Nabelbruch - Bauchgurt? Jeder sagt etwas anderes *ratlos*

Hallo ihr Lieben,

ich bin derzeit in der 16. SSW. Ich selbst bin mit einem leichten Nabelbruch auf die Welt gekommen, welcher aber nie geschlossen wurde, da er wirklich nur minimal ist und nie Beschwerden gemacht hat. Vor ein paar Wochen hat der Nabel aber extrem wehgetan, sodass wir abends in die Klinik gefahren sind #zitter. Dort hat der Ultraschall aber nichts gezeigt, außer ganz viel Luft im Bauch. Meine Gyn hat mich im Anschluss noch zu einem Chirurgen geschickt, der meinte, meine Beschreibungen klingen so, als hätte ich mir etwas eingezwickt im Nabelbruch und man müsse das jetzt beobachten - zur Not müsste ich noch in der Schwangerschaft operiert werden #gruebel. Ich hatte diese Schmerzen seitdem nie wieder und habe mir auch noch nie zuvor etwas da eingeklemmt ...

Bei der Pränataldiagnostik meinte die Ärztin dann, dass das alles kein Problem sei. Sobald die Gebärmutter weit genug oben ist, würde sie den Bruch quasi "überdecken" und es könne nichts mehr passieren.

Nun war ich heute bei meiner Hebamme und die hat jedoch wiederum gesagt, dass mein Nabel ab und an bei bestimmten Bewegung jetzt schon rauskommen würde und dass das nicht gut ist. Sie hat mir nun einen Bauchgürtel empfohlen, den ich den ganzen Tag lang tragen soll. Außerdem hat sie eine Rektusdistase von 2 Fingerbreit festgestellt und meinte, dass alle Frauen nach der Geburt einen straffen Miederbody tragen müssen, damit sich diese wieder komplett schließt. Das hatte jedoch keine meiner schwangeren Freundinnen bis dato ... die meinten sogar, dass nicht jede Frau eine Rektusdistase bekommt, die Hebamme meinte aber, das sei normal. #kratz

Sorry für das ganze Wirrwarr, ich bin sehr verwirrt und etwas ratlos #gruebel, was bzw. wem ich denn jetzt glauben kann / soll und was ich tun soll. War jemand in einer ähnlichen Situation oder hat einen Tipp für mich?

Vielen Dank und liebe Grüße

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Also eine Rektusdiastase während der Schwangerschaft hat jede Frau, ohne kann der Bauch sich nicht dehnen. Nach der Schwangerschaft sollte diese aber nicht bleiben. Vielleicht hat sich deine Hebamme da missverständlich ausgedrückt.

Über Nabelbruch habe ich mich auch schon ein bisschen informiert. Prinzipiell ist es so, wenn dieser keine Beschwerden verursacht muss man während der Schwangerschaft nichts tun, operieren tut man dann erst, wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist.
Operieren muss man glaube ich nur wenn man Schmerzen hat oder eben Organe durchgerquetscht werden. Dass die Gebärmutter ab einer gewissen Größe davor schützen kann, kann ich mir gut vorstellen. Gefährlich ist es vor allem, wenn Teile des Darms geklemmt werden.

Aber deine Hebamme hat auf jeden Fall damit recht, dass es relativ früh dafür ist, dass dein Nabel rauskommt. Bei Nabelbruch wird tatsächlich ein Bauchgurt verwendet, weiß aber nicht, ob und wie man das in der Schwangerschaft macht. Habe auch schon davon gehört, dass der Bauch getaped werden kann oder der Nabel überklebt wird, damit sich nichts nach außen stülpt.

Du solltest deinen Nabel auf jeden Fall schonen, das heißt du solltest es immer vermeiden die Bauchmuskeln anzuspannen, schön über die Seite rollen beim Aufstehen und nichts schweres heben.

Mieder nach der Geburt ist glaube ich nicht erwiesen, dass das hilft. Auf dem Bauch liegen soll gut sein.

Ich würde beim nächsten Termin nochmal genau nachfragen: wann/bei welchen Beschwerden muss etwas getan werden? Was wären die nächsten Schritte? Und wie kann man vorbeugen? Irgendwie haben die Ärzte/Hebamme dir alles mögliche erzählt, nur nicht so wirklich was jetzt Sache ist und was sie dir letztendlich raten würden. Einen Bauchgurt würde zum Beispiel in dem Fall auch der Arzt verschreiben, ist nicht so, dass du dich um alles selbst kümmern musst und irgendwas selber besorgen sollst.

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Hallo,
ich würde zum Facharzt "Chirurgie" gehen, die sind hierfür ausgebildet. Der Hausarzt stellt sicherlich dafür eine Überweisung aus.

Gruß