Coronaimpfung?

Hallo zusammen,

ich bin mittlerweile in der 36. Woche angekommen und bin etwas verunsichert, was eine mögliche Coronaimpfung während der verbleibenden Schwangerschaft angeht.
Die Stiko empfiehlt sie ja mittlerweile.
Allerdings wurde ich letzte Woche gehen Keuchhusten geimpft und müsste einen Impfabstand von Mindestens 14 Tagen einhalten.
Selbst bei der Keuchhustenimpfung, die ja ebenfalls empfohlen wird, war meine Frauenärztin plötzlich etwas seltsam und sprach keine direkte Empfehlung aus, obwohl das beim 2. großen Ultraschall noch ganz anders klang. Ich habe das Gefühl, dass sie mir bei der Entscheidungsfindung keine Hilfe sein wird.,,
Mein Hausarzt ist zur Zeit im Urlaub.

Wie macht ihr das, die ihr relativ nah vor der Entbindung steht und ungeimpft seid?
Lasst ihr euch impfen während der Schwangerschaft? Oder ggf. Erst in der Stillzeit? Oder erst danach?

Viele Grüße

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Hallo 🙋🏼‍♀️
Also erstmal vorne weg, ich bin grundsätzlich für das Impfen und denke, es ist eine gute Sache.
Ich wurde auch vor der Schwangerschaft schon einmal geimpft.
Aber ich finde auch, dass im Moment zu übereilte und zu vorschnelle Entscheidungen getroffen werden, die durch Druck aus der Politik entstehen und deren Entscheidungsgrundlage Geld ist. Das ist mein persönliches Empfinden.
Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, mich in der Schwangerschaft nicht impfen zu lassen. Und ich habe noch bis Februar. Der mRNA Impfstoff ist ein neues Verfahren. Natürlich wurde es geprüft. Aber trotzdem möchte ich einfach das Risiko nicht eingehen, dass später doch Statistiken erscheinen, die zeigen, dass nach dem Impfungen vermehrt Fehlgeburten, Fehlbildungen oder ähnliches aufgetreten sind. Ich habe aber auch das Glück, dass ich nicht unter Menschen muss und dadurch ein geringes Risiko habe mich anzustecken.
Letztlich muss es jeder selber wissen. Ich würde es mir wahrscheinlich ein Leben lang vorwerfen, wenn etwas passiert. Egal, ob durch die Impfung, oder durch eine Infektion mit dem Virus. Aber für mich persönlich ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass durch die Impfung etwas passieren könnte.
In deiner Situation denke ich, dass du schon so weit bist, dass eine Impfung nicht mehr sein muss. Ich würde es an deiner Stelle nicht machen. Ich werde es evtl während der Stillzeit machen, aber dann auch nur nach gründlicher Recherche vorher.
Viele Grüße

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Ich kann dich gut verstehen. Ich war zu Beginn der Impfung erst gegen das Impfen weil ich dem ganzen zu Beginn nicht ganz getraut habe. Mittlerweile kenne ich aber zu viele die tatsächlich Corona hatten und auch die Delta Variante und dem ging es mehr als schlecht. Nachdem meine Ärztin es mir empfohlen hatte ( zuerst aufgrund des Umfeldes) habe ich noch etwas gezweifelt. Ich habe mit 2 weiteren Ärzten und 3 Hebammen gesprochen und mich nach grünlicher Recherche und den Empfehlung, sowie dem abwägen von Pro und Contra dafür entschlossen mich impfen zu lassen, noch während der Schwangerschaft ( geholfen hat mir dabei, dass alle recht unterschiedliche Meinungen und Ansichten haben, mir aber alle die Ängste die ich bzgl der Impfung hatte genommen haben). Habe meine 1. Impfung in der 31. sSW bekommen und bekomme meine 2. in der 35. Mir und dem Baby gehts super , hatte keine starken Nebenwirkungen und einen extra Arzt Termin um nach ihr zu sehen. Für mich persönlich ist es eine große Erleichterung und ich fühle mich sehr wohl mit der Entscheidung. :)
Es ist jedem am Ende selbst überlassen wie, ob und wann er sich impfen lässt. Ich kann von mir aus nur sagen, ich hab mehr Angst vor Corona als vor der Impfung selbst. Meine Hebamme meinte es ist im Grunde eher eine Frage wie man generell zum impfen in der Schwangerschaft steht. Die Nebenwirkungen bzw die Spätfolgen sind bei den Impfungen prinzipiell ähnlich bis gleich. Es ist sehr unwahrscheinlich das die mRna Impfung schädlicher ist als all die anderen (Aussage der Ärzte und Hebammen)
Ich wünsch dir weiterhin eine schöne Schwangerschaft und das du für dich die Entscheidung triffst, mit der du dich wohlfühlst! :)

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Ps: sorry für die Rechtschreibfehler 😅 habe schnell getippt und die automatischen Korrekturen die mein Handy unternommen hat nicht kontrolliert 👀

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Hi,
Ich möchte mich nun auch gegen Corona impfen lassen und bin in der 30.SSW. Aber es würde jetzt auch die Keuchhustenimpfung anstehen. Hast du dich zwischen den zwei Corona Impfungen gegen Keuchhusten impfen lassen? Oder gar nicht?

Weiß gerade nicht wie man das am besten zeitlich nun legt.

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Hey!

Ich kann beide Entscheidungen verstehen - sowohl, sich noch schnell impfen zu lassen, bevor es ins Krankenhaus geht, als auch noch bis nach der Geburt zu warten.
Ich bin bein 37+4, habe also noch gute zwei Wochen🥳 Werde mich jetzt nicht mehr vorher impfen lassen. Ich habe mich gut informiert und mit auch eine ärztliche Einschätzung geholt, ich vertraue der Impfung voll und habe keine Angst, dass sie mir oder dem Baby langfristig schaden könnte. Der einzige Grund, weswegen ich bis nach der Geburt warte, ist, dass ich jetzt nicht noch aufgrund einer ja durchaus möglichen Impfreaktion im Sinne von Grippesymptomen flachliegen möchte. Ich finde, zum Ende der Schwangerschaft ist man sowieso nicht mehr so ganz fit, ich bin mittlerweile echt schnell kaputt, schlafe viel und finde alles anstrengend. Da hab ich keinen Bock, noch zusätzlich durch eine Impfung flachzuliegen.

Habe aber auch leicht reden. Ich hatte in der 20.Woche Covid, gelte somit noch bis November als Genesene und bin hoffentlich geschützt. Im November werde ich mich dann impfen lassen.
Wäre die Empfehlung der Stiko früher gekommen, hätte ich es auch während der Schwangerschaft gemacht. Es war echt nicht so toll, den Mist während der Schwangerschaft zu haben, da hätte ich gerne drauf verzichtet.

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Ich habe mich bewusst für die Impfung entschieden, auch ohne Stiko Empfehlung. Konnte leider erst am letzten Mittwoch geimpft werden (32. SSW), da hier in der Umgebung kein Arzt bereit dazu war und auch meine FÄ mir nicht dazu geraten hat. Ich würde nach den 14 Tagen wenigstens 1 Impfung noch „mitnehmen“ und die 2. dann in der stillzeit. Ich denke einfach, dass die Krankheit um einiges schlimmer ist als die Impfung. Ich hatte 36 Stunden einen schmerzenden Arm, mehr nicht. Meine Keichhustenimpfung verschiebt sich dadurch auf die 37. SSW.

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Ich hatte mit meinem Arzt ähnliche Diskussionen wegen den beiden Impfungen und er meinte zu mir, dass die Keuchhusten Impfung erst nach 5 Wochen wirkt. Das wäre ja dann bei dir zu spät!? Hat dein Arzt irgendwas dazu gesagt? 🤔

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Hey ich habe letzte Woche die Keuchhustenimpfung bekommen und meine meinte man müsste jetzt 4 Wochen warten falls ich mich gegen Corona impfen lassen will. Irgendwie liest man unterschiedliches. Jeder handhabt das anders 🙈

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Hallo meine Liebe, das ist ein ganz sensibles Thema und egal wie man sich entscheidet es ist immer ein Risiko da. Leider. Ich würde deiner Ärtzin klipp und klar die Frage stellen ob sie es, denn jetzt empfiehlt oder nicht. Ist ja wichtig zu wissen was sie davon haltet. Ich bin seit der 32 Woche vollimmunisiert und es geht uns beiden super. Die kleine Maus boxt jeden Tag dagegen. Mein Frauenarzt hat es aber auch empfohlen. Er meinte je weiter ich in der Schwangerschaft bin, desto weniger bekomme ich Luft. Und, wenn ich mich dann mit Corona infiziere kann es gefährlich werden, muss es aber nicht. Eine bekannte ist 2 Wochen weiter als ich und hat sich in der Schwangerschaft mit Corona infiziert, das war im Mai. Jetzt hat sie noch mit Spätfolgen zu kämpfen, wie Erschöpfung und Atemnot. Bekommt zu 99% einen Kaiserschnitt, weil sie für eine normale Geburt zu schwach wäre. Eine andere hatte ihr Kind leider in der 30 Woche durch Corona verloren und sich gleich fast selbst mit. Bei einer aus meiner Familie war es so, sie hatte hochschwanger Corona aber bei ihr war alles ok außer etwas Fieber und Kopfschmerzen. Also es ist wirklich unterschiedlich. Ich habe mich natürlich sehr lange damit beschäftigt und mich viel infomiert, dass ich mich, dann eben für die Impfung entschieden habe. Gibt ja auch schon genug Daten die es belegen das die Impfung nicht zum Baby gelangt, sondern nur die Antikörper. Ich wünsch dir alles gute für deine Entscheidung du alleine weist was für dich und dein Baby gut ist.

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Ud auserdem geht es ja auch eher darum, wenn du dich infizierst und einen schweren Verlauf erleidest, musst du ins Krankenhaus, dann evt. beatmet werden. Medikamente nehmen die du als Schwnager gar nicht nehmen dürftest. Und was ich weis werden die Patienten auch oft auf den Bauch gedreht was bei einer Schwangeren natürlich nicht möglich ist. Ist auch sehr viel Stress für dich und das Baby

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Hallo :) also ich stehe 10 Tage vor ET und warte mit der Impfung auf jeden Fall noch. Meine Hebamme hat mir empfohlen auch nach der Entbindung noch ein paar Wochen zu warten, da sich der Körper ja erstmal an die neue Situation gewöhnen muss und auch das Stillen erst 100 Prozent klappen sollte. Sie meinte so 2 bis 3 Monate nach der Entbindung würde sie uns ans Herz legen, kann im Endeffekt jeder für sich entscheiden aber so werde ich es machen.

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Hallöchen,

die Frage ist berechtigt und ich (als Ärztin, die aber von der Gynäkologie und Kinderheilkunde keine Ahnung hat) tue mir schwer, da eine eindeutige Antwort zu geben.

Generell scheint eine Corona-Impfung während der Schwangerschaft sinnvoll und war es auch schon vor der STIKO-Empfehlung. Deswegen ließ ich mich im 2. Trimenon impfen (galt davor als Genesen).

Kurz vor der Geburt würde ich jedoch mir selbst und den zuständigen Ärzten folgende Fragen stellen:

- Wie hoch ist mein Ansteckungsrisiko? Bin ich aktiv und gehe regelmäßig ins Schwimmbad, shoppen, treffe mich mit Freunden und meiner Großfamilie? Oder gehe ich nur im Nachbarwald spazieren und sehe nur meinen Partner?

- Ist mein Partner geimpft? Hat er viel Menschenkontakt oder sitzt er nur im Home office?

- Welche konkreten Risiken bestehen, wenn ich mich anstecke jetzt (z.B. ggf. Frühgeburt, fetale Infektion...)/in 4 Wochen (z.B. Kindesinfektion, Entbindung in Isolation...)/ in 8 Wochen (abstillen, Infektion des Kindes...)? Die aufgeführten Komplikationen haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, ich bin da nicht genug informiert!

- Welche konkreten Risiken gehe ich ein, wenn ich mich impfen lasse?
1) Die seltenen Komplikationen sind selten und die Studienlage zu den Schwangeren ist inzwischen solide. "Wenn ich keine Allergien habe/alle anderen Impfungen bisher gut vertragen habe, warum sollte ich ausgerechnet diese Impfung nicht vertragen?" Ist zwar trotzdem möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, auf dem Weg zur Impfung zu verunglücken, ist höher.
2) "Normale" Impfreaktion ist trotzdem nicht unwahrscheinlich. Kann z.B. Fieber eine Frühgeburt auslösen? Werde ich ausreichend Power für die Geburt haben, wenn ich "nur" grippeähnliche Symptome habe, aber 3 Tage nach der Impfung z.B. stürze, die Fruchtblase platz und ich gebären muss?

- Wann genau nach der Entbindung ist es sinnvoll, sich zu impfen zu lassen? Ich habe auch dazu unterschiedliche ärztliche Meinungen gehört.

- Wie verhält sich das Impfrisiko im Bezug zum Erkrankungsrisiko des Neugeborenen? Kann man ggf. sogar eine späte Frühgeburt in Kauf nehmen, wenn das Kind dann geschützt ist, weil eine Neugeboreneninfektion zwar wenig wahrscheinlich, aber gravierend wäre?

- habe ich oder das Kind zusätzliche Risikofaktoren?

Wenn deine FÄ sich unsicher ist, würde ich den/die HA miteinbeziehen und im Zweifel mich auch in einer anderen Praxis beraten lassen. Gerade im Moment gibt es viele impfende Praxen, wo man sehr kurzfristig einen Termin bekommt und nicht mal Wartezeit vor Ort hat.

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Huhu

Ich bin schon länger gegen Corona geimpft und so froh darüber!
Hier in der Stadt starb vor kurzem eine 25 jährige Schwangere ohne Vorerkrankungen. Als Schwangere hat man eben ein erhöhtes Risiko das es schlecht verläuft.
Soweit ich weiß sollen zwischen unterschiedlichen Impfungen 2 Wochen liegen, eine Bekannte wird jetzt gegen covid, 2 Wochen später gegen Keuchhusten und wieder 2 Wochen später gegen covid geimpft.

Liebe Grüße