NatĂŒrliche Geburt "vs." Wunschkaiserschnitt

Hallo ihr Lieben đŸ€—

Ich wĂŒrde gern wissen, wer von euch sich fĂŒr/ gegen einen Wunschkaiserschnitt entschieden hat und warum.
Beim ersten Termin beim Gyn hat er, als wĂ€re es das normalste der Welt, gemeint "Bei natĂŒrlichen Geburten bin ich nicht dabei, Wunschkaiserschnitt wird aber von mir durchgefĂŒhrt." Ich meine gut, die Entscheidung hat jede Frau selbst zu treffen aber dass es als so "normal" angesehen wird, war bei meiner ersten Schwangerschaft 2008 noch nicht sođŸ€”
Ich persönlich bevorzuge die natĂŒrliche Geburt, da ich viel zu viel Angst vor einem Kaiserschnitt hĂ€tte (aufgeschnitten werden bei vollem Bewusstsein oder eine Vollnarkose... davor graut es mir)😣
Obwohl es sicherlich auch "Vorteile" hat (planbar, keine Dammrisse/Schnitt, keine stundenlangen Wehen) ist es doch eine Operation.
Nach der ersten Geburt hatte ich noch monatelang solche Schmerzen beim Toilettengang (durch den Dammschnitt), dass ich jedes mal hÀtte ohnmÀchtig werden können.

Vielleicht gibt es die ein oder andere Mama hier, die sogar beides hinter sich hat und somit gut vergleichen kann :)

Ps. Ich (ver)urteile weder die eine, noch die andere Entscheidung! Bin einfach nur neugierig đŸ€·â€â™€ïžđŸ˜

Danke schon mal fĂŒr eure Erfahrungsberichte đŸ€—

Liebe GrĂŒĂŸe
Gabby91+BabyBoy 29.ssw 💙

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Hallöchen
Ich bin der zeit auch in der 29 ssw und habe bereits 3 Kinder, bei zwei habe ich normale Geburten gehabt und beim dritten ein notkaiserschnitt mit sehr viel Komplikationen, und dadurch habe ich heute noch sehr viel zum kĂ€mpfen, deshalb habe ich mich diesmal fĂŒr ein Wunsch Kaiserschnitt entschieden mit anschließende GebĂ€rmutter Entfernung.

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Ohje, es tut mir sehr leid, dass du eine solch schlimme Erfahrung machen musstest 😔
Hoffentlich klappt es beim vierten so wie du es dir vorstellst/ wĂŒnschst :)
DrĂŒck dir die Daumen ☘
Alles gute und eine wunderbare Rest -Kugelzeit đŸ€°đŸ€—

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Kind 1
SecundÀre Sectio. Also ich wollte vaginal entbinden, aber leider hat sich der Zwerg mit dem Kopf wÀhrend der Geburt so gedreht das es nicht ging.
Ich hatte ne spinale BetÀubung, bekam also alles mit.
Der Kaiserschnitt selbst war ned tragisch, aber unangebehm. Die erste Stunde nach dem Kaiserschnitt hatte ich Höllenschmerzen und konnte mich deshalb gar nicht meinem Baby widmen.
Ich war nacher schnell wieder fit. Schlimm war fĂŒr mich das ich viele Monate meinen unteren Baucht nicht gespĂŒrt habe....als wĂ€re er betĂ€ubt.

Kind 2
Vaginale Geburt. Ansich ok, wenn auch sehr lange. Leider Kind dann auf Intensiv.
Danach weder großartige Dammnaht-Schmerzen noch sonstige Probleme.

Kind 3
Vaginale Geburt. Hat eeeeewig gedauert. Enorm schmerzhaft. Aber endlich mein Kind nach der Geburt gleich kuscheln zu können wars sowas von wert. Dammnaht hat mehr Probleme gemacht. Aber ned ganz schlimm und nach 4 Wochn wars gut. Wenige Wochn hats mich dann noch gestört das ich "zu eng" zugenÀht wurde, problematisch beim Sex. Aber nach ca 4 Monaten hat es sich wieder gedehnt und war ok.


Ich finde ne vaginale Geburt ist ne sehr schmerzhafte Sache, und absolut nicht ohne. Aber ich wĂŒrde ne vaginale Geburt einem Kaiserschnitt immer vorziehen.

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Ich hatte 2 sekundĂ€re Sectios nach den Versuchen normal zu entbinden. Beides mal war es bis zum KS die Hölle fĂŒr mich und ich bin so froh, dass es jetzt ein geplanter KS werden wird. Also hoffe ich nach 2 KS zumindest.

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Meine erste Geburt endete in einem Notkaiserschnitt, die zweite war dann ein geplanter Kaiserschnitt - medizinisch angeraten, aber ich hĂ€tte es auch normal probieren dĂŒrfen. Letztlich war mir das Risiko zu groß und ich entschied mich fĂŒr den zweiten Kaiserschnitt. Es war, wie sich wĂ€hrend der Geburt dann zeigte, die richtige Entscheidung und insofern bin ich damit versöhnt. Aber es ist und bleibt eine riesige Operation, und das merkt man. Um mich herum konnten die ganzen anderen Frauen Stunden nach der Geburt alles selber machen, gingen entspannt duschen, kĂŒmmerten sich um ihre Kinder...und ich bin am Tag nach der Geburt vor Schmerzen fast ohnmĂ€chtig geworden, als ich aufstehen musste :-D

Ich kann es von den Folgen her nicht vergleichen, aber beim ersten Kind hatte ich ja Wehen und alles - im Nachhinein wĂŒrde ich immer sagen, dass mir in punkto Schmerzen eine natĂŒrliche Geburt lieber gewesen wĂ€re. Nach dem Kaiserschnitt zieht es sich...und man weiß auch nie so genau, ob und welche dauerhaften Folgen einen erwarten. Ich habe z.B. seitdem Empfindungsstörungen im Bereich der Blase und taube Stellen am Bauch, die sich nicht mehr regenerieren werden. Dumm gelaufen, aber lĂ€sst sich nicht mehr Ă€ndern. Vermutlich wĂ€re eine normale Geburt in der Hinsicht nicht ansatzweise so zerstörerisch gewesen, aber wer weiß...passieren kann ja immer irgendwas.

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Ich hatte einen Wunsch Kaiserschnitt. Wollte ich so und stand zu 100% dahinter. Die nĂ€chste Geburt wird wieder ein Kaiserschnitt. Ich verstehe beides und bin der Meinung, jeder sollte das machen, was er fĂŒr richtig hĂ€lt :-) und sich zu nix drĂ€ngen lassen.

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Auf so eine Antwort habe ich gehofft 😅
Darf ich fragen warum eine natĂŒrliche Geburt nicht in Frage kommt?
Also die BeweggrĂŒnde hierfĂŒr.
Es gibt Frauen, die es sich einfach nicht vorstellen können, dass ein Baby durch ihren "Lovetunnel" huscht 😅
Wie war die Wundheilung nach dem Kaiserschnitt? Da gibt es ja auch von "gleich alles paletti" bis "immer noch Probleme damit".

Das sehe ich genau so. Ähnlich wie mit dem Stillen.

Lg :)

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Ich konnte mir eine normale Geburt nicht vorstellen, hatte Angst vor geburtsverletzungen und bin generell jemand, der gerne Dinge plant. Bei einer normalen Geburt weiß man halt ĂŒberhaupt nicht, was auf einen zukommt.

Ich war 3 NĂ€chte im KH, nach zwei Wochen wieder fit, nach einer Woche schon wieder Auto gefahren

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Ich hatte eine sekundĂ€re Sectio nach ziemlich schlimmen 26 h Wehen wegen eines Geburtsstillstands in der Austreibungsphase und das brauche ich definitiv nicht noch mal. Falls es noch ein zweites Kind geben wird, wird es dieses mal eine geplante Sectio. Habe das auch so mit meinem Gyn besprochen und der findet es auch richtig (da der Geburtsstillstand nicht an meinem Kind lag - sie war normal groß und richtig positioniert - ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es an meiner Anatomie lag und das nĂ€chste mal genau so lĂ€uft).
Ich trauere einer vaginalen Geburt nicht nach. Ich fand Wehen einfach nur schmerzhaft und bin ehrlicherweise ganz froh, dass ich Beckenbodenverletzungen und deren mögliche Langzeitfolgen vermeiden konnte.

Eine meiner Freundinnen hat ĂŒbrigens genau dieses Szenario gerade erlebt: Erstes Kind ungeplanter Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand, zweites Kind geplanter Kaiserschnitt.
Sie hat berichtet, dass sie nach dem geplanten Kaiserschnitt viel weniger und kĂŒrzer Schmerzen hatte.

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Dann hat sie echt GlĂŒck gehabt. Ich hatte ja darauf auch spekuliert, fand es irgendwie ganz logisch, dass ein geplanter nicht so zerstörerisch und schmerzhaft ist wie ein Notkaiserschnitt :-D Aber schon im VorgesprĂ€ch meinte die Ärztin, dass es wahrscheinlicher sei, beim zweiten Kaiserschnitt mehr Schmerzen zu haben - und so war es dann leider auch. HĂ€tte ich nie in dieser IntensitĂ€t erwartet. Aber dafĂŒr hat man sich eben an anderen Stellen SchĂ€den erspart, wie du schon gesagt hast ;-)

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Hm, kann man sich natĂŒrlich auch irgendwie vorstellen. Die selbe Narbe wird ja noch mal eröffnet. Wie war denn der erste bei dir?

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Hi,
Ich finde die Möglichkeit eines WKS super. FĂŒr mich selber wollte ich das nicht. Maximal einen NKS, wenn es sein muss.
Nachdem ich dann 5 Tage lang eingeleitet wurde, wo sich unten einfach nichts tat, mit teils sehr heftigen Schmerzen bei den ich ga fast ohnmĂ€chtig wurde, wurde von den Ärzten entschieden, dass es doch ein KS wird.
Am Tag des KS war ich so fertig, weil ich bis vor der Narkose solche Schmerzen hatte und keine Energie mehr. SpinalbetÀubung hat leider nicht geklappt, so dass es eine vollnarkose wurde.
Am Tag des KS hatte ich keine Ahnung, wie ich mich um meinen kleinen kĂŒmmern sollte. Ich konnte mich nur unter starken Schmerzen bewegen. Tag drauf war es schon besser. Ich konnte duschen und gehen. Habe mich ab da 100%ig um ihn gekĂŒmmert.
Ich habe den KS recht gut ĂŒberstanden. Ist nun 5 1/2 Wochen her. Ich bin nicht Schmerzfrei aber es ist gut zu ertragen. Anfangs muß man halt sehr langsam machen und es ist wichtig, einen lieben Partner oder irgendwen zu haben, der einen die erste Woche unterstĂŒtzt.

Im Zimmer hatte ich eine mit einem Dammriss. Der war wohl nur leicht, aber sie benahm sich Als ob sie es ganz heftig hatte. Sie wickelte ihr Kind nur nach Aufforderung (am Tag nach der Geburt hat sie auf mein drĂ€ngen, das Kind nach 18h von einer schwester wickeln lassen). Sie lag nur im Bett und war nie duschen. đŸ€·đŸ»
Eine andere die vorher mit mir lag, hatte so einen hohen Blutverlust, dass die die nÀchsten 2 Tage nur mit Hilfe aufstehen konnte und auch danach, hat sie sich nicht getraut ihre Tochter hoch zu nehmen, weil ihr schwindelig war.

Gibt also solche und solche FĂ€lle.

Ein wks hÀtte mir 5 Tage wehen erspart. Und bei einer erneuten SS, werde ich den wirklich in ErwÀgung ziehen.

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Hallo đŸ™‹â€â™€ïž ich hatte beides. Mein erstes Kind kam nach 17 Stunden Wehen wegen Geburtsstillstand und schlechtem doppler per Not sectio auf die Welt. Ich muss sagen ich hatte panische Angst vor der OP und um das Leben meines Kindes in dem Moment weil die Herztöne schlecht waren. Ein geplanter KS wĂ€re aber sicherlich anders abgelaufen aber kam fĂŒr mich nie in Frage. Ich war körperlich relativ schnell wieder fit nach dem KS und fand die schmerzen auch ertrĂ€glich. Psychisch hat das lĂ€nger gedauert das zu verarbeiten. Hab mich trotzdem sehr nach einer spontan Geburt gesehnt. Schon allein aus dem Grund weil ich die Geburt nicht miterlebt habe wegen Vollnarkose.

Beim zweiten Kind hat es dann nach 25 Stunden normal geklappt und es war jede einzelne Minute Qual wert. ❀ Überraschenderweise habe ich nach der spontanen Geburt lĂ€nger gebraucht wieder fit zu werden als nach dem KS. Den Unterschied zwischen den Geburten merkte ich vor allem am Beckenboden. Das ist wirklich wie Tag und Nacht. Aber nichts desto trotz, ich wĂŒrde es jederzeit wieder normal versuchen. đŸ„°

Lg đŸŒč

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Hallo,
Ich wollte damals eine natĂŒrliche Geburt. Ich hatte auch Angst davor, bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten zu werden oder gar in Vollnarkose zu mĂŒssen.
Aufgrund diverser Schwangerschaftsbeschwerden hat man mir mitgeteilt, dass es besser ist, die Geburt 2 Wochen vor ET einzuleiten oder auf Wunsch dann einen Kaiserschnitt durchzufĂŒhren.
Ich habe der Einleitung zugestimmt, weil ich meinem Kind einen möglichst 'normalen' Start ermöglichen wollte.
Jedoch stieg mein Blutdruck irgendwann gewaltig in die Höhe (war vorher schon zu hoch) und die Herztöne von meiner Tochter waren viel zu schnell und dann irgendwann gar nicht mehr zu vernehmen, Muttermundtechnisch passierte auch einfach gar nichts, sodass es am Ende ein Notkaiserschnitt wurde.

Ich bin definitiv dankbar fĂŒr die Methode eines Kaiserschnitts, aber mĂŒsste ich mich nochmal entscheiden, wĂŒrde ich dennoch jederzeit wieder versuchen die 'normale' Geburt zu wĂ€hlen.

Der Kaiserschnitt war fĂŒr uns dann nĂ€mlich alles andere als ein leichter Start.

Ich wĂŒnsche dir alles Gute und dass die Geburt so verlĂ€uft, wie du es dir vorstellst. 😙

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Es sollte 🙂 werden und nicht 😙..
Wurstfinger und so..😂