Ersttrimesterscreening

Hallo ihr Lieben,

Ich bin 23 Jahre alt und in der 14. Ssw. Letzte Woche habe ich bei meiner Frauenärztin das Ersttrimesterscreening machen lassen. Die Nackenfaltenmessung war wohl gut, jedoch sei ein Blutwert schlecht gewesen und somit habe ich ein Risiko von 1:670. Die Frauenärztin meinte, bei meinem Alter sollte ich ein Risiko von 1:1000 haben.
Jetzt zerbreche ich mir natürlich total den Kopf und überlege mir diesen Harmonytest zu machen.

Sind meine Werte wirklich so schlecht?

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Hallo versteh deine Verunsicherung total , würde mir sicher ähnlich gehen, frage mich nur, würde es was an der Entscheidung ändern, weitere Test zu machen, frag mich immer, was macht man wenn Test s auffällig sind , hätte es eine Konsequenz? Alles liebe und gute Wünsche ich dir, ich denke dass allerbeste ist positives Denken und positive Energie

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Hallo, vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

Natürlich hätte es keine Konsequenz, jedoch hat es mich einfach etwas verunsichert...

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Deine Werte sind nicht schlecht, sie sind nur etwas höher als beim Durchschnitt der 23jährigen. Dann hast du jetzt halt das Risiko einer Schwangeren von Ende Zwanzig.

Ob du genauere Untersuchungen brauchst, würde ich davon abhängig machen, ob du Konsequenzen ziehen würdest. Wenn es ums Vorbereiten geht, würde ich davon ausgehen, eine der 669 mit Kind ohne T21 zu sein und mich auf ein gesundes Kind vorbereiten.

Wenn die Konsequenz ein Abbruch sein soll, galt früher erst 1:300 als Grenzwert, ab dem weitere Untersuchungen empfohlen wurden , aber da kann eine Schwangere nur selbst entscheiden, wann sie Gewissheit braucht. Da der Harmonytest kein Fehlgeburtsrisiko hat, muss man das nicht abwägen.

Das Risiko sinkt mit der Zeit. Je länger du schwanger bist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind gesund ist.

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Danke für die schnelle und hilfreiche Antwort!:)

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Denk mal von der anderen Seite her: Auf ein behindertes Kind kommen 669 nicht-behinderte Kinder. Das ist ein Risiko von 0,149%

Bevor du irgendwelche Tests machst, solltet ihr euch über eine Frage klar werden:
Hat eine entdeckte Behinderung eine Konsequenz?

Wir haben uns diese Frage nicht gestellt und es war schrecklich. Nicht wissen, wie man damit umgehen soll, aber sich ständig unter Druck gesetzt fühlen, die Entscheidung bald zu treffen, denn eine Abtreibung sollte man ja nicht zu lange hinauszögern. Das war für uns in dem Moment belastender als die Diagnose selbst.

Auch die Zeit, während man aufs Ergebnis wartet ist sehr belastend, darüber solltest du dir klar sein. Und wenn nur eine Kleinigkeit auffällig ist, steigen die Sorgen wieder.

Wenn ihr wisst, ob es eine Konsequenz hätte, dann könnt ihr auch über einen Test entscheiden.
Wenn es eine Konsequenz hätte - macht den Test.
Wenn es keine Konsequenz hätte, dann überlegt, womit ihr leichter umgehen könnt? Wenn ihr es bis zum Ende nicht wisst, oder wenn ihr ggf. die Diagnose einer Behinderung bekommt.

Bei unserem Sohn haben wir uns ganz bewusst gegen weitere Tests entschieden.

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Auf dem Flyer den ich für mein ETS bekommen hatte, begann das geringe Risiko bei 1:550, dein Wert ist daher also eigentlich ganz gut.
Meiner ist von Hintergrundrisiko 1:110 auf 1:556 nach Screening gesunken (allerdings ohne Blutwerte und mit einem Alter von 38/39)

Aber solange im Screening nichts auffällig war, würde ich mich da nicht verrückt machen. Auch wenn in deinem Alter das Risiko -rein statistisch gesehen- geringer wäre, ist es trotzdem kein schlechter Wert. 😊

Bei mir ist mit 1:556 bisher alles tiptop, und bin nun in der 25. ssw. Organsscreening in der 21. ssw ist auch nichts aufgefallen.

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Hallo meine Liebe,

sorry schon mal für den langen Text der jetzt kommt..
ich kann mich aus eigener Erfahrung meinen Vorrednern nicht anschließen!
Ich war immer der festen Überzeugung das es für mich/uns keine Konsequenzen gäbe sollte das Kind behindert sein. Bis zum 20.12.2018 als beim ETS heraus kam das es ein Risiko von 1:3 für Trisomie 18 gibt. Anschließend chorionzotten Biopsie mit Bestätigung des Verdachts…
Nicht lebensfähig hieß es, man sah es auch im Ultraschall schon, das Herzchen pumpt nicht richtig mit Rückfluss und kompletten Wassereinlagerungen… der größte Horror für mich war das das Kind stirbt und ich es nicht merke, deshalb habe ich die Schwangerschaft am 2.1.2019 abbrechen lassen. Ich wurde zu keinem Zeitpunkt zu einer Entscheidung gedrängt ganz im Gegenteil mir wurde immer wieder gesagt das wir uns die Zeit nehmen müssen die wir brauchen … ach ja ich war 27 Jahre alt!
In der darauf Folgenden Schwangerschaft war das Risiko nach ETS 1:14 für Trisomie 21… ich lies den harmony Test machen, da war alles gut und im Februar 20 kam mein Kern gesunder Sohn zur Welt!

Jetzt bin ich wieder Schwanger dieses Mal war das ETS bestens aber ich brauchte “Sicherheit” deshalb wieder Harmony Test, auch dieses Ergebnis war unauffällig… jetzt kann ich die Schwangerschaft genießen!

Dein Risiko erscheint mir ehrlich gesagt als nicht besonders hoch .. aber wenn du dich besser fühlst oder Sicherheit möchtest dann mach den Test, er ist Risiko frei! Und das Unabhängig von irgendwelchen Konsequenzen die du hypothetisch ziehen würdest von einer hypothetischen Situation! In der Realität KANN die Konsequenz anders sein!

Ich wünsche dir von Herzen alles alles Liebe, eine langweilige Schwangerschaft und ein gesundes Kind 😊

Liebe Grüße Minchen

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Aller Wahrscheinlichkeit nach hast du ja ein gesundes Kind, gehen wir davon doch mal gedanklich aus. Ist es dir das Geld für den Harmony Test Wert, jetzt schon rauszufinden, dass alles okay ist, oder würdest du lieber mit der (kleinen) Unsicherheit für den Rest der Schwangerschaft klar kommen und dir das Geld sparen?

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Ich war zum Ersttrimesterscreening direkt beim Pränataldiagnostiker.
Die Blutuntersuchung konnten wir aufgrund von Quarantäne vorher nicht machen.
Letzendlich kam ein Risiko von 1:889 für T21 raus.
Er meinte zu mir das alles unter 1000 abgeklärt werden kann, also sie jetzt noch Blut abnehmen würden, wenn ich das wollen würde.

Da aber T13 und T18 bei weit, weit höher lagen haben wir es nicht machen lassen.
Ein Baby mit T21 nicht zu bekommen würde für uns aber auch nicht in Frage kommen.
Wäre es eine der anderen beiden Trisomien gewesen hätten wir es weiter abklären lassen.

Letzendlich müsst ihr für euch klären, welche Konsequenzen es hätte, und ob euch ein evtl könnte es sein reicht um im Falle eines Falles mit der Situation umgehen zu können.

Der Pränataldiagnostiker meinte das alles super aussieht und er nicht davon ausgeht das mit dem Baby etwas ist.
Die Feindiagnostik in der 22ssw war auch komplett unauffällig.

Ich wünsche dir alles liebe.
Janina mit 💙💙❤+❤30+1