Homeoffice Beschäftigungsverbot - Wer kennt sich aus?

Hallo ihr.

Ich bin Ende 6. Monats schwanger.

Seit meiner Bekanntgabe beim Chef bin ich im homeoffice.

Bei uns ist das wegen Corona so.
Sofern der Arbeitgeber einen mit Arbeit versorgen kann, gibt es Homeoffice und kein Beschäftigungsverbot.

Nun ist es jedoch so, dass ich bereits seit 2 Wochen überhaupt gar keine Arbeit bekommen habe.
Nichts.
Nicht mal eine Nachricht, ob da bald wieder was kommt oder nicht, was ich arbeiten kann.

Ich frage mich, ob ich nun vielleicht nach einem Beschäftigungsverbot fragen kann/sollte, wenn ich keine Aufgaben mehr habe.

Würde mich echt entspannen.

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Man bekommt ein BV, wenn der AG einem keinen sicheren Arbeitsplatz in der Schwangerschaft bieten kann oder ein medizinischer Grund vorliegt. Beides ist bei dir wohl nicht der Fall, ich kann die Frage ehrlich gesagt nicht verstehen.

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Könnte mir vorstellen, dass die Bezirksregierung das hinterfragen wird warum jemand erst Ende 6. Monat ins BV geschickt wird.
Durch deine Home Office Tätigkeit besteht ja keine Gefährdung.
An deiner Stelle würde ich mich eher selbstständig beim Chef melden und gezielt nach Arbeit fragen.
Nicht, dass man dich versehentlich vergessen hat und man dir das negativ auslegt.

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Hab ich ja schon gemacht.

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Kann gut verstehen, dass dich dieses Warten stresst, aber ein BV wirst du wohl eher nicht bekommen.
Hat sich dein Chef schon geäußert wegen weiteren Aufgaben?
Ich war in den letzten 1,5 Jahren auch viel im Home-Office und hatte phasenweise echt wenig zutun. Alles, was einen Arbeitstag sonst ausfüllt neben der eigentlich Arbeit, der Tratsch mit den Kollegen, das Gerenne zum Drucker etc., ist weggefallen. Schon alleine deswegen war deutlich weniger zutun. Ich habe an solchen Tagen den Haushalt gemacht, viel Zeit mit lesen und Serien schauen verbracht und war auch kleine Runden spazieren. Das Diensthandy hatte ich immer dabei. Ich war also jederzeit erreichbar und in regelmäßigen Abständen habe ich die Mails gecheckt. Mehr als deine Arbeitskraft anbieten und erreichbar zu sein, falls man dir eine Aufgabe geben will musst du nicht. Vielleicht hilft dir der Gedanke beim entspannen.

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Das hilft mir tatsächlich.
Danke

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Wenn deine Arbeit deine oder die Gesundheit des Babys nicht gefährdet wirst du kaum ins BV geschickt werden. Dein Arbeitgeber hat übrigens, unabhängig von der Schwangerschaft, die Pflicht dich zu beschäftigen. Es ist nicht erlaubt einen Mitarbeiter einfach nur rumsitzen zu lassen. An deiner Stelle würde ich einen Termin mit dem Chef machen und konkret mit ihm besprechen was deine Aufgaben bis zum Mutterschutz sind.

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Ich hätte vom Frauenarzt eigentlich sofort ein BV bekommen, da ich im Außendienst mit Kundenkontakt arbeite. (Corona! )
Konnte aber mit meiner Chefin eine Lösung finden, dass ich noch einige Wochen im Homeoffice bzw. Büro (Einarbeitung neue Kollegen) arbeiten konnte. Allerdings war bei mir absehbar, dass das keine Dauerlösung sein kann, mangels Arbeit die ich im Homeoffice machen kann.
Nach sage und schreibe 3 Monaten kam dann auch vom Betriebsarzt die Gefährdungsanalyse, dass ich nur noch ausschließlich im HomeOffice arbeiten dürfte oder eben Beschäftigungsverbot. Da ich zu dem Zeitpunkt schon kaum noch was zu tun hatte, hätte ich mir dann sowieso in Absprache mit meiner Chefin das BV vom Frauenarzt geben lassen, das war dann in der 19. Woche.

Was sagt denn der Betriebsarzt? Gibt es eine Gefährdungsbeurteilung und wo bzw. wie arbeitest du normalerweise? Ist das nur eine Entscheidung deines Arbeitgebers Schwangere ins Homeoffice zu schicken, oder besteht bei Dir tatsächlich an Deinem normalen Arbeitsplatz eine "Gefährdung" durch Corona, z. b. viel Kundenkontakt.

Wenn Dein Arbeitgeber keine Arbeit mehr für Dich im Homeoffice hat, kann Dir vielleicht auch dein Arbeitgeber ein BV ausstellen?

Ein BV vom Arzt bekommst du wahrscheinlich tatsächlich nur, wenn dein normaler Arbeitsplatz durch Corona tatsächlich eine Gefährdung darstellen sollte. In meinem BV steht z. b. extra Corona drin.