Zu Einleitung gedrängt

Hallo! Ich bin heute ET+9. Es ist mein drittes Kind und es gibt keine Anzeichen, dass es bald los geht.
MuMu zu, Gebärmutterhals 4cm, Kopf abschiebbar.
Fruchtwasser ist genug vorhanden und Plazenta nur leicht verkalkt.
Das Kind bewegt sich ständig und das CTG ist super, nur halt ohne Wehen.
Bei meinem Frauenarzttermin sagte mir die Ärztin, dass wir ja jetzt eh keinen Termin mehr brauchen, da ich morgen zur Einleitung soll.
Ich fragte sie, ob es nicht möglich ist, bis ET+14 zu warten (nach meiner Berechnung war mein eigentlicher ET vorgestern).

Sie war komplett entsetzt und meinte, wenn ich mein Kind gesund in den Armen halten will soll ich einleiten lassen. Sonst würde ich eines Tages aufwachen, keine Kindsbewegungen spüren und mir wünschen, ich hätte einleiten lassen .

Ich war danach total aufgelöst. Ich habe das Gefühl mein Baby braucht noch ein paar Tage. Bei so einem Befund möchte ich ungern einleiten lassen. Ich weiß, dass mein Körper gut gebären kann - er hat es immerhin schon zwei Mal super geschafft.
Aber ich will meinem Baby auch keiner Gefahr aussetzen.
Ich weiß einfach nicht, was richtig und falsch ist

Wie würdet ihr Handeln?

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Ich finde das Verhalten deiner Ärztin unmöglich.

Dir und deinem Baby geht es gut. Lass es in der Klinik abklären wie sie handeln würden.

Meinen Sohn habe ich 14 Tage übertragen. Er kam dann spontan ohne Einleitung. Meine Tochter ging 12 Tage übern Termin. Ab Et+10 haben sie versucht einzuleiten und nichts passierte. Als sie mich mit einem
Weiteren Versuch verschonten, ging’s von alleine los.

Vertraue deinem Bauchgefühl ❣️

Liebe Grüße

Kiki und #ei 5+3

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Ich würde der Ärztin mal eine E-Mail schreiben, das es eine Frechheit ist, so mit Patienten zu reden. Ja, sie muss Aufklärung betreiben, aber bitte Wertfrei!!!

Besprich dich mit deiner Hebamme/Mann geh ggf ins KH lass ein Schall machen und dir eine zweite Meinung geben, wegen der Verkalkung der Plazenta, auch dort besprechen, das du eher einen anderen ET ausgerechnet hast. Das sollte vielleicht helfen

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Hallo, versteh dich so gut und bin in einer ähnlichen Lage.

Bin heute laut nachdatierung bei ET+11

Aber eigenltich laut eisprung bin ich schon ET +16 (und ich habe wirklich einen punktgenauen zuyklus und den Vorteil dass ich meinen eisprung spüre, sogar welche Seite)

Für mich kam eine Einleitung nie in Frage und mein KH war bis jetzt auch immer total entspannt, da die werte so gut sind. Nur seit heute habe ich irgendwie so ein Gefühl dass ich morgen mit einer sanften Einleitung beginnen möchte. Meine persönliche Grenze war immer ET + 17 🌻

In meiner Familie gibt es leider eine Bekannte Wehenschwäche und der Großteil meiner Tanten und Cousinen mussten einleiten.
Möchte weder meine kleine Maus noch mich gefährden und werde morgen tatsächlich über meinen Schatten springen...

Ich wnsch dir alles Gute für die Geburt und wenn im KH deine Werte noch top sind. Würde ich auf alle Fälle noch ein paar Tage warten 🍀

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Hi,

ich finde sowas immer schwierig.. Ich stand selber vor der Entscheidung (fast gleicher Befund, jedoch beim 1. Kind) und habe mich für die Einleitung entschieden.. Das lief auch wirklich gut und mein Sohn war an ET+12 auf der Welt. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl diese Verantwortung auf mich zu nehmen.

Ich weiß nicht, wo genau dieses ET+10 herkommt. Damals hatte ich mich abgesehen von der Klinik auch mit einem befreundeten Arzt unterhalten (Chefarzt einer sehr namenhaften gynäkologischen Klinik mit langjähriger Erfahrung). Eine Einleitung schlägt ja oft nicht direkt an. Und er meinte statistisch gesehen entstehen ab ET+14 durchaus mehr Probleme, sodass das für ihn der späteste Geburtstermin sein sollte. Er meinte wäre ich seine Tochter, würde er früher was machen wollen und nicht auf dem letzten Drücker..

Ich würde daher vielleicht bis ET+11/12 spätestens warten, aber eben nur mit engmaschiger Kontrolle und die Frage ist ob du die bekommst.. Im KH wo ich entbunden habe, sind die Kontrollen alle zwei Tage, das wäre mir z.B. zu wenig

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Über die Art deiner Ärztin braucht man glaub ich nichts sagen.. Das ist einfach nur unmöglich..

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Ich würde mich an deiner stelle im KH über die Einleitung beraten lassen und dann entscheiden 😊.

Die Aussage deiner Ärztin ist zwar daneben aber ungefähr so hat man mir es an ET+6 im Krankenhaus auch gesagt. Ich wurde dann 4 Tage später eingeleitet.

Ich finde, sie hätte dich schon früher dahin schicken sollen damit du da schonend vorbereitet wirst und du schonmal aufgeklärt worden wärst über - wie überhaupt einleiten? Direkt Tabletten? Erstmal mechanisch?

Es stimmt leider, dass ab ET+10 mittlerweile gedrängelt wird, da die Wahrscheinlichkeit steigt für u.a. plötzlichen Kindstod im Mutterleib. Die Ärzte handeln da häufig nur ihren Richtlinien konform, die ihnen es mittlerweile sozusagen vorschreiben ab ET+10 darauf zu drängen, weil es eben noch etwas dauern kann und man doch später über 2 Wochen drüber ist 🤷‍♀️.

Ich wurde erst mit einem ballonkatheter und dann mit Tabletten eingeleitet. Keiner hatte damit gerechnet,dass die kleine so groß schon ist und einen riesigen kopfumfang hatte. Sonst hätten sie mich schon vorher gedrängt.. hat gott sei dank noch alles geklappt 🤷‍♀️ aber ich war im Nachhinein froh nicht noch 4 Tage gewartet zu haben.
Die Ärztin im kreißsaal hat vermutet, dass aufgrund der Größe der kleinen meine Gebärmutter schon überfordert war und sozusagen so überdehnt, dass sie es nicht mehr richtig von selbst anstoßen konnte.

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Darf ich fragen wie groß deine Maus bei der Geburt war und ob du um einen Notkaiserschnitt herum gekommen bist? 🍀

Bin gerade in der ähnlichem Situation und mir gehen gerade 10000 Szenarien durch den Kopf.

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Kopfumfang 38 cm, Gewicht 4200 🤷‍♀️

An ET sagte die Ärztin.. ach ja, so 3700 Gramm - eher weniger. Ja.. mhm..

Der kaiserschnitt wurde thematisiert, nachdem sie nicht wirklich runtergerutscht ist und die Hebamme immer meinte "oh.... Ich weiß wirklich nicht, ob nicht der Kopf vielleicht zu groß für dich ist..". Die Oberärztin war auch schon da und hat sich es angeschaut.
Ich habe dann gesagt, ich würde hier ja nicht 12 Stunden rumliegen um dann ein Kaiserschnitt zu machen und habe dann mit eisernem Willen die "kleine" aus mir rausgepresst. Die Ärztin hat von oben gedrückt und die saugglocke lag bereit 🤷‍♀️.

Alle sind verwundert, dass es nur ein dammriss 1. Grades wurde 😅😅.

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Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen, am besten von einem Arzt und auch einer Hebamme. Leider packen die Ärzte ganz schnell mal die "Ja dann wird das Kind halt sterben"- Keule aus. Welche Eltern würden da nicht einknicken? Wenn dir alle Ärzte das Gleiche raten würde ich aber natürlich schon darauf vertrauen und einer Einleitung zustimmen. Bisher scheint es ja aber keine Indizien zu geben, dass es dem Kind nicht gutgehen würde. Nur weil es statistisch gesehen so ist, dass mit jedem Tag über ET das Risiko für Komplikationen und Mortalität steigt, muss das ja im Einzelfall nicht stimmen

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Wenn du dir sowieso sicher bist, dass dein ET erst vorgestern war, würde ich noch abwarten.
Was sagt denn deine Hebamme?

Wenn du noch ein bisschen „Mut“ brauchst, um deinem Kind noch mehr Zeit zu geben, ist das Profil „xeniageiss“ auf Instagram vielleicht interessant für dich. Sie hat in der 44. SSW entbunden.