Zusätzliche Untersuchungen

Guten Abend ihr Lieben :)
Ich bin in der 7.SSW und hatte vom FA ein Infoblatt mit möglichen zusätzlichen Untersuchungen (Toxoplasmose, ETS usw.) bekommen und habe mich auch im Internet informiert was es so gibt, Vorteile, Nachteile, Kosten.. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das ETS mit der Nackenfaltenmessung nicht sehr aussagekräftig, da es nur eine Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung vorhersagt und nur ein paar Chromosomenerkrankungen abdeckt. Der Harmonytest soll im Vergleich dazu besser und vor allem aussagekräftiger sein, deckt aber ebenfalls nur Chromosomenkrankheiten ab. Daher tendieren mein Partner und ich eher gleich zur Fruchtwasserpunktion, da sie mehr abdeckt und sehr aussagekräftig ist. Allerdings sind auch die Risiken größer.
Nun meine Frage an euch.. Wie seht ihr denn das Ganze? Wozu tendiert ihr, was findet ihr sinnvoll und was nicht? Welche Erfahrungen habt ihr mit den Tests gemacht?

Liebe Grüße und schönes Wochenende :)

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Gratuliere zur Schwangerschaft erst mal ❤️ ich weiß nicht, von wo du bist, ich lebe in Österreich und bei uns war regelmäßige Kontrolle auf Toxoplasmose im Plan und eine nackenfaltenmessung sowie ein feinscreening. Mehr haben wir nicht machen lassen, weil alles unauffällig war - von fruchtwasser punktionen ohne gegebenen Verdachtsfall wird bei uns übrigens abgeraten, eben wegen der Risiken 🤷‍♀️ habt ihr denn eine familiäre Vorgeschichte, weshalb ihr Befürchtungen habt? Ansonsten würde ich persönlich das eher entspannt angehen ❤️

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Dankeschön ☺️
Nein familiär ist alles in Ordnung, aber wir hätten schon gerne Gewissheit.. Vielen Dank für deine Antwort :)

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Ist halt immer eine nutzen Risiko Abwägung 🤷‍♀️ Freunde von uns haben alle Untersuchungen machen lassen, die es gibt. Der junge hat sie trotzdem mit Trisomie 21 überrascht bei der Geburt 🤷‍♀️ was ich damit sagen wlll: du wirst nie die 100%ige Gewissheit haben, egal welche Untersuchungen man macht 😅

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Hey, herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft😊

Die Frage ist schwer zu beantworten, wie ich finde.Denn die Entscheidung für oder gegen zusätzliche Untersuchungen ist sehr persönlich und abhängig von ganz vielen individuellen Faktoren.Gibt es Vorerkrankungen, wie würden wir mit der Diagnose einer Behinderung umgehen, wie ist mein Umfeld aufgebaut etc...ich finde, da muss jede Frau/Familie wirklich für sich entscheiden.Was für die einen sinnvoll ist, ist für die anderen sinnlos.

Aber Du fragst nach unseren Standpunkten😃Ich persönlich(38J, erstes Kind, 16Ssw) habe überhaupt keine zusätzlichen Untersuchungen machen lassen.Mein FA hat mir beim ETS gesagt, dass die Nackenfalte für ihn absolut unauffällig aussieht und er hat ein sehr gutes US-gerät.Aber natürlich ist das nicht mit der großen Nackenfaltenmessung vergleichbar.

Da ich aber schon zwei frühe Fehlgeburten hatte, durfte ich am Anfang etwas häufiger zum Ultraschall kommen und das hat mich sehr beruhigt.

Ich wünsche Dir alles Gute und allzeit unauffällige Untersuchungen🤘

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Vielen Dank für deine Antwort und Erfahrungen, ich wünsche dir für deine Schwangerschaft weiterhin alles Gute 😊

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Hallo Lotte,
Ich habe in der ersten SS lediglich den Harmony-Test gemacht. Dieser war unauffällig und das hat mir gereicht. In dieser SS werde ich sowohl ETS als auch den Harmony machen. Einfach auch aufgrund meines Alters. Sollte bei einer der beiden Untersuchungen etwas unklar sein, würde eine Fruchtwasseruntersuchung das letzte Mittel meiner Wahl sein. Sprich nur dann, wenn es wirklich gar nicht anders geht. Dafür ist uns das Risiko dieser Untersuchung einfach viel zu groß. Sicherlich kennst du die Statistik dazu.
Das ist unser Weg.
Alles Gute für dich 🍀

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Danke für deine Meinung, tatsächlich klingt das auch nach einer Option, die ich nochmal mit meinem Partner besprechen werde. Alles Gute für deine Schwangerschaft ☺️

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Wir haben keine Tests gemacht, abgesehen von den normalen Untersuchungen. Für uns war klar, dass wir auch ein behindertes Kind bekommen.

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Wir haben beim ersten gar keine Zusatzuntersuchung gemacht, waren etwas spat dran und haben dann bei uns keinen Termin mehr um die Woche bekommen (Feiertage). Beim zweiten Kind haben wir uns für das ETS entschieden, aufgrund meines Alters (34) und da dort auch die angelegten Organe betrachtet werden (Herz, Gehirn, Magen, etc.). Was wir auch sehr wichtig fanden, falls man sich auf etwas vorbereiten möchte. Der Schall hat 45 Min gedauert, weil alles sehr ordentlich angeschaut wird. Auch meine erste Schwangerschaft und eine Gefahr für Diabetes wurde sehr ausführlich besprochen.

Als Ergebnis war dann mein Risiko mit dem Bluttest kombiniert sooo gering, dass wir keine weiteren Untersuchungen machen lassen möchten, welche die Gesundheit oder das Leben unseres Kindes ggf. beeinflussen könnten. Sprich die Fruchtwasserpunktion lassen wir definitiv bleiben. Mir haben nach dem Termin sowohl mein Frauenarzt als auch die Pränataldiagnostikerin von weiteren Untersuchungen abgeraten :-).

Dir alles Gute für deine Schwangerschaft.

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Hi,

also wir haben das Ersttrimesterscreening und den Harmonie - Test machen lassen. Danach waren wir uns sicher, dass unser Kleiner gesund zur Welt kommen würde. Die Feindiagnostik in der 21. SSW hat dann jedoch Verdacht auf Mukoviszidose ergeben und wir haben noch eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Auf die hätte ich absolut gerne verzichtet. Aber wir wollten Gewissheit, dass unser Bauchzwerg gesund ist. Letztendlich kann ich dir sagen, dass die Fruchtwasseruntersuchung nichts weiter ergeben hat. Wir müssten nun weitere Test machen lassen, die zwischen 1.000€ und 2.000 € kosten sollen. Die Kosten werden hier nicht von der Krankenversicherung übernommen. Da ich aber mittlerweile in der 30. SSW bin und meine Ärztin das für übertrieben hält, werden wir den Befund des "leuchtenden Darms" nun erstmal so hinnehmen. Ich habe aber in 3 Wochen einen Termin bei der Intensiv-Schwangeren-Beratung, damit man nach der Entbindung bei dem Kleinen nochmal genau nach dem Darm schauen kann. Seit der Feindiagnostik war es immer nur ein Wechselbad der Gefühle. Ist der Kleine gesund oder nicht. Das war sehr belastend und im Nachhinein gesehen, hätten wir es bei dem Harmonie-Test belassen sollen. Auch das ETS hätte man sich meiner Meinung nach sparen können, da der Harmonie-Test aussagekräftig genug war.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Liebe Grüße und eine entspannte Schwangerschaft 😊

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Hallo Lotte,

Glückwunsch zur Schwangerschaft :-)

Also ich bin mir nicht mal sicher, ob es überhaupt möglich ist sich eine Fruchtwasserpunktion einfach zu "wünschen". Das ist eine massiv invasive Diagnostikform und das letzte Mittel der Wahl. Das sollte kein seriöser Arzt ohne begeründeten Verdacht machen. Du gehst damit ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5-1% ein. Das ist das Risiko eventuell wert, wenn es um konkrete Erkrankungen und Entscheidungen geht, aber definitiv nicht, wenn man prinzipiell keinen Grund hat zu glauben, dass das Kind nicht gesund ist... Zusätzlich denk ich nicht, dass dir die Kassa einfach so eine komplettes genetisches Screenig bezahlt. Wonach sollen die denn überhaupt suchen ohne konkrete Fragestellung? Du sagst ja, dass dir das Screening auf die Trisomien zu wenig ist. Aber wonach entscheidest du dann was alles angeschaut werden soll? Und selbst wenn du das alles machst gibt es immer noch Erkrankungen, die man genetisch eben nicht sehen kann. Vollständige Absicherung gibt es also eigentlich nie.

Wir haben ETS und Organscreening gemacht, aber keinen Bluttest. Das hat sich bei uns irgendwie von selbst ergeben, weil wir in einer Uniklinik in Betreung sind und die das automatisch mit machen. Sonst hätten wir vermutlich nur das Organscreening gemacht. Dieses war mir wichtig, da ich mögliche organische Probleme vor der Geburt wissen wollte um gegebenfalls noch ein anderes Geburtskrankenhaus auswählen zu können.

Liebe Grüße,

Karamellschnecke

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Huhu,

Das kann ich so nur unterschreiben. Ich war in einem Pränatalzentrum und habe vor dem Organscreening alles mögliche zum Lesen (und unterschreiben) bekommen. Da stand auch überall, dass eine Fruchtwasseruntersuchung nur gemacht wird wenn nicht invasive Untersuchungen auffällig sind oder es eine genetische Disposition innerhalb der Familie gibt. Aber so als Wunsch-Igel-Leistung wäre das auf gar keinen Fall möglich gewesen.

LG Nalea

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Die Frage muss ja leider sehr individuell beantwortet werden. Ich würde es von verschiedenen Faktoren abhängig machen (dein Alter, deine Vorerkrankungen, wievieltes Kind etc.).

Persönlich würde ich erstmal eine nicht invasive Untersuchung (Harmony o.ä.) machen lassen und dann könnt ihr ja immer noch entscheiden, ob ihr eine invasive Untersuchung vornehmen lasst. Vorher solltet ihr euch aber auch überlegen, was ihr im Fall der Fälle tun möchtet. Hat eine Erkrankung keine Auswirkung, dann würde ich eine Fehlgeburt durch einen invasiven Eingriff nicht riskieren.

Wir gehen persönlich so vor: Ich bin 37, habe Vorerkrankungen & bin jetzt in der 12. SSW und wir lassen das ETS machen und den Harmony-Test. Wir wollen aber einfach nur vorbereitet sein, falls etwas nicht stimmt. Aber wir haben auch lange auf unser Wunder gewartet und unseren ersten Sohn in der 15. ssw verloren.

Ich wünsche euch alles Gute 🍀

LG Hamsti

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Nur noch ergänzend zu dem bereits geschriebenen. Egal wie viele Tests ihr machen lasst, keiner kann euch garantieren, dass ihr ein gesundes Kind bekommt. Das sollte man bei all der Testerei immer im Hinterkopf haben. Es kann bei der Geburt immer auch zu Komplikationen kommen (die ich keinem Wünsche) und schon sieht es ganz anders aus.

Ich bin aktuell zum zweiten Mal schwanger und mein damaliger Frauenarzt hat und geraten uns ganz genau zu überlegen was wir mit dem Ergebnissen der Tests anfangen. Also, sind wir bereit das Kind abzutreiben, oder ab welcher Behinderung wäre das eine Option. Sind wir bereit eine Schwangerschaft mit vielen Gedanken und Ängsten zu durchleben wenn bei einem der Tests eine Auffälligkeit herauskommt. Die Fragen sollte sich jedes Paar stellen und für sich beantworten. Ich denke dann hat man einen ganz guten Leitfaden welche Untersuchungen man machen lässt und welche nicht.