Trotz Schwangerschaft Arbeitsvertrag unterschreiben?

Ich habe selber ein schlechtes Gewissen, von daher braucht das bitte niemand extra erwähnen...

Ich bin aktuell in der 10. Ssw, im September beende ich meine Ausbildung und sollte längst den Arbeitsvertrag ab Oktober unterschrieben haben. ET ist der 11.11.
In den letzten Wochen habe ich das hinaus zögern können, aber nun drängt meine Chefin doch etwas.

Das Problem ist ganz einfach: Die Ausbildung mache ich über einen Bildungsgutschein und bekomme Alg1 und Fahrtkosten. Sage ich, dass ich schwanger bin, schickt sie mich im schlimmsten Fall (eigentlich tatsächlich DAS worst-case Szenario für mich) ins bv und ich kann meine Ausbildung nicht pünktlich beenden.

Weiß jemand, wie es sich in diesem Fall mit Alg1 verhalten würde? Bekäme Ich das weiter oder stände ich dann ohne Geld da?

Von Ausbildungsende bis ET sind es etwas über 6 Wochen, wo eh der Mutterschutz greifen würde, aber was ich mich frage: habe ich irgendwelche Vorteile, wenn ich jetzt noch den Arbeitsvertrag unterschreiben würde? Oder ist das Jacke wie Hose und der 'verfällt', weil ich die Stelle eh nicht antreten könnte?

Ja, früher oder später lässt es sich nicht mehr verbergen, aber im Moment trau ich mich schlichtweg nicht etwas zu sagen, weil ich sie nicht einschätzen kann.

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Ich würde unterschreiben. Sieht besser aus.

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Hallo :) Ich kenne mich mit ALG nicht aus, aber ich würde die Vertragsunterschreibung nicht weiter hinauszögern, das wirkt sonst im Nachhinein ggf. merkwürdig. Falls der Vertrag nichtig sein sollte, hast du trotzdem nichts verloren... im besten Fall hast du einfach einen Job nach der Elternzeit. Falls du deine Ausbildung nicht beenden kannst, kannst du das ja nach der Elternzeit tun (falls der Arbeitsvertrag dann nichtig sein sollte, kannst du wenigstens einen Job im Anschluss an die Ausbildung suchen, das ist vermutlich einfacher als direkt nach der Elternzeit ohne Arbeitserfahrung). Entscheide in dem Fall, was das Beste für dich und das Kind ist. LG

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Soweit ich weiß hast du durch ein BV keine Nachteile.

Ich rate dir auch den Vertrag zu unterzeichnen. Für den Arbeitgeber ist es so vielleicht auch nicht zu blöd. Schließlich gibt es keine Einarbeitungszeit oder ähnliches. Lediglich die paar Wochen, die er dich im Mutterschutz bezahlen muss (anteilig zur Zuzahlung der Krankenkasse).

Du hast keine Mitteilungspflicht gegenüber dem Arbeitgeber. Und sollte er rummeckern, behauptest du einfach, dass du es zu dem Zeitpunkt nicht wusstest. Fertig aus.

Stell dir mal vor, du unterschreibst nicht und es kommt zu nem Abgang deiner Schwangerschaft. Da haste dann garnichts. Denk an dich, an euch und wenn man so will "egoistisch".

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In der letzten Schwangerschaft habe ich den angebotenen Arbeitsvertrag nicht unterschrieben. Das war in der 9. SSW. Fünf Wochen später hatte ich eine Fehlgeburt.

Ich würde nicht mehr verzichten.

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Egoistisch sein, unterschreiben und fertig