Angst bis zur 40igsten Woche zu warten

Hallo ihr Lieben,

es geht in diesem Beitrag nicht um mich, sondern um meine Freundin. Da sie aber keinen Account hat, schreibe ich für sie.

Meine Freundin ist derzeit in der SSW 37.2. Sie hat ganz tief im Gefühl irgendwie, dass ihr Baby stirbt, wenn es jetzt nicht die Tage geholt wird. Sie sagt, sie weiß, dass was nicht stimmt, kann es aber nicht exakt definieren.

In der Klinik ist sie vorstellig geworden, aber eine Einleitung wurde ihr verweigert. Sie soll warten, bis die Wehen natürlich einsetzen. Sie wiederum sagt, sie weiß, wenn sie überträgt, stirbt es.

Ihr Baby ist alllgemein 4 Wochen zurück, jetzt hat sie Panik, dass ihre Platzenta das nicht mehr mitmacht und das Herz einfach aufhört.

Habt ihr Tipps, was man da tun kann in dem Fall? Ich habe ehrlich gesagt keinen. Eine Geburt möchte man ihr jetzt jedenfalls nicht ermöglichen und sie wurde heimgeschickt.

Sie meinte, sie hat gefleht, ihr das Baby zu holen, sonst glaubt sie, dass ihr Baby stirbt.

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Es ist schwierig, da etwas zu sagen. Sicherlich gibt es wenige Einzelfälle, wo solche Ahnungen oder Gefühle tatsächlich stimmten. Ich sah mal einen Bericht über eine Frau, bei der es so war - das Problem ist, dass man sowas als Schwangere einfach nicht ansehen/lesen sollte. Man wird automatisch total verunsichert, wenn man dafür empfänglich nicht, und kein rationales Argument der Welt wird einen umstimmen.

An Stelle deiner Freundin würde ich das Gespräch mit der betreuenden Hebamme suchen. Genau für solche Probleme ist die auch da. Man könnte evtl. über einen Psychologen gehen, wenn die psychische Belastung durch diese Gefühle so hoch ist. Oder man kann eine engmaschigere Betreuung vereinbaren.

Ich würde jedenfalls den Weg zu einem Profi wählen. Du selber wirst da nichts ausrichten und wir alle hier ebenfalls nicht.

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Ich finde auch, dass da dringend psychologische Hilfe her muss. Die Angst ist ja sehr irrational. So späte Totgeburten sind zum Glück sehr selten und wenn sie sich im Krankenhaus schon vorgestellt hat, werden die ja mit Sicherheit auch den Gesundheits- und Versorgungszustand des Babys gecheckt haben, bevor sie wieder heimgeschickt wurde.

Das sie so fixiert darauf ist, dass das Baby auf jeden Fall sterben wird klingt für mich nach einer sich entwickelnden Psychose. Das ist etwas weniger bekannt als Depressionen, kann aber auch um die Geburt herum vorkommen.

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Ich glaube, dass es auch besser wäre, wenn sie sich zusätzlich psychologische Beratung holt.

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Kein Krankenhaus oder Frauenarzt würde das Kind im Mutterleib lassen, wenn eine Gefahr für das Baby da ist!! Wenn es 4 Wochen zurück ist, wird es auch engmaschiger kontrolliert, und niemand würde eine hochschwangere zuhause lassen bzw nicht handeln, wenn das Leben des Kindes auf dem Spiel stehen würde.

Ich würde auch Psychologische Hilfe empfehlen.

Alles gute für Mutter und Kind! 🍀

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Auch erstmal alles gute für Mutter und ungeborenes!

Vlt kann sie sich bis zur Geburt hangeln in dem sie häufiger im KH vorstellig wird , das sie keine Kindsbewegung gestellten konnte und vor Angst in KH gekommen ist.

Ich würde auch zu professioneller Hilfe raten - erster Anlauf Vlt eine Hebamme ihres Vertrauens um weiteres zu planen.
Die Angst die sie momentan ausstehen muss und die Hilflosigkeit da ihr nicht geholfen wird muss unerlässlich sein und ich kann mir vorstellen , dass das garnicht gut ist für sie.

Zum Ende hin kann man es garnicht mehr abwarten und jeder Tag ist einer Zuviel man möchte das kleine endlich halten - aber diese Angst 🥺 muss schrecklich sein.

Vlt kann auch der gyn weiterhelfen einfach alles abklappern damit sie definitiv engmaschiger das Herz schlagen hören kann...

Viele liebe Grüße

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Hey, das hatte ich auch. Es war schlimm. Alles war ok...und irgendwie war ich mir sicher, dass die SSW nicht erreicht werden darf. Allerdings war bei mir die ganze SS mit Ängsten überschattet. Am Ende hat meine geliebte Hebi dann geraten dass ich mit dem FA reden soll, dass er eine Einweisung schreiben soll zur Einleitung auf Grund Psychischer Belastung. Im Kreißsaal haben wir uns dann auf eine Einleitung bei 38+0 geeinigt und ich hab Hilfe durch eine Psychologin imHaus bekommen. Mein Sohn ist gesund zur Welt gekommen, Plazenta sah gut aus...also keine Ahnung ob es Angsr oder Vorahnung war, aber durch die Einleitung war Geburt und Wochenbett nicht so Angsvoll. Auf alle Fälle sollte deine Freundin sich auch danach Hilfe suchen, ich hab dann noch eine Postnatale Depression entwickelt. Mein Sohn ist nun ein Jahr und es geht mir wieder ok, aber nur mit Hilfe. Alles liebe für euch