Gleich erfahre ich wie es weitergeht und ich habe riesige Angst

Hallo Ihr Lieben,

ich bin in der 9. Woche nach wirklich laaaangen Kinderwunsch und mehreren Fehlgeburten. Nun könnte ich letzte Woche endlich den Herzschlag sehen und war überglücklich. Eine Woche später wurde mir dann direkt mitgeteilt, dass am Embryo ein Ödem zu sehen ist. Das kann verschwinden, aber auch bleiben und ein Hinweis auf eine starke Behinderung sein. Die wiederum kann zu einer erneuten Fehlgeburt führen.
Heute Mittag ist der nächste US und ich hab einfach riesige Angst dass mein Traum schon wieder vorbei sein soll. Wird das Herz noch schlagen? Wird das Ödem noch da sein? Wie wird es weitergehen? Werde ich je ein gesundes Kind zur Welt bringen?
Ich wüschte ich hätte wie viele andere hier einfach nur eine normale Schwangerschaft und könnte mich drüber freuen als immer und immer wieder diese schlechten Nachrichten zu bekommen.

Vielleicht könnt Ihr mir ein bisschen Mut machen oder so. Ich weiß auch nicht was ich mir hier erwarte.

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Liebe giuliena,

ich wünsche dir, dass du bei dem Ultraschall hörst, dass das Ödem verschwunden ist, dein Würmchen super entwickelt und gesund ist und du ab gleich eine ganz normale, langweilige SS haben wirst 😍🍀.

Ich hoffe später positiv von dir zu lesen🍀🍀🍀

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danke, das ist wirklich ganz lieb. Ich wünsche mir das auch sooo sehr.

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Guten morgen😊 ich drücke dir so sehr die Daumen, dass du heute gesagt bekommst, deinem Krümel geht es gut.🍀 ❤ das ist zwar kein Mut machen, aber ein Drücker für dich

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Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass das Ödem verschwunden ist und du einen wunderschönen kleinen Schatz zu sehen bekommst!! 🍀🍀🍀🍀🍀

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Es wird alles gut sein!
Du (Ich) wirst (werde) dein (mein) gesundes Baby im Arm halten.

Ich kenne diese Ängste und mir hat tatsächlich dieser 2. Satz irgendwie geholfen..habs jeden morgen jnd abend gesagt, als ich mein US foto neben dem Bett ansah..:)

Ich denke aber auch, dass es viele ss mit Problemen gibt und jede 2./3. Frau hatte auch schknmal eine FG...ich auch..einen MA in der 12.ssw :(

Ganz viel Glück, sag uns bitte wie es war!

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Vielen Dank an Euch alle. Das tut wirklich gut. Ich hoffe sehr dass ich heute Mittag etwas Gutes berichten kann.

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Daumen sind ganz ganz fest gedrückt!!!!! 💙❤️

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Ich drücke dir auch ganz fest die Daumen.

Fühl dich gedrückt und Kopf hoch ❤

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Hallöchen Liebes
Es tut mir sehr leid, sass du in diesem Kreislauf gefangen scheinst.
Ich kann dir gerne von mir berichten.
Ich hatte zwei frühe Fehlgeburten und die kleine Geburt unserer Tochter in der 15. Ssw, bevor wir unseren gesunden und lebenden Sohn in Empfang nehmen durften. Die Schwangerschaft war durchwachsen. Auf der einen Seite hatte ich dieses Urvertrauen und den instinktiven Gedanken, dass alles gut geht und wir ein lebended Kind in den Arm nehmen dürfen. Auf der anderen Seite war da die ständige Panik.
Nachdem er dann gesund auf der Welt war, war die Angst zwar nicht weg und das ist sie heute immer noch nicht, aber das ist normal und bleibt wohl auch so. Dann wurde ich 2 Jahre nach seiner Geburt wieder schwanger. Es sollte ein Mädchen werden. Doch leider war sie sehr schwer krank. Wir uns die verschiedensten Ärzt konnten nicht für sie tun. Ich brachte sie dann am 24.01.20 still zur Welt.
Nun bin ich in der 18. Ssw mit einem Mädchen und bekomme eine Panikattacke nach der nächsten. Unsere Erfolgsprognose bei Mädchen liegt nicht wirklich hoch, weswegen ich ständig denke, dass sie sterben wird, so wie ihre beiden Schwestern auch schon. Mein Mann ist diesmal derjenige, der total optimistisch ist und mich ständig versucht wieder aufzubauen. Es gibt Phasen, in denen es immer wieder hochkommt, aber seit ich sie spüre und ihre Tritte nicht so schwach, im Sinne von geschwächt, wie die ihrer Schwester sind, bin ich etwas beruhigter. Was natürlich diese Grundsorge nicht ausschließt.
Ich hoffe sehr, dass du heute ein gutes Ergebnis bekommst und dann wenigstens für ein paar Stunden aufatmen kannst. Wichtig ist, dass du jemanden hast, mit dem du darüber reden kannst, jemand der dich stützt und für dich da ist, auch wenn ihr nur stillschweigend nebeneinander sitzt.

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das ist auch keine einfache Geschichte die Du da hinter Dir hast. Drück Dir die Daumen dass alles gut geht und der Optimismus Deines Mannes auf Dich überschwappt.
Meine Fehlgeburten endeten alle in der 6/7. Woche. Und dieses Mal hatte ich tatsächlich den Meilenstein "Herzschlag" geschafft und habe dann eine Woche lang gedacht, dieses Mal ist alles gut und dieses Mal klappt es. Dann kam der nächste Schock. Dass ich jemals eine entspannte Schwangere werde, war eh schon nicht mehr drin, aber zumindest hätte ich gern ein wenig mehr Hoffnung von seiten der Ärzte bekommen. Statt dessen wurde ich gefragt "Die wieviele Fehlgeburt WÄRE das dann?" obwohl das Herz ja noch geschlagen hat / bzw. noch schlägt.

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Das ist alles andere als professionell und nett... Es ist schon schlimm genug, dass man gerade eine nicht so gute Nachricht bekommen hat, aber einem dann die Hoffnung komplett rauben, geht gar nicht... Immerhin haben viele Babys Zysten und Ödeme und in den meisten Fällen verwächst sich das auch. Gib die Hoffnung nicht auf... Du hast da ein ganz starkes Baby, welches dir schonmal gezeigt hat, dass es ein schlagendes Herzchen hat. Berufe dich einfach darauf. Die Hoffnung kannst du dann immer noch aufgeben, wenn es tatsächlich einen Grund dafür gibt. Aber solange das nicht der Fall ist, ist gaaaaanzzz viel Platz für Hoffnung. Als unsere Jüngste im Ultraschall Auffälligkeiten gezeigt hatte, hab ich es als nicht so schlimm empfunden. Ich hatte für jedes neue Detail eine andere Ausrede. Und mein Gynäkologe ist mal mein Ausbilder gewesen. Ich kenne also seine sehr hohen Präferenzen nur zu genau.
Dickere Nackenfalte - hatte mein Sohn ja auch,
Nasenbein kaum darstellbar - es ist ja wenigstens darstellbar,
Doppelter Herzfehler entdeckt - das ist ja gut operabel,
Blutwerte vom ETS auffällig - naja, der nächste Hormonschub wird kurz bevorstehen,
Der auffällige und als high risk bewertete NIPT - naja ist schon krass, aber vielleicht irren die sich und wenn nicht, ist es ja bestimmt nur eine leichte Form der Trisomie 21,
Dann kam das Ergebnis der Placentabiopsie - definitiv eine freie Trisomie 21 mit organischen Auffälligkeiten und der Aufforderung zum Organscreening.
Dann war ich in der Uniklinik und wurde vom Professor Louwen höchstpersönlich untersucht. Erst da habe ich den Ernst der Lage verstanden und was mein Gyn im Verdacht hatte.
Acelya hatte eine Niereninsuffizienz beidseits, die die Nierenarterien schon stark beeinträchtigt hat. Sie wäre niemals so lebend bis zum ET gekommen. Er sagte mir, dass sie unbedingt auf die Transplantationsliste müsste, weil ansonsten eine OP am Herzen, zur Korrektur der beiden Herzfehler, in jedem Fall tödlich enden würde. Er schlug vor eine Niere noch im Mutterleib zu entfernen, um dann auf eine Besserung der anderen Niere zu hoffen. Er sagte mir aber such gleich, dass die Chancen für uns auf eine neue Niere nahezu unmöglich wären, da sie genetisch nicht gesund ist und sie das niemals nach ganz oben auf die Liste bringen könnte. Da wusste ich dann zum ersten Mal, dass Hoffnung wohl keinen Sinn mehr macht und wir uns verabschieden müssen.
Was ich damit sagen will, ist dass ich mehrere Wochen gebraucht habe, bis ich die Hoffnung aufgegeben habe, obwohl es von Anfang an der Diagnostik nicht so gut aussah.
Gib sie also nicht zu schnell auf, die Hoffnung. ❤

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Liebe Giuliena, ich denke an Dich und drücke Euch ganz fest die Daumen 🍀 ❤️