Darf Arzt geteilte Vorsorge ablehnen

Hallo zusammen,
ich bin richtig sauer. Ich war eben bei der Frauenärztin zum 20 W. Ultraschall und sie meinte anschließend ich solle in 4 Wochen einen neuen Termin zur Vorsorge machen. Habe ihr dann gesagt, dass ich gerne mal einen Vorsorgetermin bei der Hebamme machen würde, um mal die Erfahrung zu machen und dann schaue, was mir besser gefällt. Sie sagte dann so komisch ja einen dürfen sie, worauf ich gefragt habe, was denn wäre wenn ich nun alle Vorsorgetermine bis auf den US in der 32. Woche bei der Hebamme machen würde. Darauf hat sie in einer sehr komischen 5 minütigen Diskussion mehrmals gesagt sie mag das mit der geteilten Vorsorge nicht. Ich habe sie dann ganz konkret gefragt, was denn wäre wenn ich es aber so will, sie darf es ja nicht ablehnen. Dann hat sie gesagt ja ne sie würde das dann nicht machen.
Ich werde auf jeden Fall nach einer anderen Ärztin schauen nach der Aktion, glaube aber es wird nicht einfacher jemanden zu finden. Sind denn alle Ärzte so drauf bei dem Thema? Und hattet ihr eure Vorsorge bei der Hebamme, wenn ja wie ist eure Erfahrung?

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Ich habe einfach gesagt, dass ich den nächsten Termin erst in 8 Wochen brauche weil meine Hebamme in 4 Wochen kommt. Arzt und Hebamme wechseln sich immer ab. Ich hab darüber überhaupt nicht diskutiert. Mein Arzt guckte kurz doof und hat aber dann nichts dazu gesagt.
Laut meiner Hebamme bekommen die Ärzte pro Quartal eine Pauschale, egal ob man einmal oder drei Mal hin geht. Natürlich nur, solange sie nichts zusätzlich "verkaufen". Der Arzt hätte so eigentlich mehr davon, weil er für die selbe Pauschale weniger arbeiten muss. Ich glaube, viele Ärzte haben eher ein Problem damit, dass jemand der nicht studiert hat und eben kein Arzt ist, die selbe Arbeit macht (und dass vielleicht sogar besser). Die Vorsorgen bei der Hebamme sind bei mir deutlich umfangreicher als beim Arzt.

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Genau so kenne ich es auch. Meine Ärztin hat auch nichts dazu gesagt.

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So sagte man mir es bei der Krankenkasse auch, als ich genau deswegen nachgefragt hab: Gyn rechnet quartalsweise eine Pauschale ab, egal ob man alle vier Wochen hingeht oder nicht.

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Nein darf sie nicht ablehnen

Meiner war da auch mehr als stinkig (er kann ja dann nichts abrechnen 😂😂😂) weil ich die komplette Vorsorge außer die 3 Screenings beim meiner Hebamme gemacht

Ich verstehe das immer nicht, dass sich da einige Gyns so gegen wehren und sie Probleme damit haben

Könnte alles harmonischer für die Schwangeren sein, naja

Notfalls machste nen Termin aus und sagst dann halt ne Woche vorher ab und fertig 🤷🏻‍♀️

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Klingt ja wirklich komisch die Reaktion deines Fa.
Bei meiner praxis finde ich das modell ganz gut, da habe ich die 3us plus den letzten und ersten termin der ssw bei der frauenärztin direkt und die anderen termine mache ich mit einer hebamme, die dort vor ort arbeitet (Angestellt oder selbstständig).
Mir gefällt der Wechsel ganz gut.

Hättest du denn schon eine hebamme an der hand, die deine vorsorgetermine durchführen würde? Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass Hebammen leider mangelware sind (zumindest in der stadt, in der ich wohne).

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Also mein Arzt hat da rein gar nichts gegen. Er hat mich sogar diesmal gefragt ob ich es wieder teilen möchte mit der Hebamme 🍀
Ablehnen kann sie es eigentlich nicht. Es ist ja schließlich deine Entscheidung. 🤷🏻‍♀️
Nach der Aktion würde ich es auch probieren woanders. Es gibt bestimmt auch noch so Ärzte die nichts dagegen haben ☀️

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Sie kann das Ablehnen.
Gibt durchaus Ärzte, die das nicht gerne sehen. Leider.
Viele haben deshalb auch mittlerweile eine "praxiseigene Hebamme".

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Meine alte Gyn hat sich die Vorsorge auch nicht mit Praxis Femden Hebammen geteilt. Sonst hätte sie ja nicht die volle Pauschale abrechnen können.
Sie hat diese Patientinnen tatsächlich nicht weiter behandelt.

Es gibt leider solche Ärzte, die nur an ihre Kasse denken.

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Meine gyn hat damals genauso reagiert, ich habe dann gewechselt. Die Vorsorge bei der Hebamme war viel viel viel schöner und persönlicher!

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Danke euch vielmals für eure Erfahrungen! 💕 Ich habe eine ganz tolle Hebamme und habe schon beim Erstgespräch gemerkt, wie viel näher das alles war. Werde auf jeden Fall parallel nach einem neuen FA schauen und sonst eben den letzten US bei ihr wahrnehmen.

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Bei mir ist es so, dass ich jetzt zwischen dem 12Ssw Ultraschall und dem in der 22ssw Ultraschall im 4 Wochen Rhythmus bei der Hebamme in der Praxis war. Da die Hebammen dort aber direkt sagten, dass sie keine Wochenbett-Betreuung machen, musste ich mir dafür eine andere Hebamme suchen, die mich aber auch schon jetzt unterstützt, wenn ich fragen habe.

Das dein Arzt das ablehnt, finde ich aber allerhand (auch wenn ich froh gewesen wäre, zwischendrin mal einen Ultraschall zu haben. Muss jetzt noch 3 Wochen warten, bis ich den für die 22Ssw kriege)

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Also meiner ist sogar sehr dafür. Er fragte mich auch bei der letzte Untersuchung ob ich den eine gefunden habe und meine Hebamme kennt meinen Arzt auch und sagt das er da sehr entspannt ist. Das einzige was ich jetzt nicht verstehe ist das ich alle 4 Wochen bei meinem Arzt bin und dazwischen bei meiner Hebamme. Ich bin jetzt irritiert wenn ich das lese. Muss ich jetzt irgendwas noch zusätzlich zahlen? Ich kenn mich da garnicht aus. Keiner von den beiden hat irgendwas gesagt.