Arbeiten im Labor

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute in die 7. Woche gekommen und habe gestern das erste Mal das Herzchen schlagen sehen :-) Ich arbeite in einem Messlabor (mit sehr wenig Chemikalienkontakt) und habe bisher meinem Chef noch nichts gesagt. Wir haben einen langen Kinderwunschweg hinter uns und ich habe bereits 3x meinem Chef Bescheid gegeben und musste dann nach ein paar Tage hin und ihm sagen, dass es sich erledigt hat. Das möchte ich diesmal nicht. Bei dieser Schwangerschaft sehe ich es auch nicht so kritisch. Mein Aufgabenbereich hat sich geändert, sodass ich nur mit wenig Chemikalien und gar nicht mehr mit Lösungsmitteln in Berührung komme. Die Chemikalien sind alle unterhalb eines MAK Wertes nicht frucht schädigend. Da passe ich natürlich penibel auf. Trotzdem wollte ich mal von euch den Rat einholen, wie ihr das handhaben würdet? Bis zur 13. Woche warten und weiter arbeiten (da liegen zum Glück auch noch 2 Wochen Urlaub drin :-) ), oder über meinen Schatten springen und mit dem Chef reden, der mich dann wahrscheinlich wegen meiner Vorgeschichte vorsichtshalber aus dem Labor nimmt. Lg Mathilda

1

Naja, dein Arbeitsplatz scheint mutterschutzgerecht zu sein und du hast auch das Gefühl, dass es so ist.

Dann kannst du auch warten, gerade bei deiner Vorgeschichte kann ich das zu 100% verstehen.

2

oder über meinen Schatten springen und mit dem Chef reden, der mich dann wahrscheinlich wegen meiner Vorgeschichte vorsichtshalber aus dem Labor nimmt

Auch wenn sich das für dich nach dem schwierigerem Weg anfühlen wird, genau das würde ich machen.
Er kann sich dann zumindest nach dem Muschu richten etc und kann dich dann schützen. Ohne Info wäre mir das persönlich im Labor einfach zu riskant, egal "wie gut und penibel" man da aufpasst.
Lg

3

Ich habe damals bis zur 10ssw im Labor gearbeitet. Hatte zusätzlich Glück das es grade sehr ruhig zuging und ich hauptsächlich mit Schreibtischarbeit verbracht habe. Ich muss allerdings ab der Verkündung der Ss das Gebäude sofort verlassen und habe dann direkt BV.

4

Hm da ich die einzige in dem Labor bin, wäre das ganz schön dramatisch, da das bedeuten würde es ist komplett dicht. Ich hab halt nur Messgeräte drin und messe unbedenkliche Stoffe (Pflanzen). Ich komme einmal die Woche mit Aceton in Berührung.
Sonst nur unbedenkliches wie Sodiumpersulfat, Phosphorsäure, NaNO3, NAOH und sowas und da arbeite ich mit Handschuh und unterm Abzug. Ich hab in zwei Wochen einen Termin beim Betriebsarzt. Da werde ich nächste Woche vorsichtshalber doch das Risiko eingehen und es meinem Chef sagen falls das Krümelchen bis dahin durchhält.

5

Hallo,
ich habe etliche Jahre auch im Labor gearbeitet. Obwohl die Arbeiten für Schwangere ungefährlich waren, wurden trotzdem alle Schwangeren aus dem Labor genommen. Das Risiko, dass mit dem Kind dann etwas ist, wegen irgendeinem Stoff, der nicht ausreichend getestet ist, ist dann eigentlich für jeden Arbeitgeber zu hoch. Ich selbst würde das Risiko auch nicht eingehen. Habt ihr einen Betriebsarzt? Dann könntest du mit dem sprechen, ehe du es deinem Chef sagst. Wenn er aber das vorsorgliche Verlassen des Labores empfiehlt, weißt du was du machen musst. Grundsätzlich verschweigen würde ich es nicht.

6

In zwei Wochen habe ich einen Termin beim BA. Wenn mich mein Chef jetzt raus nimmt weiß es sofort jeder. ich bekomme totale Panikattacken wenn ich daran denke dann jedem sagen zu müssen das es wieder nicht funktioniert hat #schmoll Ich würde das nicht ertragen....Nächsten Freitag habe ich wieder US in der KiWu (8.ssw), dann am Di den BA Termin und dann zwei Wochen Urlaub. Ich würde es ihm Freitag dann sagen. Ich arbeite halt in einem Messlabor ohne Chemikalienkontakt. Nur beim Lösungen herstellen und die sind als unbedenklich < MAK eingestuft. Ich werde das heute Abend nochmal mit meinem Mann besprechen was der denkt....richtig wohl fühle ich mich dabei nicht.