2. Kind schwanger, 1. Kind Betreuung Frage

Hallo Mädels, mein 2. Knirps kommt im nächsten Frühjahr. Mein erster Sohn ist gerade 19 Monate alt. Er probiert gerade die Kita aus (angemeldet haben wir ihn, als ich dachte ich geh arbeiten, aber dann habe ich wegen der 2. Schwangerschaft die Elternzeit velängert). Nun ich muss sagen, ich zweifel stark, weil ich jetzt das Gegühl habe, dass mein Sohn noch viel zu klein für die Kita ist und er mir richtig leid tut. Mein Mann steht da voll hinter der Kita und meint auch, dass ich es mit 2 Kindern so nicht schaffe. Wir haben gar keine Familie in der Nähe. Meine Frage geht an die Mamas, die 2 Kinder haben und bis 3 die Betreuung allein übernommen haben - also die auch wie wir keine Familie zur Unterstützung haben. Ist das machbar? Kommt der Große bei euch manchmal zu kurz? Wie geht es euch damit? Lg

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Hey
Ich denke das muss jede Mama selbst entscheiden. Ich musste wieder arbeiten obwohl ich snell wieder schwanger wurde. Und als ich dann ins Beschäftigung verbot gegangen bin. Sind meine kinder bis mittag gegangen. Nina war da ändert halb. Sie wollte auch spielen😉ich hatte eine schlechtes Gewissen. Aber da konnte ich putzen und hatte
nachmittags Zeit.warte doch erstmal ab und entscheide dann du bist doch zu Hause und hast alle Möglichkeiten
Lg Anja

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Wir haben das zwei Mal so gemacht. Der Große wurde gerade zwei als seine Kleine Schwester geboren wurde. Ich hatte sie dann beide noch ein Jahr gemeinsam Zuhause. Das ist schon sehr anstrengend und manchmal kommt auch mal einer zu kurz, aber ganz ehrlich ... es muss sich nicht alles um das Kind drehen. Ich fand es sogar gut, dass wir uns gemeinsam ein grooven konnten, jeder lernen musste zurückzustecken und der Große nicht durch die Zeit im Kindergarten außen vor war.

Dann ging er mit knapp drei zu einer Tagesmutter und ich wurde erneut schwanger. Die letzten Schwangerschaftsmonate waren sehr sehr anstrengend. Aber als das Baby da war, war meine Mittlere 1,5 Jahre alt. Ich hätte mir nicht vorstellen können sie in die Krippe zu schicken, weil sie auch ein sehr sensibles Gemüt hat. Es war wieder eine sehr anstrengende Zeit, aber für die Schwestern war es auch schön gemeinsam den Tag zu erleben und nachmittags kam der große Bruder dazu und wir waren fast immer draußen.

Unser 4. Kind ist ein kleiner Nachzügler. Die beiden Großen sind in der Kita und die Kleine geht seit sie 2 Jahre alt zu der Tagesmutter, die wir auch schon beim Großen hatten. Es ist schön sich in dieser Schwangerschaft ein bisschen mehr schonen zu können und ich denke das wird auch die Babyzeit deutlich vereinfachen. Wären die Großen noch kleiner, würde ich sie trotzdem nicht in die Krippe schicken.

Aber bei uns sind die Krippen auch wirklich schlecht ausgestattet. Der Betreuungsschlüssel ist 6:1.

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Meine kleinen sind 25 Monate auseinander. Er hätte einen Kitaplatz mit 13 Monaten haben können, habe ich dann aber abgesagt, hatte mir zu weh getan, konnte noch nicht Laufen etc. Habe ihn dann für dieses Jahr angemeldet, er hatte auch einen Platz bekommen, aber der wurde mir doch nicht mehr gewehrt, da ich mit meinem 2. Kind schwanger und somit nicht arbeiten gehe und erstmal in Elternzeit bin. Er kommt dann somit erst mit 3 nächstes Jahr in die Kita. Mein Mann ist Vollzeit arbeiten und meist von 9-18/19uhr aus dem Haus, somit bin ich quasi den ganzen Tag alleine. Am Anfang schlafen die kleinen quasi fast nur, da musste der große meist nicht wirklich zurückstecken. Der kleine ist jetzt 5 Monate alt und aktiver da gibt es schonmal momente wo der große mal eben warten muss, wenn er was möchte. Ich binde ihn aber auch immer mit ein was den kleinen betrifft, baden, wickeln etc. Versuche immer beiden gerecht zu werden. Dadurch das der große keinen Kitaplatz bekommen hatte, war ich mit ihm auch immer 1x die Woche in einer Spielgruppe damit er quasi auch nur mal die Mama für sich hatte für 1-2 Stunden. Findet natürlich jetzt nicht mehr statt durch Corona.. Ich habe aber den Vorteil das meine Mutter nebenan wohnt und wenn sie frei hat, mir mal eben unter die arme greifen kann wenn ich mal einen Arzttermin mit einen der Kinder hatte etc. Oder halt zur Spielgruppe gegangen bin. Wenn dein großer schon in der Kita ist, dann würde ich ihn dort lassen, wenn du wirklich niemanden hast, weil es schon stressig werden kann wenn du z.B Termine usw. Hast.. du kannst deinen großen bestimmt auch mal eher von der Kita abholen oder mal einen Tag draussen lassen wenn ihr was unternehmen wollt. Würde mein Kind natürlich nicht von 8-17uhr in die Kita bringen, obwohl ich in Elternzeit bin. Ich weiss es tut weh sich von seinem Kind zu "trennen" aber die Trennung wird auch nächstes oder übernächstes Jahr weh tun. Hör einfach auf dein Mamagefühl :)

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Ich schließe mich an, dass das jede Familie natürlich selbst entscheiden muss.

Ich kann dir nur meinen Standpunkt sagen:
Meine große wird Anfang des Jahres 4J, sie hat übelst Power und will beschäftigt werden, ich lieg mit einer (derzeit noch) Risikoschwangerschaft flach. Ich würde es gar nicht schaffen, sie den ganzen Tag zu bespaßen! Wenn Zappel im März kommt, wird sie auch - total klar- ab und zu zurückstecken müssen... da ist es gut, wenn sie einen Teil des Tages schon schön spielen konnte, Aufmerksamkeit bekommen hat, wirken konnte (wird natürlich trotzdem nicht das Familienleben ersetzen, klar).

Sie ist nun schon viel größer als dein großes Kind, aber sie ist auch mit 18/19 Monaten in die Eingewöhnung gegangen (haben davor keinen Platz bekommen). Sie ist ein ausgesprochenes Mama-Kind und sehr feinfühlig (neigt zu großen Emotionen 😉 in alle Richtungen). Die Eingewöhnung war happig, für uns beide. Erst nach 5 Wochen ging sie gerne. Es gab seither (Sept 2018) immer wieder Phasen, wo sie nicht gehen wollte und geweint hat.
Jetzt kommt das ABER: die Kita tut ihr SO GUT! Sie hat sich so toll entwickelt, vom schüchternen Kind, was von anderen übergangen wurde, zu einer selbstbewussten Dame, die sich kein Spielzeug mehr wegnehmen lässt. Die sich auch mal durchsetzen kann. Sie ist körperlich total weit (war motorisch von jeher zurück), klettert wie ne wilde, rennt, hüpft, läuft rückwärts und hat ein totales Urvertrauen in ihre Fähigkeiten. Verbal war sie schon immer sehr weit. Aber sie ist auch empathischer geworden, kann sich gut in andere hineinversetzen (mit nicht mal vier).
Sicherlich ist das nicht nur der Verdienst der Kita, aber es hat ihr nicht geschadet, sondern im Gegenteil. Also hab keine Angst, auch wenn der Start holprig sein KÖNNTE, am allerbesten lernen die Zwerge voneinander.
Achso: und sie hat beste Kumpels da. Die haben ihre eigenen kleinen Geheimnisse und Rituale mittlerweile 😍 das ist so süß! Sie hat sich richtig ihren eigenen kleinen Kreis aufgebaut, was mich total happy macht als Mama.

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Hallo,
meine zwei Großen sind 21 Monate auseinander. Ich habe den Großen sogar noch bis 4 zu Hause gelassen, weil ich ja eh daheim war. Fand das schön, hab dann mit beiden Kindern Mutter-Kind-Gruppe, Musikgruppe usw. besucht. Wir haben zwar Omas vor Ort, dafür war mein Mann in der Zeit für zwei Jahre unter der Woche immer auf Fortbildung und nur am WE zu Hause. Für mich wäre es viel stressiger gewesen, hätte ich immer pünktlich um 8 geschniegelt und gestriegelt vorm Kiga stehen müssen (bis dahin ist bei uns nämlich Bringzeit).
Alles Gute!

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Ja, das ist machbar.
Ich habe zwar Familie vor Ort, aber die nehmen wir nur im Notfall in Anspruch.
Ich hatte schon 3 kleine Kinder zu Hause (von grad geboren bis grad 3 geworden) und es hat funktioniert. Auch beim letzten Lockdown mit 7 Kindern.
Es ist anstrengend (aber auch das ist vom Kind und einem selbst abhängig). Wenn man sich gut organisiert und ein gutes Maß an Bereitschaft zur Improvisation hat, funktioniert es gut😁
Wenn bei uns jemand zu kurz gekommen ist, dann am ehesten das Baby😅 Aber auch das liegt an dir. Und ein bisschen Zurückstecken muss jeder Mensch früher oder später lernen. Unsere Kinder waren meistens sehr verständnisvoll.
Man muss sich erst mal ein wenig einfinden und rumprobieren (oft hat sich mein Mann dann in den ersten Monaten auch Elternzeit genommen).

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Ich habe wieder das Arbeiten angefangen, als meine Tochter 15 Monate alt war. Seit da geht die auch in die Kita.
Aktuell bin ich (12+0) mit Nummer 2 schwanger. Das Baby wird im Mai auf die Welt kommen und meine Tochter wird ganz normal weiter in die Kita gehen.
Ich möchte aber auch Exklusivzeit mit Baby Nr. 2 haben. Meine Große hatte das ja schließlich auch.

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Also da können wir nur unsere Meinung anbieten, denn du weißt was für dein Kind am
Besten ist, nicht wir. Ich finde es klingt super, dass ihr schon in der Schwangerschaft in die Kita eingewöhnt!
Bis das Baby da ist wird dein Großer 2 sein und ich finde, erfahrungsgemäß, dass 2 ein super Alter ist um die Kinder in die Kita zu bringen. Die Eingewöhnung in die Kita zusammen mit der Geburt eines Geschwister Kindes zu legen finde ich mehr als ungünstig für alle. Daher ist es klasse, dass ihr es jetzt macht. Auch wenn es so garnicht geplant war.
Mein großer ging mit 12 Monaten in die Krippe und mit 2 in die Kita. Meine Kleine wird mit 12 Monaten zur Tagesmutter gehen und ebenfalls mit 2 in die Kita. Wenn es finanziell ginge, hätte ich beide erst mit 2 fremdbetreuen lassen aber auch nicht später.
Deine Bedenken könnten auch mit den Hormonen in der Schwangerschaft zusammenhängen. Da hat man eh schon ein schlechtes Gewissen, dass der Prinz zu kurz kommen wird. Aber keine Sorge. Natürlich hat man nicht mehr rund um die Uhr Zeit für das erste Kind, aber daran wächst das Kind nur und es bekommt nicht weniger Liebe.
Viele Grüße!