Untersuchung wegen Trisomie 21

    • (1) 08.03.07 - 21:43

      Hallo

      Habe mal eine Frage! Habt ihr die Untersuchung in der 13. SSW machen lassen, wo man die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 berechnen kann.

      Wir wollen das Kind so oder so.

      Wie steht ihr zu der Untersuchung?

      Lg Kora

      • (2) 08.03.07 - 21:46

        ich hab es nicht machen lassen. aber ich finde das bleibt jedem selbst überlassen.

        (3) 08.03.07 - 21:47

        Hey,

        also wir haben uns wie folgt entschieden:

        Wir machen jede Untersuchung und alle Tests in denen man eine Krankheit feststellen kann, die während der ss heilbar ist.
        Da man ja bei einer Nackenfaltenmessung nur Dinge feststellt, die ich eh nicht ändern kann, lass ich sie sein.

        LG Lulu (15+1) die auch ihr Baby in jedem Fall behalten wird

        Du meinst die Nackenfaltenmessung!

        Ich habe sie bei beiden Kindern machen lassen.

        Warum?
        Weil ich wissen wollte ob alles in Ordnung ist.

      • (5) 08.03.07 - 21:54

        Hallo,

        beim ersten Kind haben wir es nicht machen lassen.

        Da ich jetzt aber bald 33 Jahre alt werde und mein FA mir es empfohlen hat haben wir es diesmal machen lassen. Ich wollte auch wissen, ob alles ok. ist. Auch wenn es manche nicht verstehen können, aber ich weiss nicht, ob ich mit einem schwer behinderten Kind klar kommen würde. Und ich habe auch die Auffassung, dass wenn dieses Kind dann nur vor sich hinvegetieren würde, wäre es auch besser für das Kind.
        Unsere Nachbarin hatte einen schwer behinderten Sohn und erst ist ihre Ehe daran zerbrochen und später sie selbst. Daher bin ich etwas voreingenommen.

        Trotzdem sollte das jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass die Medizin schon soweit ist.

        LG Lara (12.SSW)

        (6) 08.03.07 - 22:06

        Hallo,

        meine Ärztin wollte unbedingt, dass ich es mache (obwohl ich überhaupt nicht als Risikofall einzustufen war).

        Ich hab mich dagegen entschieden. Eine Abtreibung wäre für mich in keinem Fall in Frage gekommen. Ich hätte mein Kin dauch mit behinderung geliebt und groß gezogen.

        LG Denise

      • (7) 08.03.07 - 22:21

        Hallo,

        ich habe mich gegen Untersuchungen entschieden, die eine Fehlgeburt auslösen können. Bei meinem ersten Kind wurde nur der Tripple Test gemacht, der sehr ungenau ist. Darüber wurde ich nicht aufgeklärt, sondern war total happy, dass mein Kind wohl gesund sei.

        Im Laufe der Schwangerschaft wurde mir dann klar, dass es sich nur um eine Wahrsceinlichkeit handeln würde, die wenig aussagt und habe diesen Tripple test darum bei den folgenden Kindern nicht mehr machen lassen.

        In meiner jetzigen Schwangerschaft habe ich allerdings den Trippletest in Verbindung mit der Nackenfaltenmessung machen lassen, da ich denke, dass das schon ein aufschlussreicheres Ergebnis liefert.

        Ich hatte auch Glück und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Eigetlich war ich mir sicher, das ich ein behindertes Kind auchbekommen hätte, wie ich dann genau reagiert hätte, mag ich trotzdem nicht 100 % versichern. Ich finde es aber trotzdem wichtig, zu wissen, was auf einen zukommt, wenn man es ungefährlich für das Kind vorher testen kann.

        Alles Gute
        manonne

        (8) 08.03.07 - 22:52

        ich hab den test lider gemacht.die nackenfalte war supergut nur das blutergebnis war solala.deswegen hab ich echt sorgen gemacht aber das bluitergebniss ist meistens schlecht.jetzt aerger ich mich, dass ich soviel geld verschwendet hab.

        wenn du das kind sowieso behalten willst, seh ich das auch als rausgeschmissenes geld.ich hab so um die 150 euro bezahlt.

        lg nina 23+0

        Wenn du dein Kind so oder so behalten möchtest, laß die teuren Tests.
        Ich habe den Nackenfaltentest plus Blutuntersuchung auch gemacht. Heraus kam eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21. Habe mich dann fast verrückt gemacht, war total fertig. Eine Fruchtwasseruntersuchung ist mir wegen des Risikos der Fehlgeburt nicht in Frage gekommen.
        Bei der Feinsono sagte mir der Arzt, er könne keine Anzeichen für die Krankheit sehen. Klar habe ich im Hinterkopf, daß es so bleibt, habe aber auch Angst, daß es doch ein Kind mit Trisomie 21 werden könnte.

        Wenn du keine so blöden Untersuchungen machst lebst du auf jeden Fall streßfreier in der Schwangerschaft.

        (10) 10.03.07 - 14:42

        Ich habe den Eindruck, es kommt hier sehr darauf an, was sich die einzelne von dieser Untersuchung verspricht. Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, ausgedrückt in einer individuellen Risikoziffer (1:x). Man muss mit diesem Ergebnis gucken, ob einem das genügt oder ob man größtmögliche Sicherheit will. Dann müsste man weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind.

        Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund der Nackentransparenzmessung bzw. des First-Trimester-Screenings (Combined Test / Bluttest + Nackentransparenzmessung).

        Diese Untersuchung(en) werden sehr häufig deshalb gemacht, weil man sich davon eine gewisse Sicherheit verspricht. Im Grund möchte man danach hören: "Alles ok mit Ihrem Kind." Das ist so aber nicht möglich. Man bekommt nur zu hören, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Dinge vermutlich ok sind beim Kind. Keine Diagnose, kein Ausschluss einer Diagnose, keine Garantie für irgendetwas.

        Viel zu oft für meinen Geschmack gehen Schwangere die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening mit dem Gedanken an, dass ja "nur mal schnell geguckt wird, dass es dem Baby auch gut geht" und man ja außerdem so schönes Baby-TV geboten bekommt. Die Untersuchung wird als harmlos eingestuft, vergessen wird, dass sie mitunter Auffälligkeiten zeigen kann, die jedoch nicht diagnostisch bewertet werden können. So mündet die Untersuchung nicht selten in einer Situation großer Beunruhigung und zwingt die Schwangere zur Entscheidung über die Inanspruchnahme oder Ablehnung zwar diagnostisch sehr sicherer, aber leider teils nicht risikofreier Untersuchungen.

        Viele Schwangere stehen dann plötzlich tief verunsichert da durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen nach bangen Tagen oder sogar Wochen des Wartens diagnostische Folgeuntersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach weiteren stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby ziemlich verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung in vielen Fällen als falscher Alarm heraus. Viele schwören sich dann, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, denn sie haben letztlich nur viel Geld für Sorge, Verunsicherung und Stress bezahlt ;-) Es ist tendenziell so, dass Schwangere, die unauffällige Werte bescheinigt bekommen haben, die Untersuchung meistens weiterempfehlen und solche, die auffällige Werte hatten und dadurch in den Entscheidungszwang über Folgeuntersuchungen geraten sind, eher von der Inanspruchnahme abraten.

        Es gibt Fallbeispiele, in denen die Nackentransparenz- bzw. First-Trimester-Screening-Werte auffällig sind, aus diesem Grund diagnostische Folgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden und sich dadurch nach einigen Tagen oder auch erst Wochen herausstellt, dass das Kind eine körperliche Fehlbildung (z.B. einen Herzfehler) oder eine chromosomal bedingte Behinderung hat (z.B. eine Form der Trisomie). Diese Diagnosen sind jedoch erst durch weitere Untersuchungen und nicht (!) durch die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening möglich. Deren Werte können lediglich Anlass für die Entscheidung der Schwangeren zu weiteren Untersuchungen mit hoher diagnostischer Sicherheit sein, diese Verfahren jedoch nicht ersetzen.

        Dann gibt es diejenigen Schwangeren, die unauffällige Werte bei Nackentransparenzmessung bzw. First-Trimester-Screening bescheinigt bekommen, durch die Ergebnisse beruhigt sind, keine diagnostischen Untersuchungen machen lassen und ein Regelkind bekommen.

        Bei anderen kommen ähnlich tolle Ergebnisse dabei heraus, die Beruhigung verschaffen und die Entscheidung gegen diagnostische Untersuchungen bestärken, aber ihr Kind ist kein Regelkind. Zwei Beispiele sind Eric und Louis:

        Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mama. Im August 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de #blume). Ähnlich lief es bei Louis #sonne , der im März 2006 geboren wurde und im First-Trimester-Screening ebenfalls unauffällige Werte hatte (http://www.louisgrossewelt.de). Soviel zur Zuverlässigkeit dieser Untersuchung(en)... Sicherheit, hohe Aussagekraft und vor allem Diagnostik sind einfach was anderes, denn Eric und Louis sind nicht die großen Ausnahmen.

        Wer größtmögliche Sicherheit über bestimmte körperliche Besonderheiten möchte, sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen (http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html). Diese Entscheidung könnte dann auf einen zukommen, wenn man diagnostische Untersuchungen in Anspruch nimmt. Ob man es sich und seiner Familie zutraut, es psychisch unbeschadet zu überstehen, sich gegebenenfalls für den Tod des eigenen Kindes zu entscheiden, sollte man bei seinen Überlegungen zur Untersuchungswahl nicht außeracht lassen.
        Ein Schwangerschaftsabbruch ist erst nach einer richtigen Diagnose erlaubt und eine solche bekommt man weder bei der Blutuntersuchung noch bei der Nackentransparenzmessung und auch nicht bei der Kombination aus beidem (= First-Trimester-Screening), sondern insbesondere was die häufigsten (aber längst nicht alle!) Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts, denn Chromosomen sind nunmal schlicht und einfach nicht im Ultraschall zu sehen und im Blut der Mutter sind sie (noch) nicht nachweisbar bzw. untersuchbar.

        Alles, was bei der Nackentransparenzmessung bzw. beim First-Trimester-Screening herausgefunden wird, müsste im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie die Beispiele von Eric und Louis zeigen – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind halt nur Wahrscheinlichkeiten und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen ;-)


        Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen:
        http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html


        Meinungen / Erfahrungen von Schwangeren:
        http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=615362

        http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=646810

        Blut- und/oder Nackentransparenzwerte auffällig:
        http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=609251

        Pränataldiagnostik (Video)
        http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=3302
        Ein netter kleiner Film. Am Ende steht hier zwar ein auf Hilfsmöglichkeiten gerichteter Ausblick auf den tieferen Sinn der Sache, der in der Praxis jedoch mittlerweile echten Seltenheitswert hat. Weitaus häufiger ist der Abbruch der Schwangerschaft.


        Auf der Website http://www.regenbogenzeiten.de sind u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige der gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderungen und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben keine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

        Liebe Grüße
        Sabine

        P.S. Für Interessierte hier ein paar Bilder von Nackentransparenzmessungen:

        unauffällige Nackentransparenz
        http://www.praenatal.de/cms/uploads/pics/ersttrimester.jpg
        http://www.iwan-thein.de/images/leistungen/normale-nackentransparenz.jpg

        Nackentransparenz 5mm
        http://9monate.qualimedic.de/bilder/9monate/nackenfalte_5mm.gif

        Nackentransparenz 8mm
        http://www.thieme.de/fz/ultraschall/images/titel995.jpg

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