Sinnvolle SS-Untersuchungen

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Guten Abend ihr Lieben,
ich bin das erste Mal schwanger und in Besitz eines vorläufigen Mutterpasses, 9. SSW. Morgen ist mein nächster Termin zur Kontrolle. Meine FA hat mich gebeten, ihr morgen mitzuteilen, welche Untersuchungen ich machen möchte und ich bin mir unsicher. Welche haltet ihr für sinnvoll? Lg

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also soweit ich weiß, darf 3D/4D Ultraschall garnicht mehr einfach gemacht werden.
Toxoplasmose und Streptokokkentest können sinnvoll sein, würde ich sagen.
Alles in der linken Spalte wäre ja eh Kassenleistung

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Genau, kein 3D/4D und keine zusätzlichen ‚Baby-TV‘ Ultraschall.

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Hallo,
doch darf er z.B. zur Kontrolle der Kieferspalter oder bein unklaren 2D Befunden. Ebenso, so argumentieren manche Verbände, bei starken Ängsten der Eltern (auch deren Psyche ist medizinisch wichtig).
Aber eben kein Baby TV

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Hi, müsst ihr natürlich selbst entscheiden, was für euch infrage kommt.

Ich weiß nicht, wie viel ihr euch darauf einlassen wollt.
Manche wollen wissen, ob das Baby eine Behinderung hat oder nicht, um darauf vorzubereiten o.ä.

Das einzige was wir zusätzlich gemacht haben: Feindiagnostik.
Die Begründung war das Geburtshaus, sie wollten wissen, wie es gesundheitlich um das Baby geht.

Ansonsten waren wir immer alle vier Wochen zur Kontrolle. Keine weitere Besonderheiten.

Liebe Grüße
33. SSW#verliebt#huepf

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Ach ja, den kleinen Zuckertest musste ich auch machen.

Liebe Grüße
33. SSW#verliebt#huepf

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Zytomegalie und Ringelröteln sind (Klein-) Kinderkrankheiten, die bei einer Schwangeren zu schweren Komplikationen beim Ungeborenen führen können. Hast du viel Kontakt zu (Klein-) Kindern würde ich die Untersuchung empfehlen, dann wird geschaut, ob du die Krankheiten selbst schon hattest und quasi "sicher" bist oder ob du aufpassen musst. Den Toxoplasmosetest empfehle ich nur, wenn die Patientin Katzen hat. Listeriosescreening machen wir gar nicht.

Empfehlenswert ist der Streptokokkenabstrich am Ende der Schwangerschaft, einfach weil Streptokokken bei der Patientin selbst nichts machen, aber das Kind beim Durchtritt, also bei der Entbindung schwer schädigen können. Die meisten Streptokokkeninfektionen laufen harmlos ab, aber man will dem Neugeborenen doch die ersten Tage nicht gleich einen Infekt zumuten - und den kann man vermeiden, wenn man den Abstrich machen lässt. Sollten Streptokokken vorhanden sein würde man im Falle eines vorzeitigen Blasensprungs im Kreißsaal eine Antibiose bekommen und somit ist das Kind vor einer Ansteckung geschützt.

Baby-TV ist offiziell seit 2021 verboten, wir bieten ihn mit entsprechender Fragestellung trotzdem noch an. Die KK bezahlt eben nur die 3 großen Ultraschalle, und wenn die Schwangere bspw. in der 36. SSW das Gewicht des Kindes wissen will dann messen wir das Kind auch weiterhin. Das ist auch nicht verboten, weil der Verdacht auf ein makrosomes (=zu großes Kind) oder der Verdacht auf eine Plazentainsuffizienz weiterhin Indikationen für den Selbstzahlerultraschall sind. Wir haben noch nie geschallt nur weil die Schwangere ihr BBy betrachten wollte, die meisten wollen es aua o. g. Gründen und dann dürfen wir auch weiterhin laut Berufsverband die Ultraschalle als Selbstzahlerleistung anbieten.

Das Verbot bezieht sich grundsätzlich auf die nicht medizinischen Ultraschallstudios, die in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind wie Pilze im Wald - und dort wirklich stundenland geschallt wird. Einen Ultraschall bspw. weil die Schwangere wissen will, welches Geschlecht das Kind hat haben wir in unserer Praxis schon immer abgelehnt.

Dann gibt es noch die sog. NIPD, die nicht-invasive pränatale Diagnostik. Invasiv wären Sachen wie Fruchtwasseruntersuchung bei Verdacht auf Chromosomenstörungen, nicht-invasiv bedeutet ohne Eingriff in den Körper sondern bspw. mittels Blutentnahme. Da wird ab der 11. SSW Blut bei dir entnommen und auf chromosomale Störungen untersucht (bspw. Trisomie 13, 18, 21). Dazu muss man sich als werdende Eltern eben bewusst entscheiden - oder eben nicht. Wenn eine Behinderung keine Konsequenz hätte würde ich es nicht machen lassen. Aber dazu kannst du morgen deinen FA nochmal befragen.

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BBy=Baby

Ich bin übrigens auch für eine Editiermöglichkeit liebes Urbia-Team.

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Was ist denn ein vorläufiger mutterpass?

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Wahrscheinlich bis die ersten Blutergebnisse aus dem Labor angekommen sind.

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Wir haben nur die 3 großen Screenings, den kleinen Zuckertest und 2. mal Toxoplasmose (und diesen Husten) testen lassen. Sonst haben wir keine Untersuchungen machen lassen ausser die normale Vorsorge aber ich denke deine FA will auch nur wissen, welche Zusatzleistungen du möchtest da man die glaube ich alle relativ früh machen lässt. (Harmonytest, Pränataltest etc.)

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Die Vorsorgeuntersuchungen, wo man aufgrund deren Ergebnisse anders handeln würden, sind sinnvoll. Alles andere nicht.

Folgendes mache ich / habe ich gemacht:
- ETS + NIPT: Zum Ausschluss schwere kindliche Fehlbildungen
- Präemklapsie Screening: Falls nötig preventive Gabe von ASP 100
- Alle Toxoplasmosetests: Da ich zu Anfang der Schwangerschaft negativ war. Dh. die Möglichkeit frühzeitiger Medikamentengabe bei Infektion in der Schwangerschaft und damit geringerer Übertrittswahrscheinlichkeit aufs Kind und Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung
- Feinultraschall: Sieht Herzfehler, Plazentainsuffizienz etc. und entscheidet, ob man stärkerer Überwachung braucht und ob das Kind Intensivbetreuung nach der Geburt braucht.