Hashimoto, apc resistenz, Fehlgeburten

Hallo,
Nach 2 FG wurde bei mir hashimoto festgestellt, von meiner apc resistenz wusste ich bereits bei meiner ersten Schwangerschaft bescheid. Damals musste ich lovenox spritzen, hatte vorzeitige wehen und extreme übelkeit mit Erbrechen, fast die ganze Schwangerschaft hindurch. Zudem extreme Rückenschmerzen. Aus diversen Gründen wollte ich damals aber nicht in den vorzeitigen Mutterschutz obwohl mein frauenarzt das eigentlich wollte. Kind wurde dann trotzdem zum ET geboren.

Nun bin ich wieder schwanger (6.ssw) und habe extreme Angst, da ich nach der ersten Schwangerschaft schon 2 bis 3 Fehlgeburten hatte. Meine Erkrankungen tragen nun nicht wirklich dazu bei, dass ich mich sicherer fühle. Und corona stresst mich ebenfalls sehr. Ich hab Angst, dass durch den ganzen Stress und meine ewigen Gedanken dazu, wieder ein Schub ausgelöst wird, was dann natürlich wieder zu einer FG führen könnte.
Ich bin gegen corona geimpft, arbeite aber mit sehr vielen Personen zusammen und diese sind teilweise nicht geimpft und lassen sich auch nicht testen. Denkt ihr, ich kann hier vorzeitigen Mutterschutz bekommen? Das Problem ist eben, dass man es mit meinem Vorgesetzen sicher nicht besprechen kann, da dieser zwar dann offiziell alle coronaregeln einhaltet aber im Alltag wird das nicht umgesetzt und auch nicht viel davon hält. Zudem weiß ich, dass ich gemobbt werde sobald ich meine Schwangerschaft offiziell mache. Bis jetzt war das noch bei jeder meiner Kolleginnen so. Das nicht-Grüßen und dumme Arbeiten geben oder hinter ihrem Rücken dumm zu reden, sind da noch Kleinigkeiten.

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Hallo Miss Ella,
Ich kann dir zwar nicht weiterhelfen bzgl vorzeitigen Mutterschutz (bist du aus Ö oder D?). Allerdings hab ich genau das gleiche wie du: Hashimoto (seit 9 Jahren diagnostiziert) und die APC Resistenz. Hab vor 2 Tagen erfahren das ich schwanger bin (4+4) hab in weiser Voraussicht aber bereits mit beiden Ärzten im Vorfeld darüber gesprochen. Mein Arzt meinte, ich brauche nur im Wochenbett Spritzen und im 2. Trisemester checkt er alle Gefäße. Eine Behandlung, in der man sich permanent spritzt ist nur sinnvoll, wenn Thrombosen bereits aufgetreten sind (bzw in der Familie). Was hat denn dein Arzt dazu gesagt?

Bzgl. Hashimoto kann ich nur sagen, dass ich einen ziemlichen Stress habe. Ich bin seit 4,5 Monaten bei einer neuen Firma in der die Kollegen in meinem Team geschlossen gekündigt haben. Da hängt jetzt alles an mir. Hab schon Panik vor Bekanntgabe weil ich mir eigentlich seit Beginn mehr oder weniger durch die Blume anhören muss, wann es denn endlich soweit sei (bin seit 2 Jahren verheiratet und laut Kollegen vom andren Team "eine Gefahr").
Also top!

Ich mache mir wegen Hashimoto aber keine Sorgen. Regelmäßig die Werte checken gehen. Ein Schub wird nur durch zusätzlich extremen Stress ausgelöst - bei mir in Frühjahr aber auch genau im Gegenteil: Ich war 6 Wochen Zuhause aufgrund vom Jobwechsel, das war noch dazu im Lockdown, und das hat mich so richtig gestresst. Meine Hashi-Werte waren noch nie so schlecht. Sie haben sich mittlerweile aber gut eingependelt - bei dir auch, sonst wären wir nicht schwanger.

Das mit den Fehlgeburten tut mir sehr leid zu hören. Ich verstehe, dass du Angst hast. Aber bitte besprich das mit dem Internisten, ich bin mir sicher, dass eine regelmäßige Kontrolle (4 Wochen) dir helfen kann, die Angst etwas zu minimieren.

Liebe Grüße!

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Hallo,
Danke für deine nette Antwort. Sie beruhigt mich etwas.
Ich komme aus Österreich.

Bzgl. Apc resistenz muss ich ab Herzschlag spritzen, dann aber bis zum Wochenbett.

Schilddrüsenwerte und tabletten werden alle vier Wochen kontrolliert. Am Montag hab ich nun meinen ersten Termin und hoffe, dass ich dann viele Antworten von meinem Frauenarzt bekomme.

Das kenne ich. Bei mir ist es genauso: letztes Jahr wurden in meinem Team alle schwanger oder haben gekündigt, das team wurde komplett neu aufgestellt und ich bin die einzige Mitarbeiterin, die noch viele Dinge/Abläufe wissen. Da ich aber zudem unterrichte und nicht mehr "nur" Büroarbeit/meetings etc. mache, habe ich zwischendurch immer wieder Kolleginnen in andere Bereiche eingeschult und hoffe natürlich, dass dies ausreichend war. Es ist zwar noch nicht alles abgeschlossen aber ich hoffe in den nächsten Wochen, stehen zumindest die Grundlagen. Bis jetzt bin ich da aber sehr optimistisch, wir sind schon gut als Team zusammengewachsen.
Aber ich kann dich verstehen, ich hab auch schon Angst meinem Chef von der Schwangerschaft zu erzählen.
Diese Woche wurde ich vom Hausarzt krankgeschrieben, leider leide ich sehr unter Kreislaufproblemen und übelkeit. Noch ist es aber zu früh um es zu erzählen. Bis jetzt funktioniert die Vertretung ganz gut, bin telefonisch bei wichtigen Fragen erreichbar

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Ich schreibe dir eine PN :)