In der schwangerschaft gekündigt worden

Hallo Ihr Lieben,

ich habe da ein Problem und weiß ehrlich gesagt leider nicht genau wie ich reagieren soll, demnach suche ich hier Hilfe. Ich war 2 Monate bei meiner neuen Arbeitstelle angestellt als ich den mitteilete das ich in der Schwangerschaft bin habe ich 1-2 Wochen später die fristlose Kündigung bekommen ( war in der Probezeit ). Im Internet natürlich schlauch gemacht und herausgefunden dass dies so nicht rechtlich ist.
Nun haben wir ein Anwalt eingeschaltet allerdings wird das sehr teuer und als werdende Mama muss ich noch sovieles kaufen 😀. Meine Frage an euch ist nun macht es Sinn meine Arbeitsstelle einen Brief zu schreiben mit den Paragraphen und zu sagen "ey Ihr dürft mich gar nicht so einfach kündigen und ich habe eine Klage eingereicht sollten sie die Kündigung zurück ziehen ziehe ich auch die Klage zurück" (natürlich nicht in dieser Form geschrieben). Ist es schlau diesen Brief zu verfassen ? Oder soll ich dass lieber sein lassen.

Ganz lieben Gruß!

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Huhu

Ja klar würde es auch erstmal so versuchen. 'sollte die unsachgemäße Kündigung nicht zurückgenommen werden, werde ich rechtliche Schritte einleiten müssen.....'

Erstmal noch auf nett versuchen, auch wenn es echt ein Unding ist.

Alles gute :)

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Bei geringem Einkommen kann man einen Beratungsschein für eine anwaltliche Beratung beim Amtsgericht anfordern.
Da würde ich zuerst nachfragen.
Liebe Grüße und alles Gute
blubb

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Genauso machen und daran erinnern, dass der nicht gezahlte Lohn dir nachgezahlt werden muss. Kündigung ist nicht rechtens. Du könntest genauso einfach reinspazieren und weiter arbeiten

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Sie haben dir nach der Verkündung deiner Schwangerschaft gekündigt. Hast du die Schwangerschaft schriftlich mitgeteilt oder nur mündlich?

Leider wirst du Kündigungsschutzklage erheben müssen, damit die Kündigung vom Tisch ist.
Ansonsten geht sie durch und ist rechtskräftig, trotz deiner Schwangerschaft.

Also ja, bitte nimm dir den Anwalt.
Und für die Zukunft am besten auch eine Rechtsschutzversicherung.

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Also, ganz so einfach ist die Frage nicht zu beantworten.

Woher kommst du denn?

In Österreich gilt der Kündigungsschutz zB während der Probezeit NICHT!
Wirst du allerdings nach Verkündigung (schriftlich!) Der Schwangerschaft aufgrund dieser gekündigt, dann ist das ein Fall von Diskriminierung und dagegen kann man dann vorgehen.

Allerdings stellen sich hier natürlich erstmal ein paar Fragen.

Woher kommst du?
Hast du die Schwangerschaft schriftlich mitgeteilt?
Und welche Begründung wurde für die Kündigung angegeben?

Ich würde dir ein Beratungsgespräch beim Anwalt nahelegen. Der kann dir dann genauere Auskunft darüber geben, wie deine Aussichten sind und mit welchen Kosten und welchem Prozedere du rechnen musst.

Ich wünsche dir viel Glück!!

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Mich würde mal was anderes interessieren.
Ist dein arbeitsvertrag befristet gewesen??

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Hey!

Ich würde diesen Anwalt nicht zurückpfeifen.
Wohnst du denn in Deutschland bzw hast du die Schwangerschaft schriftlich mitgeteilt?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Arbeitgeber nicht weiß, dass er dich in der Schwangerschaft nicht kündigen darf. Der wird es bewusst machen und hoffen, dass du es hinnimmst oder einen Formfehler begehst und er mit der Kündigung durchkommt.
Du hast in Deutschland nur 2 Wochen Zeit, meine ich, auf die Kündigung zu reagieren. Wenn du das wegen eines Formfehlers in den Sand setzt, war es das.
Oder wenn du den Brief einfach so abgibst, dein Chef bis 2 Wochen nach Zugang der Kündigung abwartet und dir dann auf Nachfrage mitteilt, dass er deinen Brief nie erhalten hat.
Dann würde sich ein Anwalt doppelt und dreifach lohnen, weil du nach dessen Klage weiterhin deinen Lohn bekommst, im Anschluss auf die Schwangerschaft Elternzeit haben kannst, mehr Elterngeld bekommst.
Von daher: Lass es den Anwalt machen und du weißt, dass alles seine Ordnung hat.

Klar, braucht man als werdende Mutter mehr Geld, aber es ist an der falschen Ecke gespart, wenn dein Chef wegen dieser Knauserei mit der Kündigung durchkäme.

Liebe Grüße
Schoko

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Ganz ehrlich?
In dem Moment, wo man einen Anwalt einschaltet (was du meiner Ansicht nach hier definitiv tun solltest), sollte man den NICHT ins Handwerk pfuschen. Schreib also keinen Brief ohne das mit dem Anwalt abzusprechen. Nicht, dass du am Ende deine Lage unnötig verschlechterst. Momentan solltest du nämlich die besseren Karten haben - ich gehe davon aus, dass du in Deutschland wohnst und arbeitest und deine Schwangerschaft offiziell und schriftlich mitgeteilt hast.

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Wenn du dir ganz sicher keinen Anwalt leisten kannst/möchtest, kannst du auch ohne Anwalt zum Arbeitsgericht und Kündigungsschutz einklagen.