Gegen Nackenfaltmessung und Harmonytest entschieden? Warum?

Hallo,

gibt es bei Euch welche, die sich nach guter Überlegung gegen diese Nackenfaltmessung und/oder Harmonytest entschieden haben und was waren die Gründe?

Ich bzw. wir müssen uns nun diese Tage entscheiden und ich bin einfach total durcheinander.
Mein Mann sagte sofort, das sollen wir nicht machen, es wird schon alles gut gehen usw.

Ich selbst habe Angst vor einem entsprechenden Ergebnis und dann entspricht das vielleicht gar nicht der Wahrheit.

Ist es heutzutage eine falsche Entscheidung sich gegen so eine moderne Technik zu entscheiden?

Wenn man dann im Krankenhaus das Kind bekommt und es hat Trisomie ect. ...
Ich fühle mich nicht wohl mit dem Gedanken.

LG,

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Ich habe mich zweimal dagegen entschieden, weil es für uns keinen Unterschied gemacht hätte und man Organschäden, bei denen wir uns unter Umständen für einen Abbruch entschieden hätten, auch beim Organultraschall sehen würden.

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Hallo Jede ,
Uns erging es genau so . Wir hätten das Baby so oder so behalten . Wir haben und jetzt das 3 Mal dagegen entschieden und haben es bis jetzt noch kein einziges Mal bereut . Bei unserem zweiten Krümel wurde ein White Spot entdeckt bei einem normalen Ultraschall . Dieses kann auf eine Trisomie hinweisen wenn es vermehrt im Körper des Babys vorkommt . Aber selbst dieses würde nach einem genaueren Ultraschall nicht bestätigt :)
Aber im Endeffekt musst du auf dein Bauchgefühl hören . Macht es für dich einen Unterschied wenn das Baby Tresomie oder andere Erkrankungen hat ?

LG Cathrin mit Babygirl ♥️ Babybody 💙 und Minime (23ssw) ♥️💙

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Wir haben uns für die NFM entschieden, um besser vorbereitet zu sein oder auch um konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Mir hat man gesagt, dass nur die Kinder mit Trisomie 21 überlebensfähig sind. Bei den beiden anderen Trisomien wäre dies nicht der Fall. In diesen beiden Fällen hätte ich die SS abgebrochen, weil das Kind eh keine Chance gehabt hätte. Bei Trimsomie 21 weiß ich nicht, ob ich einen Abbruch gewollt hätte.

Andere Auffälligkeiten wie z.B. Organfehlbildungen sieht man auch beim Organscreening. Dafür würde ich keine NFM machen. Wenn da etwas auffällt, kann man immer noch ein spezialisiertes KH für die Entbindung wählen, falls z.B. gleich Ops gemacht werden müssen etc.

Man muss sich klar machen, dass die meisten Krankheiten und Behinderungen im Laufe des Lebens erworben werden und auch wenn man jede Untersuchung macht, man keine Garantie für ein gesundes Kind hat. Ich kann daher Alle verstehen, die keine Pränataldiagnostik durchführen lassen.

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Ich habe mich dagegen entschieden und darauf vertraut, das alles gut sein wird. Zumal es in meiner Familie keine Fälle dieser Art gibt. Du musst dir halt die Frage stellen, ob du dein Kind abtreiben lassen würdest, wenn bei dem Test etwas auffälliges raus kommen würde. Das Problem bei den Tests ist auch, dass es auch eine Falsch-Positiv Rate gibt. Bei der NFM um die 9% und bei dem Bluttest immerhin noch 1-2%, wenn ich das noch richtig weiß. Wenn dann irgendein Wert auffällig gewesen wäre, hätte mich das im blödesten Fall die ganze Schwangerschaft über belastet. Am Ende kann dann trotzdem alles super sein, genauso wie es umgekehrt sein kann, dass der Test sagt: alles super und am Ende ist es das dann doch nicht. Manchmal ist es meiner Meinung nach besser, wenn man nicht alles weiß. Also stell dir die Frage: Was würdest du tun, wenn das Testergebnis auf eine Trisomie hindeuten würde?

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Wir haben uns bei allen 3 dagegen entschieden. Meine Cousine hat das Downsyndrom und andere Krankheiten sind nicht bekannt in der Familie.
Es hätte für uns nichts geändert, wir hätten ein krankes kind trotzdem bekommen, haben beide schon in dem bereich gearbeitet und auch eine schule für geistig/körperlich behinderte vor der Haustür.
Ich habe bis jetzt (fast) nur glückliche kinder Mit Downsyndrom oder anderen Behinderungen erlebt, selbst als ich schulbegleitung für Kinder mit diesen Einschränkungen war.

Nur weil es diese Tests gibt heißt dass ja nicht, dass man sie machen muss. Daher war mir dann auch das Geld zu schade, für einen Test, der nur etwas aussagt, was für uns überhaupt nichts geändert hätte.

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Hallo 😊

Wir haben uns beim ersten Kind dagegen entschieden, beim zweiten war ich allgemein (und unbegründet) etwas unsicherer, aber selbst da haben wir bewusst nur auf Trisomie21 testen lassen.

Meine Hebamme ist bspw. komplett dagegen, da sie u.a. schon öfter falsch positive Ergebnisse begleitet hatte.
Und auch meine Tante (Gynäkologin) meinte mal, dass sie den Test bei mir gar nicht angeboten hätte, da ich überhaupt nicht zur Risikogruppe gehören würde.

Ich denke letztlich muss es jeder für sich entscheiden und sich damit auseinandersetzen, welche Konsequenzen man bei welchen Ergebnissen ziehen würde..

Ich finde es ehrlich gesagt etwas komisch, dass heute immer vom Schlimmsten ausgegangen und sich dabei schnell etwas verrückt gemacht wird (das meine ich gar nicht mal böse, es wird ja auch so suggeriert und ich merke bei mir selber auch, dass ich anfälliger dafür geworden bin), obwohl sämtliche Trisomien und Anomalien eher selten sind, also eher die Ausnahme und nicht die Regel. Größere Auffälligkeiten (Herzfehler ect.) lassen sich eigentlich über die regulären großen Ultraschalls feststellen.

Wir haben es nicht bereut, beim ersten Mal nichts gemacht zu haben. Im Ultraschall war immer alles zeitgerecht entwickelt und ich habe schnell ein Bauchgefühl entwickelt.
Ich war bei meiner ersten SS 22 und wir haben auch innerhalb der Familie keine Fälle von Trisomie. Im Nachhinein eigentlich "unnötig", dass wir es diesmal haben machen lassen..

Trisomie 21 ist vielfältig, je nachdem wie sie ausfällt und ob das Hirn betroffen ist, so genau lässt sich das ja nicht testen. Trisomie 13 und 18 lässt sich meines Wissens nach über das normale US erkennen (bei einer Bekannten war dies der Fall). Wenn es dir sonst keine Ruhe lassen würde, würde ich eher zum Harmony Test raten, als zur Nackenfaltenmessung.
Gibt es denn einen Grund zur Annahme, dass euer Kind Behinderungen haben könnte?

Generell halte ich es aber für wichtig, dass Schwangere ein gesundes Gefühl für ihr Baby und von einer Grundsicherheit entwickeln, und sich nicht abhängig von Ultraschalls und Tests zu machen. Ein bisschen "back to the nature" täte uns besonders zur Zeit der modernen Technik und Diagnosemöglichkeiten meiner Meinung nach nicht schlecht.

Alles alles Gute 🌺
Hör auf dein Gefühl und macht eure Entscheidung von niemanden abhängig.

7

Ich habe es nicht machen lassen, weil einfach nie irgendwelche Auffälligkeiten da waren und ich irgendwie das Vertrauen hatte bzw innere Gefühl. Auch hatten wir keine bekannte Fälle in beiden Familien.

Aber das muss jeder für sich entscheiden, wenn man familiär schon Fälle hatte, würde ich es machen.

Alles Gute 😊

8

Huhu

Für uns hätte es keinen Unterschied gemacht, und der Harmony test ware und auch schlicht zu teuer gewesen 😅

Liebe Grüße

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Wie haben uns dagegen entschieden, denn es hätte keinen Unterschied gemacht. Mein Partner selbst hat selbst seit der Geburt eine Behinderung, die er erst durch Komplikationen während der Geburt bekommen hat. Von daher stand für uns immer fest, dass wir auch ein Kind mit Trisomie o.ä. bekommen hätten.