Frage an Schwangere ab 35 - Pränataldiagnostik?

Liebe Mädels,
ich bin 36 und mit dem 2. Kind schwanger (8. Woche). Heute meinte meine Ärztin (1. Untersuchung, #herzlich schlägt, Embryo ist 11 mm!), in meinem hohen Alter#kratz möchte sie routinemässig eine Chorionzottenbiopsie in der 11. SSW machen, mindestens aber eine Fruchtwasserpunktion in der 16. SSW. Mein Risiko für einen genetischen Defekt liege aufgrund des Alters bei 1:308. Als ich nach der Fehlgeburtsrisiko aufgrund der Punktion fragte, meinte sie um die 1%. Kann man auf dem Feinultraschall in der 19. Woche, den ich gerne wieder machen möchte, denn viel weniger erkennen als bei einer Chorionzottenbiopsie/Fruchtwasserpunktion? Ich tu mich sehr schwer mit dem Gedanken, mir in den Bauch stechen zu lassen während der SS. Muss das wirklich sein? Und ist es nicht Wahnsinn, ein Risiko von 1:100 für eine FG aufgrund Punktion in Kauf zu nehmen, um ein Missbildungsrisiko von 1:308 zu vermeiden?

Ein schwer behindertes Kind würde ich nicht behalten, wenn ich es wüsste, egal ob ich es in der 12. Woche oder erst in der 19. Woche erfahre. Aber ein nicht lebensfähiges Kind würde ich wohl bis zum natürlichen Tod austragen, und wenn es so weit käme, auch gebären.

Wie seht ihr das, kann mir jemand bei dieser Entscheidung helfen? Ich muss mich bald entscheiden, falls ich die empfohlene Chorionzottenbiopsie machen lassen will! Meine Ärztin hat mich quasi als verantwortungslos hingestellt, wenn ich es nicht mache, wo es doch schon bezahlt wird.

Liebe ratlose Grüsse,
Barbara


Hallo Barbara!

Also ich bin nicht über 35. aber Gedanken zur Pränataldiagnostik hab ich mir schon gemacht.
Also wenn du willsz hier die Meinung zu deinem speziellen Fall:

Es ist durchaus richtig dass für betimmte Chromosomenerkrankungen das Alter der Mutter ein erhöhtes Risiko darstellt, aber das als alleinigen Grund für invasive Pränataldiagnostik anzugeben finde ich nicht ausreichend.

Chorionzpottenbiopsie uns Amniozentese sind die einzige Möglichkeit gewisse Krankheiten (chromosomale und ein paar andere) vor der Geburt zu diagnostizieren. Natürlich nicht alle.

Anderseits gibt es inzwischen schon gute Methoden einer RISIKOABSCHÄTZUNG auf nicht invasiver Art in Form des Ersttrimesterscreenings. Dieses ist eine Kombination aus Nackenfaltentranzparenzmessung und Blutuntersuchung. Aus diesen Werten wird ein statistischer Wert errechnet für das risiko deines Kindes an Trisomie 21, 18 oder 13 zu Leiden. Und gibt Hinweise auf andere Erkrankungen.
Wird zw. 12. und 14. Woche gemacht.

Für mich wäre das der erste Schritt. Bei einem auffälligen/abklärungswürdigeb Ergebnis kann man immer noch invasive Methoden anschließen.

Für diese Vorgehnsweise hab ich mich entschieden.

Ich würde mir eine 2. Meinung einholen, ob dein Alterb wirklich alleinige Indikation für eine invasive Untersuchung ist.

LG und alles Gute für die Entscheidungdfindung Melanie


Liebe Melanie,
danke für Deine liebe Antwort! in der ersten SS hab ich das Ersttrimesterscreening machen lassen, nun aber gerade in einem alten Foren-Beitrag von s a m gelesen, dass dieser auch nicht wirklich eine Alternative sei (hier zu lesen: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&pid=5589674).
Tja? Und von meiner ersten Geburt, die letztlich gut aber leider sehr riskant verlief, weiss ich, dass die meisten Behinderungen sowieso von der Geburt stammen. Vielleicht müssen wir damit leben lernen, dass es auch heute noch so was wie Schicksal und Gottvertrauen gibt? Oder ist eben gerade diese Haltung verantwortungslos?

Liebe Grüsse, Barbara

Nunja, für mich persönlich ist das ersttrimesterscreening durchaus eine Alternative. Vor allem in Kombination mit dem Organscreening ab der 20. Woche.
Eine Garantie gibt es leider nie, durch keine einzige Untersuchungsmethode können alle Krankheiten ausgeschlossen werden. Perinatal und poostpartal kann immer etwas passieren.

Ich glaube nicht dass es Verantwortungslos ist sich gegen jede Art von Pränataldiagnostik zu entscheiden, wenn man auch jede Konsequenz akzeptiert. Für mich war es ein sehr schwieriger zeitpunkt in dem ich Schwanger wurde und ja eine schwere Behinderung hätte ich in meiner momentanen Situation nicht verkraftet, wäre ich nicht gewachsen gewesen, wiederum andere Krankheiten sehe ich als unnötiges leiden an das ich mir und dem Ungeborenen nicht antun würde.

Viele Aspekte, schwieriges Thema und weitgreifende Entscheidungen...schwierig einen Rat zu geben!

Melanie

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Hallo Barbara,

entscheiden kannst das letztendlich nur Du und Dein Mann, ich weiss nicht, ob wir Euch wirklich dabei helfen können.

Zunächst - bei der Chorionzottenbiopsie und der Fruchtwasseruntersuchung testest Du auf andere Dinge als im Feinultraschall. Bei den ersten beiden Untersuchungen testest Du auf genetische Veränderungen, konkret die drei häufigsten Trisomie-Formen, eine davon auch bekannt als Down Syndrom, sowie auf Hinweise auf häufigere Fehlbildungen wie z.B. Spina Bifida. Beim Feinultraschall testest Du auf Fehlbildungen der Organe, z.B. des Herzens. Die eine Untersuchung kann also die andere nicht ersetzen, wenn Du Sicherheit über ein gesundes Kind haben willst.

Und noch eine kleine Anmerkung zu der Information Deiner Ärztin: in einem Pränatalzentrum liegt die Komplikationswahrscheinlichkeit der Fruchtwasseruntersuchung bei 0,16%, nicht bei 1%. Und ich würde die Untersuchung auch nur in einem so spezialisierten Zentrum machen lassen.

Vielleicht hilft Dir zu wissen, was wir gemacht haben: ich bin auch 36, wir haben zunächst Nackenfalte & Serum gemacht, hatten dann aber bei der Nackenfalte ein gutes und dem Serum ein eher grenzwertiges Ergebnis (Wahrscheinlichkeit auf Trisomie 21: 1:413, also besser als das Altersrisiko, aber natürlich nicht 1: mehrere Tausend, was es im Idealfall auch hätte sein können). Wir wollten die Entscheidung für ein behindertes Kind falls notwendig lieber bewusst treffen, statt damit am Ende der Schwangerschaft überrascht zu werden und haben uns daher für die Fruchtwasseruntersuchung in einem Pränatalzentrum entschieden. Und ich würde es jederzeit wieder tun: es geht schnell, tut nicht weh und hat meines Erachtens ein vertretbares Risiko, insobesondere wenn vorher in der Schwangerschaft keine Probleme auftraten. Und das Ergebnis hast Du bereits am nächsten Tag und, wenn es denn gut ausfällt, beruhigt ungemein. Allerdings solltet Ihr Euch gegebenenfalls natürlich vorher auch mit der Frage auseinandersetzen, was Ihr macht, wenn es nicht gut ausfällt. Sowas kann auch passieren und wenn man sich damit vorher nie beschäftigt hat, dann kann man richtig unter Schock geraten und muss dann in relativ kurzer Zeit eine sehr schwerwiegende Entscheidung treffen. Unser persönlicher "Plan B" wäre gewesen, uns mit betroffenen Eltern in Selbsthilfegruppen in Verbindung zu setzen, um die Behinderungen und Auswirkungen besser abschätzen zu können.

So war das bei uns - aber wie gesagt, entscheiden könnt das nur Ihr, nicht Deine Ärztin und auch sonst niemand. Denn Ihr seid es, die so oder so mit dem Ergebnis Eurer Entscheidung für den Rest Eures Lebens leben müsst.

Alles Gute! Ich drücke die Daumen, dass Ihr für Euch die richtige Entscheidung trefft!

Viele Grüße
Ulrike

Hallo Barbara,

ich bin zum Geburtstermin meines 2. Kindes (September) 39 Jahre alt.

Letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung, welche Untersuchungen du durchführen lässt. Aber du hast hier ja nach anderen Meinungen gefragt.

Ich würde - wie Melanie auch schon geschrieben hat - eine Punktion nur durchführen lassen, wenn Auffälligkeiten in anderen Untersuchungen zutage treten.

Ich habe die NT- Messung + Blutuntersuchung machen lassen (12.-14. SSW), die hat Melanie auch schon beschrieben. Dabei wird ein statistischer Risikowert berechnet. Diese Untersuchung bietet schon einen recht sicheren Hinweis auf die Möglichkeit eines "Chromosomenschadens".
In der 20. - 22. SSW bin ich zum "Großen US" zu einem Spezialisten in ein Krankenhaus gegangen, hierfür braucht man ein spezielles US Gerät, das haben nur Pränataldiagnostik-Spezialisten. Dort werden u.a. die Herzkammern und Blutfluss, die Hirnhälften, der Wirbelsäulenansatz ("Offener Rücken"), der Kiefer ("Spaltbildung"), die Nieren, die Gliedmaßen.....vom Fachmann angeschaut.

Ich weiß nicht genau, welche Behinderungen / Anomalien man durch die FW-Punktion herausfiltern kann. Ob es alle "schwerwiegenden" sind? Und evtl. erfährt man nur: Ja, Chromosomenschaden vorhanden, aber nicht, in welch starker Ausprägung das Kind beeinträchtigt ist....

Auf jeden Fall finde ich es von deiner FA unverantwortlich, dich als "unverantwortlich hinzustellen", wenn du die mit Risiken behaftete FWP nicht durchführen lässt!!! Zumal du "erst 36" bist und damit gerade mal über die "Magische Grenze 35" rutschst.

Lass dich nicht verunsichern! Frage evtl. noch mal bei Freundinnen/guten Bekannten nach.

Und falls du dich von deiner FÄ bedrängt fühlst, such mal nach einer anderen!

Viel Glück für dich und alles Gute,
Anne

Liebe Anne,
danke, Deine Meinung war sehr hilfreich! Ich hab mir schon heute morgen vorgenommen, eine neue Ärztin zu suchen, da ich mich echt unwohl fühlte. Nix positives, nur Risiken, kein "schön, dass Sie wieder schwanger sind". Ausserdem wollte sie mir jetzt schon einen geplanten KS andrehen, weil ich eine Geburt aus Fehllage hinter mir habe.
Ich finde deine Haltung gut, erst mal das allfällige Risiko weiter einzugrenzen, werde wohl in dem Fall wieder die Nachentransparenz mit Bluttest machen und dann den Feinultraschall sowieso. Der hat mich damals enorm beruhigt. Ich hatte 2 als Kinder gestorbene Cousins (keine Gendefekte, sondern offene Rücken und Hydrocephalus), daher bin ich schon etwas angstbelastet, denn die beiden haben sooooo leiden müssen!

Ich wünsche Dir/Euch auch alles Gute!
Barbara

#herzlichHallo Babara !!#blume

Das gleiche habe ich auch von meinem FA gehört ich bin Spätgebärende ab 35 Jahre bin auch 35 Jahre alt .
Ob ich eine Fruchtwasseruntersuchung haben will hat er mich gefragt.
Da ich einige Freundinen habe die ihr 2 Kind mit 36 - 38 Jahre bekommen haben in letzter zeit und alle Kinder gesund sind habe ich mit ihnen geredet.
Sie meinten die Nackenfaltmessung wenn dort keine auffälligkeiten geben sollten sollte ich es nicht machen lassen.
Denn ich habe genauso wie Du die Zweifel wegen der Punktion des Fruchtwasseruntersuchung.
Bei der Messung gab es keine Auffälligkeiten und somit habe ich es auch damit belassen.
Ich meine wenn es Fehlbildungen haben sollte wird die Natur schon dafür sorgen .
Ich hoffe Du verstehst mich.
Bin mit Kind NR 4 schwanger habe in 14 Tage ET .
Denke Positiv wohl am anfang der Schwangerschaft ich mir schon den Kopf gemacht habe ist es gesund ist alles drann ?
Habe diese Gedanken nach der Messung einfach abgelegt und fahre somit gut durch die Schwangerschaft.
Bin ein Positiver Mensch was kommt kommt es liegt ja auch in der hand von oben .
LG Diana mit wachsenden Rouven im Bauch ET 14 Tage

Hi!

Bin zwar noch was jünger ;-), hab aber beruflich schon einiges erlebt.

Ertsmal vorweg, in der aktuellen ELTERN ist ein informativer Bericht darüber drin.

Fruchtwasser-und Chorionzottenbiopsie würde ich (wenn überhaupt) in nem Zentrummachen lassen. Je mehr Übung die haben, desto niedriger ist die FG-Zahl (1% ist sehr hoch).

In einer Analyse der Chromosomen werden nicht alle Störungen entdeckt,nur die gängigen. Man ist also nicht auf der sicheren Seite. Fehlbildungen sieht man da garnicht. Bei der Feindiagnostik um die 21.SSW sieht ein Fachmann (!!!) Fehlbildungen und kann oft auch abschätzen ob eine genetische STörung vorliegt da man das Kind auch 3D sieht und die meisten genet. STörungen einem Kind anzusehen sind (man weiß aber nicht zwingend welche) - das ist natürlich keine Garantie!!!!

Ihr müßt Euch erstmal Gedanken machen welche Konsequenz ein Ergebniss haben könnte. Nehmt Ihr jedes Kind an wie es ist, habt ein gutes Gefühl dann laßt die Untersuchungen bleiben. Denn auch gute Untersuchungsergebnisse bringen keine Garantie!!!

Wir z.B. machen nur die Feindiangostik weil ich vorher wissen will wenn eine Fehlbildung vorliegt /Vorbereitung, Wahl der Geburtsklinik). Da ich aber auch ein Kind mit schwerer Erkrankung austragen würde machen wir keine Fruchtwasseruntersuchung.

Besprich Dich mit Deinem Mann und evtl. noch mit nem Fachmann für Pränataldiagnostik.

LG,
Hermiene

Liebe Hermiene,
das ist es ja gerade - ein behindertes Kind wäre für uns schwierig zu integrieren, da mein Mann gerade selber erst von langer schwerer psychischer Krankheit genesen ist und ich zwei Jahre den ganzen Laden mit Kind und Geld verdienen alleine schmeissen musste und wir beziehungsmässig auch an einem ganz fragilen Punkt stehen.
Daher würde ich mich gegen z.B. ein Down-Kind entscheiden, käme es heraus. Nur kommt es mir unethisch vor, ein ungeborenes Kind zu riskieren, um diese Sicherheit zu erlangen. Ich denke, der Feinultraschall muss langen, der Rest ist eben Schicksal. Nach der Geburt meiner Tochter (Zangengeburt aufgrund krasser Fehllage) habe ich hinterher erfahren, dass das Risiko 90% betrug, dass sie behindert aufgrund Geburt hätte sein können. Das vergisst man eben auch noch, dass die Geburt das grösste Behinderungsrisiko ist.

Danke für Deine Meinung! Leider bin ich nicht so grossmütig wie Du was die Toleranz für eine behindertes Kind angeht. Ich würde es schon als Schicksalsschlag empfinden.

Liebe Grüsse udn alles Gute!
Barbara

Naja, wie ich die Betreuung eine schwerbehinderten Kindes schaffen würde weiß ich nicht. Da hab ich nen heiden Respekt vor allen die es machen. Aber wir müßten uns dem halt annehmen.

Als wir mit Henrik bei der Feindiagnostik waren konnte der Arzt schon recht gut ausschließen dass Henrik ne Trisomie 21 hat. Keine organische (typischen) Fehlbildungen und Ohren, Nase, Augen #bla am richtige Fleck. Allerdings ist für mich persönlich ne Trisomie 21 das "kleinste" Problem.

Aber Du hast recht, es kann auch unter Geburt was passieren oder danach.

Vielleicht läßt Du Dich wirklich mal in nem Zentrum beraten. Da ist die FG-Rate auch deutlich geringer.

Zu Deiner Tochter: Warst Du mal beim Osteopathen mit ihr??? Henrik hat 6 Monate nur gekotzt (spucken war das nicht), hat 18 Monate höchstens 4 Stunden am Stück geschlafen (eher 1-2) und ist sehr breitbeinig gelaufen. Wir waren dann bei ner Osteopathin und jetzt läuft er super und schläft nach 5 Sitzungen 7-10 Stunden am Stück - sogar in seinem Bett #freu

LG,
Hermiene



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Hallo Barbara,
ich hatte das gleiche Problem, wie du. Bin knapp 39 wenn mein drittes Kind zur Welt kommt. Mein FA hat mich ebenfalls gefragt, allerdings hat er von einer Chorionzottenbiopsie direkt abgeraten, da sie ein viel höheres Risiko beinhaltet als z.B. eine Amniozentese. Wie du oben schon gelesen hast, ist das Risiko einer Amniozentese nur dann bei 1%, wenn du es nicht in einem Pränatalzentrum machen läßt, die darauf spezialisiert sind.
Ich bin trotz unauffälliger Nackenfalte hingegangen, da das Erstsemesterscreening in seiner Aussage sehr ungenau ist und ich mich vorher mit dem Gedanken befassen will, wenn ich ein behindertes Kind austrage.
Der Eingriff war sehr unspektakulär. Es tat kaum weh (weniger als beim Blutabnehmen) und vorher wurden mein Mann und ich ausführlich beraten und es wurde ein genauer Ultraschall mit einem viel besseren Gerät als das vom FA gemacht. Damit kann der Pränataldiagnostiker schon sehr viele Fehlentwicklungen ausschließen. Letztendlich hast du dann immer noch die Möglichkeit zu sagen, dass du die Fruchtwasseruntersuchung dann doch nicht mehr machen willst! Ich habe sie machen lassen, obwohl alles gut aussah...wollte einfach nur die ständigen Ängste loswerden,die ich vorher hatte und den Rest der Schwangerschaft einfach nur genießen!
Ob du den gleichen Schritt letztendlich gehst, bleibt ja dir überlassen, aber ich kann so eine Ultraschalluntersuchung beim Spezialisten echt nur empfehlen...das ist schon was anderes, als beim FA!!! Ich bin letztendlich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, bin durch den entwarnenden Befund am Folgetag und den schönen US jetzt total happy....und ich habe ganz nebenbei meine Outing bekommen (vom US): wir kriegen unser drittes Mädel!!#freu
Ich wünsche dir viel Glück! Lieben Gruß,
Kathy

Hi Barbara,

ich bin inzwischen 39 und mit meinem vierten Kind schwanger. #schwitz

Ich ließ zunächst das Ersttrimester-Screening machen. Das Ergebnis war ein persönliches Gendefekt-Risiko von 1:dreitausend-irgendwas.

Die Chorionzottenbiopsie fiel für mich von vorneherein aus, da mir das Risiko einer FG zu hoch war. Ich wollte kein gesundes Kind gefährden.

Eine FWU fiel dann nach dem Ersttrimester-Screening auch aus. Mein Risiko war ja noch um ein Vielfaches geringer als bei einer durchschnittlichen 20-jährigen...

Den erweiterten Ultraschall in der 22. Woche leiß ich wieder machen. Auch diese Untersuchung zeigte keine Defekte. #huepf

Wenn Du keine invasiven Untersuchungen machen willst, so kannst Du doch einiges per Ultraschall und Blutuntersuchung abklären lassen.

Dass Dich Deine Ärztin als quasi verantwortungslos hinstellt, finde ich ziemlich unfair. Ich habe das Gefühl, ihr geht es eher darum, möglichst viele Untersuchungen abrechnen zu können. #kratz

Die Entscheidung, ob du zu invasiven Untersuchungen bereit bist, hat doch nichts mit Verantwortungsgefühl zu tun, finde ich.

Ich wünsche Dir jedenfalls eine komplikationsfreie SS und dass Du die für Dich optimale Entscheidung triffst.

LG, Carin68 (33.SSW)

Hallo Barbara,

"Und ist es nicht Wahnsinn, ein Risiko von 1:100 für eine FG aufgrund Punktion in Kauf zu nehmen, um ein Missbildungsrisiko von 1:308 zu vermeiden"

Genauso ist es! Du hast es völlig richtig gegenübergestellt. Ich finde diese Logik auch völlig absurd. An Deiner Stelle würde ich mir das wirklich gut überlegen. Wenn nicht noch andere familiäre Faktoren für solche invasiven Diagnostikverfahren sprechen würde ich im Zweifelsfall Abstand davon halten.

Wenn es Dir damit besser geht, könntet ihr ja mit den nicht-invasiven Sachen wie Nackenfaltenmessung und Triple-Test (Bluttest) anfangen. Dort wird auch noch mal das Risiko auf Trisomien bestimmt und jenachdem kann Dein Grundrisiko steigen oder sinken. Wenn dieser Test ergibt, dass Dein Risiko doch höher als 300 zu 1 ist, dann kannst Du immer noch weitersehen. Es kann aber genausogut sein, dass die NFM und der Bluttest ergeben, dass Dein Risiko nicht höher ist als das einer 25-jährigen.

Man kann im übrigen einen Mißbildungsultraschall auch schon früher machen als in der 19. SSW. War bei einer Bekannten so. Sie war so um die 12. Woche dort und dann noch mal in der 20. Woche, weil in ihrer Familie wohl Herzkrankheiten/mißbildungen gehäuft auftreten. Im Ultraschall kann man halt nur körperliche Anomalien feststellen und keine Chromosomendefekte. Allerdings geben natürlich bestimmte körperliche Defekte einen Anhaltspunkt, ob sonst noch was nicht okay sein könnte.

Ich finde die Haltung Deiner Ärztin ehrlich gesagt absolut untragbar und würde mich nach so einer Behandlung nach jemand Neuem umsehen. Du bist die Patientin. Es ist Dein Körper und Dein Baby. Meine Ärztin war da z.B. sehr gut, wie ich fand. Sie hat mir erläutert, was bei der Nackenfaltenmessung und dem dazugehörigen Bluttest gemacht wird und welche Ergebnisse man da bekommt und mein Mann und ich haben uns noch im Internet weiter drüber informiert. Danach haben wir uns gegen diese Tests entschieden. Meine FÄ hat das so hingenommen und gemeint, manchmal wünschte sie, es hätten mehr Leute die Courage, nicht einfach alles mit sich machen zu lassen, nur weil es möglich wäre und bezahlt würde.

Alles Gute für Dich und triff Deine eigene Entscheidung, nicht die Deiner Ärztin.
Grüße
Sooza (30. SSW, ET 12.08.)

Hallo Barbara!
Ich bin auch 36 und bekomme das zweite Kind und ich lasse keine Pränataldiagnostik machen, außer dem ganz normalen US.
Meine Ärztin hat es mir zwar angeboten, aber da ich eine Abtreibung sowieso nicht über mich bringen würde, hat sie auch gemeint, daß es dann besser ist, es zu lassen, weil es immer ein Risiko gibt. Und was mach ich, wenn dem Kind nichts gefehlt hätte und durch die Untersuchung passiert dann was?
Ich habe erst vor 1 1/2 Jahren ein kerngesundes Kind bekommen und ich denke soviel älter bin ich jetzt auch nicht!

Ich finde es schon fast ein bißchen unverschämt von Deiner FÄ, Dich als verantwortungslos zu bezeichnen. Sie sieht wohl eher das Geld, daß ihr durch die Lappen geht!

Liebe Grüße und alles Gute

Ulrike + Jasmina (19.11.2005) + Bommele SSW 11+4

Liebe Mädels,
ich danke Euch herzlich für die vielen, guten Antworten! Ich sehe nun klarer. Werde mir als erstes für die Beratung bez. Tests ein Zentrum für Pränatal-Diagnostik suchen und eventuell erst mal die Nackenfaltenmessung machen lassen. Dann die Ärztin wechseln. Ich denke schon, dass ich eine ziemlich gute Sicherheit haben will. Wenn es nur um mich ginge, würde ich vielleicht gar nichts machen lassen, nicht mal Ultraschall (wie in meiner 1. SS, da war ich nur in einer Hebammenpraxis, mit Hörrohr, Zentimetermass usw.). Da unsere familiäre Situation von einem behinderten Kind aber wohl überfordert wäre, will ich dieses Mal dies möglichst ausschliessen können.

Alles Gute für Eure SS und ich hoffe, dass alle von uns gesunde Babys bekommen!
Liebe Grüsse, Barbara