Aus dem Krankenhaus selbst entlassen, aber die Gedanken kreisen

Hallo!

Ich brauch mal etwas Input, das Gedankenkarussell rattert jetzt alleine zu Hause extrem und ich frage mich, wie man jetzt am besten weiter handelt. Vorab: ich habe mich selbst entlassen, weil mich mein Bauchgefühl bestärkt hat, ebenso die Hebammen im zweiten Krankenhaus, sowie die Ärztin dort.

Ich hatte gestern morgen einen Sturz, nicht sonderlich schlimm, aber ich bin mit dem Bauch aufgekommen. Seit Tagen habe ich schon einen konsequenten Druck im Schambereich, Übungswehen und Schmerzen durch die Symphyse. Meine Frauenärztin weiß darüber Bescheid. Nach dem Sturz hatte ich dort angerufen, meine Vorsorgehebamme, die auch in der Praxis sitzt, hatte mir geraten, bei uns im Krankenhaus im Kreißsaal vorstellig zu werden, da es wohl 24 Stunden beobachtet werden soll. Hab ich dann auch gemacht. Es wurde zwei mal geschallt von verschiedenen Personen, ein langes Ctg wurde geschrieben, soweit war alles unauffällig, aber ich bekam ein Zimmer und wurde stationär aufgenommen für 1-2 Tage. Mir wurde gesagt, dass es zu vermehrten Kontraktionen kommen kann, auch bedingt durch die psychische Aufregung und den Stress. Alle 2 Stunden sollte ich zum CTG, was dann späten Nachmittag auch leichte Kontraktionen zeigte. Ich wurde gefragt, wie ich diese empfinde, ich erklärte, dass sie nicht Schmerzen, die Übungswehen sich immer so anfühlen bei mir und ich sie nicht als unangenehm empfinde. 2 Stunden später Kontrolle, die Kontraktionen wurden als stärker angezeigt, was meiner Meinung daran lag, dass Herr Baby extrem wild war und immer wieder mit allem was er hat, gegen die Gebärmutter gehüpft ist. Die Hebamme sagte auch, dass dieses Teil zu messen auf der höchsten Stelle meiner Gebärmutter liegt und da ich sehr dünn bin, die Kontraktionen doller angezeigt werden als sie sind. Die Ärztin fand es nicht gut, machte noch eine Vaginale Untersuchung und diesen komischen Frühgeburtentest. Der war negativ, der Muttermund geschlossen, nur der Gbmh verkürzt auf 2,4 cm. Die Kontraktionen ließen dann auch ab. Mittlerweile war es 22 Uhr, ich wollte einfach nur endlich was essen, da kam die Ärztin ins Zimmer und sagte sie hätte einen Krankentransport organisiert, denen wäre das zu heikel (keine eigene Kinderklinik etc) ich soll ein Krankenhaus weiter. Mit dem dortigen Kreißsaal wurde besprochen, dass mein Mann für 2-3 Stunden dorthin kann, da Ausnahmesituation und drohender Kaiserschnitt! Mir liefen nur noch die Tränen nach der Aussage! Sie sagte, sie müsse mir die Lungenreife spritzen, anders riskiere ich das Leben des Kindes und in der anderen Klinik behandeln sie dann weiter. Also Transport gemacht, dort im Kreißsaal gelandet und mein Mann kam unmittelbar nach mir. Das Ctg wurde eine Stunde geschrieben und es war komplett unauffällig, obwohl ich auch da zwischendurch mal eine Übungswehe hatte. Die Hebamme sagte das Ctg sieht wirklich super aus, mein Bauchgefühl passt zu diesem und jetzt würde noch ein Ultraschall gemacht werden. Die Ärztin nahm sich viel Zeit, war super lieb und konnte auch nichts auffälliges erkennen. Sie maß auch den gbmh der an der kürzesten Stelle (wenn ich leicht gepresst habe) bei 1,9 und sonst bei 2,4cm war. Nun sagte sie, dass sie mich auf Grund der Lungenreife die begonnen wurde, bis Samstag Abend da behalten müsste um die zu beenden und mich zu beobachten. Das wäre von dem anderen Krankenhaus so geschrieben wurden, dass eine direkte Geburt droht etc. Sie bot mir Wehenhemmer an, das empfand ich aber nicht als nötig. Sie setzte sich mit der Oberärztin zusammen und sagte mir, dass es für niemanden so aussieht, als würde das Kind geholt werden müssen oder dass die Geburt natürlich einsetzt. Ich kann gegen ärztlichen Rat gehen wenn ich das möchte, sie kann es anhand der Ergebnisse verstehen und sie selbst sieht kein Risiko, bloß würde die zweite Lungenreife dann nicht gespritzt werden. In dem Moment war mir das so egal, ich wollte einfach nur endlich mal was essen und schlafen. Mein Mann hat mir seinen Segen gegeben, er vertraut auf mein Bauchgefühl und unterstützt mich bei jeder Entscheidung. Also habe ich mich entlassen. Wegen der Zervixlänge soll ich mich schonen und ruhen und sobald mir die Kontraktionen komisch vorkommen, die Kindsbewegungen oder oder, soll ich bitte sofort wieder dorthin und dann schauen wir weiter.

Nun liege ich im Bett, kann absolut nicht schlafen wegen der ganzen Gedanken, mein Partner hat mir erstmal ein sämtliches Beschäftigungsverbot für zuhause gegeben und ich soll entspannen. Aber ich bin mir so unsicher mittlerweile. Die erste Klinik empfand ich irgendwie völlig panisch und übertrieben! Und trotzdem mach ich mir bei jeder Kontraktion Gedanken, ob das alles so richtig ist. Momentan habe ich maximal 3mal die Stunde eine Kontraktion. Davon waren heute insgesamt 2 unangenehm, aber Babylein war dabei am Turnen. Ich fand die Lungenreife total überzogen, aber frage mich jetzt doch, ob ich ihm jetzt irgendwas genommen habe und ihm schade. Ich bin wirklich nicht gegangen, weil mir mein Kind egal ist, aber mein Körper hat mir gesagt, dass ich drauf vertrauen kann, ich auf mich hören soll und das Team in der zweiten Klinik mit dabei unterstützt hat. Ich bereue es auch gar nicht, ich frage mich nur, ob ich es zu locker sehe und da jetzt sonst was anrichte.

Entschuldigt, dass ist jetzt echt ein totaler Roman geworden. Lg Eva

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Ach so, das habe ich vergessen zu schreiben! Ich bin jetzt in der 34.ssw

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Ich denke du hast dich richtig entschieden! Ich bin ein Fan des eigenen Bauchgefühls und es hat mich noch nie fehlgeleitet. Du scheinst deinem Bauch auch gut vertrauen zu können #liebdrueck

Sollte der allerschlimmste Fall eintreten, so denke ich, nach ausgiebiger Recherche im Frühchen-Forum, dass die Chancen dennoch mehr als gut stehen. :-)

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Hey,
Ich denke auch, das du völlig richtig gehandelt hast. Du kennst deinen Körper am Besten. Und wenn’s sich für dich gut anfühlt, dann wird auch alles gut sein. Und 34. ssw ist doch auch schon sehr weit.
Wünsche dir alles Gute

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Hallo, ich glaube die Entscheidung heim zu gehen ist völlig in Ordnung.
Ich würde Mal schätzen dass die erste Klinik bei deinem Befund einfach nervöser reagiert, da die sowas seltener sehen als die 2. Die wohl öfter mit 'risiko situationen' konfrontiert werden , da du ja sagst es sei eine Kinderklinik mit dabei.

Hatte ähnliche panische Reaktionen per Telefon in einer kleinen Klinik und das Level 1 Zentrum hat mich gecheckt und tiefen entspannt erstmal wieder heim geschickt...

Beobachte deinen Körper und sobald du denkst hier stimmt was nicht würde ich direkt ab ins KH.
Da du aber in der 34. SSW bist und wohl auf Grund des Sturzes ja alles gut aussieht sehe ich persönlich den Gmh wert als kein Problem. Ich bin seit 32+1 quasi ohne Gmh und offenem Mumu und bisher ist alles ruhig geblieben (36+) Ruh dich schön aus und lass dich verwöhnen!
Ich wünsche dir alles gute ! 🍀

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Naja das einzige was passieren kann, ist das es los geht bzw. die Kontraktionen mehr werden und du wieder ins KH musst. Ob es jetzt richtig war oder nicht… du bist ja zuhause, also quäle dich nicht mit der Frage. Ich hätte persönlich anders entschieden, aber wie gesagt, dass spielt jetzt keine Rolle mehr. Ruh dich aus, lass die Füße oben und schone dich. Dann kann sich der GMH wieder stabilisieren. Und nächste Woche nochmal zur Gyn. Alles gute 🍀

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Hallo,
ich empfinde die erste KLinik nicht als panisch, sondern als "wir gehen auf Nummer sicher". Wenn Sie dort keine Neo haben woher soll die Erfahrung kommen? Lieber einmal zu viel in die Spezialklinik verlegt als einmal zu wenig. Und glaub mir, ich weiß von was ich spreche.
Wenn im zweiten Haus, das ja hierauf spezialisiert ist, das okay gegeben wurde, passt doch. Und sobald etwas verdächtig vorkommt eben wieder sofort da hin.
Hier in der Region wurde ein KH in einem ähnlichen Falle verklagt, weil es die Lungenreife nicht selbst gegeben hatte sondern 25min später die Spezialklinik. In Summe passt es doch!

Gruß