30ssw immer noch Angst zu shoppen

Hallo ihr lieben,
Ich bin nun in der 30ssw. Überall lese ich, dass werdende Mamas schon voll dabei sind alles zu besorgen.
Ich hatte bis jetzt eine nicht so schöne Schwangerschaft.
2 mal Sturzblutungen, 2 mal heftig gestürzt und nun hat der kleine seine Nabelschnur um Hals.
Bis auf den kiwa haben wir wirklich noch nichts. Ich traue mich nicht etwas zu kaufen, geschweige den ein Zimmer einzurichten, weil ich so angst habe, dass der kleine uns doch noch genommen wird.
Kennt jemand das Gefühl? Wie kann ich was dagegen machen? Vielleicht hat jemand ja Tipps 🍀

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Ich verstehe dich sehr gut, aber die Angst wird vor der Geburt wahrscheinlich nicht weg gehen und irgendwann wäre es ja schon sinnvoll, das nötigste vorzubereiten.

Vielleicht hilft dir das Einkaufen ja auch (unterbewusst) dabei zu verstehen, dass du wirklich bald ein Baby haben wirst und deine Angst wird dadurch weniger.

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Aufgrund verschiedener Erfahrungen in unserem Umfeld kann ich deine Ängste gut verstehen, zumal deine Schwangerschaft ja bisher nicht ganz entspannt verlief.
Was ich mir immer versuche zu sagen, ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass alles gut geht, in der SSW einfach viiiiel grösser ist, als das tatsächlich etwas passiert. Das beruhigt mich zumindest ein bisschen :-) das und das Strampeln des Kleinen.
Babies brauchen ja nicht viel, aber ein bisschen eben doch. Du musst ja nicht in Shoppingwahn verfallen. Aber so ein paar Basics solltest du schon besorgen (vielleicht hast du ja jemanden, von dem du Sachen leihen kannst?). Vielleicht hilft dir das sogar, weil es das alles für dich etwas realer macht :-)

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Ich kenne es auch, aber es führt kein Weg dran vorbei, denn ansonsten muss dein Kind nackig herumliegen und in der Schublade o.ä. schlafen. ;-)
Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist sehr, sehr gering. Und wenn es so sein sollte, dann sind wahrscheinlich die angeschafften Sachen ein vergleichbar geringes Problem. :-(

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Mein Mann sagt immer er habe sich „mit Handbremse“ gefreut bis er den Kleinen tatsächlich im Arm hatte. Und versucht das alles nicht zu nah an sich ran zu lassen.
Besorgungen hat er unter dem Vernunftaspekt angepackt: Was brauchen wir ganz unbedingt? Okay, dann muss es wohl sein, auf in den Babymarkt.
Um alles andere habe ich mich gekümmert.

Vielleicht kann also dein Partner dich unterstützen? Dir ein paar Besorgungen abnehmen oder dich begleiten?
Und ganz ehrlich: man muss nicht voller Verzückung shoppen. Man darf, aber man muss nicht. Es ist okay zu sagen: hey, wir brauchen halt ein bisschen was zum Anziehen. Farbe egal. ;)

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Dann warte doch einfach. Klar braucht das Kind Anziehsachen, ein Bettchen, Windeln, etc. aber das ließe sich auch kurzfristig besorgen. ;-) Heutzutage in Zeiten von Ebay, Amazon und Co....
Keiner zwingt dich, vor Geburt alles einzukaufen.

Aber lass dir sagen: Babies sind robuster als man denkt und die Nabelschnur ist flexibler als man denkt. Kritisch wird es mit der Nabelschnur erst zur Geburt und da kann man zur Not auch einen Kaiserschnitt machen lassen.

Versuch die letzten Wochen deiner Schwangerschaft zu genießen und dir nicht zu viele Gedanken zu machen.

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Ich hatte auch starke Blutungen in einer Schwangerschaft und musste bis zur 23. SSW sehr um mein Kind bangen. Es war unwahrscheinlich, dass es überlebt. Dennoch hatte ich alles eingerichtet. Damit alles da ist, wenn es denn doch klappt. Ubd es hat geklappt :-)

In der SSW ist es schön, sich auf sowas einzustimmen...das fertige Bettchen zu sehen und den 1. Strampler zu kaufen. Meiner Meinung nach, solltest du die Schwangerschaft mehr genießen.

Wenn es schief gehen sollte, können diese Dinge zur Trauerbewältigung oder als Erinnerungsstück dienen. Ich hätte es bezogen auf die Einrichtungskosten auch nicht als finanziellen Verlust gesehen. Die Ausgaben hat man halt normalerweise wenn man schwanger ist und es gehört dazu. Das es schief gehen könnte ...ist dabei wohl immer so.

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Hi!
Ach, herrjemine… das hört sich ja alles nicht so toll an. Hmm… aber Babysachen zu shoppen, gibt gefühlsmäßig so enorm viel. Verweigere dir „dieses Glück“ selber nicht. Es wäre einfach zu schade. Selbst wenn du deine Freude aus Sorge weiterhin ausbremst, wird dich das Gefühl „falls doch etwas passiert“ (und es wird bestimmt nichts passieren) genauso zerreißen. Das bringt doch nichts. Glaube an dich und deinen Körper & an dein Baby.
Angst ist nicht unser Feind sondern unser Begleiter. Man darf ihn bloß nicht bestimmen lassen.

Kauf einfach das nötigste (mit Freude und Enthusiasmus) such dir schöne Sachen für dein Baby aus. Erstell eine Einkaufsliste mit dem Minimum an Bedarf und leg los. Ein Kinderzimmer ist im ersten Jahr eh total überflüssig (bin schon Mama). Wir haben jetzt auch keins gemacht für unseren Nachzügler. Aber ein Beistellbett kuschelig hergerichtet, ein Wickelplatz mit all den wichtigen Dingen bestückt und es sonst kuschelig schick gemacht. Mehr nicht!
Zum ersten Geburtstag bekommt er dann sein Zimmer 🤣

Und wegen der Nabelschnur: ich verstehe dich. Aber hast Du schon mal eine Nabelschnur durchgeschnitten? Die sind wirklich „elastisch“ und meine Nichte hatte die Nabelschnur 3x um Hals gewickelt und hat heute die normalen „Dachschäden“ einer 12 jährigen ❤️🤗😉🤣

Alles alles Liebe!

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Nach einer Fehlgeburt erlebe ich aktuell in der 36 ssw genau das gleiche. Habe erst vor zwei Wochen alles nötige besorgt und habe skebst jetzt noch immer nicht realisiert, dass diese Dinge für MEIN Kind sein sollen

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Hallo,
ich kann Dich gut verstehen. Wir hatten innerhalb von zwei Jahren zwei frühe Abgänge und ein Baby in der 11. SSW verloren. Die jetzige SS habe ich gefühlsmäßig lange weggeschoben und erst nach den ersten deutlichen Bewegungen des kleinen langsam Freude zugelassen.
Auch meine SS ist irgendwie nicht so ganz easy, aber wenigstens ohne blutungen. Dafür habe ich andere „Baustellen“
Und dann kam der Tag, an dem wir ein beistellbettchen gekauft haben. Mein Mann lud es ins Auto und ich stand heulend da, denn ich hatte solche Angst, dass wir es ungenutzt wieder verkaufen müssen, weil auch dieses Mal wieder was schief geht.
Wir haben jetzt, in der 35. SSW das wichtigste zusammen, allerdings fehlt der Kinderwagen.
Ich hoffe, er kommt noch rechtzeitig.
Ich habe allerdings wie du immer noch Angst, dass etwas schief geht.
Unser Sohn hatte die Nabelschnur bei Geburt übrigens zwei mal um den Hals, was wir vorher allerdings gar nicht wussten.
Ich drück dir die Daumen, dass alles gut geht
Versuch trotzdem positiv zu denken
LG