Ausschabung oder natürlicher Abgang?

Hallo ihr Lieben,

vorgestern bei meinem Untersuchungstermin in der 11. SSW konnte meine FA leider kaum was beim Ultraschall erkennen und wir hatten somit am Montag und heute eine Blutabnahme gemacht. Leider habe ich dann heute auch schon erfahren dass unser kleines Würmchen es nicht geschafft hat.

Meine FA hatte mir dann die Möglichkeit gelassen zu warten bis es natürlich abgeht oder einen Termin für eine ausschabung zu machen. Ich bin mir nicht wirklich sicher was besser ist. Einerseits habe ich total Angst vor einer ausschabung, andererseits würde ich gerne nicht mehr so lange warten wollen. Es fühlt sich einfach nicht gut an...

Wofür habt ihr euch entschieden? Und wie waren eure Erfahrungen bei einer ausschabung (vielleicht könnt ihr mir ja die Angst davor nehmen)?

Liebe Grüße

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Ich hatte auch letztes Jahr im Januar eine FG ebenfalls in der 11. Woche.. ich habe mich für die Ausschabung entschieden erstens weil ich nicht länger warten wollte und zweitens weil es mir mehr weh tun würde wenn plötzlich „mein baby“ in der toilette liegen würde. Ich kann es mir nicht vorstellen das würmchen so gehen zu lassen.. so war ich am „schlafen“ und habe nicht mitbekommen wie es entfernt worden ist. Aber eins muss ich sagen ich bin weinend in den op raum gegangen weil ich das gefühl hatte dass ich gerade mein baby umbringen würde..

Ich wünsche dir ganz viel kraft.. fühl dich gedrückt ❤️ Und alles gute liebes

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Das kann ich nur unterschreiben.Bei mir wurde unmittelbar vor dem Eingriff (schon auf dem OP-Tisch) noch mal gründlich per Ultraschall nachgeschaut, ob wirklich kein Herz schlägt.Das war zwar traurig, wer hofft nicht auf ein Wunder, hat mir aber den Eingriff letztlich erleichtert🧡

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Vielen Dank für deine Antwort.
Jaa dieses Gefühl kann ich verstehen. Trotzdem bleibt ein wenig die Angst, da ich vorher noch nie eine OP mit Narkose hatte. Aber es beruhigt sehr zu hören das es bei dir dann auch so gut geklappt hat.

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Wenn du was wissen möchtest schreibe mir ruhig privat :)

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Hey Du, das tut mir wirklich wahnsinnig leid, was Dir passiert ist.Ich weiß, wie Du Dich fühlst, letztes Jahr wurde bei mir auch in der 11.Woche eine missed abortion festgestellt.

Ich kann Dir nur von mir erzählen, wie ich es alles empfunden habe.Einige Monate vor meiner missed abortion hatte ich eine Fehlgeburt, bei der sich nur ein sehr unvollständiger Embryo entwickelt hat.Hier war ich in der 7.Woche, als die Diagnose endgültig gestellt wurde.Der Arzt hat mir gesagt, ich könne abwarten und der Natur ihren Lauf lassen, was ich auch getan habe.Der Abgang war sehr schmerzhaft und ich hatte wirklich starke Blutungen.Es war ein harter Tag für mich und ich hatte teilweise Angst, umzukippen.Die Wartezeit bis es losging war lang und traurig für mich, einfach dieses Wissen um das nicht lebende kleine Wesen in mir...

Bei der missed abortion dann hat der Arzt mir direkt zur Ausschabung geraten.Das habe ich angenommen, ich wollte es so schnell wie möglich hinter mir haben.Zumal ich schon wusste, was mich bei einer Abrasio erwartet, mir wurde mal ein harmloser Polyp auf diese Weise entfernt.Der Eingriff dauert nur etwa 15 Minuten, Du bekommst eine Kurznarkose.Wenn Du aufwachst, bleibst Du noch etwa eine Stunde liegen, isst einen Keks oder trinkst etwas und darfst Dich dann abholen lassen.Im Anschluss an die OP hatte ich immer Schmerzen, die mit meinen Periodenschmerzen vergleichbar waren für den Rest des Tages.Am nächsten Tag waren die Schmerzen beide Male schon viel schwächer, die mäßig starke Blutung dauerte immer etwa eine Woche an.Diese Woche habe ich mich körperlich geschont, viel gelegen.Danach ging es mir körperlich wieder sehr gut.

Jede Frau hat einen anderen Weg, mit einer Fehlgeburt umzugehen, einige brauchen die Zeit, in der sie auf den natürlichen Abgang warten, um Abschied zu nehmen.Auch verkraftet jede einen solchen Abgang körperlich anders.Für mich kann ich nur sagen, dass ich mich wieder für eine Ausschabung entscheiden würde und diese als recht harmlos empfand.Hatte vor meiner ersten Ausschabung noch nie eine Vollnarkose und war deshalb etwas ängstlich, aber wie gesagt, es war körperlich dann alles gut aushaltbar.

Ich wünsche Dir wirklich alles alles Gute und dass Du einen Weg für Dich findest🍀

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Vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe tatsächlich auch Angst das es dann lange auf sich warten lässt und evtl schmerzhaft wird.
Genauso wie bei dir hatte ich vorher auch noch nie eine OP mit Narkose und daher auch dementsprechend Angst. Aber es beruhigt mich schonmal wenn es bei dir so gut gelaufen ist. Vielen Dank nochmal :)

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Es tut mir sehr leid für dich.
Ich kann dir keine persönlich Erfahrung geben. Aber hast du vll schon eine Hebamme? Dir steht auch bei einer Fehlgeburt eine Hebamme zu. Wenn du dich für einen natürlichen Abgang entscheidest, wissen Hebammen auch oft Hilfsmittel damit man nicht wochenlang auf den Abgang warten muss.
Rede mit einer dir vertrauten Person und überlege was dir persönlich besser helfen würde den Verlust zu verarbeiten, manche möchten gerne dass ihr Körper das allein regelt andere möchten es gerne schnell beenden und nach vorne blicken.
Ich finde es auch wirklich gut, dass dein FA dir die Wahl lässt, viele Ärzte wollen sofort operieren.
Fühl dich gedrückt
Lg Vreni

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Vielen Dank für deine Antwort.
Ich hatte eigentlich vor nach der 12 SSW eine hebamme dazu zu nehmen. Werde es daher nun aber auch ohne machen. Aber beim nächsten mal werde ich die hebamme von Anfang an dazu nehmen.

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Wäge einfach vor und Nachteile ab.
Ich habe tatsächlich mehr Respekt vor der Narkose und dem Ausschaben (evtl. Narbenbildung/erschwerte erneute Einnistung). Ich hatte gestern meinen Abgang in der 10.SSW und war vollkommen okay - ich habe nebenbei mit Handwerkern telefoniert und die normale Blutung kam erst nach dem Abgang. Ich hatte lediglich Mens-Ziehen zum Abgang.
Ausschabungen sind medizinisch in den wenigsten Fällen wirklich notwendig. Es wird halt in Dtl gerne gemacht, weil es Kohle bringt. Und wenn du es beschleunigen möchtest, kannst du morgen schon Cytotex dir vom Arzt verschreiben lassen.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen und hoffe, dass es bei dir auch bald wieder klappt. 😘

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Vielen Dank für deine Antwort.
Ich warte das Wochenende noch ab und mache mir gabz in Ruhe Gedanken darüber und entscheide mich dann.
Ich drücke dir ebenfalls die Daumen 🍀

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Hallo,

zuerst, es tut mir unendlich leid. Ich hatte 2 verhaltene Fehlgeburte ( in 8.und in 9.SSW). Jedes Mal habe ich versucht, mit Tableten natürlicher Abgang a

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auszulösen aber es hat nicht funktioniert. Die Gebärmutter musste ausgeschaubt werden. "Seelische-Schmerz"bleibt lange, aber wenn ich mir besser überlege, es ist besser gewesen, eine Ausschaubung zu haben, da ich eingeschlafen wurde und nicht mitbekommen habe. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für deine Zukunft.

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Das hatte meine FA auch zu mir gesagt als ich sie auf die Tablette angesprochen hatte. Daher hatte sie mir von der Tablette auch abgeraten. Vielen Dank das du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast.

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Ich war froh, schnell einen Termin für die Ausschabung zu bekommen. Das Gefühl, dass da etwas in meinem Bauch ist, das dort nicht mehr sein darf, war für mich unerträglich. Die OP wurde ambulant durchgeführt, ich konnte einige Stunden später schon aus dem Krankenhaus wieder raus. Die ersten Tage waren anstrengend, aber lieber so, als zu warten, bis es von allein kommt. Außerdem kann man so sicher sein, das alles raus genommen wird. Ich wünsche dir viel Kraft!

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Jaa es ist wirklich ein komisches Gefühl.. Aber ich werde mir am Wochenende Gedanken machen und es dann entscheiden. Vielen Dank für deine Antwort :)

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Hallo

deine Fehlgeburt tut mir sehr leid.
Ich möchte dir Mut zusprechen, es auf natürlichem Weg abgehen zu lassen.
Eine Ausschabung birgt immer die Gefahr von Vernarbung oder Verletzung des Gewebes. Je weniger an der Gebärmutter herumgekratzt wird, desto besser für Folgeschwangerschaften.
Ich habe meine beiden Würmchen zuhause natürlich verloren und sie im Garten begraben. Das war sehr traurig, aber auch heilsam.
Alles Gute!

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Sa hast du natürlich auch recht. Und es kann ja doch immer mal negativ ausgehen. Ich werde einfach auf mein bauchgefühl hören. Viele Dank für deine Antwort :)

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Tut mir sehr Leid....

Letztes Jahr stand ich auch vor der Entscheidung, mit Unterstützung meiner Hebamme habe ich mich für den natürlichen Abgang entschieden.

Die Zeit, bis es soweit war, war wirklich hart. Der Abgang selbst war nicht schön, aber gut durchzustehen.

Im Nachhinein war es für mich der richtige Weg und es hat mir Vertrauen in meinen Körper zurückgegeben. Ich bin sehr froh, dass ich es ohne OP durchgestanden hab und damit auch einen bewussten Abschluss hatte.

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Vielen Dank für deine Antwort :) ich denke mit einer hebamme ist es sicher auch etwas besser. Beim nächsten mal werde ich auch direkt eine dazu nehmen :)