Freundin sorgt sich extrem um ungeborene Zwillinge. Wie kann ich ihr helfen?

Hallo zusammen,

meine Freundin und ich erwarten zum 1.1.22 Zwillinge (zwei Mädels). In den ersten Wochen lief die Schwangerschaft relativ unkompliziert. Aber dann gab es immer wieder irgendeine Form der Komplikation:

- Starke Blutungen inkl. Plazenta Previa und 3-tägigem Krankenhausaufenthalt
- Verkürzter Gebärmutterhals
- Auffällige Ventrikel im Gehirn
- Vermehrte Kontraktionen der Gebärmutter rund um die 20. Woche

Insgesamt geht es aber den Zwillingen aber gut und die Probleme oben haben sich eigentlich alle erledigt und auch ein Harmonytest war unauffällig. Gestern waren wir bei der FD. Da wurde uns gesagt, dass im Wesentlichen alles in Ordnung war, aber eine der Zwillinge nur eine Nabelschnuraorta hat und für die 22. SSW zu leicht sei (ca. 350 Gramm). Wir müssen jetzt einfach abwarten und hoffen, dass sich trotzdem alles weiter normal entwickelt und die Kleine etwas aufholen kann in den kommenden Wochen.

Nach all diesen Vorkommnissen und "Befunden" von verschiedenen Ärzten ist meine Freundin ist natürlich jetzt sehr angespannt und extrem vorsichtig geworden. Ich habe das Gefühl, dass es ihr aktuell schwer fällt sich zu 100% auf die beiden Kleinen einzulassen, sondern sorgt sich (verständlicherweise) extrem und liegt teils nachts wach.

Ich möchte ihr gerne helfen, sich wieder mehr auf die Kleinen zu freuen und einzulassen. Wir haben schon angefangen regelmäßig zu singen, ich lese den Dreien gute Nachtgeschichten vor, wir richten das Kinderzimmer ein, etc.. Aber so richtig gefruchtet haben diese Bemühungen noch nicht.

Habt ihr Ideen/ Vorschläge, wie ich meiner Freundin helfen kann, die Sorgen ein Stückweit hinter sich zu lassen?

Danke euch im Voraus!

VG

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Du kannst nur für sie da sein und sie versuchen zu verstehen. Eine Mama macht sich ab positiven Test Sorgen um ihr Kind/ ihre Kinder und das hört niemals auf! Gerade in der Schwangerschaft… Wenn man dann noch viele negative Dinge erlebt und erfährt, muss man damit erstmal lernen klarzukommen. Sie versucht sich irgendwie zu schützen. Vielleicht sind ein paar schöne Urlaubstage möglich um mal was anderes zu sehen?

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Du machst glaube ich alles was man tun kann.
Sei für sie da, nimm sie in den Arm und rede offen mit ihr auch über deine Ängste. Zu wissen das man nicht allein ist hilft schon ungemein.
Auch wenn ich nie solche Probleme in den Schwangerschaften hatte, half es mir immer zu wissen, ab wann es wie für die Kinder stehen würde wenn sie früher kommen würden.

Liebe Grüße Janina mit 💙 💙 ❤ + ❤ 30+2

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Hallo,
meine Zwillinge sind mittlerweile 4 Jahre alt, aber ich kann mich noch gut an die Angst erinnern, ob mit den Beiden alles gut ist und ob es zu einer Frühgeburt kommt usw.
Und ich hatte nicht mal ansatzweise solche Komplikationen, wie ihr sie leider habt.
Ich konnte mich eigentlich erst etwas entspannen, als die Beiden eine relativ hohe Überlebenschance hatten, wenn sie jetzt kommen würden. Vorher konnte ich auch einfach nichts vorbereiten usw.
Mein Mann war da auch immer deutlich entspannter als ich. Er hatte da irgendwie mehr Urvertrauen und ich hab mich nur immer weiter verunsichern lassen.
Ich hab leider keinen Rat, nur vielleicht, dass man nichts erzwingen sollte. Sie darf sich Sorgen machen.
Ansonsten tust du schon wirklich viel bzgl. der Schwangerschaft. Vielleicht würde es ihr aber gut tun, wenn es mal nicht um die Schwangerschaft geht. Ihr könntet ja vielleicht Essen gehen oder bei schönem Wetter mal irgendwie in eine Strandbar oder so. Sachen, die man als normales Paar einfach macht.
Liebe Grüße
blubb

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Hey!

Viele Schwangere liegen nachts wach. Das liegt an den Hormonen.

Mir ging es besser, je weiter die Schwangerschaft voranschritt.
Wegen des Gewichts wurde ich auch immer verrückt gemacht- angeblich sollte ich froh sein, wenn mein Kind 3000 Gramm nach der Geburt wiegt. Auf jeder Rechnung stand "Wachstumsretardierung". Es wog dann knapp 3600 Gramm 🤣
Das Gewicht der Kinder ist letztlich immer nur eine Schätzung- daher würde ich mich nicht verrückt machen.

Vielleicht machen sie auch alle Beruhigungsmaßnahmen kirre?

Sie soll mal bei Instagram schauen- da berichten viele Zwillingsmamas. Vielleicht hilft es ihr, sich positive Verläufe anzuschauen.


Liebe Grüße
Schoko

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Ich hatte eine ähnliche Schwangerschaft wie deine Freundin: Zwillingsmädchen, starke Blutung in der Frühschwangerschaft, ein Mädchen mit Singulärer Nabelschnurarterie, heftige Übungswehen ab der 25. SSW.

Die Angst hat mich ständig begleitet. Und trotzdem war ich jedes Mal überrascht, wie gut es den Kindern geht, wenn ich beim Arzt war!

Irgendwann habe ich angefangen, den Zwillingen zu vertrauen und mich von ihnen regelrecht durch die Schwangerschaft führen lassen. Abends habe ich mir im Bett die Zeit genommen, mit ihnen zu reden und genau auf ihre Bewegungen zu achten. Und mit jeder Woche war ich beruhigter und sicherer. Irgendwann wusste ich dann genau, dass nun alles gut enden wird.

Das alles sagt sich jetzt natürlich leicht. Es wird keinen ultimativen Ratschlag für deine Freundin geben. Sie muss vertrauen und verstehen, dass nicht alles beeinflusst werden kann - aber es ist Fakt, dass es in einem Großteil der Fälle gut ausgehen wird. Haltet zusammen, dann schafft ihr das und könnt bald eure Mäuse begrüßen 🤗

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Hallo zusammen,

danke euch für eure Antworten. Die machen die Sache zwar nicht besser, aber ein bisschen Mut, dass es auch Anderen so geht... Geteiltes Leid ist ja manchmal halbes Leid :).

Das mit den Urlaubstagen hört sich super an, die Ärztin hat ihr aber ziemliche Ruhe und Schonung verordnet. Daher fallen Ausflüge und Aktivitäten erstmal aus. Aber vielleicht besorge ich ihr mal einen Gutschein für Schwagerschaftswellness oder eine Massage ganz in der Nähe. Das wäre ja vielleicht schonmal ein Anfang.

Ich versuche dann erstmal weiterhin positiven Optimismus im Haus zu verbreiten, und immer für sie da zu sein :).

Ich halte euch auf dem Laufenden :)

Danke und VG