Kinderbetreuungskosten

    • (1) 02.01.11 - 20:46

      Hallo,

      ich habe eine rein informative Frage zu der Übernahme der Kinderbetreuungskosten durch den Vater. Ich bin persönlich nicht betroffen, falls es Rückfragen geben sollte.

      Muss ein Unterhaltspflichtiger sich generell zusätzlich an den Kinderbetreuungskosten beteiligen?

      Gilt dies für Ganztagesplätze (hier in NRW dann die 45 Stunden in der Woche) oder auch für Kindergartenplätze bis Mittags?

      Und warum muss er sich eigentlich beteiligen?

      So ganz verstehe ich den Sinn dahinter nicht.

      Gruß
      f

      • Hallo.

        Ich meine, dass es dabei um die Kinderbetreuungskosten für Kinder unter 3 Jahren geht (ob ganztags oder bis mittags weiß ich allerdings nicht) ... wenn der Mutter durch eine Kinderbetreuung das Arbeiten ermöglicht wird und sie durch eigenes Einkommen des Betreuungsunterhalt senken kann, muss der Unterhaltspflichtige sich im Umkehrschluß (und zum Ausgleich) an den Kinderbetreuungskosten beteiligen ... und das Ganze gilt natürlich nur, wenn er leistungsfähig, insbesondere was den Betreuungsunterhalt anbelangt, ist ...

        ... alle Angaben ohne Gewährt ... werde aber auch noch mal aus Interesse googeln.

        Gruß von der Hedda.

        Hallo.

        Hier eine interessante Entscheidung, dass die Kinderbetreuungskosten als Mehrbedarf zum Unterhalt zu werten sind ... das geht über meine vorherige Antwort hinaus:

        http://www.vamv.de/urteile/unterhaltsrecht/kindesunterhalt/article/kindergartenbeitraege-in-vollem-umfang-mehrbedarf.html?tx_ttnews[backPid]=29&cHash=1d2b17dc58

        Und hier:
        http://www.welt.de/finanzen/article3759487/Alleinerziehende-koennen-mehr-Unterhalt-verlangen.html

        Gruß von der Hedda.

        Hallo,

        ich habe mir gerade die beiden Links von Hedda angesehen. Einen davon hatte ich damals auch an mein zuständiges Jugendamt geschickt und mein Antrag auf Beteiligung des Vaters an den Kitakosten wurde abgelehnt.
        Es gibt eine Zusatzerläuterung, die die Jungendämter kurz nach dem Urteil bekommen haben, in der grob übersetzt steht, dass Kinder unter 3 Jahren im Kindergarten sozial und geistig nicht viel mehr gefördert werden, als wenn sie noch bei ihren Müttern bleiben würden.
        Daraus ergibt sich dann, dass kein Anspruch auf Kostenbeteiligung besteht.

        Es hängt viel von den jeweiligen Jugendämtern ab und wie sie die entsprechenden Gesetze und Zusatztexte interpretieren.

        Ich habe meinen Antrag nur durchbekommen, weil ich zum einen nicht locker gelassen habe und zum anderen weil ich aufgrund der Behinderung meiner Tochter eine Bestätigung bekommen habe, dass meine Tochter eine besondere Förderung braucht.

        Ich lese hier manchmal von Kitakosten von bis zu 400 Euro pro Monat. Wenn diese Kosten im normalen Regelunterhalt enthalten wären, würden die Kitakosten den Unterhalt in manchen Fällen weit übersteigen. Gerade dann finde ich es richtig, wenn die Kitakosten zum Mehrbedarf zählen und nicht im normalen Unterhalt enthalten sind.

        Falls Du für den betreuenden Elternteil fragst, soll dieser mal bei seinem zuständigen Jugendamt anrufen und nachfragen, wie es bei denen gehandhabt wird.
        Fragst Du für den unterhaltspflichtigen Elternteil, würde ich erstmal gar nichts zu tun. Sollte das Thema schon auf dem Tisch liegen, hilft auch hier nur ein Anruf beim zustänigen Jugendamt.

        Liebe Grüße
        Lepidoptera

        • Ich weiß nicht, warum hier immer auf


          Meinung!


          des Jugendamtes irgendwas gegeben wird.


          Die haben keine Entscheidungsrechte, zum Kuckuck!


          Die Vogehensweise, die zielführend wäre, ist:

          Anwältin, Aufforderung zur Übernahme der Betreuungskosten, bei Weigerung Klage über das Gericht.

          Macht natürlich nur Sinn, wenn objektiv auch Leistungsfähigkeit (hat mit dem Leistungswillen nichts zu tun) vorhanden ist.

          Gruß

          Manavgat

          • Hallo Manavgat,

            für MICH ist nunmal das Jugendamt der erste Ansprechpartner in solchen Situationen. Es geht nicht darum ob sie irgendwelche Entscheidungsrechte haben, sie kennen aber (meistens zumindestens) die geltende Rechtslage und ich sehe keinen Sinn darin ständig einen Anwalt zu bezahlen, wenn ich das Ganze auch übers Jugenddamt laufen lassen kann.
            Das Jugendamt hat damals die Berechnung vorgenommen und meinen Anspruch bzw. den meiner Tochter gegenüber dem Vater formuliert.

            Wenn die Auskunft, die ich damals vom Jugendamt bekommen habe nun richtig ist, besteht für unter 3 jährige Kinder nur in Ausnahmesituationen Anspruch auf Beteiligung an den Kitakosten.
            In diesem Fall wäre der Weg über das Gericht doch nur mit Kosten verbunden und nicht erfolgversprechend, oder?

            LG Lepidoptera


      Betreuungskosten müssen mindestens zur Hälfte zusätzlich zum Unterhalt gezahlt werden.

      Gruß

      Manavgat

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