Angst vor Kaiserschnitt bzw. OP bei Bewusstsein

Hallo Zusammen,

leider hat mein Kleiner sich zum Einen nicht aus der BEL in SL gedreht und zum Anderen hat auch eine auf BEL Geburten spezialisierte Klinik in Frankfurt eine normale Geburt bei mir ausgeschlossen, da mein Becken leider viel zu eng ist nach einem Check mit MRT :-(

Ich bin ziemlich traurig, da ich eigentlich im Geburtshaus angemeldet war und ich meine Geburt so natürlich wie möglich wollte ohne Ärzte und all die Interventionen.

Zudem bin ich jmd der sich alles andere als wohl bzw sicher fühlt in Krankenhäusern vor allem wenn man so die Kontrolle abgeben muss wie bei einem Kaiserschnitt.

Für mich ist das hart, da ich in jüngeren Jahren eine schlechte Erfahrung gemacht habe und seitdem bei sowas etwas empfindlich reagiere.

Eine Vollnarkose kommt für mich nicht in Frage da ich weiß dass das zum einen für das Bonding als auch generell für das Kind und meine Erholung schlechter ist.

Deshalb würde ich mich freuen positive Meldungen zu hören zum Thema OP bei vollem Bewusstsein.

Ich stelle mir das leider gerade mit meiner lebhaften Fantasie nicht sonderlich angenehm vor abwärts betäubt hinter einem Tuch aufgeschnitten zu werden während meine Arme fixiert sind. Wie soll daraus ein schönes Geburtserlebnis ohne bleibendes Trauma werden? #gruebel
Vielleicht bin ich auch gerade etwas panisch aber in wenigen Tagen geht es los, da ich schon 38+6 bin und ich habe erst am Mittwoch erfahren, dass es ein Kaiserschnitt werden muss

Hoffe ihr haltet mich nicht für hysterisch #zitter

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Ich kann dich so gut verstehen. Ich hatte ungelogen Todesangst vor einem Kaiserschnitt. Hatte mich auch nur auf eine natürliche Geburt vorbereitet weil ich mir zu 100% sicher war keinen Kaiserschnitt machen zu lassen. Naja, es kam dann alles anders als gedacht und mein Murkelchen musste per Kaiserschnitt geholt werden. Es war wirklich nicht schlimm. Es wurde bei mir vorher schon eine PDA gelegt, die wurde aufgespritzt und mein Mann durfte dabei sein. Ich hatte keine großen Schmerzen danach und bin 6 Stunden später schon wieder auf den Beinen gewesen. Natürlich ist es dennoch eine OP und jeder heilt anders. Schonen musste ich mich aber eine Freundin hat ein paar Tage später natürlich entbunden und ist dabei so gerissen das sie auch nicht gleich wieder fit war. Man kann nunmal nicht ganz genau im Voraus sagen wie gut man die Geburt wegsteckt.

Bei einer zweiter Geburt wäre ich viel entspannter was Kaiserschnitt betrifft.
Ich hatte übrigens ein Jahr vor der Entbindung eine Achillessehnenop mit Spinalanästhesie, die empfand ich schlimmer als den Kaiserschnitt.

Was Vollnarkose betrifft würd ich mir des Bondings wegen auch nicht so nen Kopf machen. Eine gute und starke Beziehung baut man auch nach einer Vollnarkose auf!

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Hallo.
Ich kann deine Gedankengänge absolut verstehen, denn auch für mich wäre das anfangs der absolute Horror gewesen. Aus diesem Grund habe ich mich relativ schnell mit dem Thema auseinander gesetzt und habe tatsächlich nur Positives aus meinem Umfeld von Kaiserschnitten gehört - sehr positiv sogar!
Meine Maus liegt jetzt zwar richtig, aber beides hat Vor- und Nachteile. :)

Versuch dir nicht so viele Gedanken zu machen und freue dich auf dein Baby! 😊

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Alles Gute für deinen Kaiserschnitt.

Ich denke, es kommt viel auf einen selbst an. Ich war nie scharf auf die Schmerzen einer natürlichen Geburt, hab auch zu viel gehört von Freundinnen, was da oft lange für Schäden bleiben.
Der Kaiserschnitt bei mir war dann aus anderen Gründen notwendig und für mich wunderbar.

Keine Schmerzen, nicht völlig erschöpft sein nach 20h Wehen, einfach nur mein süßes Baby willkommen heißen und begeistert sein.
Und das ist es doch in jedem Fall, worauf es ankommt: das Wunder eines neuen Lebens (nein, ich bin in keinster Weise religiös).

Gedauert hat der Kaiserschnitt sehr kurz, v.a. war fast sofort das Baby da. Dann hallo zu ihr sagen und ich war einfach nur glücklich, dass sie gesund ist. Das Nähen dauert etwas länger, ist aber unspektakulär.

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Darf ich fragen welche Klinik du bevorzugst? Ich kann das Bürgerhospital oder die Uniklinik wärmstens empfehlen. Gerade weil du eine ängstliche Patientin bist, solltest du in einem freundlichen Krankenhaus entbinden. Das Bürger hat zudem eines der renommiertesten Entbindungsstaionen in Hessen. Eine Bekannte musste auch einen geplanten Kaiserschnitt machen lassen und sie hat gesagt, dass sie sofort wieder hingehen würde, alleine weil die Betreuung der Hebammen auf der Wöchnerinnenstation so toll war. Das Bürger ist auf Zwillingsgeburten spezialisiert, besitzt einen erstklassigen Level 1 Status und macht besondere Geburten und Kaiserschnitte, äußerst hochrangig. Ich kenne nur Frauen, die zufrieden aus dem Bürgerhospital kamen. In der Uniklinik habe ich persönlich eine wunderbare Erfahrung gemacht (kein Kaiserschnitt). Wenn die aber bei einem Kaiserschnitt auch so liebevoll und freundlich sind, wie bei einer Totgeburt, dann würde ich mich dort sicher und geborgen fühlen. Die Hebammen dort sind sehr gut und helfen einem. Ich habe zwar auch größten Respekt vor einem Kaiserschnitt, aber in der richtigen Klinik, unter guten Betreuung und einem wirklich ausgezeichneten Personal, würde ich mich dessen auch hingeben. Vor allem, wenn man auch keine andere Möglichkeit hat, hat man das Gefühl mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Während dem Kaiserschnitt (hatte selbst noch keinen, war aber schon einige Male im OP dabei und durfte zusehen), wird sehr darauf geachtet, dir ein so angenehmes Gefühl wie möglich zu vermitteln. Gerade wenn du denen sagst, dass du eine eher ängstliche Patientin bist, kümmern die sich sehr darum, dass es dir gut geht. Der Anästhesist redet mehr mit dir, eine Hebamme steht bis kurz nach dem Schnitt bei dir, dein Partner darf dir zur Seite stehen. Du wirst also zu keinem Zeitpunkt im Stich gelassen. Wie es sich anfühlt kann ich dir leider nicht sagen, aber ich glaube, dass der schlimmste Teil der Anfang ist. Danach, wenn alles gut lief, hast du dein Baby schon kurz auf dem Arm gehabt, bevor es dann mit dem Papa gemeinsam zur ersten U-Untersuchung geht. Der Anästhesist ist aber die ganze Zeit da. Ab diesem Zeitpunkt haben die Frauen immer über ihr Baby angefangen zu schwärmen und waren ein wenig glücklicher und die Anspannung war weg. Es muss nach der Geburt nur noch schnell ausgeschabt und schlussendlich genäht werden. Dann bist du auch "schon" wieder bei deinem Baby.

Fühl dich feste aus Schmitten/Bad Homburg geknuddelt

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Ich bin im Uniklinikum angemeldet. Und es beruhigt mich etwas deine objektive Meinung als Beobachter eines solchen Szenarios zu hören. Generell hab ich einfach die Sorge vor der plötzlichen Leere, evtl bonding oder anpassungsstörung und der Beeinträchtigung danach.

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Ich liebe die Uni. Die waren so toll. Trotz des traurigen Anlasses, war es für mich die schönste Geburt. Würde mich jederzeit wieder für die Uni entscheiden und versuche mich zur Zeit auch ein wenig darauf vorzubereiten wieder den Kreißsaal zu betreten. Ich würde gerne eine Begehung bekommen, in der Hoffnung, dass es klappt.
Zu dem Gefühl nach einem Kaiserschnitt kann ich dir zwar leider nur Beobachtungen wiedergeben, aber da gibt es diese und diese Erzählungen. Ich denke, dass man mit einem geplanten Kaiserschnitt im Schnitt weniger postoperative Komplikationen oder Beschwerden hat, wenn der Körper keine all zu schlechte Wundheilung hat.
Ich glaube, dass du in der Uniklinik bestens aufgehoben bist. Professor Louwen ist ein hervorragender Mann und Arzt, der seine Ärzte, Hebammen und das gesamte Pflegepersonal sehr gut im Griff hat. Es arbeiten alle ganz strikt nach seinen Vorgaben. Er hatte damals höchstpersönlich den letzten Ultraschall meiner Tochter gemacht und er hatte unheimlich viele Möglichkeiten, war dabei aber zu jedem Zeitpunkt realistisch und aufrichtig.
Ich war zumindest bisher in noch keiner Klinik, in der ich mich je so gut aufgehoben gefühlt habe, wie in der Uni.

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Hallo, ich bin ebenfalls aus Frankfurt. Ich möchte dir sagen, dass ich einen Kaiserschnitt in Vollnarkose hatte nach einer erfolglosen ewig langen Geburt, und einen geplanten KS wegen traumatischer Geburt davor und querlage des Kindes. Ich kann nur sagen, für mich war der zweite Kaiserschnitt eine wundervolle Erfahrung, weil i h wach war und gesehen habe wir mein Kind aus dem Bauch zu mir kam. Mir wurde nicht nach einer OP in Vollnarkose plötzlich einfach irgend ein Kind gebracht... ich übertreibe jetzt mal. Du weißt bestimmt wie ich es meine. Ichvwurde bei dem geplanten Eingriff nicht eine Minute von meinem Kind getrennt und habe mich danach auch sehr viel schneller erholt. Ich verstehe deine Enttäuschung über die nicht mögliche natürliche Geburt, aber denk doch einfach mal daran, dass dieser Weg für euch beide der beste und sicherste ist. In welches KH gehst du denn? Du kannst mir auch gern privat schreiben. Liebe Grüße und alles Gute!

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Hey,
Ich hab am 10.9. Einen Kaiserschnitt bekommen mit Vollnarkose aber auf Wunsch, da ich noch leichte Depressionen mit Panikattacken habe...
Mein Mann hat dqs erste bonding übernommen als die kleine auf der welt war und hat sie das erste mal gefüttert und ich ca. 45 min später als ich im aufwachraum war, die kleine lag 5 Stunden auf mir und wir haben ausgiebig gekuschelt bis wir quf unser Zimmer sind... nach 5 Stunden war ich auch soweit wieder quf den Beinen und haben auch ab da unsere Maus selbst versorgt werden.
Für mich war das die beste Option,
Freunde von mir die einen Kaiserschnitt gemacht bekommen haben mit Bewusstsein, fanden den ais ihrer Sicht nicht schlimm.

Wir dürfen heute nach 3 Tagen kh nach Hause 🥰

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Hallo meine Liebe,
ich hatte 2017 einen Kaiserschnitt wegen BEL. Auch ich wollte im Vorfeld eine möglichst natürliche Geburt und wollte nicht mal einen Zugang gelegt bekommen. Ich habe eine totale Nadel Phobie 🙈
Unser kleiner wollte sich aber nicht drehen und bei uns gibt es keine Klinik in der Nähe die Geburten in BEL durchführt.
Ich habe mir im Vorfeld von meiner Hebamme genau erklären lassen wie der KS abläuft und mich dann damit abgefunden. Sie sagte auch, das es oft einen Grund hat warum die Kinder sich nicht drehen wollen/ können.
Der KS war dann wirklich nicht schlimm und ich auch ziemlich entspannt. Die Ärze fragten meinen Mann noch, warum ich so entspannt wäre 😉
Das schlimmste war für mich persönlich den Zugang zu legen, und das auch nur weil sie mir durch die Vene gestochen haben. Beim 2. Versuch hat dann die Ärztin übernommen und alles lief problemlos. Von der Spinalanäthesie habe ich nichts gemerkt und das OP Personal ist darauf geschult dich abzulenken und zu bespaßen. Bei mir hat man als der kleine da war, den linken Arm wieder losgemacht damit ich ihn berühren kann. War wirklich nicht schlimm und der rechte Arm ist eh komplett belegt mit den ganzen Gerätschaften. Mein Sohn ist dann mit dem Papa und der Hebamme in den Kreißsaal. 10 Min. später war ich schon getackert und durfte ebenfalls in den Kreißsaal.
Die Schmerzen danach waren schon ziemlich heftig aber dafür bekommst du ja was. Wir haben uns auch ein Familienzimmer gegönnt sodass mein Mann auch die ganze Zeit bei uns war.
Ich bin jetzt in der 11 ssw und sollte es wieder ein KS werden, könnte ich damit auch leben. Ich würde mir vermutlich genau das gleiche OP Team wünschen, weil die alle echt lustig drauf waren 🤗
Bei mir waren es durch Auszubildende ingsgesamt 11 Leute was ich im Vorfeld echt schlimm fand, aber gemerkt habe ich die überhaupt nicht 😉

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Hallo du,
Ich habe keine eigene Erfahrung mit KS, aber eine gute Freundin von mir ist jetzt mit dem 2. Schwanger und beim ersten musste wegen BEL ein KS gemacht werden. Jetzt beim 2. ist alles ok und sie könnte spontan entbinden. Sie hätte allerdings lieber einen KS. Sie hat den ersten KS als sehr gut empfunden und auch die Zeit danach war für sie hart aber ok. Sie sagt, KS weiß sie wenigstens was auf sie zukommt.
Es kann also auch so gehen. KS soll man nicht unterschätzen, aber ich dachte vielleicht hilft es dir zu wissen, dass es Frauen gibt die den KS als gut erlebt haben.

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Ich kann absolut verstehen, dass das jetzt erstmal ein kleiner „Weltuntergang“ ist, wenn man sich die Geburt komplett anders mit Geburtshaus etc. vorgestellt hat.
Meine Maus lag die ganze Schwangerschaft richtig, am Ende wurde es aus medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt , auf den wir daher nicht wirklich vorbereitet waren (Innerhalb von 2 Stunden nach Entscheidung wurde er gemacht). Das war erstmal für uns ein Schock, aber dennoch natürlich die richtige Entscheidung für uns, da eine natürliche Geburt zu große Risiken für unsere Maus gebracht hätte. Und ich denke, das ist doch das, was wichtig ist - das Kind mit einem möglichst geringen Risiko auf die Welt bringen. Es spielt für einen selbst natürlich eine Rolle, wie die Geburt passiert aber im Sinne des Kindes ist es doch letztendlich nebensächlich, wie man sich selbst die Geburt vorgestellt hat.
Für mich ist alles was mit spritzen und Blut abnehmen etc. zu tun hat, der reinste Horror aber ich habe es wirklich gut überlebt. Wichtig war für uns auch, dass es kein Not-Ks mit Vollnarkose wird, wo mein Mann nicht dabei sein kann.
Klar, die OP hintern Vorhang ist seltsam aber in dem Moment denkt man nur daran, dass man gleich sein Wunder auf dem Arm halten wird. Die Spinal-Anästhesie hat bei mir nicht sofort geklappt (natürlich ne Katastrophe für mich). Ich hatte Angst, dass ich die OP noch spüre , was natürlich nicht so war. Das wird getestet. Es ging alles schnell vorüber. Ich habe unsere Maus unmittelbar danach auf dem Arm gehalten.
Mein Mann und ich waren sicher genau so stolz auf mich, als hätte ich unser Kind natürlich auf die Welt gebracht.
Lediglich die Zeit nach dem OP war schon anstrengend, habe mich nur langsam erholt. Das ist aber bei jeder Frau anders.
Man denkt, dass man nie auf die Beine kommt aber dann ging es doch am Ende schnell.
Ich kann dir nur raten, den Kaiserschnitt gut anzunehmen, damit du danach nicht so daran zu knabbern hast.