Hebammen-Frage

Hallo :-)

Ich habe heute positiv getestet und überlege nun auch während der Schwangerschaft eine Hebamme zu haben. Auf den Websites steht im Leistungskatalog auch, dass sie eine Schwangerschaft feststellen und dann den Mutterpass ausstellen würden.
Wie stellt eine Hebamme denn die Schwangerschaft fest und zu welchem Zeitpunkt ist das möglich? Wie läuft eine reguläre Untersuchung während der Schwangerschaft ab?

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Erstmal glül zur Schwangerschaft!

Die Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft kann ich nur empfehlen - ich habe es auch gemacht und es war so schön.
Beim ersten Termin hat die Hebamme mir gezeigt, wie ich meine Gebärmutter ertasten kann und woran ich merke, wie sie wächst. Da war ich in der 11. Woche.
Der Termin bei der Hebamme dauerte jedes Mal eine Stunde. Sie kam zu mir nach Hause und hat das gemacht, was man bei der Gyn auch gemacht hat: Gewicht kontrolliert, Urin untersucht, Blutdruck gemessen, etc. Dann hat sie den Bauch abgetastet und mir ganz genau erklärt, wo was ist. Je größer das Baby wurde, desto besser konnte ich es ertasten und wusste immer ganz genau, wo der Popo ist, wo der Kopf liegt, etc. Darum wusste ich auch am Ende der Schwangerschaft, dass unser Baby in Schädellage liegt und ich mir keine Gedanken machen muss. Außerdem hat sie jedes Mal die Herztöne abgehört.
Sie hat sich für alle Fragen sehr viel Zeit genommen und mir ganz viel erklärt, besonders über die Geburt und die Zeit danach.
Zum Ende hin hat sie Akupunktur gemacht und nach dem Muttermund geschaut.

Im Wochenbett war es total schön, weil da keine wildfremde Frau zu uns kam, sondern "meine" Hebamme, die mich 9 Monate lang begleitet hatte.

Ich würde bei jeder weiteren Schwangerschaft auf jeden Fall wieder eine Hebammenvorsorge machen. Wichtig ist nur, direkt beim positiven Test anzurufen, später sind sie leider oft ausgebucht!

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Bis auf die Herztöne weiß ich, dass ich das selbst könnte. :-( Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit einer Hebamme in der Schwangerschaft schon glücklich wäre. Mein Gyn hat letztes Jahr bei jedem Besuch einen US gemacht, was für mich letztendlich unnötig erschien, aber wodurch feststand, dass mein Kind makrosom ist und ich eben eingeleitet werden könnte oder einen KS kriegen könnte. Da wüsste ich nicht, ob das eine Hebamme genauso erkannt hätte?
Mit der Vorgeschichte wäre es mir zumindest lieb gegen Ende hin US machen zu lassen, eben weil sich die wahre Größe erst zum Ende hin gezeigt hat. Dass die Hebammen keinen US machen, ist mir klar, da würde ich in die Praxis gehen (und selbst zahlen). Aber ich weiß nicht, ob sie mir bei den sehr frühen Besuchen versichern könnte, dass das Kind lebt (z.B. um den MuPa auszustellen)?

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Nun gut, zur reinen Feststellung einer Schwangerschaft reicht ein positiver Test, der in der Hebammenpraxis gemacht würde, eben wie beim Frauenarzt. Die Hebamme würde dir bei einem positiven Ergebnis auch Blut abnehmen, um die Werte zu checken. Auch das ist gleich, wie beim Gyn... Einzig der Ultraschall fehlt. Ansonsten kann die Hebamme (eine erfahrene Hebamme kann das zumindest) die Größe und das Gewicht auch sehr gut abschätzen. Palpation (Abtastung) existiert bei den Hebammen schon viel länger im Standardverfahren, als bei den Ärzten... Meine Hebamme hat mir schon recht früh gesagt, dass beim Sohn über 4 Kilo zur Welt kommen wird.
Bei ihm gab es auch eine Makrosomiediagnose und bei der Geburt heftige Komplikationen. Ich darf eher wegen der Komplikationen nicht über den Termin gehen. Er kam im übrigen mit 4820g und 56cm zur Welt. Mein Gyn (Pränataldiagnostiker) schätzte ihn damals mit seinen Ultraschallgeräten auf 4200g mit dem Vermerk auf eher etwas schwerer. Meine Hebamme sagte, dass er bestimmt 4,5 Kilo auf die Waage bringt. Das Krankenhaus hatte sich um fast ein Kilo verschätzt, denn sie meinten 3800-3900g, eher 3900g...
Also kann ich dir nur raten, dir eine fähige Hebamme zu suchen...

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Ich würde sagen sie macht einen normalen Urin Teststreifen. Außerdem kann eine Hebamme auch Blut abnehmen und dieses ins Labor schicken, genauso macht es der Frauenarzt ja auch wenn er kein eigenes Labor hat.

Die üblichen Untersuchungen sind: wiegen, Blutdruck, Urinprobe, abtasten, abhören mit Doppler ggf. Blutabnahme. Also alles, was man beim Arzt auch macht wo kein Ultraschallgerät oder CTG im Spiel ist. Also das ist bei den Hausbesuchen möglich.

Manche Hebammen sind auch in Gemeinschaftspraxen tätig wo man für ein CTG zum Beispiel vorbeikommen kann. Ultraschall kann glaube ich nur ein Arzt machen. Außerdem wird ein Zuckertest glaube ich in der Regel in der Praxis gemacht, müsste aber auch als Hausbesuch gehen.

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Ja, meine Hebamme hat den Zuckertest auch bei mir zuhause gemacht, ist ja nur das zeug trinken und Blut abnehmen 🙃

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War sie dann eine Stunde da oder hast du die Lösung bekommen und musstest sie vorher trinken um x Uhr und sie kam dann nur zum Blutabnehmen?

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Hallo wilvi
Musst dich nur rechtzeitig um eine kuemmern. Wenn. Du eine moechtest. Meine hat. Mir bei meinen 5.geburten zu hause geholfen. Meine beiden jetzt muss ich in der Klinik bekommen
Andrea

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Habe mich bei 4+1 gestern bereits gemeldet. Es sind in der Hebammensuche alle zur Auswahl stehenden Hebammen noch grün. #schein

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Die Hebammenbetreuung ist sooooo viel besser als beim Arzt :) ich geh immer ur am anfang zum arzt für die ultraschalluntersuchungen, zuckertest etc. und mach danach dann alle Untersuchungen bei der hebamme. Die Tipps u d das wissen sind sooo viel wert. Man bekommt zwar nicht jedes Mal ein Ultraschall Bild oder ctg (was einigen wohl wichtiger ist) aber es ist eine ganz andere Bereicherung:)

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Also ich bin total unzufrieden mit meiner Hebamme.. denke mir nur für was hab ich eigentlich eine 🤦🏽‍♀️

Hoffe wenn du eine findest wirst du zufrieden sein ❤️

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Magst du mir sagen, was deine für dich doof macht?
Ich hatte in der ersten Schwangerschaft keine und war mit meinen Hebammen im Krankenhaus auch teils sehr unzufrieden (Globuli beim Wehensturm, wo ich denke ich kollabiere! Aussage, dass sie mir nichts zu den Perzentilen sagen könne, weil sie davon keine Ahnung hatte..) und fand meine Betreuung im Wochenbett auch eher nervig (hey, die Wohnung wurde immerhin geputzt...). Ich würde mir aber gerne die Option offenhalten zuhause zu gebären - und das geht hier nur mit einer Hebamme, die schon in der SS da war.
Ich sehe mich halt immer noch parallel zu den Besuchen beim Gyn sitzen, weil das Vertrauen bei wirklich medizinischen Indikationen eher gering ist. :-( Habe in Erinnerung, dass ich mit Problemen immer sofort zum Arzt geschickt wurde. Da wäre ich aber auch hingegangen, ohne dass mir das jemand sagt. Würde deswegen für das Wochenbett nur das Minimalprogramm haben wollen (Gutrie-Test und Nabelschnurüberwachung).

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Also meine Hebamme habe ich seit Anfang meiner Schwangerschaft. Sie war 1x da hat die ganzen Daten aufgenommen und war nach 5 Minuten wieder weg.

Bis zur Geburt habe ich dann nichts mehr von ihr gehört oder sie auch garnicht mehr gesehen.
Als ich dann entbunden habe, habe ich ihr geschrieben ob sie denn am nächsten Tag der Entlassung kommen könnte (waren 4 Tage im KH), daraufhin meinte sie ihr Kalender ist voll sie könnte erst 2 Tage später. Okey das kann sein ist nicht so tragisch aber trotzdem blöd.

Als die Hebamme dann in der Anfangszeit jeden Tag/jeden 2. Tag kam, ging sie direkt nach 2 Minuten wieder. Sie kam fragte alles gut? Hast du fragen? Und tschüss. Sie hat mich und meine Tochter nicht 1x berührt zum kontrollieren oder nachzuschauen ob alles in Ordnung ist am Körper. Sie hat mir das Windelnwechseln nicht gezeigt, nicht mit der kleinen gebadet.. einfach garnichts hat sie gemacht. Als ich gesagt hab ja die Nabelschnur ist abgefallen, kam nur ein „sehr gut“.. nicht mal nachgeguckt oder beobachtet ob es sich entzündet o.ä.
Als ich dann auch zur Kontrolle bei meiner Frauenärztin war, sagte sie, j deine Hebamme kontrolliert bestimmt auch immer ob deine Gebärmutter sich gut zurückentwickelt usw. ich dachte mir nur so... ehm nein sie macht überhaupt nichts ...

Sie kommt zu unseren Terminen auch immer zu spät. Jedesmal. Termin ist zb um 16.30 Uhr, sie ist aber nie vor 17 Uhr da 🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️..

Also meine Hebamme kommt für 2 Minuten, macht nichts, und kassiert trotzdem das Geld von der Krankenkasse ab - was ich ihr eigentlich überhaupt nicht gönne.

Den Vertrag mit ihr hab ich trotzdem nicht gekündigt weil es schwer ist eine Hebamme zu finden, dachte mir dann nur egal wenigstens hab ich eine auch wenn sie nichts bringt.. vielleicht kann ich sie ja mal zu irgendetwas gebrauchen ..

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Hallo wilwi,

Ich sehe meine Gyn hoffentlich bis zur Geburt gar nicht mehr (hatte vor ein paar Tagen den 3. Großen US) und ich bin froh drüber. Ich vertraue zwar meiner Gyn zu 1000%, allerdings bin ich der Meinung, eine Gesunde Schwangerschaft ist ein "Normalzustand" und keine Pathologie, und Ärzte beschäftigen sich nunmal während Ihrer Ausbildung hauptsächlich mit den Krankhaften Dingen unseres Körpers, daher finde ich, ist eine gute Hebamme in diesem Fall der bessere Tanzpartner.

Wenn einer Hebamme etwas auffällt, das nicht mehr der gesunden Norm entspricht, wird und muss sie dich sowieso in ärztliche Behandlung schicken.

Aufgrund deiner etwas entgegengesetzten Kommentare bzw Aussagen darin "Hebamme nicht gut (bzw hatte keine Ahnung)" - "Vorgeschichte Makrosomie, Gott sei Dank das Arzt festgestellt hat" einerseits und "Pläne evtl Hausgeburt" andererseits würde ich dir nochmal raten, dies gut zu überdenken.
Ich selbst plane eine Geburt im Geburtshaus und finde, dabei muss man als Frau den dort arbeitenden Hebammen mehr als Blind vertrauen (bei einer Hausgeburt meiner Meinung noch ein bisschen mehr, denn in meinem Fall wären die Wege des RTW im absoluten Notfall nach zuhause wesentlich länger als bis ins Geburtshaus).
Ich sehe anhand deiner Fragenden Beiträge einfach eine große Verunsicherung bzw fast schon Mißtrauen gegenüber von Hebammen (was nach negativen Erfahrungen durchaus erstenmal eine normale Reaktion ist).

Ich persönlich bin mit der Hebammen Vorsorge total zufrieden, denn es gibt mehr Zeit für Fragen die nicht nur die Medizinischen Daten betreffen - sondern auch später das Leben mit Baby. Außerdem werden Beschwerden im die Schwangerschaft herum ebenfalls behandelt (Sehr gut helfende Tapes bei grässlichen Rückenschmerzen, Akupunktur bei Schlafstörungen, Tapes bei Lymphabflussproblemen) - ein Frauenarzt kann und wird dies alles eben nicht abdecken.

Es gibt Menschen, die brauchen "verlässliche" Werte (US, Laborwerte) - und es gibt Menschen, die ein gewisses Vertrauen in sich, ihren Körper und ihr Baby haben, erstere sind meiner Meinung nach besser von einem Arzt betreut, die 2. Gruppe von einer (guten) Hebamme.

Alles Gute :)