacht Blutungen und um kein Risiko einzugehen wurde unsere Maus bei 34+3 per NotKS mit 3110 g auf 51 cm geholt und konnte nach 10 Tagen Intensiv mit uns nach Hause. Ob eine Cerclage die Frühgeburt verhindert hätte weiß ich nicht.