Behinderung

Ich bin in der 9ssw und mein Freund macht sich die ganze Zeit Gedanken ob unser Kind eine Behinderung hat. Wir haben keine Vorgeschichte das es sein kann das es behindert werden kann. Aber ich möchte ihm gern die Angst nehmen. Wann kann man genau sagen das mit dem Kind alles in Ordnung ist? Erst nach der Geburt?. Ich habe zudem noch die Frage ob eine Fruchtwasseruntersuchung wirklich gefährlich ist. Diese kann ja ab der 14ssw vorgenommen werden. Meine FÄ rät dazu aber meine Schwester ( hat selber ein Kind) sagt das die Untersuchung sehr gefährlich ist.
Kannmir da jemand helfen?!
Ich danke schon mal.
Liebe Grüße
alex1986

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Ganz ausschließen kannst ne Behinderung erst nach der Geburt, und wenns ne geistige Behinderung ist kanns sogar nach der Geburt noch dauern bis mans bemerkt.

Aber ich sag immer so...man muss vom besten ausgehen.

Bei mir ist es so das ich mit einem Herzfehler geboren wurde, und Klumpfüße hatte. In der Familie meines Mannes ist der offene Rücken vorgekommen.
Wir haben bis auf eine Blutuntersuchung mit der man den offenen Rücken zu 70% ausschließen kann und Feindiagnostik nix machen lassen.

Was die Fruchtwasseruntersuchung angeht. Sie ist gefährlich, aber heutzutage ist das Risiko das was passiert recht gering. Würd das Risiko aber trotzdem nicht eingehen.

Lg Steffi * Killian 33.SSW

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Hallo!
Das war am Anfang auch bei meinem Freund die größte Angst, da er mit behinderten Menschen nicht umgehen kann (sein Cousin war schwerstbehindert und starb sehr früh, was ihn sehr geprägt hat). Ich konnte ihm nicht die Angst nehmen, egal was ich sagten oder machte. Aber nach den ersten malen Ultraschall legte sich die Angst dann stückweise und als er in der 22. Woche bei der Feindiagnostik mit war und gucken konnte und dort gesagt wurde, es sieht alles sehr gut aus, seitdem ist das für ihn gar kein Thema mehr. Du wirst sehen, wenn er die ersten Bewegungen von außen spüren kann oder sieht, wie das Kleine im Ultraschall am Turnen ist, dann wird das auch deinen Freund beruhigen.
Eine grundlose Fruchtwasseruntersuchung würde ich nicht machen lassen, das Risiko wäre mir persönlich zu groß, dass was passiert.
lg anne 25+0

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Hallo,

solange das Baby im Bauch ist kann man sicher nur ne Vermutung äußern, ob wie stark behindert ist. Selbst mit der FU kann man nicht sagen, wie schwer die Behinderung wirklich ist, man kann sie wohl leichter feststellen.
Leider hast Du noch keine Vk eingerichtet und von daher kann ich nur vermuten, daß Du 1986 geboren bist, was ja noch sehr jung ist, ich weiß daß die Krankenkassen die FU ab 35 bezahlen, wie das allerdings davor ist,...
Du mußt Dir auch mal überlegen, ob Du das Baby überhaupt abtreiben lassen würdest, wenn es behindert wäre, dann kannst Dir überlegen so ne Untersuchung machen zu lassen.
Mir selber wäre die Gefahr fürs Baby zu groß. Stell Dir mal vor die Untersuchung wird in der 14/15. SSW gemacht, Dein Baby ist kerngesund, aber bei der Untersuchung geht was schief und Du verlierst Dein Baby.
Bin jetzt selber 8+5, bin 31 Jahre und ich werde diese Untersuchung auf keinen Fall machen lassen.

LG cocci

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ja, eine fruchtwasseruntersuchung kann zum abgang des fötus führen.
aber die nächste frage ist doch: was würdest du tun, wenn dein kind eine behinderung hat? würdest du das kleine wesen dann noch abtreiben? hat nicht ein nicht gesundes kind genauso ein recht auf leben wie alle anderen?
du solltest dir, bevor du eventuell die untersuchung machst, überlegen was das für dich bedeutet. wenn du es sowieso behalten würdest, musst du den test ja erst gar nicht machen, das risiko einer fehlgeburt nicht eingehen.
ich wünsche dir viel glück bei deiner entscheidung. es ist eine wichtige frage mit der man sich auseinandersetzten sollte.
viel glück, mirima

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Hallo,

hundertprozentig ausschließen kann man eine Behinderung nie. Aber es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, und es ist auch ziemlich sinnlos, davor solche Angst zu haben. Die meisten Behinderungen sind Folgen von Unfällen oder Krankheiten und nicht angeboren. Und man kann ja schlecht sein ganzes Leben Angst davor haben.

Eine Fruchtwasseruntersuchung hat ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5 bis 1 Prozent. Je nachdem wie alt du bist, ist dieses Risiko vermutlich höher als das, dass eine Chromosomenstörung bei dieser Untersuchung festgestellt wird. Je erfahrener der Arzt ist, bei dem du die Untersuchung machen lässt, desto geringer ist das Risiko.

Du könntest außerdem ein Ersttrimesterscreening machen lassen. Das wird, glaube ich, zwischen der 11. und 13. SSW gemacht. Anhand einer Nackenfaltenmessung, eines genauen Ultraschalls und eines Bluttests wird eine Wahrscheinlichkeit für eine Behinderung errechnet. Du musst das allerdings selbst zahlen, und wenn das Ergebnis auffällig ist, kann aber nur eine Fruchtwasseruntersuchung genaue Erkenntnisse bringen. Ich persönlich habe diese Untersuchung nicht gemacht, weil ich finde, dass man sich dadurch nur unnötig verrückt macht. Aber ehe du das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung eingehst, wäre das vielleicht erstmal eine gute Alternative.

Außerdem kannst du in der 20. bis 22. Woche einen Feinultraschall machen lassen, dabei kann man sehr gut erkennen, ob körperlich alles okay ist - eine geistige Behinderung kann aber damit nicht ausgeschlossen werden.

Viele Grüße
Meggie mit Paula (*16.07.2006) und #ei (19. SSW)

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Sicher ausschließen, dass ein Kind behindert ist, kann man erst nach der Geburt. Aber auch dann kann immer was passieren: Infektion, Hirnhautentzündung, Unfall. Es gibt tausende Möglichkeiten, wodurch ein Mensch im schlimmsten Falle zum Pflegefall wird.
Ich will dir damit keine Angst machen. Mir hat dieser Gedanke, so paradox das klingen mag, eher die Panik während der Frühschwangerschaft genommen.
Die Frage an deinen Freund lautet: Wie würde er zu einem behinderten Kind stehen?
LG und alles Gute für euch drei!

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Hallo Alex,

wie meine Vorrednerinnen bereits schrieben, überlege Dir erst einmal, ob Du überhaupt abtreiben würdest. Da das für mich sowieso nicht in Frage käme und ich auch noch unter 35 bin, habe ich mich dagegen entschieden.

Ciao.

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Hallo Alex

Hier stellt sich IMMEr die Frage nach der Konsequenz. Würdest du denn im Falle einer Behinderung das Baby abtreiben ?
Und wenn ja, bei welcher Art der Behinderung ?
Wenn du das auf keinen Fall tun würdest, dann ist es auch völliger Quatsch sich so einer Untersuchung zu unterziehen. Vor allem, weil es keinerlei Anzeichen oder so gibt !
Es wird zeit, dass ihr (vor allem dein Partner) daran glaubt , dass dieses Baby sich in deinem Bauch festgesetzt hat und bisher alles nach Plan läuft. Alles weitere wird ebenso laufen, davon ist auszugehen.
Und was später kommt weiss man niemals - es sind Ängste, die immer bleiben, solange man Kinder hat - Lebenslang.
Denn auch später können Unfall oder Krankheit zu Behinderungen führen.
Aber wenn für euch ein beeinträchtigtes Baby gar nicht in Frage kommt, dann ist die Untersuchung sinnvoll.

liebe Grüße
Nina

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Hallo,

was die vorgeburtliche Feststellung einer Behinderung angeht, hast Du ja schon viele Antworten erhalten.

Doch ich denke auch wenn man ein gesundes Kind oder auch Partner hat, hat man keine lebenslange Garantie dafür.

Wir haben schon 4 gesunde Kinder. Doch es kann immer etwas passieren. mein Sohn ist mit der Bahn oder mit dem Fahrrad unterwegs. Meinem Mann oder mir kann etwas passieren.

Damit muss man sich immer auseinandersetzten ob mit oder ohne Kind.

Liebe Grüße Michaela die für sich und ihre Familie und Freunde jeden Tag aufs neue hofft gesund zu bleiben.