Progynova/ Estrifam während der Schwangerschaft nur bei künstlicher Befruchtung?

Hallo, ihr Lieben, ich hatte bereits zwei Fehlgeburten und bin jetzt glücklicherweise mithilfe von Letrozol erneut schwanger (aktuell 7+1).

Vor 3 Tagen hatte ich einen Ultraschall (bei 6+5) und man konnte ein Baby mit Herzschlag (120) sehen, welches allerdings von der Größe 6+2 entsprach. Soweit alles gut meinte der FA.

Da ich schon zwei Fehlgeburten hatte, lasse ich meine Blutwerte (HCG, Estradiol, Progesteron und TSH) regelmäßig kontrollieren und leider ist es so, dass mein Estradiol-Wert von Anfang an relativ niedrig war. Ich fing an bioidentisches Estradiol-Gel zu verwenden, morgens und abends ein Hub. Der Wert stieg dadurch schön an und lag bei 6+0 bei 764. Genau eine Woche später ist der Wert nun aber wieder gefallen auf 645, was seltsam ist, da er ja weitersteigen sollte!

Nun überlege ich Progynova 2mg Tabletten einzunehmen, erstmal nur eine pro Tag. Ich habe zwei FÄ befragt und sie sind widersprüchlicher Meinung.

Ich weiß, dass Frauen, die eine künstliche Befruchtung gemacht haben, grundsätzlich Progynova oder Estrifam bis zu 12 SSW nehmen müssen (da kein ES stattgefunden hat und der Körper weder Progesteron noch Estradiol bildet). Keines der Präparate scheint ja dem Embryo zu schaden, sonst würden es die Ärzte nicht verschreiben...

Jedoch hatte ich keine künstliche Befruchtung und die meisten Ärzte kennen sich damit gar nicht aus, wenn man natürlich schwanger geworden ist.

Wenn der Estradiol-Wert aber abfällt, sollte man, meiner Meinung nach, handeln und nicht warten, bis es zu einer weiteren Fehlgeburt kommt! Oder wie denkt ihr darüber?

Ich lebe im Ausland und hier ist alles noch viel schwieriger, daher würde ich mich über eure Meinungen sehr freuen.

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Ich hatte einige Embryotransfers und habe nie danach Östradiol zugeführt.
Was heißt denn relativ niedrig ? Über 600 war meiner nie, als die Kinderwunschklinik kontrolliert hat, ich hatte keine Probleme in der Schwangerschaft.
Herzlichen Glückwunsch 🍀

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Hallo Lynx, vielen Dank für deine Antwort. Bei 5+0 lag mein Wert bei ca. 200 und mir wurde gesagt, das ist zu niedrig.

Das ist ja total interessant, dass dein Wert nie höher als 600 war. Weißt du noch, in welcher Woche er kontrolliert wurde?

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Er wurde ja bereits vor Feststellung der Schwangerschaft kontrolliert und dann an 4+2, 5+3, 6+1 und zuletzt (offiziell zumindest, da ich danach nichts mehr gesagt bekommen habe) an 7+2. Mir wurde damals gesagt, er sollte nicht unter 150 fallen, aber selbst dann wäre erstmal keine Panik angesagt. In der 7. SSW fiel mein Progesteron auf unter 6 ab, obwohl ich bereits sehr viel zugeführt habe. Auch da war keine Panik angesagt, habe einfach noch zusätzlich Prolutex gespritzt. Hatte dennoch keinerlei Blutungen in der Frühschwangerschaft.