mutter will ihren sohn nicht mehr, nun soll er zum vater. Fragen???

    • (1) 09.07.09 - 22:38

      hallo.

      ich habe da mal ein paar fragen und hoffe sie hier beantwortet zu bekommen.

      mein bruder hat einen sohn im alter von 7 jahren. vor 2 1/2 jahren haben sich mein bruder und seine damalige lebensgefährtin getrennt. seine ex hat nun mit ihrem neuen lebengefährten einen sohn (10 monate alt).l
      nun soll der große zu meinem bruder, laut ihrer aussage, kann sie ihren eigenen sohn nicht mehr lieben und hat auch keine muttergefühle mehr für ihn. allein bei so ner aussage könnt ich kotzen, was ist das denn für eine mutter???

      auf jedenfall soll er ab diesem wochenende zu meinem bruder und dort auch bleiben.

      nun das problem....
      mein bruder wohnt seit kurzem wieder bei unseren eltern (sie wohnen in einer 3zimmer-wohnung), da er arbeitslos geworden ist. d.h. er hat keine eigene wohnung, keine arbeit....
      an wen kann er sich wenden, damit er schnellsmöglich eine wohnung für sich und seinen sohn bekommt. was kann und muß er alles beantragen. gibt es irgendwas, worauf er besonders acht geben muß. in wie weit, werden allein erziehende väter unterstützt? kann er erziehungshilfe bekommen?

      Für antworten wäre ich euch sehr dankbar.

      lg
      curly77

      • Hallo...
        Er kann sich beim Jugendamt ne Familienhilfe beantragen, die helfen ihm dann auch ne Wohnung zu finden, evtl nen neuen Job u. was jetzt am Anfang vielleicht erstmal, am wichtigsten ist ALG2...
        Beantragen sollte er auf jeden Fall ALG2 u. Kindergeld. Kindergeld bekommt er aber auf jeden Fall, soweit ich weiß. Eine Beistandschaft beim JA wäre vielleicht auch nicht falsch, da er jetzt auch Unterhalt von der Kindsmutter verlangen kann, wenn sie genug verdient!

        Ich wünsch euch ganz ganz viel Glück u. lasst euch auf keinen Fall unterkriegen!

        #liebdrueck

        Boah, bei solchen Müttern geht mir auch die Hutschnur hoch. :-[

        Gaaanz wichtig fände ich auch die Beantragung des alleinigen Sorgerechts. Nicht dass die gute Frau auf dumme Gedanken kommt, wenn ihr Lütsches aus dem Gröbsten raus ist. tztztztztztz...

        Euch, bzw. deinem Bruder alles Gute!!!! #klee

        #liebdrueck

        Also wenn ich sowas Lese wird mir echt schlecht, ich habe auch einen Sohn mit in die neue Beziehung gebracht und wir bekommen auch ein Kind, aber mein Freund liebt meinen großen so sehr das ist warnsinn und mein Sohn auch Ihn, wenn er mal nicht da ist kommt gleich Wo ist ..... Wann kommt er nachhause etc.

        Aber nun gut zu deiner Frage.

        Ist viel auf Einmal. Also als 1. würde ich sagen Jugendamt - auch klären wegen dem Sorgerecht etc. denn es muss ja schriftlich festgelegt werden das der kleine jetzt bei Ihm Wohnen soll, gleichzeitig vielleicht heute noch bei der Arge anrufen dort erfahren wie teuer und groß eine Wohnung sein darf, auch erklären für sich und Kind also 2 Personen.
        Dann sich auf Wohnungssuche begeben, bei der Arge einreichen warum auszug bei den Eltern und einzug in eigenen Wohnung.
        Dann das mit dem Kindergeld klären nicht das die Kindsmutter das Kindergeld weiter bezieht. Dann beim Jugendamt wird auch denke ich sofort mitgeklärt wegen dem Unterhalt ob du Mutter selbst zahlen muss oder eventuell Unterhaltsvorschuss einspringt. Dann Kind ummelden....

        Drücke Euch die Daumen das es alles klappt :)

        lg mama

      • (5) 10.07.09 - 12:12

        Hallo,

        Du hast geschrieben: "nun soll der große zu meinem bruder, laut ihrer aussage, kann sie ihren eigenen sohn nicht mehr lieben und hat auch keine muttergefühle mehr für ihn. "

        Ganz ehrlich: Ich finde ihre Entscheidung sehr mutig. Alles andere (=das Kind zu behalten unter diesen Voraussetzungen) wäre m. E. falsch verstandene Mutterliebe, die dem Kind garantiert nicht gut tun würde.

        Komisch finde ich, dass oft Väter, die solche Entscheidungen treffen, ganz "normal" sind und auch noch Verständnis ernten...

        LG

        • Richtig!
          Der gesellschaftliche Druck ist auf Frauen häufig so groß, dass viele sich niemals eingestehen würden, entweder mit der Aufgabe als Mutter nicht klarzukommen oder gar, dass die Gefühle nicht so sind, wie sie angeblich sein sollten.

          Dieser Druck wird durch solche Äußerung, wie die der Vorposterinnen noch verstärkt.

          Dabei sind es oft gar nicht so sehr die fehlenden Gefühle, die die Probleme auslösen, sondern gerade die Erwartungshaltung der Umgebung, gesellschaftliche Normen und Ängste vor "Versagen".

          Dass es bei Vätern gerade akzeptiert wird und dass du das als ganz "normal" empfindest, zeigt, dass diese Gesellschaft immer noch in Schemen des vorvorigen Jahrhunderts denkt und von echter Gleichberechtigung sehr weit entfernt ist.

          Besser wäre in meinen Augen:
          Man akzeptiert endlich, dass Eltern auch Menschen sind, und Eltern lassen zu, dass sie auch mal schlechte Gefühle gegenüber ihren Kindern entwickeln. Z.B. wenn alles zu viel wird.
          Und: Die Umgebung bewertet es endlich positiv, wenn Eltern nicht ÜBER-Eltern sind, sondern eben Stärken und Schwächen haben und diese auch äußern und dazu stehen!

          LG, H.H.

          • Hallo H.H.,

            Du hast geschrieben: "Dass es bei Vätern gerade akzeptiert wird und dass du das als ganz "normal" empfindest, ... "

            Ich habe mich wohl leider unklar ausgedrückt. Ich empfinde es nicht als normal, aber "die Gesellschaft".

            LG
            Susanne

        (8) 10.07.09 - 13:35

        "Komisch finde ich, dass oft Väter, die solche Entscheidungen treffen, ganz "normal" sind und auch noch Verständnis ernten..."

        Eben!

        "Ganz ehrlich: Ich finde ihre Entscheidung sehr mutig. Alles andere (=das Kind zu behalten unter diesen Voraussetzungen) wäre m. E. falsch verstandene Mutterliebe, die dem Kind garantiert nicht gut tun würde."

        Und auch hier kann ich nur zustimmen...


        Hallo

        Als normal finde ich es bei beiden nicht , aber gerade bei Müttern kann ich es überhaupt nicht verstehen . Bevor ich mein Kind abgebe nur damit ich eine " normale "Familie hab , wo ein Kind von einem fremden Mann stört , geht eher der mann.

        lg

        Claudia

    Hallo,
    dein Bruder kann wie jedes alleinerziehende Elternteil Unterstützung vom Jugendamt einfordern.
    Er wird eine eigene Wohnung nehmen können, die von der Arge mitgetragen wird, er bekommt den erhöhten Satz für AE und Unterhalt von der Mutter.
    Wenn sie nicht zahlungsfähig oder in Erziehungszeit ist, dann bekommt er Unterhaltsvorschuss.
    Neben den finanziellen Zuwendungen kann er auch Hilfe zu Erziehung beantragen, so dass zb. regelmäßig eine Familienhelferin ins Haus kommt und ihn in seiner neuen Rolle unterstützt.
    Ich finde es legitim, dass auch eine Frau zugeben darf, dass sie mit einem Kind nicht mehr zurechtkommt. Oft sind Väter dann die besseren Mütter.
    Mit 7 ist der Junge in einem Alter, wo er den Papa dringend braucht und wo Papa aber durchaus halbtags arbeiten kann.
    LG
    Mariella

    ich finde, du urteilst vorschnell.

    es gibt mehrere gründe, sich von seinem eigenen kind zu distanzieren, die wenigsten sind aus absicht heraus gekommen. manchmal bemerkt man, dass man überfordert ist, manchmal merkt man nur, dass das kind ausgeglichener ist beim anderen elternteil etc. ich kenne einen ähnlichen fall und kann dir sagen, es fiel der mutter nicht leicht, das kind abzuschieben. aber es geht beiden viel besser und was später ist, wird sich zeigen. auch bei euch. selbst wenn die mutter nach einiger zeit wieder ankommt, sollte man ihr doch möglichkeiten einräumen und sie nicht einfach abhaken. mutter bleibt sie immer.

    eine beratungsstelle empfehle ich deinem bruder. die haben die übersicht über die ämter eurer stadt und wie er sich um alles am besten kümmert.

    ich wünsch ihm alles gute.

    • Ein guter Beitrag !

      Mir fällt auch auf, dass hier die ganz wenigen Mütter, die sich ( aus welchen Gründen auch immer ) weigern, bzw. sich nicht imstande sehen, ein Kind bei sich aufzuziehen gleich als Monster hingestellt werden.

      Hier steht eine Sache im Raum, deren Hintergrund keiner hier wirklich gut kennt.

      Wenn man sich mal bewußt macht, wieviele Väter sich weigern ihre Kinder großzuziehen und das so völlig selbstverständlich immer den Müttern überlassen, dann würde man wenig vorschnell urteilen.

      Es gibt genügend Väter, die behaupten sie würden ihre Kinder nicht genug lieben, oder hätten keinen Bezug zu ihnen usw. um sich ausreichend um sie kümmern - da kräht doch kein Hahn mehr danach.

      Aber wehe, das macht eine MUTTER - dann ist hier immer gleich Polen offen......

      Borstie

Oh Gott #schmoll:-(#schmoll alleine bei dem Gedanken wie es dem Jungen dabei geht......könnt heulen!!!

Wie kann eine Frau so egoistisch sein udn solche Aussagen machen ohne darüber nachzudenken wie ihr eigenes "Baby"sich dabei fühlt!!!

Ich wüsnche diesem Jungen alles Gute und dass er trotzdem seinen weg gehen wird!!!


Bin immer wieder geschockt wenn ich sowas lese oder höre!!!

(14) 12.07.09 - 16:11

Hallo,
bezüglich einer Wohnung könnte es evtl. auch hilfreich sein, sich mal bei einer Wohnungsgenossenschaft zu erkundigen, falls es davon größere bei euch in der Nähe gibt.
Gerade wenn man Unterstützung vom Amt bekommt, darf man ja nur Wohnungen in einer bestimmten Größe haben.
Bei den Wohnungsgenossenschaften gibt es meiner Erfahrung nach öfter auch kleinere Wohnungen, die mehrere Zimmer haben, also z.B. 60 qm mit drei Zimmern, statt der meist üblichen zwei Zimmern bei dieser Größe.
LG
olegre

Hi
das kenne ich.
Der Sohn meines Freundes (den er aus einer vorigen Beziehung mitgebracht hat) lebt mittlerweile auch bei seinem Vater.
Das Mädel war schwanger (relativ jung), sie hatte sich von ihm getrennt und ihn das Kind die ersten 3 Monate überhaupt nicht sehen lassen. Dann hat er seinen Sohn jedes ! Wochenende gehabt und immer wenn er Urlaub oder frei hatte. Als ihr Sohn 3 Jahre alt war, kam sie an und meinte er solle ihn doch jetzt bitte ganz nehmen, da sie ne Wohnung suchen will und nen Job. Seitdem wohnt er bei meinem Freund also bei seinem Vater. Sieht seine Mutter viell. 1x in 3 Monaten. Und Job und Wohnung hat sie immernoch nicht. Der Junge ist jetzt 7! #augen
Unverständlich wie man sein Kind so abschieben kann.
Heute kam er von seiner Mutter zurück mit nem Ohrring. Gestern schreibt sie meinem Freund ne SMS "er hat jetzt nen Ohrring wenn du ein Problem damit hast komm zu mir". #contra Und jetzt wird erstmal die nächsten 3 Monate kein Lebenszeichen mehr von ihr kommen. Das Mädel hat einen an der Klatsche. #klatsch Sorry musste das jetzt mal rauslassen #hicks

Er sollte auf jeden Fall erstmal ALG II beantragen, beim Jugendamt vorsprechen wg. Unterhalt bzw. Unterhaltsvorschuss und Kindergeld bei der Familienkasse beantragen. Ich hoffe dein Bruder findet bald eine Wohnung und einen Job und drücke die Daumen.

LG

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