Wichtige Frage ­čÖĆ

Hallo ihr lieben,

hier geht es jetzt mal nicht um mich, sondern um one Freundin. Meine Freundin ist 19 J alt, und hat erfahren das sie schwanger ist. Sie wer im August in eine Ausbildung gegangen, musste diese aber abbrechen, weil es in der Pflege ist.
Ich wei├č nicht, wie ich ihr weiter helfen soll.
Sie ├╝berlegt jetzt, bis zur Geburt einen Aushilfsjob zu machen, bekommt aber von au├čen nur Kontra.

Sie solle eine Ausbildung anfangen & blo├č nicht sagen das sie schwanger ist bis man es sieht. Die Schwangerschaft ist bereits mit Embryo und Herz samt Mutterpass best├Ątigt.

K├ľNNTE sie eine Ausbildung anfangen, ohne was sagen zu m├╝ssen. Oder einen Aushilfsjob?
Hat das Konsequenzen, wenn raus kommt das sie es bereits wei├č ?
Wie stehen die Chancen, wo zu arbeiten wenn eine Schwangerschaft bekannt ist?

Sie w├╝rde gerne bis zur Geburt arbeiten, wei├č aber nicht wie sie es handhaben soll.


Sorry f├╝r den langen Text. Sie m├╝sste jetzt 7+0 sein.
Liebe Gr├╝├če und danke f├╝rs lesen. :)

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Also hat sie die Ausbildung jetzt gar nicht erst angefangen?

theoretisch muss sie ja bei einem Vorstellungsgespr├Ąch nicht sagen, dass sie ein Kind erwartet. Das liegt im eigenen Ermessen.
wenns nat├╝rlich mit Probezeit ist, wovon ich ausgehe wird ihr Arbeitgeber sie dann wohl zum Ende der Probezeit k├╝ndigen.
und in der Pflege hat man immer schwer zu tun... Eigene Erfahrung also wird sie da auch ein Risiko eingehen.

Letztendlich muss sie das selber entscheiden, aber eine Ausbildung w├╝rde sie durch die Praxisprufung und den Leherbesuchen im Unternehmen nicht machen k├Ânnen.

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Richtig, die Ausbildung hat sie nicht angefangen. Bei uns, wird man bei Schwangerschaft ob schon angestellt oder nicht in der Pflege ÔÇ×zuhauseÔÇť gelassen.
Sie kennt ihre M├Âglichkeiten nicht und ich bin auch ratlos was sie jetzt machen kann damit alles funktioniert.

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Sie hat ├╝brigens nicht gearbeitet. Sie hat ein FSJ zuletzt absolviert.

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Hallo,

Sie muss niemandem von ihrer Schwangerschaft erz├Ąhlen. Genau genommen ist es sogar dem m├Âglichen Arbeitgeber verboten, danach zu fragen! Die M├Âglichkeit besteht also rechtlich. Bei einem Aushilfsjob ist es wahrscheinlich einfacher - eventuell sucht man da ja auch nur f├╝r eine bestimmte Zeit. Ausbildung kann sie nat├╝rlich auch anfangen. Im Hinblick auf die Zukunft ist das vielleicht ja sogar ganz sinnvoll.

Ihr alles Gute!

Lg

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PS: Ganz wichtig dabei ist aber, dass sie nicht wo arbeitet, wo in der Schwangerschaft eine Gef├Ąhrdung vorliegen k├Ânnte! Also falls sie es verschweigt. Bei einer fr├╝heren Antwort habe ich gelesen, dass sie eventuell nach der Probezeit gek├╝ndigt wird. Ich bin mir nicht sicher ob das legal w├Ąre. Meines Wissens nach besteht in der Schwangerschaft ein gewisser K├╝ndigungsschutz...

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Nein rein rechtlich darf sie auch in/ nach der Probezeit nicht gek├╝ndigt werden. Dies gilt auch im Mutterschutz und der Elternzeit.

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Rein rechtlich hat sie das Recht noch bis zum Tag der Geburt zu behaupten sie sei nicht schwanger. Was das angeht ist sie rechtl7ch also komplett abgesichert. Ist halt die Frage wie viel Sinn es jetzt macht eine Ausbildung zu beginnen, wenn sie den praktischen Teil nichtmal durchf├╝hren darf. Aufgrund von Corona wird sie direkt ins BV f├╝r den praktischen Teil geschickt werden w├╝rde. Sprich sie darf nur am Unterricht in der Berufsschule teilnehmen. Das w├Ąre nat├╝rlich ein erheblicher Nachteil gegen├╝ber den anderen Mitsch├╝lern, die ja praktische Arbeit durchf├╝hren d├╝rfen. Dann m├╝sste sie die Ausbildung auf jeden Fall unterbrechen, zumindest so lange wie sie halt mit dem Kind daheim leben will und es finanziell auch kann. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass nicht wirklich viel ├╝brig bleibt. Ich bin im letzten Jahr meiner Ausbildung schwanger geworden und habe mit dickem Bauch die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Man bekommt vielleicht 50 Euro mehr als ein Hartz IV Empf├Ąnger und das reicht nat├╝rlich vorne und hinten nicht. Das w├Ąre aber mit nem Aushilfsjob nicht besser, da man da ja noch weniger verdient, als in einer Ausbildung. Sie sollte halt wissen was auf sie zukommt. Einen Job sicher zu haben, kann nie schaden.

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Ich wei├č nicht, wie es bei einer Ausbildung ist, das ist ja ein befristetes Besch├Ąftigungsverh├Ąltnis.
Prinzipiell ist es gut, eine Arbeit zu haben (am besten unbefristet), den dann genie├čt man als Schwangere auch in der Probezeit schon K├╝ndigungsschutz und hat Anspruch darauf, nach der Elternzeit wieder eingestellt zu werden.
Allgemein gilt, man teilt (au├čer bei Risikoberufen und vielleicht freundschaftlichen Verh├Ąltnis mit dem Chef) eine Schwangerschaft nie zu fr├╝h mit, klassischerweise wird bis zur 12. Woche gewartet, das ist aber keine Pflicht, man kann auch warten, bis man es dem Bauch ansieht oder darauf warten, dass einen der Chef anspricht.
Es w├╝rde nicht schaden, den Ausbildungsvertrag schon mal zu unterschreiben. Dann soll sie sich bei ihrer Kammer informieren, ob sie nach einer Schwangerschaft Anspruch darauf hat, die Ausbildung im Nachhinein abzuschlie├čen. Wenn nicht, kann sie sich ruhig einen Nebenjob suchen, sie hat dann sofortigen K├╝ndigungsschutz, auch wenn der Arbeitgeber nicht von der Schwangerschaft wei├č, sollte sie gek├╝ndigt werden, muss sie sofort den AG mitteilen, dass sie schwanger ist (am besten schriftlich) und daher die K├╝ndigung unwirksam ist.

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Es wurde schon viel gesagt.

Ich denke, sie sollte sich dar├╝ber im Klaren sein, dass sie sich nicht unbedingt Freunde macht, wenn sie nicht mit offenen Karten spielt. Der Chef, die Kollegen k├Ânnten ihr das Krumm nehmen. Ob sie die Stelle dann ├╝berhaupt behalten will.... K├╝ndigungsschutz hin oder her....

Das muss man sich vorher gut ├╝berlegen.

ICH w├╝rde versuchen einen Job mit Ehrlichkeit zu bekommen und die Ausbildung noch 2 Jahre verschieben.

Vielleicht kann sie ja in der Pflege im B├╝ro was bekommen mit der Aussicht auf eine Ausbildung in 2 Jahren. ­čĄĚÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ

LG