Stillen erneut versuchen? Sorry lang...

Hallo,
Ich überlege Grade hin und her ob ich es dieses Mal doch wieder mit dem stillen versuchen soll.
Ich habe mir geschworen das nie wieder zutun.
Kurz die Situation bei unserer Tochter. Sie kam mit 2340 Gramm zu Welt ich habe sie zwei Tage gestillt dann wurde mir vom Krankhaus verboten zu stillen weil sie abgenommen hat (nicht dramatisch so wie jedes Baby nach der Geburt) nun sollte ich abpumpen und es wurde kontrolliert wie viel sie trinkt. Meine Hebamme wollte das noch 4 Wochen so kontrollieren aufgrund des geringen Gewichtes.
Nach 4 Wochen haben wir versucht von pumpen aufs stillen umzustellen. Das sorgte für die erste brustenzündung. Meine Tochter ließ sich nach 2 Wochen auch wunderbar stillen für ca. 3 Tage danach verweigerte sie die rechte Brust.
Ich habe sie dann exakt 3 Monate an einer Brust gestillt und das sorgte für 3 weitere brustenzündungen und Unmengen an Milchstau und schmerzhaften Nächten die ich weinent unter der Dusche verbracht habe um diesen Milchstau loszuwerden.
Nach diesen 3 Monaten verweigerte meine Tochter die Brust komplett und mit Gedanken an die Pumpe wurde mir schlecht also habe ich "aufgeben"
Mein gyn wollte mir die abstillpille nicht geben was zu 5 und letzten brustenzündung führte. Ich habe mir danach geschworen nie wieder zu stillen. Es war furchtbar.
Jetzt habe ich in dieser Schwangerschaft eine andere Hebamme die immer wieder sagt das es jetzt alles anders werden kann. Ich bin sehr unsicher und meine Schwangerschaftshormone lassen mich nicht klar denken. Mein Mann ist absolut gegen das stillen weil es letztes Mal so schrecklich war.
Was würdet ihr empfehlen sofort nach der Geburt den Milcheinschuss mit Medikamenten stoppen und pre geben oder es nochmal versuchen.
Sorry für den Magen Text.


LG Nina ❤️

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Hallo liebes ich weiß genau wie du dich gefühlt haben musst ich hatte das selbe Problem
Ich habe mich danach tatsächlich entschieden es nochmal zu versuchen bei unseren folgenden Kindern und dieses mal hatte ich eine wundervolle Hebamme die mir ihre Tipps und Tricks mitgegeben hat am Ende habe ich mit retterspitz so hieß es glaube ich abgestillt da es wesentlich sanfter ist als diese Chemie Tabletten mit ihren ganzen Nebenwirkungen das hat man als Wickel auf die Brust gelegt und nach 1ner woche hatte ich komplett abgestillt ich würde es definitiv immer wieder so machen liebe Grüße und alles gute

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Hey, also so wie es klingt, scheint das Thema Stillen für dich ja noch nicht ganz beendet zu sein.
Ich würde es versuchen, aber mit etwas weniger Erwartungsdruck. Du gehst an die Sache ja nun schon ganz anders heran. Wenn es klappt, dann klappt es, wenn nicht, dann nicht. Alles kann, nichts muss. Auch wenn du die Flasche gibst, bist du für dein Baby immer noch die allertollste Person auf Erden. Und dein Baby wird trotzdem wachsen und sich entwickeln. 😊

Ich wünsche euch, dass es klappt. Und wenn nicht, auch okay! ♥️

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Hallöcheb😊
Ich würde mal sagen, da lief wirklich alles schief, was schief laufen konnte. Angefangen vom Krankenhaus. Das nach 2 Tagen das stillen verboten wurde wegen Abnahme, ist unter aller Kanone. Klar dein Kind hatte ein sehr geringes Geburtsgewicht, dennoch völlig falscher Ansatz gewesen von denen.
Hier bei uns hat meine 9%ihres Gewichts verloren und ich wurde eher unterstützt. Ich habe mir fpr zu Hause übrigens dann auch ne Waage besorgt um immer mal zu kontrollieren. Hab ich gemerkt, es war zu wenig, hab ich öfter am Tag angelegt.

Zwischen dem 3ten und 4ten Monat tritt bei einigen Babys die Brustschreiphase auf . das heißt nicht, dass sie es nicht mehr wollen, sondern nur, dass sie lernen, die Brust gehört ihnen gar nicht. Und das gefällt ihnen nicht. Dann hilft in Ruhe und abgedunkelt zu stillen und nicht zu sehr zu stressen. Meine hats halt in der Nacht nachgeholt.

Ganz wichtig für dich, setz dich selbst nochmal mit dem Thema stillen auseinander. Google,frag deine Hebamme, geh zu einer professionellen Beratung. Je mehr infos du selbst hast, umso gelassener kannst du an die Sache rangehen. Ständiges Abpumpen muss man gar nicht zwangsläufig. Das Baby bearbeitet die Brust viel besser. Informier dich auch über clustern, damit es dich nicht überrascht, warum dein Baby aufeinmal abends mehrere Stunden an der Brust ist. Und wichtig, lass dich von Statistiken nicht beeinflussen. Mein kind hat 1ne Stunde bis zur 11 woche gebraucht pro Mahlzeit. Nicht 10 minuten rechts und 10 links. Aber das Gespühr bekommt man.

Egaöml wie du dich entscheidest, du musst eins damit sein und dich nicht gezwungen fühlen❤

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Hallo,

Das ist ja eine sehr persönliche Entscheidung, die nur du treffen kannst. Ich kann dir deshalb nur meine Erfahrungen beschreiben: Bei mir war das Stillen wochenlang ein Kampf (auch wund, blutig etc von meiner Seite, hungrig von Seite meines Sohnes aus). Teilweise schrie er die Brust einfach nur an. Ich habe dann abgepumpt so viel es ging (was nicht viel war und ich habe quasi ständig gepumpt während er geschlafen hat oder er bei meinem Mann gemütlich zum Kuscheln lag etc). Ich habe immer angelegt, mit der Flasche das Abgepumpte gefüttert und zeitweise zugefüttert. Das war kräftezehrend, schmerzhaft etc aber bei mir ging es am Ende anders aus als bei dir - ich konnte das Zufüttern immer weiter reduzieren und irgendwann ganz weglassen und mit der Zeit hat es geklappt. Das war wirklich toll - die Nächte waren entspannt, da wir beide einfach weiterschlafen konnten, ich musste keine Milch mitschleppen, kaufen etc. Ich habe dann noch ziemlich lange gestillt und werde es deshalb wieder tun.

Aus heutiger Sicht würde ich bspw nicht mehr Zufüttern (damit wurde im Krankenhaus schon angefangen) aber ich würde mich nochmal durchbeißen weil ich eben auch die Positive Erfahrung hatte. Es ist ein Unding, dass dir die Tabletten zum Abstillen nicht verschrieben wurden! Das darf nicht passieren. Wenn deine Hebamme fit ist beim Stillen und optimistisch, dann kannst du ja nochmal einen Versuch mit ihrer Unterstützung wagen (und diesmal gehst du zu einem anderen Arzt falls du aufhören willst. So eine Frechheit...). Vielleicht klappt es ja tatsächlich diesmal und dann macht es einem das Leben echt viel leichter. Es gibt auch Stillberaterinnen, dir dir helfen können (und in der Regel ehrenamtlich arbeiten). Das wäre auch eine Option.

Und falls du dich nicht nochmal dazu durchringen kannst oder willst, dann lass dir von niemandem ein schlechtes Gewissen machen! Du wirst dich für das entscheiden, was für dich am sinnvollsten ist, da bin ich mir ganz sicher 😊

Lg!

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Hey. Ich kann dir leider keinen Rat geben, allerdings kann ich dich absolut verstehen. Unsere Tochter ist mittlerweile fast 3 Jahre alt und bei uns war das Stillen auch eine absolute Kathastrophe. Dieses Thema belastet mich heute noch. Danach stand für mich fest, das ich mir das nie wieder antun werde.
Jetzt bin ich erneut schwanger, in der 27 ssw und ich beschäftige mich täglich mit dem Thema. Soll ich es doch nochmal versuchen oder nicht!? Ich habe Angst egal welche Entscheidung ich treffe, diese zu bereuen.
Würde mich freuen nochmal was von dir zu hören und vorallem wie du dich entschieden hast:-)
LG LG Annilein

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Ich würde es auch erneut versuchen. Ich hatte beim ersten auch ständig mit Brustentzündung zu kämpfen. Beim zweiten jetzt habe ich mich direkt darauf vorbereitet. Immer Quark im Kühlschrank, MultiMam Kompressen für entzündete Beustwarzen und Salbeitee eine Tasse am Tag. Aber nur bei zu viel Milch, dass hemmt wirklich sehr schnell die Milchbildung. Und siehe da bis jetzt, 3 Monate ist sie jetzt, noch nichts gehabt. Und ja man muss auch ehrlich sagen, stillen tut anfangs weh. Das kann man nicht schön reden. Aber nach ca 2 Wochen pendelt sich meist alles ein und alles ist tutti 😃

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Hallo liebe Nina,

das klingt tatsächlich nach einer Schlimmen Zeit und Erfahrung. Ich kann verstehen, dass du sowas nicht nocheinmal durchmachen willst.
Es hört sich aber so an, als ob du nicht die Unterstützung bekommen hast, die du gebraucht hättest (besonders von deiner Hebamme aber auch von deinem Arzt).

Ich möchte dir gern Mut machen. Mit einer anderen Hebamme (die dich schon jetzt ermutigt) hast du ganz andere Chancen als mit einer, die dir bei den Stillproblemen nicht wirklich hilft.

Außerdem musst du dich ja auch nicht sofort entscheiden. Informiere dich in Ruhe und lass das ganze noch ein wenig auf dich zukommen.
Wenn dein Baby z.B. diesmal ein höheres Geburtsgewicht hätte, sähe die Sache ja schon von vornherein anders aus.

Zusätzlich zur Hebamme kannst du dich auch mit einer Stillberatung in Verbindung setzen. Vielleicht kannst du da noch besser deine Fragen, Sorgen und Möglichkeiten besprechen. https://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen

Ich wünsche dir alles Gute und die richtigen Menschen an deiner Seite um die beste Lösung für euch zu finden.

Und wenn du den Mut haben solltest, es nocheinmal zu versuchen, ist das auf jeden Fall ein Gewinn für dein Baby, denn deine Muttermilch ist wirklich perfekt für dein Baby zusammengesetzt. #mampf

Alles Liebe
Miechen

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Halli hallöchen,
Ich hatte in der ersten ss auch keine tole Stillzeit. Ich hatte zwar genug Milch aber erst waren meine bw ständig wund und blutig und dann hatte ich immer Schmerzen beim stillen. Habe abgepumpt im 2 std takt und 🤮 war einfach nur ätzend.
Muss dazu sagen das meine kleine mit ks geholt wurde, ich war in voll Narkose da bei mir anscheinend keine spinale anesthesi gemacht werden konnte, meine kleine war dann bis nachmittags auf der neo und ich habe sie das erste mal 12 nach dem ks gesehen. Bis dahin hatten sie sie natürlich schon "gefüttert" und ja, war alles nicht so einfach in dem stillfreundlichen kh 😑
Stehe jetzt kurz vor der Entbindung von nummer 2 und meine hebamme hat mir empfohlen jetzt schon milch auszustreichen und einzufrieren damit, wenn die kleine maus da ist und ich vielleicht mal etwas wund bin am anfang, ihr das dann anbieten kann und nicht gleich pre Natur kaufen muss. Bin jetzt in der 38ssw und rege jeden Tag durch sanfte Massage schon den milchfluss an. Klappt ziemlich gut und ich bin zuversichtlich das es dieses mal einfach besser läuft! Hör auf dein bauch Gefühl und wenn es nicht klappt weist du jetzt ne flasche geben is auch ok 👍
Lg Kathi mit püppi nummer 2 im Bauch

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Bei uns die gleiche Geschichte...

Mein Kind kam quietschfidel mit 2390g auf die Welt. Geringstes Gewicht war 2 Tage nach Geburt mit 2260g. Versucht habe ich es gute 12 Wochen bis ich nicht mehr konnte, der Druck von außen wurde zu groß. Milch hatte ich genug, aber mein Kind war einfach nicht der Trinker vor dem Herren und nutzte die Brust hauptsächlich zur Beruhigung. Was auch nach dem Beenden des Stillens so blieb. Schnuller wurden nicht akzeptiert und die Trinkmenge bei der Flasche zeigte 6 weitere Monate - das Kind will einfach nicht mehr an Menge trinken!
Auch für festes Essen war es nicht wirklich zu haben.

Aber nun nach Jahren haben wir einen guten Esser mit Normalgewicht Zuhause.

Ich weiß, dass ich es dieses Mal wieder versuchen werde. Allerdings werde ich mich von diesen Leuten, die mir nicht gut taten von Anfang an konsequent fern halten.

Von Sprüchen wie „du bist egoistisch“, „willst du, dass das Kind verhungert?“ bis hin zu „quäl das Kind doch nicht“ war alles dabei - von vehementen Flaschenmüttern (muss man dazu sagen).

Mir kommt auch keine geliehene Waage mehr ins Haus mit dieser schwachsinnigen Idee der Hebamme vor und nach dem Trinken zu wiegen.

Alles was ich tun werde ist es zu versuchen, weil es ein anderes Kind ist und ich dem Ganzen noch eine Chance geben möchte.
Es kann tatsächlich ganz anders laufen.

Und wenn ich persönlich merke ich stoße an meine Grenzen, dann werde ich vielleicht wieder damit aufhören, aber eben wenn ich es für richtig halte, nicht weil andere es so wollen.

Zum Abstillen habe ich keine Tablette genommen. Wenn es ganz schlimm wurde habe ich bisschen abgepumpt, um den extremen Druck los zu werden.
Ansonsten eben gewartet. So hat es vielleicht etwas länger gedauert, aber es war zu ertragen.

LG und ganz viel Erfolg 🍀