Schwangerschaftsvorsorge von zuhause aus?

Hallo liebe Mamas und bald-Mamas,
wir sind 2 Mütter (beides Ärztinnen) und ich (m, Informatiker), die gerade in der Gründungsphase für ein Startup zum Thema "Schwangerschaftsvorsorge von zuhause aus" sind. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie anstrengend (nicht nur in Pandemiezeiten) die SS-Vorsorgetermine sein können und haben uns überlegt, welche Werte (z.B. Blutdruck, Gewicht, Protein) werdende Mütter auch von zuhause aus messen können - immer begleitet durch eine Hebamme/Gynäkologin.

Meine Kolleginnen haben selbst vor 6 Monaten entbunden, wir sind aber ganz neugierig, von euren Erlebnissen mit Vorsorgeterminen zu hören und Ideen zu diskutieren - gerne einfach am Telefon oder per E-Mail/Signal/wie ihr wollt :)

Wir freuen uns von euch zu hören. Schreibt mir gerne eine Nachricht oder antwortet auf den Beitrag. Vielen Dank! #herzlich

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... ich finde es eigentlich gar nicht schlimm, sondern eher ganz nett, persönlich zu meiner Ärztin oder Hebamme zu gehen. Irgendwas ist dann aber auch immer noch zusätzlich, Ultraschall, Blutwerte werden überprüft oder so... Hatte bislang bei meiner Ärztin noch keinen Termin, den man so auch online hätte durchführen können. Bei meiner Hebamme schon eher, aber da war ich auch nur zum Kennenlerntermin.
Aber vielleicht ist euer Angebot aber praktisch, wenn man es weit zu der nächsten Praxis hat oder die Auswahl an Praxen nicht groß ist und man in der vorhandenen nicht so zufrieden ist.

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Hallo 🙂 ich mache die Hälfte meiner Vorsorgeuntersuchungen zuhause mit meiner Hebamme. Diese führt alle Untersuchungen genau so durch wie meine FA. Nur die Ultraschalluntersuchungen muss ich definitiv in der Praxis machen. Alle anderen könnte ich auch meine Hebamme zuhause machen lassen. Da dies meine erste Schwangerschaft ist, hab ich mich entschieden das zwischen beiden aufzuteilen. Ich dachte gerade in Zeiten von Corona wäre es nicht verkehrt einige Untersuchungen zuhause zu machen, um mich und andere zu schützen.

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Ich bin vom Fach und finde es nicht sinnvoll..

Die Hebamme kann doch auch zu den Frauen nach Hause kommen wenn sie dies anbietet. Wenn nicht, finde ich es grad wichtig das Frauen auch in dieser Zeit mal rauskommen und wen anderes sehen. Es kann immer sein das sich Fragen oder Beschwerden auftun die man durch die Distanz nicht erkennen kann. Allein die körperlichen Untersuchungen werden schwierig. Nicht jeder kann Blutdruck messen oder hat ein Gerät zuhause. Ganz zu schweigen von Gebärmutterstand und Lage des Kindes.

Glaube nicht das sich sowas durchsetzen würde auch wenns gut gemeint wäre :)

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Hi,
ich lasse die Vorsorge auch im Wechsel von Hebamme und Frauenärztin machen. Die Hebamme kommt bei mir vorbei und macht CTG, Urintest, misst Blutdruck, checkt die Lage des Babys und macht dann noch Akupunktur. Blut nimmt sie nicht ab. Die Blutwerte lass ich also von meiner FÄ kontrollieren. Morgen bin ich auch dort zum letzten großen Ultraschall 😍
Ich finde es im Wechsel angenehmer. So spare ich mir den Weg zur Praxis und die Wartezeit dort. Gerade, wenn ab jetzt alle 2 Wochen kontrolliert werden soll.
Lg Mary

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Ich gehe gerne zu den Vorsorgeuntersuchungen. Für mich würde so etwas nicht infrage kommen.
Schätzt den persönlichen Kontakt. Viele Dinge ergeben sich oft im Gespräch mit der Ärztin aber auch das Thema Patientenbeobachtung finde ich wichtig.
Gerade in den Zeiten wo jeder alles googelt denke ich das vielleicht Unregelmäßigkeiten in den Ergebnissen die persönlich ermittelt worden sind nur für unnötige Ängste und Unsicherheiten führen würde.
Eine Fachkraft egal ob Hebamme oder Ärztin sollte immer involviert sein.

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Mein erster Gedanke war...was soll der Blödsinn wieder 🙈 SORRY

Ich beschäftige mich schon dank dem Internet genug mit meiner Schwangerschaft, eventuellen Problemen, oder eventuellen Unregelmäßigkeiten. Wenn ich jetzt noch darüber nachdenke ob ich das mit dem Blutdruck richtig gemacht habe oder ob ich vielleicht was falsch verstanden habe...

Egal ob Hebamme oder Ärztin, ich finde medizinisch notwendige Untersuchungen gehören auch in die Hände derer die es gelernt haben. Ich gehe gerne zu meiner Ärztin, und würde so etwas nicht in Anspruch nehmen.

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Ja, also eigentlich macht das die Vorsorgehebamme.

Tatsächlich kommen die einen oder anderen auch nach Hause, darum ist die Idee eigentlich nicht so neu.

Was mir bei der Vorsorge beim Arzt zu kurz kommt, sind psychosoziale Aspekte, Gespräche und Fragen klären. Meine Hebamme kommt immer für eine Stunde. Noch weniger Kontakte zum medizinischen Personal sind eher kontraproduktiv.

Denn ein Fachmann/-frau sieht sich ja auch immer die Person an. Wirkt die Mutter frisch, gesund, aktiv oder deprimiert, kränklich, bekommt einen gräulichen Hautunterton usw. usf.

Vorsorge zu Hause find ich gut. Aber bitte von Fachpersonal mit ausreichend Zeit.